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viele Schlecker

Süßigkeiten machen langfristig aggressiv

Zu viel Süßes ist nicht nur ungesund, es macht auch langfristig aggressiv: Laut einer britischen Studie sind Menschen, die in ihrer Kindheit täglich Süßigkeiten oder Schokolade gegessen haben, als Erwachsene eher gewalttätig.

Ernährung 01.10.2009

Zu viel des Guten

Es gibt viele Gründe, den Konsum von Süßigkeiten bei Kindern einzuschränken. Ein Zuviel davon macht auf Dauer dick und die Zähne schlecht. Außerdem gibt es Hinweise, dass in Schleckereien enthaltene Zusatzstoffe Hyperaktivität fördern können. (Studie,The Lancet, 2007).

Zucker gilt bei Suchtexperten auch als erste "Droge": Kinder, die anstelle von Zuwendung Naschereien zum Trost erhalten, sind später anfälliger für suchthaftes Verhalten.

Ernährung und Verhalten

Die Studie im "British Journal of Psychiatry": "Confectionary consumption in childhood and adult violence" von S.C. Moore et al.

Die aktuelle Studie liefert nun neue Argumente für einen reglementierten Verzehr von Süßem. Dafür haben die Forscher rund um Simon Moore von der Cardiff University im Rahmen der "1970 British Cohort Study" Essgewohnheiten und Verhaltensweisen von 17.500 Teilnehmern analysiert.

Bei dieser Langzeitstudie werden laufend Daten ein- und derselben Bevölkerungsgruppe erhoben und unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht.

Tägliche Dosis

Moore und seine Kollegen haben nun versucht, die langfristigen Auswirkungen der Ernährung im Kindesalter herauszufiltern. Dabei stellten sie fest, dass Menschen, die im Alter von zehn Jahren täglich Naschereien konsumiert hatten, mit 34 Jahren deutlich häufiger für Gewaltdelikte verurteilt worden waren als andere.

69 Prozent der Gewalttäter hatten täglich Süßigkeiten gegessen, bei den Gewaltlosen waren es lediglich 42 Prozent. Der Zusammenhang ist laut den Forschern signifikant, andere Einflussfaktoren wie etwa der Erziehungsstil der Eltern konnten demnach ausgeschlossen werden.

Nichterfüllung macht ungeduldig

Bleibt die Frage nach dem Warum? Die von den Forschern favorisierte Hypothese: "Wenn man Kindern regelmäßig Süßigkeiten und Schokolade gibt, lernen sie nicht zu warten bis sie etwas bekommen, was sie wirklich wollen", so Moore. Sie werden ungeduldig und bleiben unfähig, die Erfüllung von Wünschen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Das könnte langfristig dazu führen, dass sie sich impulsiver verhalten - vor allem dann, wenn sie eben nicht gleich erhalten, was sie wollen. Im Extremfall werden sie laut den Forschern dadurch sogar straffällig.

Jedenfalls sei diese neue Erkenntnis ein weiterer Grund, auf die Ernährungsgewohnheiten von Kindern zu achten.

science.ORF.at

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Forum

 
  • Zusammenhang ist nicht gleich Ursache!

    muriem, vor 863 Tagen, 2 Stunden, 34 Minuten

    Wie oft muss man das den in den Populärjournalisten das eintrichtern? Wenn ein Zusammenhang zwischen Süßigkeiten und Gewaltätigkeit statistisch festgestellt wird, ist es noch lange nicht die Ursache.

    Da gibt es ja so viele Drittvariablen. Wie Erziehungsstil beeinflusst gleichzeitig Zuckerverzehr als auch Gewalttätigkeit.

  • Zum Glück gibt´s ja die Stevia - Pflanze als natürlichen Süssstoff,...

    neutrino, vor 863 Tagen, 7 Stunden, 12 Minuten

    Stevia kommt: Schweiz führt als erster europäischer Staat vielversprechenden Natur - Süßstoff ein,...
    http://tinyurl.com/ycxdney

    Wiki: Stevia Rebaudiana (Süsskraut)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stevia_(S%C3%BC%C3%9Fstoff)

    ...daher alle Süssstoffe sollten in Zukunft vollständig auf Stevia umgestellt werden, dies hätte langfristig gesehen auch unglaubliche Vorteile für die gesamte Weltbevölkerung!,...;-)
    .:.

