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Proteinmolekül

Weshalb die Evolution eine Einbahnstraße ist

Die Naturgeschichte ist unumkehrbar, lautet eine alte Regel der Evolutionsforschung. US-Biologen haben nun die Urversion eines Proteins rekonstruiert, die zeigt: Der Satz gilt offenbar auch für Moleküle.

Evolutionstheorie 23.09.2009

Die Geschichte eines Rezeptors

"Stellen Sie sich vor, Sie stellen ihr Schlafzimmer neu um. Als erstes verschieben Sie das Bett, dann geben Sie die Garderobe dorthin, wo vorher das Bett war. Wenn Sie nun entscheiden, das Bett zurückzustellen, können Sie das nicht tun - es sei denn, Sie Sie räumen wieder die Garderobe aus dem Weg."

Möbel sind an sich nicht das Hauptfach von Joseph Thornton. Er ist Genetiker an der University of Oregon und hat dementsprechend vor allem mit Molekülen zu tun. Aber Thorntons letzte, im Fachblatt "Nature" (Bd. 461, S. 515) publizierte Studie löst bei ihm eben Assoziationen zur Wohnraumgestaltung aus.

Davon abgesehen interessiert er sich für die Evolution von Rezeptormolekülen. Insbesondere jene des Glucocorticoid-Rezeptors, der eine ganze Reihe von Körperfunktionen beeinflusst, etwa Stressreaktionen, Immunsystem, Stoffwechsel und nicht zuletzt auch das Verhalten. Thornton hat nun mit einer Software die Evolution des Moleküls rekonstruiert, 400 Millionen Jahre gibt es den Rezeptor laut seinen Berechnungen schon, in seiner ursprünglichen Version konnte er unter anderem an das Hormon Aldosteron binden. Jetzt kann er das nicht mehr, dafür hat er eine besonders hohe Affinität zu einem anderen Hormon, nämlich Cortisol.

Künstliche Rückmutationen

Joe Thornton, Genetiker an der University of Oregon

Genetiker Joseph Thornton ist überzeugt:
Die Naturgeschichte wiederholt sich nicht.

Um bei der Möbelmetapher zu bleiben: Wo früher ein Herd stand, steht jetzt ein Bett, aus der ehemaligen Wohnküche ist nun ein Schlafzimmer geworden. Die Mutationen, die für diesen Funktionswechsel notwendig waren, hatte Thornton mit seinem Team schnell ausfindig gemacht. Sieben sind es, eine Überraschung erlebten die Genetiker allerdings, als sie mittels protein engineering die sieben Mutationen rückgängig machten, um den anfänglichen Zustand des Moleküls wiederherzustellen.

"Wir hatten erwartet, dass wir einen Rezeptor mit vielen Bindungspartnern bekommen würden, aber stattdessen erhielten wir ein totes, völlig unfunktionales Protein." Was war geschehen? Thornton und seine Kollege hatten fünf "stille" Mutationen außer Acht gelassen, die für die grundsätzliche Architektur des Moleküls eigentlich irrelevant hätten sein sollen.

Die Garderobe steht im Weg

Doch das erwies sich als Irrtum: "Sie verhindern offenbar, dass das Protein seine alte Funktion wieder gewinnen kann", so Thornton. Das Ganze noch einmal in der Mobiliarsprache: Die Garderobe mag zwar aus einem Schlafzimmer kein Schlafzimmer machen (denn das Bett tut es). Aber wenn sie im Weg steht, um das Bett an seinen alten Platz zu schieben, verhindert sie unter Umständen die Rückkehr zur Wohnküche.

Nur: Im Prinzip können alle Erbänderungen zurückmutieren, egal ob sie nun spektakulär oder unscheinbar sind. Müsste das nicht auch hier gelten? Theoretisch ja, praktisch nein. Wie Thornton herausgefunden hat, kennt die Selektion zumindest in diesem Fall keinen Rückwärtsgang. Die unscheinbaren Mutationen haben nämlich die Affinität zum Cortisol Schritt für Schritt optimiert, aber in die Gegenrichtung, auf dem Pfad zum Aldosteron, tut sich gar nichts. Ob man nun zurückmutiert oder nicht - für die alte Aldosteron-Affinität ist das einerlei. Daher ist es extrem unwahrscheinlich, dass sich die Geschichte des Rezeptors irgendwann umkehren wird.

