
Mücken gegen Malaria
Gezielte Bekämpfung der Überträger
Die Studie in "Science": "Dissecting the Genetic Basis of Resistance to Malaria Parasites in Anopheles gambiae" von S.A. Blandin et al.
Nun könne erkundet werden, in welchen Regionen die resistenten Mücken leben, erläuterte eine der Studienautoren Elena Levashina. Anschließend könnten gezielt nur die Übertrager-Mücken bekämpft und die resistenten verschont werden. Letztere könnten sich so ausbreiten und die Malaria-Überträger verdrängen. Selbst das Züchten von resistenten Moskitos sei denkbar.
Die Forscher schließen auch nicht aus, dass das Immunsystem aller Mücken dieser Gattung gestärkt werden kann, so dass sie nicht mehr vom Malaria-Parasiten infiziert werden. Diese Parasiten können sich nur vermehren, wenn sie einen Teil ihres Lebens in der Mücke verbringen und einen Teil im menschlichen Körper. Werden immer mehr Mücken resistent, gibt es auch immer weniger Übertragungen der Krankheit auf den Menschen.
Jährlich erkranken weltweit rund 250 Millionen Menschen an Malaria, fast 1 Million von ihnen sterben an dem Sumpffieber. Die Hälfte der Opfer sind Kinder unter fünf Jahren und schwangere Frauen. Besonders verbreitet ist die Krankheit in Afrika.
science.ORF.at/APA/AFP


