61 Millionen Jahre alter Riesenpinguin entdeckt

Pinguine könnten sich schon wesentlich früher entwickelt haben als bisher bekannt - möglicherweise bereits zu Lebzeiten der Dinosaurier. Darauf schließen Forscher aus dem Fund eines 61 Millionen Jahre alten fossilen Riesenpinguins.

Die Überreste des etwa eineinhalb Meter messenden Tieres gehörten zu den ältesten Pinguin-Fossilien weltweit, erklärte Gerald Mayr, Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts in Frankfurt. Die Knochen wurden am Waipara-Fluss auf der Südinsel Neuseelands gefunden. Die Fundstelle ist bekannt für Vogelfossilien, die rund vier Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier in Meeressand eingebettet wurden.

Künstlerische Illustration des Riesenpinguins
Chris Gaskin und Geology Museum University of Otago
Künstlerische Illustration des Riesenpinguins

Die Knochen unterschieden sich wesentlich von anderen, gleichaltrigen Funden, hieß es. Die Vielfalt der Pinguine im Paläozän sei demnach wohl größer gewesen als bisher vermutet. „Diese Vielfalt weist wiederum darauf hin, dass die ersten Vertreter der Pinguine wahrscheinlich schon im Zeitalter der Dinosaurier vor mehr als 65 Millionen Jahren entstanden“, so Mayr.

Der gefundene Beinknochen erinnere mehr an heutige Königspinguine, schreiben die Forscher. Mit seinen etwa 150 Zentimetern habe der Riesenpinguin beinahe die Größe des Rekordhalters Anthropornis nordenskjoeldi gehabt. Dieser größte bisher bekannte fossile Pinguin lebte vor etwa 45 bis 33 Millionen Jahren, also erst lange nach der nun beschrieben Art.

science.ORF.at/dpa

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