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Bela Guttmann, Fußballspieler der Hakoah

Hakoah: Ein Gewinn, nicht nur für den Sport

Das Fußballteam gewann 1925 den österreichischen Meistertitel, Schwimmer und Ringer feierten zahlreiche internationale Erfolge: Hakoah, vor hundert Jahren in Wien gegründet, war und ist aber mehr als nur ein jüdischer Sportclub. Im antisemitischen Österreich bot er seinen Mitgliedern eine einzigartige Möglichkeit, eine positiv besetzte, kollektive Identität buchstäblich zu "gewinnen".

Zeitgeschichte 05.11.2009

Bei der Verfolgung durch die Nazis erwies sich der Verein als nützlich, um das Land rechtzeitig vor den Deportationen das Land zu verlassen. Die wechselvolle Geschichte des Vereins, "geprägt von Aufstieg und Ruhm, Auslöschung und mühsamem Wiederaufbau" beschreibt ein neues Buch, das von den Historikerinnen Susanne Helene Betz, Pia Schölnberger und Monika Löscher im Jubiläumsjahr herausgegeben wurde.

Historikerinnen Susanne Helene Betz, Pia Schölnberger und Monika Löscher

Das Buch "...mehr als ein Sportverein.100 Jahre Hakoah Wien 1909-2009 ist im Studienverlag erschienen, herausgegeben von den Historikerinnen Susanne Helene Betz, Pia Schölnberger und Monika Löscher (v.l.n.r). Das Buch wird am 30.11., 18.30 Uhr, im Jüdischen Museum Wien präsentiert.

Gegen antisemitische Stereotype

Bei der Publikation handelt es sich nach Auskunft der drei Wiener Forscherinnen erstmals um eine breite wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Zwar habe es schon zuvor eine Reihe von Publikationen zur Hakoah gegeben, diese wurden aber in erster Linie aus Sicht der Zeitzeugen verfasst. Wissenschaftlich hat sich mit dem Verein umfassend bisher nur ein schwedischer Forscher beschäftigt, und seine Arbeit wurde noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Der 100. Geburtstag bot nun den Anlass für die Premiere - abseits von Anekdoten a la Friedrich Torberg, dessen Liebe zum Verein hinlänglich bekannt ist. Der Auftrag zum Buch stammte vom Verein, die Umsetzung erfolgte in freier Themensetzung mit einer Reihe von Autoren unterschiedlicher Disziplinen.

Wie der Buchtitel schon verrät, war die Hakoah stets "mehr als ein Sportverein". Seine Mitglieder haben nicht nur Sport betrieben, sondern über den Sport hinaus eine Vereinszugehörigkeit und gemeinsame kulturelle Identität gewonnen. "Vor 1938 ging es darum, sich in einer extrem antisemitischen und rassistischen Gesellschaft als Jude oder Jüdin aufgehoben zu fühlen und den gängigen jüdischen Stereotypen, die seit Jahrhunderten in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft verankert waren, ein positives Bild entgegenzusetzen", so Pia Schölnberger gegenüber science.ORF.at.

Tüchtige und siegreiche Juden

Der SC Hakoah wurde 1909 gegründet. Seine Sportstätte, seit Beginn der 1920er Jahre im Wiener Prater gelegen, wurde zum gesellschaftlichen Zentrum vieler Wiener Juden. Die Nazis beschlagnahmten den gepachteten Sportplatz, die Hakoahner wurde vertrieben oder ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten überlebende Mitglieder den Verein neu. Der Sportplatz war nicht mehr nutzbar und diente lange Jahre als Schutthalde. Erst 2008 wurde er nach einer langwierigen Restitutionsgeschichte und Platzsuche auf den historischen Stätten wiedereröffnet.

Hakoah, Österreichs erster Fußballmeister, Plakat seiner Spieler
Österreichs erste Profifußballmeister 1924/25

Der Hakoah-Wasserballer Torberg hat das 1944 so ausgedrückt: "Es war die Hakoah, die mir die ersten Begriffe von jüdischem Sport, von jüdischer Haltung und vielleicht von 'Judentum' überhaupt beigebracht hat. All die Probleme, die uns - und nicht erst seit Hitler - bedrängen, sehen ganz anders aus, wenn man mit dem Bewusstsein und mit der Erfahrung aufwachsen ist, dass die Juden auch gewinnen können", schrieb er in einem Brief aus Kalifornien.