  • die menschliche psyche lässt sich

    justwatching, vor 864 Tagen, 6 Stunden, 45 Minuten

    in drei grundstimmungen einteilen (aus dem yoga):
    positive ausprägung:
    tatkraft - stabilität - leichtigkeit

    negative ausprägung derselben prinzipien:
    aggressivität (täter) - depression (opfer) - abgehobenheit

    jeder mensch tendiert prinzipiell besonders in eine der drei energieformen. die meisten entweder in richtung aggression oder depression. in der westlichen psychologie spiegelt sich dies in den begriffen manie (übersteigerte tatkraft) oder depression (übersteigerte stabilität = schwere, trägheit) wider. bzw. manche leiden unter "bipolaren störungen" (also abwechselnd manie und depression).

    lt. yoga liegt die lösung im stärken der dritten kraft - leichtigkeit. alle drei kräfte gehören zusammen und befinden sich in einem wechselspiel miteinander.

    in der depression bzw. bei empfinden von mangel hat man heißhunger auf süßes (je nach schweregrad), bei fortbestehen des mangels entsteht frust und daraus aggression. die beiden pole gehören zusammen. das zeigt auch das einfache beispiel, dass zucker (aus süßigkeiten) im körper zu säure wird. man sieht also - im westen nichts neues.

    • dirry, vor 864 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

      Vielleicht liegt der Zusammenhang von Süßigkeiten in der Kindheit und Gewalttätigkeit im Erwachsenenalter auch einfach daran, dass Menschen versuchen ihre Kinder mit Süßigkeiten zu beruhigen anstatt sich um deren (sozialen) Probleme zu kümmern und die Kinder richtig zu erziehen.

      wer weiß?

  • ich weiß nicht, was daran so rätselhaft ist

    justwatching, vor 864 Tagen, 7 Stunden, 12 Minuten

    jeder weiß, dass süßigkeiten eine ersatzbefriedigung sind, genauseo wie alle anderen drogen.
    wenn kinder zuwenig liebe bekommen, stattdessen aber süßigkeiten, um sie ruhig zu stellen, wirkt sich das logischerweise auf die psyche des erwachsenen aus.
    denn irgendwann erkennt jeder, dass selbst die wildesten drogen den mangel an liebe nicht ausgleichen können. der daraus folgende frust staut sich auf, wird zu groll, dann hass und wird schließlich ausagiert.

    eltern, die ihren kindern wirklich zuwendung geben, füttern sie nicht mit süßigkeiten voll. und kinder, die liebe bekommen, haben keinen so großen bedarf nach süßigkeiten.

    • Oh...

      allthegoodnamesaregone, vor 864 Tagen, 7 Stunden, 10 Minuten

      Ich habe viel Liebe bekommen und mein Verlangen nach Süßem war dennoch enorm.

    • und bist du auch aggressiv?

      justwatching, vor 864 Tagen, 7 Stunden, 8 Minuten

      *schmunzel*

    • *schmunzel zurück*

      allthegoodnamesaregone, vor 864 Tagen, 6 Stunden, 18 Minuten

      Wenn ich jetzt ein ehrliches Nein schreibe, glaubst Du mir ja doch nicht.

    • tauceti, vor 863 Tagen, 19 Stunden, 41 Minuten

      also nicht agressiv, sondern pessimistisch? Siehe Nickname? ;-)

      Sorry, das war nicht ernst gemeint. Es war nur eine technische Reaktion, die sich aufgedrängt hat ;)

    • Pessimistisch? Ich?

      allthegoodnamesaregone, vor 863 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

      Nein. Das behaupten immer nur all jene, die dauernd durch die rosa Brille sehen, von mir.

