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C60/Fußballmoleküle als Minierden

Den Urbausteinen des Lebens auf der Spur

Innsbrucker Ionenphysiker sind den Urbausteinen des Lebens auf der Spur. Die Wissenschaftler erzeugten unter weltraumähnlichen Bedingungen große Kohlenstoffmoleküle, auf denen sich Polkappen aus Wasser bildeten.

Ionenphysik 29.10.2009

Die auf diesen "Mini-Erden" beobachteten chemischen Reaktionen würden nahelegen, dass dort die ersten Bausteine des Lebens entstanden seien, so die Forscher vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck.

Die Studie "Ion-Molecule Reactions in Helium Nanodroplets Doped with C60 and Water Clusters" von Stephan Denifl et al. ist in "Angewandte Chemie International Edition" erschienen.

"Fußballmoleküle"

Die C-60-Kohlenstoffmoleküle, die wegen ihrer Größe auch "Fußballmoleküle" genannt werden, sind neben Diamant und Grafit die dritte bisher bekannte Form von Kohlenstoff. Das extrem stabile Molekül aus 60 Kohlenstoffatomen wurde im Weltraum bereits nachgewiesen.

Dort könnte es bei der Entstehung komplexer Biomoleküle, den Bausteinen des Lebens, in interstellaren Wolken als Katalysator eine bedeutende Rolle gespielt haben, erklärten die Forscher.

Erdähnliche Moleküle

Um das nachzuweisen, schlossen die Forscher um Paul Scheier C-60-Moleküle gemeinsam mit Wasser in ultrakalte Heliumtröpfchen ein. In diesen winzigen "Nanokühlschränken" wurden die Teilchen auf 0,37 Grad Kelvin - nahe dem absoluten Nullpunkt - abgekühlt. Das Ergebnis war, dass sich auf jedem C-60-Molekül Polkappen aus jeweils vier Wassermolekülen bildeten.

"Das Wasser umschließt die Kohlenstoffmoleküle nicht gleichmäßig, sondern sammelt sich an deren Polen und bildet dort eine kleine Eisschicht", sagte Scheier. "Damit sehen diese Moleküle unserer Erde sehr ähnlich. Erwärmen wir die Teilchen, schmelzen die Polkappen wieder ab."

Diese Ergebnisse würden die Vermutung bestätigen, dass C-60-Moleküle im Weltall als Nährboden für die Entstehung erster komplexer Biomoleküle gedient haben. Interstellare Wolken seien voll von kohlenstoffhältigen Staub- und Eispartikeln, hochenergetisches Licht könnte für die Ionisierung der Teilchen gesorgt haben. "Da Wasser ein integraler Bestandteil des Lebens ist, verrät uns sein Verhalten auf der Oberfläche von Kohlenstoffmolekülen viel über die mögliche Genese von Biomolekülen", so Scheier.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • ich bin wahrscheinlich

    mantispa, vor 1299 Tagen, 35 Minuten

    schon zu alt, den artikel zu begreifen - aber mir klingt er höchst wirr und schwachsinnig. muss zwar noch versuchen, vom orf-text zu orig.-lit. zu gelangen, aber soo verschieden kann die auch nicht sein.

    • Am Alter liegt's nicht, der Artikel ist wirklich nur Geschwaffel

      hosenbeisser, vor 1298 Tagen, 19 Stunden,

      Aber mach Dir nix draus. Solange nichtmal klar ist, was Leben überhaupt ist und ob es nicht auch Leben abseits von Kohlenstoffeinheiten gibt, so lange ist das alles doch hinfällig.

    • Polkappen aus Eis können nur bei Rotation des C60 -...

      neutrino, vor 1298 Tagen, 18 Stunden, 42 Minuten

      ...Moleküls entstehen,...

      weil ja dort an den zwei Polen ja die geringste Winkelgeschwindigkeit wäre, das C60 - Kohlenstoffmolekül ist ja auch nicht magnetisch wie die Erde,....ausserdem denk ich mal das Leben selbst ist doch eher was Metaphysisches,...eine strukturierende Einwirkung aus einem feinstofflichen Bewusstseinsfeld auf die Materie, allerdings nur wann und wo sie gerade etwas erschaffen will,...;-)
      .:.

    • es scheint sich

      mantispa, vor 1298 Tagen, 5 Stunden, 52 Minuten

      wirklich um eine haaresträunende "überinterpretation" eines sehr speziellen textes aus physikal. chemie durch eine(n) völlig durchgeknallte(n), aber phantasiebegabte(n) sciorf-red.-"autoren/-in" zu handeln.
      neutrino: ist leben wirklich so was metaphysisches? metaphysisch wirds allenfalls beim bewusstsein.

    • Was ist jetzt am Abstract so "speziell"?

      antispam, vor 1298 Tagen, 1 Stunde, 39 Minuten

      "sie können Ion-Molekül-Reaktionen auslösen, die bei der Molekülsynthese in interstellaren Wolken und im Sonnennebel eine Rolle spielen könnten."

