ESA entwickelt wiederverwendbares Raumfahrzeug

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) lässt ein wiederverwendbares Raumfahrzeug für Experimente im All entwickeln. Der geplante „Space Rider“ soll nach einer Zeit im Orbit auf die Erde zurückkehren können.

Die ESA, das Raumfahrtunternehmen Thales Alenia Space und der Hersteller der Vega-Trägerraketen, ELV, unterzeichneten am Donnerstag einen 36,7-Millionen-Euro-Vertrag über die abschließende Planungsphase vor der Umsetzung. Der unbemannte “Space Rider“ soll beispielsweise als Labor für Experimente in der Schwerelosigkeit und zur Erprobung von Technologie genutzt werden.

Grafische Illustration des "Space Rider"
ESA
Illustration des „Space Rider“

Zwei Monate in niedriger Umlaufbahn

Er soll mit einer Vega-Rakete ins All starten und mindestens zwei Monate im niedrigen Erdorbit in etwa 400 Kilometer Höhe bleiben können. Ein Modul des Raumfahrzeugs soll anschließend wieder in die Atmosphäre eintreten und weich auf der Erde landen. Nach Angaben der ESA gibt es bereits Interesse etwa aus der Pharmaindustrie.

Das Vorhaben baut auf dem experimentellen Raumfahrzeug „IXV„(Intermediate experimental Vehicle) auf, das Anfang 2015 einen Testflug absolviert hatte und anschließend im Pazifik gelandet war. Europa sucht damit Eigenständigkeit im Weltraum auch bei der Rückkehr zur Erde. Der Erstflug von „Space Rider“ ist für 2021 geplant.

Jedes Raumfahrzeug soll sechsmal ins All geschickt werden können und eine Nutzlast von 800 Kilogramm transportieren. Der Preis pro Flug soll bei 40 Millionen Euro liegen, wie ESA-Programm-Manager Giorgio Tumino sagte.

science.ORF.at/dpa

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