Winziges Kükenfossil ist 127 Mio. Jahre alt

Ein 127 Mio. Jahre altes Kükenfossil gibt Einblick in die Evolution früher Vogelarten. Das frisch geschlüpfte Vögelchen ist sehr bald nach seiner Geburt gestorben, berichten Forscher. Dadurch sei es möglich, den Zustand der Knochen eines noch sehr jungen Tieres zu untersuchen.

Das Küken habe in einer Zeit gelebt, als es noch Dinosaurier gab, berichten die Forscher in „Nature Communications“. Der in Spanien gefundene Vogel gehört zur Gruppe der Enantiornithes und ist nach Angaben der Forscher eines der kleinsten prähistorischen Vogelfossile, die je entdeckt wurden. Das kaum fünf Zentimeter große Küken habe zu Lebzeiten rund zehn Gramm gewogen. Seine weichen Knochen zeigten, dass es noch nicht flugfähig war.

Künstlerische Darstellung des Urvogel-Küken
Raúl Martín
Künstlerische Darstellung des Urvogel-Küken

Aus der Knochenentwicklung lasse sich viel über die evolutionären Strategien der Vögel lernen, hieß es von den Forschern. „Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Eigenschaften heute lebender Vögel schon vor über 100 Millionen Jahren entwickelt waren“, sagt Co-Autor Luis Chiappe vom Naturhistorischen Museum in Los Angeles.

science.ORF.at/APA/dpa

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