      Ich persönlich hätte bloß Zweifel, dass an diesen Orten so tiefe Temperaturen zu finden sind.
      Aus der Chemie selbst halt ich mich raus - die Chemiker sagen ja selbst, dass sie vom Ergebnis des Experiments überrascht sind.

  • Diese Seite endet hier

    tauceti, vor 1299 Tagen, 14 Stunden, 47 Minuten

    Weiterlesen ist sinnlos und daher verboten.

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    .

    • Dein Ärger

      mynona, vor 1299 Tagen, 5 Stunden, 51 Minuten

      und das entsprechende Scherzchen sind als Spontanreaktion verständlich. Aber ...

    • mynona, vor 1299 Tagen, 5 Stunden, 41 Minuten

      Allgemein:
      Das "benaja" - Phänomen ist nun einmal sehr vielschichtig.
      Der unter diesem Nick schreibt, wird nicht die Biologie revolutionieren. Er hat sie in der Tat gar nicht verstanden. Doch mit Verstehen ist es eh nicht weit her: Es trifft zu, in unserem Kulturkreis ist gewohnheitsmäßig üblich, zu glauben, dass es Evolution irgendwie gibt.
      Der Augenschein, die Affenähnlichkeit des Menschen, spricht dafür. Doch wir lernen und akzeptieren unbewusst, was und wie wir zu sehen haben.

  • Peinlich: Nichts Neues im Darwin-Jahr und viel Lärm um nichts

    benaja, vor 1299 Tagen, 15 Stunden, 34 Minuten

    Was verbirgt sich denn bei solchen Pseudo-Sensationsmeldungen hinter geheimnisvollen Floskeln wie "Biomoleküle, den Bausteinen des Lebens" und "die mögliche Genese von Biomolekülen" etc.?
    Was sollen denn das für "Biomoleküle" und "Bausteine des Lebens" konkret sein?? Keine Mitteilung...
    Warum so schamhaft???
    Klar, damit nicht preisgegeben werden muss, dass es sich seit 150 Jahren um "des Kaisers neue Kleider" handelt und über die Medien das Darwin-gläubige Volk weiterhin an der Nase herumgeführt werden kann.
    Fakt ist, dass nicht einmal die basischen proteinogenen Aminosäuren spontan entstehen können! Dies ist jahrzehntelang bis ins Aschgraue nach allen Regeln der Zufallssimulation vergeblich durchexperimentiert worden.

    Sie jagen einem Phantom nach und brüsten sich auch noch für wertlose "Entdeckungen", die für ihren Mythos einer historischen Archebiopoese NICHTS hergeben...

    • Nachsatz

      benaja, vor 1299 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten

      Da ist im Vorspann von "Urbausteinen des Lebens" die Rede.
      Also nach üblichem Sprachgebrauch müssten die "Bausteine des Lebens" (was immer das sein soll - Aminosäuren?) von diesen "Urbausteinen" abstammen.
      Jetzt steht aber, dass diese "Urbausteine" nur die Katalysatoren dafür sein sollen!

      Man sieht also, dass sie schon ziemlich verwirrt sind in ihrer Science Fiction-Utopie.

    • Oder anders gesagt:

      benaja, vor 1299 Tagen, 15 Stunden, 14 Minuten

      Ein Katalysator ist bekanntlich kein "Baustein".

    • tauceti, vor 1299 Tagen, 14 Stunden, 43 Minuten

      Du verwechselst die ORF Übersetzung mit der Originalstudie.

    • antispam, vor 1298 Tagen, 18 Stunden, 58 Minuten

      Keine ORF-Übersetzung, sondern apa hat von ap abgeschrieben und der ORF zahlt dafür vermutlich.
      Bitte nicht den Sack prügeln, wenn der Esel nicht spurt.
      Dem ORF sollte verboten werden solche Presseagenturen zu finanzieren; das aber nur allgemein und nicht auf diesen Artikel gemünzt.

    • @benaja: Urbausteinen "auf der Spur"...

      antispam, vor 1298 Tagen, 18 Stunden, 43 Minuten

      ...meint ja wohl, dass sie noch keinen Urbaustein bei der Entstehung in Flagranti erwischt haben.
      Von "könnte" und "müsste" und "schön, wär's wenn" lebt die Wissenschaft aber nunmal, solange sie noch keinen Profit abwirft.

    • tauceti, vor 1298 Tagen, 14 Stunden, 49 Minuten

      benaja und antispam, gebt doch bitte eure Computer und Handys ab. Denn mit Röhren und Relais kann man ja genauso schalten. Dazu braucht man keine Transistoren. Wozu sollte man daran eigentlich forschen?

    • antispam, vor 1298 Tagen, 2 Stunden, 8 Minuten

      "Die auf diesen "Mini-Erden" beobachteten chemischen Reaktionen würden nahelegen, dass dort die ersten Bausteine des Lebens entstanden seien,..." sagt doch eindeutig, dass den "Fußbällen" eben nur eine Katalysatorfunktion zugemutet wird.

