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Bläulich schimmernder Eisberg im Eismeer.

Poleis schmilzt schneller als befürchtet

Das Eis in Grönland und der westlichen Antarktis schmilzt offenbar schneller als erwartet. Das ergab die Auswertung neuer Daten eines NASA-Satelliten. In manchen Regionen hat sich die Eisschmelze sogar verselbständigt - mittlerweile reduzieren auch Wasserströmungen die Substanz der Eismassen.

Klima 24.09.2009

Fortschreitender Verlust

"Zu einem bestimmten Grad sind die weiteren Folgen von der Ursache unabhängig geworden", sagt Hamish Pritchard. Der britische Wissenschaftler hat mit Kollegen 50 Millionen Lasermessungen ausgewertet und im Fachblatt "Nature" publiziert.

Die Forscher fanden heraus, dass die antarktische Eisdicke an einigen Messpunkten nahe der Amundsen-See seit 2003 jährlich um 9,14 Meter abgenommen hat. Und der Prozess wird immer schneller. Gegenüber der Zeit von 1995 bis 2003 legte das Tempo um 50 Prozent zu. Damit bestätigen sich die pessimistischsten Prognosen der Wissenschaft.

Wasserspiegel: Anstieg unklar

Auf eine der drängendsten Fragen konnten die Forscher des British Antarctic Survey noch keine Antwort geben: Nämlich inwieweit die Eisschmelze in der Antarktis und am Nordpol zum klimabedingten Anstieg der Meeresspiegel beitragen wird. Bei 81 der 111 Grönlandgletscher habe sich die Schmelze jedenfalls beschleunigt und ein unumkehrbares Ausmaß erreicht, wie die Forscher schreiben. Denn durch das freigesetzte Wasser sei die Strömung an den Eisschildrändern stärker geworden. Unabhängig von der Wassertemperatur nage allein diese Dynamik unaufhörlich an den Gletschern.

"Ein alarmierender Befund", sagt Jason Box von der Universität in Ohio, der nicht an der Studie beteiligt war. "Die Daten zeigen, dass wir die Empfindlichkeit der Polkappen für Klimaveränderungen unterschätzt haben."

science.ORF.at/AP

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Forum

 
  • Oh großer Orf! Auch heute danken wir Dir wieder demütigst...

    tabernakelwanze, vor 870 Tagen, 20 Stunden, 41 Minuten

    ...für diese tägliche Klimalüge!

    Amen!

  • wer braucht solche Studien?

    co2goodforlife, vor 871 Tagen, 4 Stunden, 11 Minuten

    ich behaupte mal, hauptsächlich jene Interessensgruppen, welche einen gefährlichen Einfluss des Menschen aufs Klima "beweisen" wollen. Dazu gehören einige, wie wir wissen.
    Da der direkte Beweis nicht möglich ist, wird mit allen Mitteln und Methoden versucht, den anthropogenen Anteil möglichst hoch zu halten. Der ganze Globus bietet dazu reichlich Auswahl, befinden wir uns ja definitiv in einer relativ warmen Zeit im Vergleich zum Mittel des 20. Jhdts. So wie in Wien der September etwas milder ist, als der Oktober. Dieses Suchen und Finden und medial Verbreiten offenbart aber gleichzeitig die Schwäche der AGW Theorie: es ist die modellierte Klimasensivität des CO2. Ein Beispiel: ein explosiver Vulkanausbruch wirkt fast immer kühlend, oft nur wenige 1/10 über Monate, oft aber auch einige 1/10 über einige Jahre. Dennoch ist die Klimasensivität für diese Einflüsse sehr gering, obwohl sie rasch und messbar wirken. Umgekehrt soll es für CO2 sein. Das Gas selbst hat durch die Erhöhung von ca. 300 auf 400ppm kaum direkten Einfluss auf die oberflächennahe Temperatur, mit den positiven Feedbacks aus Wasserdampf jedoch ca. 0,9 bis 1,2°C. Darüber wird im Prinzip die Sensitivität abgeleitet. Die Tatsächliche Erwärmung liegt ca. 0,4°C darunter, die berechnete...

