Antike Stadt in Ägypten entdeckt

Archäologen haben in Oberägypten die Ruinen einer mehr als 7.000 Jahre alten Stadt entdeckt. Sie fanden einen Friedhof, Hütten, Keramik und Steininstrumente.

Wie der ägyptische Antikenminister Mahmud Afifi in der Zeitung „Egypt Independent“ mitteilte, wurde die Stadt rund 400 Meter vom Tempel von Sethos I. in der antiken Stadt Abydos im Süden Ägyptens gefunden. Die Wissenschaftler gingen davon aus, dass die Stadt, zu der auch 15 größere Grabstätten gehörten, bis ins Jahr 5.316 vor Christus datiert. Die Grabstätten, die teils noch größer als die Gräber in Abydos seien, gehörten wahrscheinlich bedeutenden Menschen. „Diese Entdeckung kann Licht auf eine Menge Informationen zur Geschichte von Abydos werfen“, sagte Afifi.

Eine der Ausgrabungsstätten
Egypt Ministry of Antiquities
Eine der Ausgrabungen

Die Stadt Abydos ist auf dem westlichen Nil-Ufer rund 160 Kilometer nördlich von Luxor gelegen. Die von vordynastischen Herrschern gegründete Stadt ist für ihre Tempel und Gräber berühmt. Ägypten verfügt über eine Vielzahl einmaliger archäologischer Stätten aus der Zeit der Pharaonen, doch ist die Zahl der Touristen seit 2011 infolge politischer Unruhen und islamistischer Anschläge stark eingebrochen.

science.ORF.at/APA/AFP

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