"Damit zielt Torberg auf ein wesentliches Motiv ab, das seinerzeit zur Gründung der Hakoah geführt hat: dieses Bild vom körperlich schwachen und minderwertigen Juden abzumildern und in das eines tüchtigen und siegreichen Juden zu verwandeln", erklärt Susanne Helene Betz.

Der Politikwissenschaftler John Bunzl habe einmal gemeint, dass Hakoah in der Zwischenkriegszeit die einzige Möglichkeit war, als Jude kollektiv erfolgreich zu sein und anerkannt zu werden.

Lebensrettend unter den Nazis

Nach dem Spiel der Hakoah gegen ein Fußballteam aus New York 1926, Zuschauer stürmen den Rasen.
Nach einem Hakoah-Spiel in New York 1926, Zuschauer stürmen den Rasen

Bei der Verfolgung durch die Nazis erwies sich der Sportverein dann für viele Mitglieder buchstäblich als Lebensretter. "Soziale Netzwerke erleichterten die Flucht, die Hakoah war dabei sehr erfolgreich. Von den Hakoahnern fielen verhältnismäßig wenige der Shoah zum Opfer", so Monika Löscher.

Nach einer Amerikatournee der Fußballmannschaft in den 1920ern kehrten viele Spieler nicht mehr in ihre alte Heimat zurück. Der Schwimmfunktionär Valentin Rosenfeld war schon früh nach London gekommen und bereitete dort für zahlreiche Kollegen und Kolleginnen aus der Schwimmsektion die Migration vor. "Die Mitgliedschaft in der Hakoah war auch eine Überlebensfrage", fasst es Löscher zusammen.

Bedeutung in der Gegenwart

Die Hakoah-Schwimmerin Hedy Bienenfeld als Modell für die Zeitschrift "Der Raucher"

Die Hakoah-Schwimmerin Hedy Bienenfeld als Modell für die Zeitschrift "Der Raucher"

Das neue Buch beschreibt aber nicht nur die historischen Etappen des Vereins, sie analysiert auch seine kulturelle und soziale Bedeutung bis zur Gegenwart. Ein Beitrag geht so der Frage der Identitätskonzepte seiner Mitglieder nach.

Dazu Susanne Helene Betz: "Die gemeinsame Religionszugehörigkeit spielt von Anfang an eine Rolle. Die Motivation, beim Verein zu sein, hat sich zum Teil aber geändert: Ältere und vor allem religiöse Hakoahner sind heute eher noch an den ursprünglichen Motiven des Vereins interessiert – Juden und Jüdinnen generell in ein grundsätzlich positives Licht zu rücken. Die Jüngeren identifizieren sich hingegen mit vielerlei Faktoren, vom Sporttreiben in einer jüdischen Umgebung bis zur Integrationsleistung und dem kulturellen Rahmen, den der Verein bietet."

Für Juden, die aus Osteuropa zugewandert sind, ist Hakoah heute auch ein idealer Treffpunkt, - nicht nur um Sport zu betreiben, sondern auch um dabei gemeinsame Sprachen zu sprechen.

Sportstätte und Vorbildwirkung

Weitere Themen des Buchs: Erstmals wird die komplette Geschichte des Hakoah-Sportplatzes im Wiener Prater beschrieben - von der Eröffnung des 25.000 Zuseher fassenden Stadions 1922 über die Enteignung durch die Nazis, den langwierigen politischen Restitutionsverhandlungen in der Zweiten Republik bis zur Wiedereröffnung 2008.

Zwei Beiträge befassen sich mit der Vorbildwirkung des Vereins in Österreich und im Rest der Welt - so gab es nicht nur Hakoah in Leoben, Graz, Linz und Innsbruck, sondern auch in New York und Sydney. Auch der "weiblichen Seite" der Hakoah widmet sich ein Beitrag.

