"Rechnen mit Gott und der Welt"
Es geht um alles
Taschner geht es zwar auch ums Rechnen, aber eigentlich um viel mehr, nämlich um alles. Das scheint umso leichter, als die tote Zahl das Einzige ist, was auf der Welt immer gleich bleibt: Das Abstrakte hilft uns, die Welt zu verstehen, die sich in allem anderen, das sie birgt, ständig ändert. Denn das Wasser, das vorbeifließt, ist immer ein anderes, die Zellteilung ändert und erneuert die Individuen, nur die Zahl bleibt in Ewigkeit gleich. Das klingt ultimativ, fast religiös, und so gesehen ist der Titel von Taschners neuem Buch gut gewählt: "Rechnen mit Gott und der Welt".
"Es geht wirklich um vieles: von Fußball bist Kunst, vom Himmel bis zu Moral - Themen, die mit der Stimmgabel angetönt werden. Was hat der Zufall mit der Schöpfung oder die Differenziale mit dem Leben zu tun? Alles, um zu sehen, dass diese Mathematik ein unglaubliches Spektrum von Themen in sich aufnehmen kann!"
Quasi ein Weltkommentar
Das Buch bei Ecowin:
Rechnen mit Gott und der Welt
Taschner, der Erfinder und Betreiber des "Math Space" im MuseumsQuartier in Wien, hat einmal mehr ein Buch geschrieben, in dem sich bereits das Inhaltsverzeichnis wie ein Weltkommentar liest - obwohl dem bescheidenen Autor selbst dieser Ausdruck zu hoch gegriffen erscheint.
Trotzdem: Vom antiken Weltbild über die Fußballkonstruktion bis zum Unendlichen als Grenzbegriff durchstreift er mathematisch mehrere Dimensionen und lässt alles hinter sich, was an kärgliche Rechnerei erinnert. Die, so der Untertitel, "Betrachtung von allem plus eins" ist im Ecowin Verlag erschienen.
Martin Haidinger, Ö1 Wissenschaft


