Libelle nach David Attenborough benannt

„Mesosticta davidattenboroughi“ heißt eine Libelle, kürzlich entdeckt in einem Bernsteintropfen aus Burma. Der Name ist ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den britischen Naturforscher und Tierfilmer David Attenborough.

„Libellen in Bernstein sind äußerst selten“, erklärte Edmund Jarzembowski, Wissenschaftler am Natural History Museum in London und Anmelder des neuen Namens.

Fossilfund: Libelle in Bernstein
Journal of Systematic Palaeontology
Mesosticta davidattenboroughi

Im „Journal of Systematic Palaeontology“ berichtete Jarzembowski, das Urzeit-Insekt sei gut erhalten, sogar ein Flügelpaar sei noch zu erkennen. „Sir David war sehr angetan, nicht nur weil er sich für Bernstein interessiert, sondern auch, weil er Vorsitzender der Britischen Libellengeselleschaft ist.“

Relikt aus Dinosaurier-Epoche

Bernstein ist fossiles Harz. In seinem flüssigen Zustand können Insekten darin kleben bleiben und in dem Material für Jahrmillionen konserviert werden. Als die nach Attenborough benannten Libellen noch lebten, war die Erde noch von Dinosauriern bevölkert.

Attenborough wurde für seine Verdienste 1985 zum Ritter geschlagen. Die Libelle reiht sich in eine Reihe von Tieren ein, die nach dem BBC-Moderator benannt wurden: Den Namen von Attenborough tragen bereits ein Rüsselkäfer, ein Fisch, ein Plesiosaurier - und eine Schnecke.

Seinen 90. Geburtstag - Anlass für die aktuelle Namensgebung - feierte Attenborough bereits am 8. Mai 2016. Bekannt wurde der Brite durch die TV-Dokumentation „Life on Earth“, die weltweit von mehr als einer halben Milliarde Menschen gesehen wurde. Altenborough ist auch für sein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel bekannt.

science.ORF.at/AFP

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