Benzindämpfe machen aggressiv
Die Studie "Impact of gasoline inhalation on some neurobehavioural characteristics of male rats" ist im Fachblatt "BMC Physiology" erschienen.
Amal Kinawy von der Universität Kairo beobachtete das Verhalten von Ratten, die saubere Luft einatmeten, sowie von Ratten, die Abgase von bleihaltigem beziehungsweise bleifreiem Treibstoff einatmeten. Dabei zeigte sich, dass die "Abgasratten" öfter eine angriffslustige Haltung annahmen und auch öfter angriffen als jene, die saubere Luft atmeten.
Veränderungen im Nervensystem
Das Einatmen von Abgasen von beiden Benzinsorten führte der Untersuchung zufolge zu Veränderungen im Nervensystem. Die Gehirnzellen der Ratten wurden anfälliger für Schäden durch aggressive freie Radikale, auch das Serotonin- und das Dopamingleichgewicht im Gehirn veränderte sich.
"Millionen Menschen sind täglich Benzinabgasen ausgesetzt, wenn sie ihr Auto volltanken", erklärte die Forscherin. In Entwicklungsländern sei das "Schnüffeln" von Benzindämpfen zudem ein gängiges Rauschmittel.
Aber: Die Mengen an Benzindämpfen, denen die Ratten bei dem Versuch ausgesetzt waren, lagen deutlich über jenen, die Menschen etwa beim Tanken an der Tankstelle einatmen.
science.ORF.at/APA/AFP


