Die Finanzkrise ist nicht zuletzt durch die Gier von Finanzmanagern verursacht worden. Doch unterscheidet sich ihr Verhalten prinzipiell von durchschnittlichen Konsumenten, die immer nach Neuem verlangen? Nein, meint der Soziologe Christoph Deutschmann und sieht in der Wachstumslogik der Wirtschaft und im Charakter des Geldes die Ursachen.

Kategorie: Soziologie
Erstellt am 02.03.2012.
Ende des 19. Jahrhunderts war Budapest eine europäische Hauptstadt der Unterhaltung. In sogenannten Orpheen begeisterten v.a. jüdische Sänger und Komiker ihr Publikum und brachen dabei so manche Tabus der "besseren Gesellschaft". Ihr eigentlicher "Skandal" beruhte aber auf etwas anderem.

Kategorie: Kulturwissenschaft
Erstellt am 12.12.2011.
Das Verhältnis von Türkei und Österreich ist historisch belastet. Im Gedächtnis sind hierzulande in erster Linie die zwei Belagerungen von 1529 und 1683 verankert. Es gab aber eine kurze Phase, in der Türken plötzlich zu "Freunden" wurden: im Ersten Weltkrieg, als sich das Osmanische Reich mit Österreich-Ungarn verbündete.

Kategorie: Geschichte
Erstellt am 05.12.2011.
Bei "Terroristen" denken wir heute in erster Linie an junge Menschen, zumeist Männer, die ihren Glauben oder ihre Überzeugungen mit Gewalt durchsetzen wollen. Doch Terror ist ein uraltes Prinzip, das in Religion, im Gesetz, im Theater und anderen Bereichen sehr ambivalent regiert hat, wie der Literaturwissenschaftler Arata Takeda erinnert.

Kategorie: Kulturwissenschaften
Erstellt am 14.11.2011.
Mit vorbeugendem Lebensstil und medizinischer Behandlung versuchen wir heute, Schmerzen so gut es geht zu vermeiden. Dieser "Anti-Schmerz-Konsens" ist historisch aber relativ jung. Mit der Revolution der Medizin im 19. Jahrhundert fanden sich im Gefolge von Friedrich Nietzsche auch zahlreiche "Verteidiger des Schmerzes".

Kategorie: Kulturwissenschaft
Erstellt am 07.11.2011.
Was ist öffentlich, was privat oder geheim? Diese Grenzziehungen sind nicht erst seit unserem Zeitalter digitaler Daten brisant. Ein Biotop, in dem Geheimnisse besonders blühten, war der Hof der spanischen Habsburger. Wie diese Geheimnisse das politische und private Leben prägten, hat der Hofdichter Calderón eindringlich beschrieben.

Kategorie: Kulturwissenschaft
Erstellt am 24.10.2011.
Foyers von Hotels, die Warteräume von Bahnhöfen und Flughäfen: Orte wie diese erscheinen wie Vorräume zum eigentlichen Geschehen. Sie sind aber alles andere als nichtssagend, findet die Kunsthistorikerin Monika Wagner. Aussehen, Einrichtung und Nutzung machen diese Räume zu "sozialen Oberflächen", schreibt sie in einem Gastbeitrag.

Kategorie: Kunstgeschichte
Erstellt am 10.10.2011.
Dank der Öffnung von Archiven und neuen Dokumenten bewerten Historiker den Ersten Weltkrieg zunehmend neu. Speziell der Osten und die "innere Front" der kriegsführenden Länder sind in den Blickpunkt gerückt. Der Weltkrieg, so die Experten, war der erste, der die gesamte Gesellschaft durchdrungen und damit auch neue Feindbilder geschaffen hat.

Kategorie: Geschichte
Erstellt am 07.10.2011.
Edgar Zilsel war Philosoph, Physiker und Austromarxist im Umfeld des Wiener Kreises. Da er sich mit den sozialen Bedingungen beschäftigte, die zum Wissen und zur Wissenschaft der Neuzeit führten, gelangte er zur Methode der Induktion: dem Schluss von einer Vielzahl an Einzelfällen auf eine allgemeine Theorie. 
Kategorie: Wissenschaftstheorie
Erstellt am 27.06.2011.
Körper in Trance, aggressives Trommeln, eine Prozession der Lebenden mit den Toten: Manche Praktiken des Voodoo sind für westlich geschulte Augen schwer zu durchschauen. Für viele verarmte Karibikbewohner sind sie aber bis heute wichtig. Einerseits um ihren Alltag besser zu bewältigen, andererseits wird in den Riten an die Gewalt der Sklaverei erinnert. 
Kategorie: Kulturwissenschaften
Erstellt am 17.06.2011.
"Künstler sind Forscher", sagt Helmut Lethen, der Direktor des Wiener Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK). Die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft will er dennoch nicht entfernen: "Sonst wird es langweilig." 
Kategorie: Grenzgänge
Erstellt am 08.06.2011.
Philosophen machen üblicherweise gerne einen Punkt: Sie klären Begriffe, machen Aussagen, ziehen Schlüsse, Punkt. Ihr Werkzeug ist die Sprache. Doch nicht nur Wörter, sondern bereits Satzzeichen können philosophische Grundsätze entscheiden. Der Schweizer Philosophin Christine Abbt haben es besonders die Auslassungspunkte angetan ...

Kategorie: Philosophie
Erstellt am 27.05.2011.
Um 1300 entstand der "Marienleich": ein 20-strophiges Lobesgedicht auf die Gottesmutter Maria, das lange Zeit als verrückt und völlig unverständlich galt. Erst vor wenigen Jahren wurde sein Schöpfer, Heinrich von Meißen ("Frauenlob") von der Germanistik rehabilitiert - völlig zu Recht, wie die Germanistin Michaela Wiesinger in einem Gastbeitrag schreibt.

Kategorie: Germanistik
Erstellt am 20.05.2011.
Hat die Moderne die Welt "entzaubert" und mit Hilfe der Wissenschaften zu einem Ort gemacht, an dem mehr die Vernunft als die Gefühle zählen? Die deutsche Historikerin Ute Frevert glaubt das nicht. Speziell in Großstädten bildeten sich neue, moderne Leidenschaften in Politik und Kultur - allen voran im "Experimentierraum Wien".

Kategorie: Geschichte
Erstellt am 20.05.2011.
Das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien wird an die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz angebunden. Das gab Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem Rektor der Kunstuni Linz, Reinhard Kannonier, und IFK-Direktor Helmut Lethen bekannt. 
Kategorie: Forschungspolitik
Erstellt am 11.05.2011.