Übrigens: 2011 ist Wien Austragungsort der Makkabiade, der jüdischen Weltspiele. Zentrum des Sportfests soll das Hakoah-Sportzentrum sein.

Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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Forum

 
  • Ist natürlich völliger Unsinn!

    mbrain, vor 926 Tagen, 21 Stunden, 35 Minuten

    Jeder kann bei der Hakoah Mitglied werden und trainieren. Ich bin dort selbst Mitglied und keineswegs jüdischer Abstammung. Sogar unser Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher trainiert dort....

  • Ich frage mich nur ...

    nioo, vor 927 Tagen, 22 Minuten

    wie man heutzutage einen Sportverein einordnen würde, der z.B. nur Deutschstämmige als Mitglieder zulässt.

    • janishofer, vor 926 Tagen, 23 Stunden, 44 Minuten

      Naziverein. Und sowas gibt es durchaus immer noch. Steht zwar nicht im Statut, aber es gibt Vereine, die nach wie vor nur "Deutschstämmige" zulassen. Der Obmann von dem, den ich kenne, hat übrigens einen Namen, der auf die typisch arische Endsilbe ic ausgeht ;-)

    • und noch einer

      schultze, vor 926 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten

      der durch Halbwissen glänzt.
      1. Vermutlich würde man so einen Verein heute auch nicht anders bewerten wenn er unter denselben Prämissen gegründet werden würde. Die Hakoah ist entstanden nachdem jüdischen Sportlern die Mitgliedschaft in anderen Vereinen zunehmend erschwert bzw. verweigert wurde.
      2. Der Verein definiert sich natürlich stark über seine jüdischen Wurzeln, aber mir wäre nicht bekannt (und ich konnte auch nichts entsprechendes finden), dass Nichtjuden der Beitritt verboten wäre. Sollte da jemand andere Information haben bitte ich um Aufklärung.

    • @ Schultze

      nioo, vor 926 Tagen, 22 Stunden, 8 Minuten

      1.) Zum "Die Hakoah ist entstanden nachdem jüdischen Sportlern die Mitgliedschaft in anderen Vereinen zunehmend erschwert bzw. verweigert wurde" Das erklärt aber nicht, warum der Verein in ähnlicher Weise eine Mitgliederpolitik betriebe. Sprich, Personen anderer Volksgruppen ausschloss.
      2.) Bis zur Auflösung 1938 war es so. Jetzt, nachdem dem Verein das Grundstück geschenkt wurde (vorher hatter er es nur gemiete) und von der Öffentlichkeit ihm ein sehr großes Sportzentrum hingestellt wurde, nimmt der Verein auch andere auch auf.

    • schultze, vor 926 Tagen, 21 Stunden, 47 Minuten

      Nun, das beantwortest die Frage damit offenbar: die Weigerung Sportler aus anderen Religionsgemeinschaften aufzunehmen ist dann - obwohl nicht sonderlich rühmlich - aus der Zeit heraus durchaus verständlich. Nach dem Motto "Ihr lasst uns nicht spielen? Dann gründen wir eben einen eigenen Verein in den ihr nicht hinein dürft!" Also eine Antwort auf die Umgebung.
      Und nachdem dir bekannt ist, dass eine Aufnahme für Nichtjuden inzwischen offenbar problemlos möglich ist, verstehe ich den Sinn deines ersten Postings noch weniger als zuvor.

    • @ Schultze

      nioo, vor 926 Tagen, 21 Stunden, 26 Minuten

      Verstehe, dass du immer weniger verstehst. Du schreibst ja auch nur etwas von "Religionsgemeinschaft". Judentum ist aber mehr als nur eine "Religionsgemeinschaft".

    • eins nach dem anderen

      schultze, vor 926 Tagen, 21 Stunden, 8 Minuten

      1. Schön das du mich verstehst. Den Sinn deines Postings hast du trotzdem nicht erklärt. Einerseits fragst du wie ein Verein wohl heutzutage einzuordnen wäre wenn er gewisse Mitglieder ausschließt, erklärst aber dann, dass dies bei der Hakoah nicht der Fall ist.
      2. Das Judentum ist immer eine Religionsgemeinschaft gewesen (man kann ja auch zum Judentum konvertieren ohne dass einem neue "jüdische" Gene oder eine große Nase wachsen). Eine "Rasse" hat erst der Antisemitismus des 19./20. Jhdts. daraus gemacht. Man kann im weitesten Sinne noch von Volksgruppe oder verbindender Kultur sprechen, aber auch da sind die Unterschiede innerhalb des Judentums so groß dass ich eher davon absehen würde.

