Standort: science.ORF.at / Kategorie "ÖkoScience – Ö1 Wissenschaftsjahr 2012"

Die Rubinäugige Bambusotter

Zahlreiche neue Tierarten im Mekong entdeckt

126 neue Arten, darunter Teufelsfledermäuse, blinde Fische und singende Frösche, sind im Vorjahr in der Mekong-Region entdeckt worden. Doch ihr Überleben hängt vom Schutz und der Erhalt der vielfältigen Natur der sechs Mekong-Länder ab.

Vielfalt 18.12.2012

Männlicher Hausgimpel aus Mexiko mit rotem Kopf schaut in die Kamera

Zigarettenstummel halten Vogelnest sauber

Vögel in Städten haben es nicht gerade leicht: Um ihre Nester zu bauen, verwenden sie alles, was ihnen vor den Schnabel gerät. Dazu gehören auch Zigarettenstummel. Dass diese eine überraschende Wirkung haben, zeigt nun eine aktuelle Studie mexikanischer Forscher: Die Stummel halten Parasiten vom Nest fern.

Verhaltensforschung 05.12.2012

Ein Fischer angelt vor Sonnenuntergang.

Der "tolle Hecht" an der Angel

Auch unter den Fischen gibt es die sprichwörtlichen "tollen Hechte". Sie sind aktiver, zeugen mehr Nachwuchs und kümmern sich auch um ihn. Diese Charakterzüge haben aber zumindest beim Forellenbarsch einen entscheidenden Nachteil: Die Fische zappeln besonders häufig an der Angel.

Biologie 04.12.2012

Kraftwerksschlote und Rauch vor blauem Himmel

Dänemark "Weltmeister", Österreich 34.

Europa schneidet beim Klimaschutz laut einer internationalen Vergleichsstudie weltweit am besten ab. Gründe dafür sind die Wirtschaftskrise und eine vergleichsweise gute Klimapolitik. Bestes Land in Sachen Klimapolitik ist Dänemark. Österreich belegt Platz 34.

Klimaschutz 03.12.2012

Autos stehen im Stau

"Da passt das Auto schwer hinein"

Großstädte wie Wien wachsen unaufhörlich, zugleich sorgen Pendler und Einkaufszentren im Umland für immer mehr Verkehr. Autos werden das Problem nicht lösen, meint der Verkehrsplaner Harald Frey von der TU Wien, im Gegenteil. In die Gedankenkette "Naherholung, gute Luft, Lebensqualität" passen Autos nicht hinein.

Nachhaltigkeit 29.11.2012

Blick auf das Meer

Meeresspiegel steigt deutlich schneller

Der Meeresspiegel steigt einer Studie zufolge derzeit um 60 Prozent schneller, als Wissenschaftler noch vor einigen Jahren berechnet hatten. Satellitenmessungen haben demnach ergeben, dass der Meeresspiegel seit Beginn der 1990er-Jahre durchschnittlich nicht um zwei, sondern um 3,2 Millimeter pro Jahr stieg.

Satellitenmessung 28.11.2012

Dauerhaft gefrorener Boden

Warnung vor Auftauen der Dauerfrostböden

Das UNO-Umweltprogramm UNEP und US-Forscher warnen eindringlich davor, das Auftauen der riesigen Dauerfrostböden zu unterschätzen. Die arktischen Böden enthalten einem neuen Bericht zufolge rund 1.700 Milliarden Tonnen Kohlenstoff - zweimal so viel, wie derzeit in der Atmosphäre vorhanden sei.

Klimawandel-beschleuniger 27.11.2012

Ein in sich versunkenes Kind

Je schlechter die Luft, desto mehr Autisten

Kinder mit der Diagnose Autismus können schlecht Kontakt zu ihrer Umwelt aufnehmen und verhalten sich auffallend stereotyp. Woher diese tiefgreifende Entwicklungsstörung kommt, ist noch immer unklar. US-Mediziner meinen nun: Je höher die Luftverschmutzung in Schwangerschaft und früher Kindheit, desto größer das Autismusrisiko.

Umweltmedizin 27.11.2012

Kieferbäume vor Himmel

Käfer steigern Temperaturen in Kanada

Der Bergkiefernkäfer macht den Sommer im Westen Kanadas gut ein Grad Celsius wärmer. Der schwarze, reiskorngroße Käfer befällt seit eineinhalb Jahrzehnten die Kiefernwälder in der westkanadischen Provinz British Columbia.

Klima 26.11.2012

Erdkugel: Nord- und Mittelamerika

Erderwärmung kaum noch zu bremsen

Die Welt entfernt sich immer weiter von dem Ziel, die Erderwärmung zu stoppen. Ohne einschneidende Maßnahmen sei ein Plan, die Temperatur auf ein Plus von maximal zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, nicht erreichbar, heißt es in einem Bericht der UNO.

UNO-Bericht 21.11.2012

Emissionen steigen aus einem Braunkohlekraftwerk in den Himmel.

2011 neues Rekordhoch an Treibhausgasen

Trotz weltweiter Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel hat die Konzentration von Treibhausgas in der Atmosphäre 2011 ähnlich stark zugenommen wie in den Jahren zuvor. So stieg der Anteil von Kohlendioxid nach neuen Berechnungen wieder um etwa 0,5 Prozent und liegt nun gut 40 Prozent über dem Niveau vorindustrieller Zeit.

Umwelt 20.11.2012

Bläulich schimmernder Eisberg im Eismeer.

Eisschild schrumpft jährlich um 200 Mrd. Tonnen

Rund 200 Milliarden Tonnen Gewicht verliert der Eisschild über Grönland jedes Jahr durch die Eisschmelze. Das zeigt eine Studie von US-Forschern, die die Entwicklung der Eismassen der arktischen Insel zwischen April 2002 und August 2011 näher untersucht haben.

Grönland 20.11.2012

Maiskolben im Maisfeld

Ein Schnelltest für Schimmelpilzgifte

Nicht mehr als ein paar Euro soll es den Bauern in Entwicklungsländern künftig kosten, ihre Kukuruzernte nach Schimmelpilzgiften zu untersuchen. Damit könnten Lebensmittelvergiftungen vermieden werden, die in wärmeren Zonen immer wieder auftreten und am stärksten die Kinder betreffen.

Landwirtschaft 19.11.2012

Die Alpen bei Fönwetter

Infrastruktur und Grundwasser in Gefahr

Der Klimawandel lässt gefrorene Böden weltweit auftauen. In den Alpen hat der Rückgang von Permafrost schon heute Folgen: "Tauender Permafrost kann Massenbewegungen wie Felsstürze und Muren auslösen, aber auch die Trinkwassergüte beeinflussen", sagt ein Wiener Geophysiker.

Tauende Böden 16.11.2012

Blick auf das Meer

Wie Methan im Meeresboden abgebaut wird

Im Meeresboden sind riesige Mengen von Methan in Form von Methanhydrat gespeichert. Mikroorganismen sorgen dafür, dass es auch ohne Sauerstoff abgebaut wird und damit nicht als Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt. Schwefelverbindungen spielen dabei eine wichtige Rolle - welche, hat nun eine Forschergruppe mit österreichischer Beteiligung gezeigt.

Biologie 08.11.2012