"Könnten wir die Evolution neu starten ..."

Evolutionary ratchet nennen Evolutionstheoretiker solche Einbahnstraßenphänomene heute. Der Begriff ist relativ jung, die Idee freilich ist deutlich älter. Der belgische Paläontologe Louis Dollo hat bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts postuliert, dass die Evolution keine Umkehr zulasse. Er hatte dabei vor allem Organe im Sinn, die im Lauf der Evolution verschwinden. Ein berühmtes Beispiel sind die Kiemen, die bei Säugetieren zwar noch in der Embryonalphase angelegt werden, aber bei erwachsenen Tier nicht mehr als Organ entstehen, obschon das für Wale durchaus praktisch wäre.

Ob dieser Zusammenhang nun Ausnahmen zulässt oder nicht, ist wohl auch Auslegungssache, sonst würden nicht die einen von der "Dollo'schen Regel" sprechen, andere hingegen vom "Dollo'schen Gesetz".

Thornton jedenfalls ist überzeugt: Die Naturgeschichte kann sich nicht wiederholen. "Wenn wir die Zeit zurückdrehen und die Evolution von neuem starten lassen könnten, würden andere Mutationen entstehen. Das würde neue historische Pfade erschließen und andere blockieren - inklusive jenem, der in unsere Gegenwart geführt hat."

Robert Czepel, science.ORF.at

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Forum

 
  • Na servas. Vielleicht sollten sich mal Biologien in eine

    hosenbeisser, vor 969 Tagen, 13 Stunden, 32 Minuten

    Physik-Grundlagen Vorlesung setzen, bevor sie sowas banales als neue Erkenntnis postulieren.

    Thema: Entropie und statistische Physik. Davor bei Bedarf vielleicht auch mal in Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung reinschnuppern, damit das alles was seit Jahrzehnten/Jahrhunderten bekannt ist, nicht nur spanische Dörfer für die armen Biologen sind.

    Buchtipp dazu: A. Ben-Naim: "Entropy Demystified", 2008, ISBN: 978-981-283-225-2 (World Scientific Co)

    Locker leicht zu lesen und für den Einstieg in diese Thema geradezu ideal.

    • muriem, vor 969 Tagen, 8 Stunden, 50 Minuten

      Vielleicht solltest mal irgendeine wissenschaftliche Grundausbildung machen, die zeigt das man mit Analogien aufpassen soll.

  • Da Makroevolution nie nachgewiesen wurde, ist es sinnlos, darüber zu reden

    ceterumputo, vor 969 Tagen, 21 Stunden, 32 Minuten

    Denn dann enden wir beim 'Blinddarm' Darwins. Darwin dichtete zuerst zum Blinddarm ein grosses Stück Darm hinzu (Zelluloseverdauung), dann dichtete er die Zelluloseverdauung und den Darm wieder weg - zurück blieb der 'funktionslose' Blinddarm.
    Heute weiss man, dass der Blinddarm sehr wohl wichtige Funktionen hat und immer schon sinnvoll 'designed' war. Das Hinzudichten und Wegdichten eines Darmteils, nur um Evolution zu 'beweisen', war völlig unwissenschaftlich.

    • mynona, vor 969 Tagen, 20 Stunden, 19 Minuten

      Was soll das sein, "Makroevolution"? Wieder so ein ID-Blödsinn?
      Evolution ist Evolution.

    • stecher, vor 969 Tagen, 18 Stunden, 53 Minuten

      Makroevolution ist eine Evolution über Artgrenzen hinaus. Vermutlich ist Puto einer jener Menschen, die - um nicht als unwissenschaftlich denkende, sich bloß auf Glauben und das bisschen Verstand verlassende Sektierer zu gelten - behaupten, die Wissenschaft eh ganz okay zu finden, aber deren wichtigste Ergebnisse aufgrund an den haaren herbeigezogener "Argumente" leugnen.