    • &

      co2goodforlife, vor 871 Tagen, 4 Stunden, 10 Minuten

      Verzögerung durch die Trägheit der Ozeane bereits eingerechnet. Die Modelle stützen sich dabei auf Aerosole, um die Differenz zu begründen und kommen so sehr genau auf die T Zunahme von ca. 0,6-0,7°C seit 1900. Nun bestehen 2 grundsätzliche Probleme. 1. die Wirkung der Aerosole ist nichts anderes, als eine Schätzung, bzw. sind es etliche Schätzungen, welche sich oft um mehrere Faktoren unterscheiden, ja sogar das Vorzeichen wechseln. Im IPCC 2007 sind sie mit großem negativen Feedback behaftet, allerdings auch mit sehr hoher Unsicherheit (Spanne). 2. es wird mit dieser hohen Sensitivität weiter gerechnet, sprich die Rechenmodelle gehen von sehr hohen positiven Feedbacks aus. Diese Feedbacks über H2O müssten aber zu messen sein und hier kommt das nächste Problem. Es gibt keine Messungen, welche diese Annahmen stützen würden, eher das Gegenteil ist der Fall. So kommen wir wieder zurück zu solchen Studien, welche in Zeiten der T Stagnation Orte und Ereignisse finden, welche indirekt auf die hohe Sensitivität aufmerksam machen wollen.

    • &

      co2goodforlife, vor 871 Tagen, 4 Stunden, 9 Minuten

      Man findet sie, aber sie haben wenig bis keine Relevanz. Sollte sich heraus stellen, dass die CO2 Klimasensitivität weit übertrieben dargestellt wird und das wird sie meiner Meinung nach, dann liegt die Spanne der Erwärmung bis 2100 zwischen 0,5 - 1,5°C, bei "business as usual" und viele Studien zeigen in diese Richtung. Mittelfristig sind auch negative Feedbacks durch Änderungen der Dichte der Wolkenobergrenzen wahrscheinlich und diese haben extrem hohes Potential, um über Reflexion kühlend zu wirken. Freilich sind all dies Arbeiten heute nicht populär, völlig verständlich. Die Unsicherheiten könnten in den kommenden 5 Jahren ganz sicher besser beurteilt werden, auch wegen den Rückschlüssen aus der T Entwicklung und Meereisbedeckung bis ca. 2015. Die Eile kommt nicht wegen dem Klima an sich: wenn nicht sofort, dann ist es zu spät, dass ist definitiv Unsinn, sie kommt aus anderen Gründen und deshalb sollte sich jeder mal ganz ehrlich überlegen, ob es wirklich „nur“ ums Klima geht, od. nicht doch andere Interessen im Vordergrund stehen könnten, vielleicht sogar sehr sinnvolle.

  • Alles hausgemacht...

    steamroller, vor 871 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

    Jedes Jahr wandelt sich das Klima gleich zweimal auf dramatische Weise mit Temperatursprüngen von 20-30°C - im Frühling und im Herbst...

    http://www.readers-edition.de/2009/05/02/schmelzen-die-polkappen-wirklich/

    • muriem, vor 871 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten

      Bitet fülle folgenden Fragebogen aus:

      [ ] Ich habe verstanden, was "Klima" bedeutet.

    • Leute, denen

      steamroller, vor 871 Tagen, 4 Stunden, 3 Minuten

      das Ironieerkennungsgen fehlt, sind auch sonst nicht der helle...

  • Der Meeresanstieg ist jetzt schon beträchtlich

    tantemaria, vor 871 Tagen, 16 Stunden, 15 Minuten

    mehrere Meter seit 70 Jahren. Komisch, dass das keinem auffällt?

  • Mit vereinten Kräften können wir jetzt alle etwas tun!,...

    neutrino, vor 872 Tagen, 4 Minuten

    hier eine Kurzanalyse von Claus Dettelbacher, Mag. Phil.

