Depression tödlich wie Rauchen
Die Studie "Levels of anxiety and depression as predictors of mortality: the HUNT study" ist im "British Journal of Psychiatry" (Bd.. 195, S. 118) erschienen.
Lediglich wenn die Depression mit leicht erhöhter Ängstlichkeit einherging, war das Sterberisiko geringer. "Eine der Botschaften dieser Studie lautet, dass ein wenig Ängstlichkeit auch gut sein könnte", sagt einer der Studienautoren, Robert Stewart vom King's College London.
Zu viel und zu wenig Angst ist nicht gut
Waren depressive Menschen dagegen besonders ängstlich oder besonders wenig ängstlich, so lag das Sterberisiko am höchsten. Bei sehr ängstlichen Menschen könne der Körper besonders anfällig auf Stress reagieren, erläutert Stewart. Wer dagegen überhaupt nicht zu Angst neige, suche bei Gesundheitsproblemen möglicherweise zu spät medizinische Hilfe.
Zum erhöhten Sterberisiko bei Depressionen vermuten die Forscher, diese Menschen gingen eventuell seltener zum Arzt oder würden dort weniger gründlich untersucht. Stewart betont, Menschen mit psychischen Störungen sollten besonders sorgfältig auf Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Cholesterin, Bewegungsmangel oder schlechte Ernährung geprüft werden.
science.ORF.at/APA/AP
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