    • @ Schultze

      nioo, vor 926 Tagen, 20 Stunden, 41 Minuten

      zu 1.) Über Jahrzehnte war das der Fall und daher auch meine Frage.
      zu 2.) Ja, es war immer eine Religionsgemeinschaft, jedoch darüber hinausgehend mehr. Z.B. ist jeder ein "Mitglied", der eine jüdische Mutter hat. Zum Konvertieren. Ja ist theoretisch möglich, aber wesentlich schwieriger wie vergleichsweise zum Christentum, zum Islam und auch wesentlich "einschneidender" (zumindest bei den Männer) - denk an die Brit Mila.

    • janishofer, vor 926 Tagen, 20 Stunden, 38 Minuten

      Schulze, tatsächlich sind Juden ein Volk. Wer Jüdisch ist hängt von der Mutter ab. Wer konvertiert (was eher nicht oft vor kommt) nimmt eine Jüdische Mutter (Sara, die Frau Abrahams) an.

      Die Hakoa hatte meines Wissens bereits vor dem Krieg nichtjüdische Mitglieder. Dier Verein wurde auch nicht aus einer Trotzreaktion (Ihr lasst uns nicht mehr kicken, dann kicken wir halt selbst und Ihr dürft nicht mitmachen), sondern aus einer Notsituation heraus: Wenn Ihr uns nicht mehr mitmachen lasst müssen wir eben schauen, wo wir bleiben. Es ist ein unrassistischer Zugang.

    • @ schultze - Nachtrag

      nioo, vor 926 Tagen, 20 Stunden, 14 Minuten

      Ich möchte zur Untermauerung meiner Meinung auf eine Dissertation (http://othes.univie.ac.at/601/) hinweisen. In der Einleitung auf Seit 4 steht: "Die Wiener Hakoah ist wesentlich mehr als bloß ein Sportverein, sie war und ist eine Verkörperung des jüdischen Selbstbewusstseins und jüdischer Solidarität." - ersetze mal das Wort "jüdischer" mit beispielsweise "deutscher".

    • schultze, vor 926 Tagen, 20 Stunden,

      wie ich schon geschrieben habe: Volk oder Volksgruppe würde ich mit viel Bauchweh noch gelten lassen, aber wir sprechen dann von einer unglaublich inhomogenen Gruppe, die sich, global betrachtet, nicht mehr vereinheitlichen lässt. Und die Annahme von Sara als "Mutter" ist ein religiöses Bekenntnis, kein zeugender Akt.
      Und @nioo: natürlich - eine Konvertierung zum Judentum ist aufwendiger als zum Katholizismus. So what? Wo ist der Punkt auf den du hinaus willst?

      Die Trotzreaktion war wohl etwas überspitzt formuliert, eine Gründung aus der Not trifft die Sache natürlich genauer.

    • also Bitte!

      schultze, vor 926 Tagen, 19 Stunden, 50 Minuten

      wenn du nicht in der Lage oder Willens bist diese Aussage innerhalb eines (kürzlich zurückliegenden) geschichtlichen Kontextes zu begreifen kann ich dir auch nicht helfen. Das ist kein Argument sondern einfach simples zündeln.

    • nioo, vor 926 Tagen, 19 Stunden, 35 Minuten

      OK, verstehe! Weil ich Inhalte einer Dissitation wiedergab, zündle ich. Ich denke wir beenden jetzt mal unsere Konversation.

    • schultze, vor 926 Tagen, 19 Stunden, 30 Minuten

      in der Dissertation stand sicher nicht "und jetzt ersetzen wir das mal jüdisch mit deutsch und beweisen damit was für Rassisten die Juden in Wahrheit sind". Nicht das Zitat ist schlecht, es ist der Zusammenhang in den du es setzt.