      ;-)

  • interessanter ansatz

    slartibartfast, vor 864 Tagen, 7 Stunden, 30 Minuten

    man moege bitte untersuchen, ob sich bei amoklaeufern kurz vor der tat der suessigkeitenverzehr gesteigert hat.

  • es gibt auch die rühmliche Ausnahme!!!

    yesforever, vor 864 Tagen, 8 Stunden, 50 Minuten

    meine bessere Hälfte hat seit Kindesbeinen immer viel genascht (wahrscheinlich auch die richtige Dosis?)und nascht noch heute (aber nicht wenig!) - Ist aber noch nie aggressiv bzw. gewalttätig gewesen!!!

    • Na hoffentlich

      daskleinezumpferl, vor 864 Tagen, 7 Stunden, 28 Minuten

      ist die Hälfte net zu dick um sich agressiv zu verhalten ;-))

    • Nein im Gegenteil

      yesforever, vor 864 Tagen, 4 Stunden, 46 Minuten

      schlank,wahrscheinlich weil sportlich sehr aktiv.
      Außerdem bei der Gesundenunternsuchung immer sehr gute Werte, was ja eben dazu beiträgt, das Naschen noch nicht zu reduzieren.

  • an die ewigen nörgler,

    tuga6, vor 864 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

    sagt mal, könnt ihr nen artikel nicht mal fachlich kommentieren, bzw. bei unzureichender kenntnis der materie unkommentiert zur kenntnis nehmen ohne blöde witze drüber zu machen?? wir sind doch nicht im science-kindergarten.

    • Hmm.

      allthegoodnamesaregone, vor 864 Tagen, 8 Stunden, 48 Minuten

      Bei Kenntnis der Materie und genauer Lektüre des Artikels kommt man aber zu dem Schluss, dass es nicht die Poster waren, die mit dem Kindergartenniveau angefangen haben.

      Wenn Eltern ihre Kinder mit Süßigkeiten abspeisen anstatt sich mit ihnen auseinander zu setzen, dann ist es sicherlich die tägliche Dosis Zucker, die sich auf das spätere Verhalten der Kinder auswirkt. Ganz sicher aber nicht, dass das Kind zu wenig Zuwendung erfahren und zu wenig Grenzen aufgezeigt bekommen hat.

      P.S.: Auch ein Kind, das täglich Süßes bekommt, kann erfahren, dass es nicht immer sofort alles haben kann, was es will. Das liegt dann aber an den Eltern, dies zu vermitteln.

  • sauvage, vor 864 Tagen, 9 Stunden, 24 Minuten

    Abgesehen vom Verwöhnen, das durchaus auch ein Aspekt sein kann - sind nicht Eltern, die ihre Kinder gern mit Süßigkeiten ruhigstellen, womöglich solche, die sich auch sonst weniger mit den tatsächlichen Bedürfnissen (wozu auch das freie Äußern von Agressionen mit adäquaten Mitteln gehört) ihrer Kinder befassen? Sondern diese eben mit der Gabe von Süßem abschneiden?

  • nostalgiker, vor 864 Tagen, 9 Stunden, 29 Minuten

    bitte satire-artikel auch als solche kennzeichnen.

    "100% der gewalttäter haben in jugend milch getrunken"

    • Nicht genügend. Setzen.

      tauceti, vor 864 Tagen, 29 Minuten

      wenn die anderen signifikant seltener Milch getrunken hätten, gäbe es eine Korrelation.

      Aber die gibt's eben nicht bei der Milch, sondern bei den Süßigkeiten.

      NUR: Man muss schon aufpassen, ob es nur eine Scheinkorrelation ist oder ob es einen ursächlichen Zusammenhang gibt.

  • süssigkeiten machen aggressiv?

    himerus, vor 864 Tagen, 10 Stunden, 33 Minuten

    so ein blödsinn. ich esse seit jahren süssigkeiten und bin gar nicht aggressiv. wer's mir nicht glaubt kriegt eine aufs maul, und basta...