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Bedeutender Goldschatz in England gefunden

Ein Hobby-Schatzsucher hat in England einen riesigen Goldschatz gefunden, der von den Angelsachsen stammt. Nach Angaben von Archäologen ist der Fund so groß und wertvoll wie keiner zuvor aus dieser Epoche.

Archäologie 24.09.2009

Fünf Kilo Gold

Die Sammlung von 1.500 Stücken - insgesamt rund fünf Kilogramm Gold und 2,5 Kilo Silber - stammt vermutlich aus dem siebenten Jahrhundert. Sie lag vergraben unter einem Feld in der mittelenglischen Grafschaft Staffordshire. Der 55 Jahre alte Terry Herbert hatte den Schatz mit seinem Metalldetektor im Juli aufgespürt. Das sei der Traum eines jeden Schatzsuchers, sagte er am Donnerstag.

Eine Expertin des British Museum erklärte, die Entdeckung würde die "Annahmen über die Angelsachsen in England radikal verändern". Der Fund übertreffe sogar Sutton Hoo, eine bedeutende Ausgrabungsstätte in Ostengland. Unter den jetzigen Fundstücken sind Waffen und Helme.

Zwei Exponate des Goldschatzes: Ein mit Edelsteinen besetzter Schwertgriff und ein verbogenes Goldkreuz mit Ornamenten.
Links: ein Schwertgriff, eingelegt mit goldenen und granatfarbenen Tieren. Rechts: ein verbogenes, goldenes Kreuz.

Finder träumte vom Schatz

Der Finder - der seit 18 Jahren mit seinem Detektor umhergeht - erzählte, der Schatz sei so groß, dass er davon nachts geträumt habe. "Ich bin ins Bett gegangen und habe goldene Stücke gesehen", sagte Herbert. "Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das." Er habe den Fund auf einem Feld eines befreundeten Bauern gemacht. Der genaue Ort war zunächst nicht bekannt.

Die Sammlung ist derzeit im Birmingham Museum verwahrt und soll später ausgestellt werden. Ein unabhängiges Expertengremium muss den Fund noch offiziell als Schatz klassifizieren.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • So wertvoll Schatz wie keiner zuvor?

    hosenbeisser, vor 871 Tagen, 20 Stunden, 29 Minuten

    Schauts auf den Goldpreis: 5kg Feingold kosten derzeit so rund 120.000,- Euro. Dieser Goldschatz ist doch fast nichts, zumal das sicher kein Feingold sein wird sondern viel stärker verunreinigt ist.

    120 kEUR kostet schon ein fetter aufgemotzter BMW mit allen Extras. Und sowas leistet sich bald mal wer zum protzen, und wenns ein aufgedönerter BMW ist. Das nur zur Relation.

    • zlozale, vor 871 Tagen, 2 Stunden, 32 Minuten

      1m2 farbverschmierter stoff muss normalerweise gegen teures geld entsorgt werden - ein picasso kostet millionen.
      der goldpreis ist bei solchen kunstschätzen peanuts gegen den wert als kunstobjekt.

      weiteres bsp: römische goldmünzen (aurei): die billigsten kosten in vorzüglicher erhalten 3-4 tausen euro - und bestehen aus ca 7 gramm gold.

  • freiwelt, vor 872 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten

    der fund wiegt die vergangenen 18 jahre schon deshalb nicht auf, weil diese dem schatzsucher wahrscheinlich auch ohne nennenswerte funde nicht verloren erscheinen wuerden. schliesslich hat er ja die ganze zeit seinem hobby gefroehnt. zugegeben, dieses ist etwas kindlich, aber rational sind leidenschaften ja selten.

    weitere lehre aus der geschicht: wer suchet, der findet

    • freiwelt, vor 872 Tagen, 1 Stunde, 14 Minuten

      ah so, war als antwort auf neutrino gedacht

  • Ob der Goldfund die letzten 18 Jahre des Schatzsuchers aufwiegt?,...

    neutrino, vor 872 Tagen, 1 Stunde, 37 Minuten

    wohl eher nicht, ich vermute er bekommt nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes als Finderlohn, dafür erhält er einen Ehrenplatz in der Galerie der Schatzfinder,...und was ist eigentlich mit den Nibelungenschatz, der sollte doch irgendwo in Österreich vergraben sein, oder nicht!?,...;-)
    http://www.psilog.info/Nibelungenschatz.html
    .:.

    • zlozale, vor 871 Tagen, 22 Stunden, 49 Minuten

      würde in österreich sowas gefunden (und vielleicht wurde es schon), dann würde aufgrund der gesetzeslage hier die öffentlichkeit gar nie davon erfahren.

      der mann hat absolut sicher ausgesorgt. england hat ein andres recht bezüglich suche mit detektoren und bezüglich schatzfund, dort arbeiten die offiziellen stellen mit den detektorgehern zusammen, zu beiderlei nutzen - hätte österreich ein vergleichbares recht, würde bei uns auch viel mehr gemeldet, und dann könnten die lieben archäologen die geschichtsbücher umschreiben (ich selber renn seit 25 jahren mit den detektor herum).

      zur illustration meiner aussage nur ein bsp: vor der letzten gesetzesnovelle, die die verwendung von metalldetektoren praktisch verboten hat, wurden im jahr ca 25-35000 münzfunde gemeldet, seit dem verbot sinds ca 300... - und es wird sicher nicht weniger gesucht udn gefunden.

    • neutrino, vor 871 Tagen, 14 Stunden, 52 Minuten

      ...schade das man keine Biber abrichten kann die für uns auf Goldsuche gehen würden, das wäre beinahe unaufällig falls sie auch mit der richtigen Beute zurück kommen,...;-)
      .:.