    • nioo, vor 926 Tagen, 19 Stunden, 21 Minuten

      Was du in die Dissertation und in meine Aussagen hineininterpretierst, dass die dein Problem und nicht meines. Aber jetzt wirklich EOD - es ist doch sinnlos mit Menschen voller "Interpretationsgabe" eine Konservation zu führen.

  • @grigri Es ist eigentlich ein Wahnsinn,

    absconditum, vor 927 Tagen, 8 Stunden, 34 Minuten

    welchen unsäglichen Schwachsinn man zu diesem Thema posten kann.
    Wenn jemand keine Ahnung von der Geschichte des Antisemitismus hat, sollte er besser schweigen, oder aber - wie offensichtlich in deinem Fall - sich der Tatsache bewusst sein, dass seine, ich sage es einmal diplomatisch: Unwissenheit zur Schau gestellt wird!

    • Antisemitismus in der christlichen Welt begründete sich .....

      grazerbert, vor 926 Tagen, 22 Stunden, 3 Minuten

      ...ursprünglich auf "Juden als Christusmörder". Später kam dann die Beurteilung der Juden als "Schmarotzer und Wucherer" dazu, was sich auf die einfache Tasache gründet, dass Juden Jahrhunderte lang von den christlichen Herrschern die Ausübung "ehrbarer" Handwerke und Grundbesitz verboten war, sie sich also mit Handel und Geldgeschäften zur Sicherung des Lebensunterhalts behelfen mussten (Christen durften hingegen keine Zinsen nehmen, wie im Islam bis heute!). Viele Juden hatten sich aber(zB. in die österreichisch-ungarische Gesellschaft) voll integriert. Auch im kuk Militär gab es viele Juden als Offiziere(der überwiegende Teil der Militärärzte waren Juden). Das Geld- und Verlagswesen wurde wie viele Bereiche von Kunst und v.a. Wissenschaft durch jüdische Österreicher geprägt, manchmal auch dominiert. Pseudowissenschaftliche und heute skurril wirkende Rassentheorien wurden von Politikern wie Ritter von Schönerer, Bgm Lueger, Adolf Hitler und anderen (auch in GB, F, USA) benutzt, um Juden (auch Roma, Sinti etc)zu diskreditieren und im Falle der Nazis auch auszurotten.

  • hakoah

    grigri, vor 927 Tagen, 11 Stunden, 54 Minuten

    der verein wurde vor 100 jahren gegründet, also im jahr 1909;

    ich und viele andere fragen sich wieso gab es bereits im jahre 1909 ein antisemitisches österreich????

    es gab zu dieser zeit keine NAZIS!!!!

    warum waren die österreicher antisemitisch???

    haben sich die juden noch nie gefragt wieso antisemitismus entsteht???

    bei NICHT reiflicher überlegung, sondern bei nur kurzem nachdenken, ergibt sich die folgerung:

    "die juden sind es selbst, die den antisemitismus hervorrufen"

    /nachzulesen bei kreisky, ehemaliger und bester bundeskanzkler, den die 2. republik hatte!!!!!

    • djfamc, vor 927 Tagen, 11 Stunden, 35 Minuten

      Wer keine Ahnung hat, sollte besser schweigen (oder wenigstens fragen anstatt Unsinn zu behaupten).
      Antisemitismus ist keine Erfindung der Nazis, sondern hat schon Jahrhunderte lang Tradition. Gegen Ende des 19. Jhds. wurde er rassistisch begründet und noch stärker.
      Deine These ist jedenfalls falsch und schiebt die Verantwortung von den Tätern zu den Opfern. Antisemitismus gibt es auch ohne Juden, z. B. in Japan, wo es praktisch keine jüdische Bevölkerung gibt, viele Menschen aber ganz ähnliche antisemitische Ressentiments haben wie in Europa.

    • @grigri

      schultze, vor 927 Tagen, 10 Stunden, 56 Minuten

      eine selten zu lesende Mischung aus Vorurteilen, falschen Schlussfolgerungen und reiner Dummheit die du hier schreibst. Aber woher du das Kreisky Zitat hast würde mich doch sehr interessieren. In dieser Form konnte ich es nämlich nicht verifizieren. Gibt es dazu eine Quellenangabe?
      PS: dir ist bewusst dass der "beste bundeskanzkler, den die 2. republik hatte" selbst Jude war.

