Bilderjagd auf Schwarzes Loch abgeschlossen

Das erste echte Bild eines Schwarzen Lochs - das ist das erklärte Ziel des Projekts „Event Horizon“. Zehn Tage lang haben Astronomen mit Hilfe eines Teleskop-Netzwerks ins All gespäht, nun ist die Suche abgeschlossen: Die Forscher sind optimistisch.

Die Beobachtungen mit dem IRAM-Teleskop in der spanischen Sierra Nevada, an dem die deutsche Max-Planck-Gesellschaft beteiligt ist, hätten „reibungslos“ funktioniert, teilten die Verantwortlichen mit. Das Wetter sei „exzellent für die Jahreszeit“ gewesen. Die Forscher sammeln Daten, um daraus das Bild eines Schwarzen Loches zusammenzusetzen. Bislang gibt es nur Illustrationen davon.

Auswertung dauert Monate

Auch an den anderen Teleskop-Standorten weltweit seien die Bedingungen bei Technik und Wetter gut gewesen. „Ob die Daten an allen acht Standorten allerdings tatsächlich einwandfrei aufgenommen wurden, wird sich erst in ein paar Monaten klären, wenn alle Daten zusammengeführt werden konnten.“

Künstlerische Darstellung eines Schwarzen Loches
NASA/JPL-Caltech
Schön, aber nicht puristisch: Bisher sind nur „künstlerische Darstellungen“ verfügbar

Wenn die Aufnahme wie erhofft gelingt, dann wird sie einen schwarzen Kreis mit einem hellen Ring zeigen. Der Ring stellt Gas und Staub dar, die von dem Loch extrem beschleunigt und schließlich verschlungen werden. Bis ein solches Bild veröffentlicht werden könnte, würden allerdings Monate vergehen, da die Datenauswertung sehr aufwendig ist. Im vergangenen Jahr war der Versuch, ein solches Bild aufzunehmen, gescheitert.

science.ORF.at/dpa

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