    Free Energy is Real - If You Can Take It
    http://www.ensatlantic.com/JOOMLA/index.php/de/blog-neu/viewpost/84

    weitere Videos: http://www.brianoleary.info/Videos.html

    New Energy Essays © Brian O´Leary, Ph.D.
    http://brianoleary.info/New%20Energy%20Essays%20v2.html

    Retten wir was noch zu retten ist,...;-)
    .:.

  • was soll heißen,

    mantispa, vor 872 Tagen, 24 Minuten

    die schmelze habe sich "verselbtändigt" - ist sie temperaturunabhängig geworden ? oder: jetzt reduzieren auch "schon" wasserströmungen die eismassen - das taten sie aber immer, lächerlicher quatsch. solcher unsinn ist wasser auf die mühlen der kl-leugner, -lügner und -verharmloser. pfui orf.

    • muriem, vor 871 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

      Schließe mich diesem Beitrag an.

    • Der Kampf gegen den Klimawandel muss weitergehen!

      antonjesus, vor 871 Tagen, 5 Stunden, 21 Minuten

      Bitte lasst euch nicht verunsichern.
      ;-)

  • dieser Artikel ist wirklich sehr schlecht.

    co2goodforlife, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 11 Minuten

    ORF schreibt oben, dass die Antarktis seit 2003 ca. 9m/Jahr an Eis verliert. Die einfache Rechnung ergibt, eine Fläche von 13,2 Mill. km² (Antarktis) mal 8 Jahre mal 9 Meter ergibt einen globalen Meeresspiegelansteig (Fläche ca. 350 Mill km²) von ca. 5 Meter!!!
    Dass ist natürlich völliger Quatsch, aber so steht es leider im ORF Artikel. Das Original sagt dazu, dass ein paar Gletscher in einer kleinen Region der Arktis einige Meter Eis verloren haben, wobei daraus kein Einfluss auf einen Meeresspiegelanstieg gefolgert werden kann.
    Übrigens nimmt die gesamte Arktis seit Jahrzehnten an Masse, Volumen und Fläche zu. Man darf die ORF Science Redaktion also ernsthaft fragen, wie die Auswahl der veröffentlichten Studien erfolgt?
    Je mehr Dramaturgie, desto besser?
    Sensation vor Sachlichkeit?
    Obiger Artikel ist nicht nur durch die miserable ORF Interpretation minderwertig, auch im Original findet sich nichts, was mit der Realität und anerkannten Wissenschaft in Einklang steht.

    • rollingmill, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 3 Minuten

      Im Nature Artikel steht, dass die Massenzunahme in Teilen der Antarktis die Verluste nicht kompensiert. Also keine Zunahme. Wenn mehr Meereis um die Antarktzis schwimmt, kann man sich ja fragen, wo es herkommt.

    • rollingmill

      co2goodforlife, vor 872 Tagen, 1 Stunde, 48 Minuten

      ja, es steht allerhand in diversen Fachzeitschriften. Wie auch immer, die Antarktis gilt (zu mindest lt. IPCC) als erstaunlich stabiles Gebilde. Die Temperturen sind so tief, dass in keinster Weise eine beschleunigte Eisbewegung Richtung Ränder erfolgen kann. Die Wissenschaft streitet sich ein bisschen über den langjährigen T Trend, hier geht es aber nur um ein paar 1/10°C hin od. her, die großen Flächen scheinen sehr stabil zu sein, eher eine leichte Abkühlung und die Westantarktis wird wohl etwas milder. Eine stetige Zunahme der Meereisfläche seit Dekaten lässt sich jedenfalls unter Berücksichtigung dieser Daten nicht erklären. In Summe kann man sagen, dass die Luft Temperaturen diesbezüglich keinen Einfluss haben. Das IPCC stützt diese Studie oben jedenfalls in keister Weise, eher das Gegenteil ist der Fall. Die doch etwas naive Annahme, es wurde wärmer und deshalb fließt mehr Eis vom Festland Richtung Ränder ist definitiv ein Märchen.