  • HAKOAH

    grigri, vor 927 Tagen, 12 Stunden, 16 Minuten

    grundsätzlich sei gesagt, dass der jüdische
    verein seine berechtigung hat.

    aber wer fiananziert diesen verein??? es wird doch nicht der herr musikant sein!!!

    wenn ja, dann wünsche ich dem verein viel glück.

    wenn es aber die wiener sind, dann wird die verständnisbereitschaft sehr eingeschränkt sein .

    • djfamc, vor 927 Tagen, 11 Stunden, 30 Minuten

      Dein Posting ist ein typischer Ausdruck antisemitischer Ressentiments. Anstatt logischerweise anzunehmen, dass sich die Hakoah wie jeder andere Sportverein finanziert, unterstellst du, er sei anders und könnte "den Wienern" (die du offenbar als nicht-jüdisch definierst und du somit die Juden ausschließt) auf der Tasche liegen. Das ist das alte Ressentiment von Juden als Parasiten. Auch deine Annahme, dieser Verein wäre auf dein Verständnis angewiesen und dürfte sozusagen nur wegen deiner Zustimmung oder Toleranz existieren, zeigt, dass du zwischen Juden und Nichtjuden unterscheidest.

    • @ djfamc

      nioo, vor 927 Tagen, 19 Minuten

      Warum sollte der nicht unterscheiden? Im umgekehrten fall ist es ja auch so, dass unterschieden wird.

    • janishofer, vor 926 Tagen, 23 Stunden, 38 Minuten

      Nioo, Sie kommen mir vor wie die Katze, die vor dem Mausloch sitzt, die Maus töten würde, wäre die so blöd, die Nase aus dem Loch zu stecken, und der Maus vorwirft, sich nicht wie alle anderen Tiere an der frischen Luft zu bewegen.

      Glauben Sie mir, solange es Leute wie Sie gibt, wird es Sportvereine wie die Hakoa (die übrigens nicht nur jüdische Mitglieder hatte oder hat) geben müssen.

    • schultze, vor 926 Tagen, 21 Stunden, 46 Minuten

      ein schöner Vergleich :)

  • Hakoah

    agkm, vor 927 Tagen, 13 Stunden, 55 Minuten

    war nur ein aber wichtiger Mosaikstein in der unfassbaren Tragödie während der Nazizeit. Die triste Situation in Deutschland und Österreich nach dem verlorenen Krieg und die Verschärfung der Situation durch die Repressalien der allierten Sieger - allen voran Frankreich - machte es möglich, dass radikale Rassisten die Oberhand gewinnen konnten, die in ihrer Verblendung und ihrem Hass den ohnehin vorhandenen Antisemitismus bis zur Vernichtung der "Sündenböcke" steigerten. So verloren wir durch Emigration und Shoa Mitmenschen aus einem Volk, die Höchstleistungen in allen Bereichen menschlicher Aktivitäten damals wie heute vollbringen. Es war für unsere beiden Länder ein gewaltiger Aderlass an Wissen und Bildung. Man kann heute zumindest sagen, dass Israel wie Phönix aus der Asche aufgestiegen ist und die Leistungen der Menschen dort meine Höchstachtung haben.

    • janishofer, vor 926 Tagen, 23 Stunden, 29 Minuten

      Ich habe vorgestern ein UNI- Ranking angesehen. Keine einzige Österreichische Uni unter den Top 100, eines der reichsten Länder der Welt hat keine einzige nennenswerte Universität? Wie kommt das? Vielleicht, weil wir bis heute nicht in der Lage sind, den selbst gemachten Aderlass auszugleichen?

  • Cool!

    reca, vor 927 Tagen, 14 Stunden, 26 Minuten

    Leider war Österreich im vergangenen Jahrhundert wirklich gut darin, u.a. talentierte Sportler und Wissenschafter zu vertreiben (und schlimmeres), um dann später von "unseren" Weltmeistern und Nobelpreisträgern zu reden.