Frösche: Gerade entdeckt, schon bedroht

Forscher haben im Amazonasgebiet zwei neue Clownfrosch-Arten entdeckt. Die bunt gefärbten Amphibien seien wegen des kleinen Verbreitungsgebiets wahrscheinlich vom Aussterben bedroht.

Clownfrösche, deren Namen sich auf ihre auffällig schöne Färbung bezieht, sind im Amazonasbecken weit verbreitet. Bisher seien die neu entdeckten Populationen aber fälschlicherweise einer anderen Art zugeordnet worden, so Studienautor Martin Jansen vom Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstitut. Die in Peru und Bolivien lebenden Frösche konnten erst mit Hilfe von DNA-Untersuchungen als eigenständig klassifiziert werden.

Dendropsophus triangulum Clownfrosch
Santiago R. Ron
Eine der beiden neuen Arten: Dendropsophus triangulum

Nach Ansicht der Wissenschaftler aus sechs Ländern wird die Zahl der Froscharten am Amazonas unterschätzt. Auch vermeintlich verbreitete Arten müssten als gefährdet gelten. Jansen forderte eine komplette Bestandsaufnahme, da die Region durch Abholzung und Klimawandel sowie der Suche nach Rohstoffen stark bedroht sei. In den vergangenen Jahrzehnten seien 810.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden.

science.ORF.at/APA/dpa

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