    • muriem, vor 969 Tagen, 15 Stunden, 23 Minuten

      wenn der mensch designed wäre, würde es keine solche dummen leute wir kreationisten geben.

    • mynona, vor 969 Tagen, 13 Stunden, 18 Minuten

      ?!? was ich in der Erdgeschichte sehe, das Evolution genannt wird, das geht "über Artgrenzen".

    • mynona, vor 969 Tagen, 13 Stunden, 7 Minuten

      @stecher
      habe jetzt wikipedia gefragt. "... Während einige Evolutionsbiologen den Begriff "Makroevolution" verwenden, lehnen andere die Differenzierung von Makro- und Mikroevolution ab ..." Aha. Also ich lehne derart Wortgeklingel ab. Vielleicht Geschmackssache, never mind.

  • dollosches gesetz?

    mantispa, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 33 Minuten

    gesetz oder (bloß) regel? das scheint noch unklar zu sein. die karpfenfische haben den magen aufgegeben - unter den (von ihnen abstammenden?) schmerlen soll aber Nemacheilus (= Barbatula) einen "neuen" magen erworben haben.

    • Kenne den Fall der Karpfenfische zwar nicht,

      gstiess, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 19 Minuten

      aber die Entwicklung eines solchen "neuen" Magens bzw. Organs muss nicht unbedingt eine "Rückevolution" sein. Es können als Anpassung an die Umwelt u.U. scheinbar Organe "wiederauftreten", in Wahrheit aber sich dennoch entsprechend der Evolutionstheorie aus ganz anderen Ursprüngen entwickeln als das ursprüngliche, verlorene Organ.

      Ein Beispiel hiefür ist das Auftreten von Flossen bei Walen, Delphinen und Robben, was zwar den Eindruck aufkommen lässt, sie wären dabei, sich zu Fischen "rückzuentwickeln", in Wahrheit aber einfach Evolution und Anpassung an ihre Lebensweise ist, und nichts mit einer "Fischwerdung" zu tun hat. Wobei die Extremitäten der Landtiere selbstredend wiederum nur Weiterentwicklungen der Flossen der ursprünglichen Wassertiere sind!

  • Wer schon einmal was von Entropie gehört hat...

    regow, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten

    Bei der normalen Evolution ist das Ergebnis offen; es könnte dies, das oder gar nix passiern.
    Wenn man aber vorgibt was zu geschehen hat (was man ja tut, wenn man fordert, es solle wieder so werden wie es war), schraubt man die Unwahrscheinlichkeit in schwindelnde Höhen.

    • mynona, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 48 Minuten

      einerseits offen, andererseits von den darunterliegenden Schichten energetisch kanalisiert.

    • regow, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 45 Minuten

      Was verstehst Du unter darunterliegenen Schichten?

    • mynona, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 40 Minuten

      .. in etwa: den funktionierenden Organismus, von dem ein "neuerer" Organismus mit weiteren bzw. anderen Funktionen abstammen soll. Der Neue kann im allgemeinen nicht "die Garderobe wegräumen", wie es in der Möbelmetapher heißt, und zwar aus stoffwechselenergetischen Gründen.
      Diese Beobachtung ist es, welche die Leute auf Teleologie bringt.

    • regow, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 32 Minuten

      Der Neue baut auf den Alten auf, das ist klar. Auch können Konzepte des Alten selten völlig verworfen werden.
      Was stoffwechselenergetische Gründe damit zu tun haben, verst ehe ich jetzt nicht.

    • muriem, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 6 Minuten

      Viele die von Entropie reden, haben nicht wirklich eine Ahnung, was sie besagt, und worauf sie sich *nicht* anwenden lässt. Generell hat physikalische Entropie und Evolution wenig miteinander zu tun, und ist eher eine Ausgeburt der "creative design" Leute um etwas zu "beweisen" was nicht stimmt, indem sie wild theoretische Konzepte verbandeln die nichts damit zu tun haben.