    • aja und

      co2goodforlife, vor 872 Tagen, 1 Stunde, 37 Minuten

      woher "es kommt":
      ich denke, dass der polare Votex der SHK entscheidend sein kann. Also auch die damit verbundenen Meeresströmungen. Hier wird es aber komplex, da zB. eine sehr zonale Strömung zwar eine gewisse "Abschirmung" vor warmer Luft und wärmeren Wasser aus Norden bewirken kann, gleichzeitig jedoch die Strömungen so stark werden können, dass sie große Flächen des Eises aufbrechen, verteilen und nach N abdriften lassen können. Meridional ausgeprägt im SHK Sommer kann zu Warmluftvorstößen führen und eine Häufung gewisser "Wetterlagen" könnte unter anderem zu der Erwärmung im Westen beigetragen haben. Das ist alles sehr komplex, der Abbruch der letzten Eisschelfe wird nicht auf T Variationen zurück geführt (siehe dazu auch: klimalounge Rahmstorf & Kollegen).

    • der artikel oder das,

      mantispa, vor 872 Tagen, 32 Minuten

      was hier davon wiedergegeben wird, ist großteils schrott.

  • Antarktische Eismasse über dem Durchschnitt

    geologic, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 24 Minuten

    Mehr sag ich jetzt nicht :)

    http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/current.365.south.jpg

    • und die noch

      geologic, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 22 Minuten

      http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/current.anom.south.jpg
      http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/antarctic.jpg

    • rollingmill, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

      Schon wieder das Meereis?

    • geologic, vor 871 Tagen, 23 Stunden, 7 Minuten

      jo, weil für's Inlandeis gibt's keine Grafik; außerdem wenn's so kalt ist, dass es mehr Seeeis gibt, dann taut kein Inlandeis weg und die Niederschläge akkumulieren.

  • Kann man denn nicht "Selektiv löschen"?

    neutrino, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

    bzw. einen direkten Verweiss an den Verursacher erlassen, evtl. sogar mit stetig zunehmenden zeitlichen Postingsperren bei Wiederholungsfällen!, ansonst sind gleich alle Unschuldigen ebenfalls mit der Löschaktion betroffen, finde ich so nicht korrekt,...;-)
    .:.

    • scienceredaktion, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 44 Minuten

      sie haben recht: selektives löschen ist an sich immer besser.
      in diesem fall blieb jedoch ein völlig unverständlicher thread-torso zurück, da an der gesamten diskussion nur drei user beteilgt waren. daher dieser schritt.
      mfg, red.

  • scienceredaktion, vor 872 Tagen, 3 Stunden, 2 Minuten

    liebe userinnen und user!

    wir mussten die bisher abgegebenen postings zu diesem text löschen, da einige einen beleidigenden inhalt hatten.

    bitte die diskussion über diese studie und deren darstellung nun sachlich und freundlich zu gestalten.

    danke & beste grüße,
    die redaktion.

    • liebe Redaktion, wundert euch nicht!

      co2goodforlife, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 16 Minuten

      ich habe die Beiträge zwar nicht gesehen, nur wenn ich mir den Artikel ansehe, darf man sich vielleicht nicht wundern, wenn manche ausfällig werden. Nur ein Beispiel:

      Sie schreiben oben, dass die Antarktis seit 2003 ca. 9m/Jahr an Eis verliert. Die einfache Rechnung ergibt, eine Fläche von 13,2 Mill. km² (Antarktis) mal 8 Jahre mal 9 Meter ergibt einen globalen Meeresspiegelansteig (Fläche ca. 350 Mill km²) von ca. 5 Meter!!!
      Dass ist natürlich völliger Quatsch, aber so steht es leider im ORF Artikel. Das Original sagt dazu, dass ein paar Gletscher in einer kleinen Region der Arktis einige Meter Eis verloren haben, wobei daraus kein Einfluss auf einen Meeresspiegelanstieg gefolgert werden kann.

      Verstehen sie nun, dass sie darauf achten sollten, halbwegs korrekt zu recherchieren?

    • scienceredaktion, vor 872 Tagen, 2 Stunden, 7 Minuten

      danke für den hinweis: die formulierung kann in der tat zu missverständnissen führen. wir präziseren das. mfg, red.