Frauen genauso wagemutig wie Männer
Falsches Klischee
Der Bericht "Geldanlage: Frauen sind vorsichtiger als Männer – weil sie weniger Vermögen haben" von Oleg Badunenko, Nataliya Barasinska und Dorothea Schäfer im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
"Dass Frauen beim Anlageverhalten generell risikoscheuer agieren als Männer, ist ein Klischee", sagte die DIW-Forscherin Nataliya Barasinska am Mittwoch in Berlin. Frauen setzten nur deshalb mehr auf Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen, weil sie weniger Geld hätten. "Bei steigendem Vermögen steigt auch die Risikobereitschaft, sowohl bei Männern als auch bei Frauen."
Laut DIW können Frauen im Durchschnitt ein Vermögen von 21.000 Euro anlegen und damit nur halb so viel wie Männer. Daher griffen Anlegerinnen schon wegen hoher Gebühren nicht zu bestimmten riskanten Finanzprodukten. Außerdem sei eine Reihe von Wertpapieren zu kleineren Beträgen gar nicht handelbar. Die Auswertung der Daten von 4.800 Männern und 3.300 Frauen ergab: 45 Prozent der Männer halten riskante Finanzprodukte, aber nur 38 Prozent der Frauen.
science.ORF.at/APA/dpa