      Weshalb passt Entropie hier nicht? Weil eine Auslese in eine Richtung gegeben ist. Ja hier ist die Richtung vorgegeben und sie funktioniert, den je näher das Gen kommt, desto besser funktioniert es. In die andere Richtung zurück geht es nicht mehr. Daher die Einbahnstraße.

    • regow, vor 969 Tagen, 22 Stunden, 58 Minuten

      Gut, dann passt die Entropie nicht hierher - war wohl eher Analogiedenken.
      Dein zweiter Absatz ist völlig wirr.
      Du hast mir das mit den stoffewechselenergetischen Gründen noch nicht erklärt.

    • mynona, vor 969 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

      Zu kurz angedeutet bei mir.
      Es ist einerseits viel zu einfach, trivial, die Stoffwechselenegie wird benötigt, damit überhaupt exprimiert werden kann. Damit die Ontogenese läuft. Die Ontogenese muss, blöd gesagt, "Möbel räumen", energetisch. Es war dabei offenbar energieeffizienter, beim Landtierembryo über ein Kiemenspaltenstadium zu gehen, als "völlig neue" Gliederungsprinzipien für den Kopf-Hals-Bereich der Anatomie "zu entwickeln". Ich habe den Verdacht, bei den biokatalytischen Stoffwechselwegen sind vergleichbare Beispiele darstellbar.

    • calypso, vor 969 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

      regow, du mußt einfach nur "muriems papers" lesen, die findest du vielleicht irgendwo, wenn du unter "kreationismus" suchst.

    • mynona, vor 969 Tagen, 21 Stunden, 39 Minuten

      ich finde nun einmal, Energiebilanzen sind immer zum Verständnis wichtig.
      Gegen den zweiten Hauptsatz habe ich nichts. Zu meiner Schulzeit wurde ausgiebig der Gedanke dissipative Energie diskutuiert.

    • muriem, vor 969 Tagen, 20 Stunden, 16 Minuten

      calypso, ich glaube du rennst bei mir die falsche tür ein, denn die ist schon offen.

      Ich hab auch nichts gegen den zweiten Hauptsatz. Nur der trifft eben nur auf geschlossene Systeme zu. Lebensformen sind keine geschlossenen Systeme und damit das ganze Entropie gelaber sinnlos wenn es um Evolution geht.

    • regow, vor 969 Tagen, 19 Stunden, 59 Minuten

      Die Entropie wirkt Ebene der Mutationen.
      Die Selektion ist eine andere Sache.
      Damit sich der Organismus wieder zurück verwandelt, müssten die gleichen Mutationen rückwärts ablaufen; diesen Prozess kann man IMHO mit dem Entmischen von zuvor vermischten Gasen vergleichen.

    • regow, vor 969 Tagen, 19 Stunden, 43 Minuten

      auf Ebene..
      Entropie ist bei jedem Prozess beteiligt - sie treibt ihn an oder erschwert ihn, nicht nur im geschlossenen System.
      Ich will ja nicht auf den Wärmetod hinaus.

    • muriem, vor 969 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten

      @regow, aber nur wenn mans sehr vulgär veralgemeinert. Gasvermischungen sind Gasvermischungen, und Mutationen sind Mutationen. Das eine hat mit dem anderen weder physikalisch noch biologisch miteinander zu tun.

      Warum ists blödsinn? Weil ein geschlossenes System ein Zustand maximaler Entropie hat. Mutationen sind aber nicht zielgerichtet, es gibt nicht eine "maximale Entwicklung".

      Wir sollten wirklich damit aufhören diese Entropie-Analogien zu ziehen wo sie nicht passen. Das macht nur den Kreationisten Tür und Tor offen, damit allerhand Blödsinn zu "beweisen".

    • regow, vor 969 Tagen, 14 Stunden, 34 Minuten

      Du hast mich überzeugt.
      Da sollte man vorsichtig sein.
      ps: Dabei war das mit der Entropie nur bonmot-maßig eingestreut - na ja.

