Standort: science.ORF.at / Meldung: "Frauen genauso wagemutig wie Männer"

Frauen genauso wagemutig wie Männer

Frauen würden ihr Geld genauso risikobereit anlegen wie Männer - wenn sie ebenso viel zur Verfügung hätten. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben.

Geldanlagen 25.11.2009

Falsches Klischee

Der Bericht "Geldanlage: Frauen sind vorsichtiger als Männer – weil sie weniger Vermögen haben" von Oleg Badunenko, Nataliya Barasinska und Dorothea Schäfer im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung

"Dass Frauen beim Anlageverhalten generell risikoscheuer agieren als Männer, ist ein Klischee", sagte die DIW-Forscherin Nataliya Barasinska am Mittwoch in Berlin. Frauen setzten nur deshalb mehr auf Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen, weil sie weniger Geld hätten. "Bei steigendem Vermögen steigt auch die Risikobereitschaft, sowohl bei Männern als auch bei Frauen."

Laut DIW können Frauen im Durchschnitt ein Vermögen von 21.000 Euro anlegen und damit nur halb so viel wie Männer. Daher griffen Anlegerinnen schon wegen hoher Gebühren nicht zu bestimmten riskanten Finanzprodukten. Außerdem sei eine Reihe von Wertpapieren zu kleineren Beträgen gar nicht handelbar. Die Auswertung der Daten von 4.800 Männern und 3.300 Frauen ergab: 45 Prozent der Männer halten riskante Finanzprodukte, aber nur 38 Prozent der Frauen.

science.ORF.at/APA/dpa

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Forum

 
  • 45 vs. 38%

    albundyfan, vor 809 Tagen, 16 Stunden, 16 Minuten

    also das sind ja nun mal nicht fundamentale unterscheide....wenns sich um 60 vs. 30% handeln würde okay...

    aber bei nur 7% unterschied muß man davon ausgehen, daß das vermögen der frauen auch nur marginal kleiner ist als das der männer im schnitt wenn man der argumentation im artikel folgt.

  • vor wenigen monaten schrieb science.orf.at das gegenteil

    slartibartfast, vor 810 Tagen, 9 Stunden, 24 Minuten

    das poese, weil maennliche, testosteron sei schuld an der risikobereitschaft der boersianer. gefordert wurde AFAIK folglich eine erhoehung von oestrogen-traegerinnen sowie, wenn schon maennlich, dann alte maenner mit niedrigem testosteronpegel.

    jetzt sagt eine studie das gegenteil aus. was soll denn das?

    • wired, vor 810 Tagen, 4 Stunden, 16 Minuten

      Das sagt aus: Du sollst nicht einer einzigen Studie unreflektiert Glauben schenken.

    • slartibartfast, vor 809 Tagen, 23 Stunden, 37 Minuten

      _das_ tu ich eh nicht. ich halte es da vielmehr mit churchhill. interessant ist, wer was mit welcher studie zeigen will - da kommt dann raus, was immer man will.

    • beachte aber: "Frauen - wagemutig" vs. "Männer - risikobereit"

      slartibartfast, vor 809 Tagen, 23 Stunden, 27 Minuten

      man beachte den, so, und jetzt schreib ich das auch mal, "sexismus" in der sprache dieser artikel. wenn ich mich recht erinnere, war im zusammenhang mit dem boerseverhalten von einer "risikobereitschaft" der maenner zu lesen: als eine unerwuenschte eigenschaft, mit denen die mannsbilder sich und oft auch anderen einen fruehen tod bescheren.

      kontraer dazu ist in der fetten ueberschrift von "wagemutigen frauen" zu lesen, das wiederum ist ein voellig anders gewerteter begriff und wird im positiven sinne in der richtung "traut sich was" verwendet. erst im zweiten satz liest man von "risikobereit" - aber nur im zusammenhang mit den maennern, naemlich "genauso risikobereit wie die maenner".

      und das, obwohl beides mal dasselbe verhalten beschrieben wird. das scheint wie in der schule, wo, wie ich gelesen habe, buben fuer die selbe leistung die schlechtere bewertung bekommen.

  • ein beleg für die

    mantispa, vor 810 Tagen, 11 Stunden, 29 Minuten

    auch nicht mehr umwerfende erkenntnis, dass m. und w. in gleicher weise verblöden und zb. kein "gewissen" mehr haben. denn das sog. risikokapital muss ja von jemandem vermehrt werden, der mit geringeren zinsen auch eine freude hätte. (mit geldgierigen, die dabei auf die nase fallen, habe ich kein mitleid.)