      Soweit hat das benaja im Satz: "Ein Katalysator ist bekanntlich kein "Baustein"" auch schon erkannt und nachgetragen, nur fehlte ihm offenbar noch die Erkenntnis, dass das im Artikel ja auch niemand behauptet (und wenn es wer behauptet hätte, dann wäre es offenbar niemand vom ORF gewesen).
      Fehler, die von ap und apa übernommen werden, findet man stets bei allen Presseorganen, die sich auf diese Presseagenturen berufen. Brauchst bloß mal googln, dann siehst du es.

      Mein Plädoyer für Wissenschaft, die nicht sofort wirtschaftlichen Nutzen abwirft, sondern erstmal (oder auch für immer) nur Erkenntniszuwachs bringt so misszuverstehen, kann ich aber mit gleicher Münze zurückzahlen: karl hat ein anschauliches Video bei Youtube eingespeist welches beweist, dass man Logikschaltungen auch mit Holzapparaten und Schussern realisieren kann.
      Aber danke, dass du mir nicht gleich Zuses Telefonrelais empfohlen hast!
      ;-)

    • nochmal kurz:

      antispam, vor 1298 Tagen, 2 Stunden, 1 Minute

      für mich ist "dort entstehen" und "abstammen" zweierlei!

  • "Fußballmoleküle" wohl sicher nicht wegen der Größe...

    antispam, vor 1299 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten

    ...sondern wegen der Struktur.
    Es gab Zeiten, da sahen Fußbälle von der Kostruktion her völlig anders aus (nur rund waren sie halt meistens).

  • "Grad" Kelvin...

    menschenfreund, vor 1299 Tagen, 20 Stunden, 35 Minuten

    ...und das in der Scienceabteilung...

  • dunkelbunt, vor 1299 Tagen, 21 Stunden, 30 Minuten

    Leben .. Fussballmolekül .. Fussball = Fussball ist Leben! :-)

    • aha, also aus dem Weltall

      dandydust, vor 1299 Tagen, 20 Stunden, 51 Minuten

      Das Erstaunliche an diesem Artikel ist ja, dass die Entstehung des Lebens ins Weltall
      verlegt wird. Es kling logisch und hat doch
      sehr weitreichende implikationen: Leben müßte dann im Prinzip alle Planeten "penetrieren" oder? Es müßte bei
      Vorhandensein des genialen Kohlenstoffs und
      ein bißerl H2O ziemlich fix entstehen. Die
      Einzigartigkeit der Erde und des auf ihr befindlichen (vorbewußten-) Lebens wäre damit entgültig aufgegeben, zugunsten einer Kosmologie, die Leben überall in allen Galaxien für eher wahrscheinlich als
      seeeehr unwahrscheinlich macht, oder?
      Toll!!!

    • antispam, vor 1299 Tagen, 19 Stunden, 59 Minuten

      Dandy, da haben wir Pech, dass science.orf.at nicht wie sonst zahllose Links ins eigene Archiv anbietet.

      Im Zusammenhang mit Kometen gab es das Thema schon unzählige Male, mit gedopten Fußbällen meines Wissens noch nicht.

    • dandydust, vor 1299 Tagen, 18 Stunden, 55 Minuten

      warum gibt es von der ORF-Hauptseite keinen direkten Link zur Sience - Abteilung. Kapier ich seit Jahr und Tag nicht!

    • Zustimung, Antispam.

      lightningchase, vor 1299 Tagen, 18 Stunden, 46 Minuten

      Mittlerweile ist eine erstaunliche Vielzahl der Grundbausteine des Lebens in interstellaren Staubwolken per Spektralanalyse der ausgesendeten Radio- bis VIS - Wellen gefunden worden. Viele Aminosäuren, diverse Zucker, Lipide, eine Viehlzahl komplexer organischer verbindungen... alles schon da bevor noch die Welt da ist in der kollabierenden Gas- und Staubwolke.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Kosmochemie

      Und auf dem Planeten dann, und zwar relativ unabhängig von seiner Lage (außer er ist zu sonnennahe) gehen diese Reaktionen weiter. Der Saturnmond Titan hat eine rote Atmosphäre udn ebenso gefärbten Boden - aufgrund komplexer organischer Moleküle. Und ich wette, die schönen Farben Jupiters haben ebenfalls diese Ursache. Was nun wenn der Planet in günstiger Position liegt, eine nicht zu dicke Atmosphäre aufweist udn über Wasser verfügt? Ich denke, es ist klar, dass hier die bekannte tolle Chemie des kohlenstoffs einfach über kurz oder Lang für Leben sorgt....

    • Die Urbausteine des Lebens bleiben jedoch weiterhin unbelebt,...

      neutrino, vor 1299 Tagen, 14 Stunden, 4 Minuten

      sie mögen ja spontan entstehen sobald die korrekten Umweltbedingungen vorhanden sind, aber ein echtes Lebewesen entwickelte sich bis jetzt daraus nicht, zumindest einen Einzeller braucht man zum Startprozess des Lebens,...;-)
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,630947,00.html

      ...mein sonderbares Erlebnis mit Gänsefedern im Einmachglas,...
      http://science.orf.at/stories/1629729/
      .:.