Ozeane "schlucken" Milliarden Tonnen CO2
Im Jahr 2008 enthielten die Ozeane demnach etwa 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoff anthropogenen Ursprungs. Die Aufnahmerate betrage etwa 2,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, berichteten Forscher um Samar Khatiwala von der Columbia-Universität.
Kehrtwende auf Festland
Die Studie "Reconstruction of the history of anthropogenic CO2 concentrations in the ocean" ist im Fachblatt "Nature" (Bd. 462, S. 346) erschienen.
Die US-Forscher hatten anhand verschiedener Indikatoren wie etwa dem Salzgehalt die Verteilung menschengemachten Kohlendioxids in den Ozeanen rekonstruiert. Die Aufnahme sei seit den 1950er Jahren als Reaktion auf den steigenden atmosphärischen Kohlendioxidgehalt dramatisch angestiegen, heißt es in der Studie. In den vergangenen Jahrzehnten habe die Aufnahme indes leicht abgenommen.
Insbesondere der südliche Ozean rund um die Antarktis sei eine bedeutende Senke (engl. "sink") - auf ihn entfallen 40 Prozent der CO2-Speicherkapazitäten der Weltmeere. Insgesamt nähmen die Ozeane etwa 20 bis 35 Prozent des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids auf. Die terrestrische Biosphäre sei bis in die 1940er Jahre eine Quelle von Kohlendioxid gewesen und habe sich anschließend in eine Kohlenstoffsenke gewandelt.
science.ORF.at/dpa


