Neues Mahnmal für NS-Deportationsopfer

Dort, wo der Massenmord an tausenden Wiener Juden und Jüdinnen seinen Ausgang genommen hat, entsteht demnächst ein neues Denkmal - am Gelände des einstigen Aspangbahnhofs. Nun wurde der Entwurf öffentlich präsentiert.

Er sieht Gleise vor, die in einem dunklen Betonblock münden. Zu Wochenbeginn war das Siegerprojekt durch eine von der Gesellschaft KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) eingesetzte Jury gekürt.

Das im Original rund 30 Meter lange Mahnmal soll bis zum Sommer 2017 entstehen. Heute wurde von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) ein Modell vorgestellt. Der Siegerentwurf stammt von Prinzgau/Podgorschek. Das Konzept stelle auf sehr direkte Weise die Reise ins Ungewisse bzw. in den Tod dar, befand die Jury.

Präsentation des Siegerentwurfs für Mahnmal "Opfer der Deportierten"
APA - Herbert Pfarrhofer
Der Siegerentwurf

Der - nicht mehr existierende - Aspangbahnhof im Bezirk Landstraße war Ausgangspunkt für Deportationen in Ghettos bzw. Konzentrationslager. Zwischen 1939 und 1942 wurden rund 47.000 Menschen - meist Wiener und Wienerinnen jüdischen Glaubens - von dort abtransportiert. Nur rund 1.000 von ihnen überlebten die Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten.

science.ORF.at/APA

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