    • mynona, vor 969 Tagen, 13 Stunden, 30 Minuten

      @muriem
      lass dich nicht derart von Feindbildern ablenken.
      Niemand denkfähiges würde abenteuerliche Entropie-Mutation-Konstruktionen basteln und zu verkaufen versuchen ("maximale Entwicklung *brrr schauder* :-))
      Das Konzept dissipative Energien wiederum hat mit Gasmischungen nicht zu tun - sehr wohl aber mit dem zweiten Hauptsatz, und: mit offenen Systemen.
      Denkverbote, damit die K. nicht brabbeln? Sonst noch was. Die stoppst du eh nicht.

    • muriem, vor 968 Tagen, 23 Stunden, 21 Minuten

      Nein, Entropie hat als Konzept eben hier nichts zu suchen. Es sind eben keine Energitisch geschlossene Systeme.

      Und die "maximale Entwicklung" ergibt sich als logische Konsequenz dieser Theorie. Man kann jetzt nicht das was einem nicht gefällt, wenn man einen nicht zutreffenden Zusammenhang stellt, nicht einfach ignorieren.

      Wenn ein Gen sich kopiert, dann verändert es Proteine {ich kennen den biologischen Fachbegriff der Substanz jetzt nicht, aus der die RNA beim kopieren gebildet wird}. Ja hier geschieht tatäschlich eine Dissipation, die Proteine, die als Nahrung aufgenommen werden, haben niedrige Entropie. Die RNA als Kopie eine höhere, daher der Kopiervorgang.

      Die Entwicklungsgeschichte von Gene ist aber keinesfalls mit Dissiation zu vergleichen, da jede Kopie für sich wieder mit "frischem" Material anfängt.

      Entropie ist in der Evolution ist und bleibt ein Hirngespinnst und nichts weiter.

    • mynona, vor 968 Tagen, 23 Stunden, 15 Minuten

      es hat niemand "die Entwicklungsgeschichte von Genen mit Dissipation verglichen" (nichtmal regow wirklich. Er hat "laut nachgedacht")

    • mynona, vor 968 Tagen, 23 Stunden, 13 Minuten

      Ich habe die Metapher "Möbelpacken" richtig verstanden:
      Evolution als "eine Art Einbahnstraße", und zwar aus Gründen der Stoffwechselenergiebilanz. Nicht "der Wahrscheinlichkeitsrechnung".
      Verbeiße du dich nicht in die Entropie.

    • mynona, vor 968 Tagen, 23 Stunden, 10 Minuten

      jeder Vergleich hinkt nur einen gewisse Strecke weit. Weiß ich. Andererseits denkt mensch in Analogien von Natur aus.
      Aber in der Evolution geht es nicht "in Analogie" um Energiebilanzen, sondern in tödlichem Ernst. So.

    • muriem, vor 968 Tagen, 22 Stunden, 9 Minuten

      Stimmt schon, für jedes Lebewesen für sich, deshalb passt trotzdem die Entropie nicht in die Entwicklungsgeschichte eines Genes. Es ist und bleibt unpassend.

      Man soll eben nicht mit aller Gewalt physikallische Grundkonzepte in Vorgänge reinquetschen wo sie nicht passen. Hab ja auch schon mal so einen Unsinn gelesen, wie einer versucht hat unsere Gesellschaft mit Entropie zu erklären.

  • ganz gut,

    mynona, vor 969 Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten

    die Möbelpackmetapher, denn Möbelräumen ist extrem kräftezehrend :-)

    1) Die Beobachtung von Unumkehrbarkeit gibt energetische Einbahnstraßen wieder. Diese sind verantwortlich für das, was in den Evolutionstheorien gerne "Selektionsdruck" genannt wird!
    2) "stille Mutationen" können sich quasi ansammeln, ohne dass relevante Energieeffekte für den Organismus auftreten. Ändern sich Bedingungen, kommen sie mitunter doch zum Tragen.
    Zu 1) Ich meine nichts Esoterisches mit "energetisch", sondern nur Energiebilanzen der chemischen Reaktionen des Stoffwechsels.