Erster Drohnenkorridor für humanitäre Hilfe

Drohnen können Hilfsgüter mitunter besser in abgelegene Orte bringen als Menschen. In Malawi ist deshalb nun der erste permanente Drohnenkorridor Afrikas für humanitäre Hilfe eröffnet worden.

Dies teilte das UNO-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag mit. Der Korridor mit einem Radius von 40 Kilometern um das Flugfeld von Kasungu im Zentrum des Landes soll es dem Privatsektor, Universitäten und Helfern ermöglichen, die Nutzung von Drohnen als humanitäre Hilfsmittel zu testen.

Unicef-Mitarbeiter in Malawi mit einer Drohne in der Hand
UNICEF/UN070228/Chisiza
Unicef-Mitarbeiter in Malawi mit einer Drohne

Sie sollen beispielsweise genutzt werden, um Blutproben zu verschicken oder um Impfungen und andere wichtige und leichte Medikamente zu schicken. Zudem könnten die Drohnen zum Beispiel helfen, nach Überflutungen einen schnellen und kostengünstigen Überblick der Situation zu bekommen, wie Unicef erklärte. Im Katastrophenfall könnten die Flugobjekte auch genutzt werden, um Helfern Handyempfang oder Internetzugang zu ermöglichen.

Unicef-Drohne
UNICEF/UN070227/Chisiza
Unicef-Drohne

Malawis Verkehrsminister Jappie Mhango erklärte, die Drohnen zum Transport von Medikamenten einzusetzen, „könnte das Leben in abgeschiedenen ländlichen Gemeinden verändern“. Unicef zufolge soll der Korridor zunächst mindestens ein Jahr bestehen. Die Organisation hatte in Malawi im vergangenen Jahr erfolgreich den Einsatz von Drohnen zur Beförderung von Proben zur HIV-Diagnose bei Kindern getestet.

science.ORF.at/dpa

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