Das kleinste Alphabet der Welt

Ähnlich wie bei Minigolf lassen sich mit einem neuen Verfahren Nanopartikel präzise in einer Oberfläche versenken, was künftig noch winzigere Geräte wie Sensoren ermöglichen könnte. Man kann damit auch ein Alphabet in Nanoformat schreiben.

Die Wissenschaftler um Jürgen Brugg von der ETH Lausanne (EPFL) haben mit ihrer neuen Methode Tausende Nanopartikel auf einer nur einen Quadratzentimeter großen Fläche platziert. Der Abstand zwischen zwei Partikel betrug dabei rund einen Nanometer. Bisherige Herstellungsverfahren schafften nur Abstände von zehn bis 20 Nanometern, wie die Hochschule mitteilte. Mit dem nun vorgestellten Verfahren ergeben sich neue Möglichkeiten für die Herstellung von Nano-Geräten, wie stark miniaturisierte Messfühler und optische Sensoren.

Alphabet im Nanoformat
Nature Nanotechnology
Alphabet im Nanoformat

Die Methode beruht darauf, in einer Flüssigkeit suspendierte Gold-Nanopartikel zunächst zu erhitzen, damit sie sich im Flüssigkeitstropfen an einer Stelle sammeln, und dann über die Oberfläche zu ziehen. Auf der Oberfläche befinden sich Barrieren und Löcher, wie auf einem Minigolf-Parcours. Stoßen die Partikel an die Barrieren, lösen sie sich aus dem Tropfen und landen im Loch.

Auf diese Weise können die Forschenden Position und Ausrichtung der leicht länglichen Partikel präzise steuern. Die Probe aufs Exempel machten sie, indem sie komplexe geometrische Formen nachzeichneten. So schrieben sie beispielsweise das Alphabet mit den Gold-Nanopartikel: das kleinste Alphabet der Welt. Außerdem formten sie komplexe Muster.

science.ORF.at/APA/sda

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