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Galaktische Smith-Wolke

Dunkle Galaxie auf Kollisionskurs

Glaubt man neueren astronomischen Forschungsergebnissen, wimmelt es in unmittelbarer Nachbarschaft der Milchstraße von unsichtbaren Galaxien. Eine davon befindet sich vermutlich auf Kollisionskurs mit unserer eigenen.

Astronomie 26.11.2009

Gigantische Gaswolke

Bereits im Jänner 2008 entdeckten Forscher rund um Felix Lockman vom US-amerikanischen National Radio Astronomy Observatory, dass eine gigantische Gaswolke - mit einer Masse von Millionen Sonnen - Richtung Milchstraße rast.

Das Objekt ist etwa 8.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es besteht vor allem aus Wasserstoffgas und ist etwa 11.000 Lichtjahre lang und 2.500 Lichtjahre breit. Am Himmel entspräche seine Ausdehnung ungefähr jener des Sternbildes Orion, mit freien Augen kann man es allerdings nicht sehen. Das erste Mal gesichtet wurde die "Smith-Wolke" bereits 1963 von der Astronomiestudentin Gail Smith, ihr Kollisionskurs war aber bis zum letzten Jahr unbekannt.

Schnell wie ein Komet

Galaktische Smith-Wolke
Die Aufnahme der Smith-Wolke zeigt ihre kometenhafte Form.

Bilder und Messungen zeigten, dass sich die Wolke mit 240 Kilometer pro Sekunde auf die Milchstraße zu bewegt. Dieses Tempo ist auch der Grund für ihr kometenartiges Aussehen. Wann genau sie auf unsere Galaxie treffen wird, konnten die Forscher nicht sagen, vermutlich in 20 bis 40 Millionen Jahren.

Die Kollision wird laut den Astronomen eine spektakuläre Lichtshow auslösen. Die Schockwellen könnten zu einer raschen Formation neuer Sterne führen, deren größte in nur wenigen Millionen Jahren als Supernovae explodieren würden.

Der Zusammenstoß selbst ist laut dem Team um Lockman für bewohnte Regionen keine Bedrohung, da sich die Masse über einen derartig weiten Raum erstreckt. Die Supernovae wären aber eine echte Gefahr.

Masse verhindert Zerfall

Illustration der Kollision der galaktischen Smith-Wolke mit der Milchstraße
Die Illustration zeigt den Kollisionskurs der Smith-Wolke.

In Dunklen Galaxien gibt es sehr wenig oder gar keine Sterne. Vermutlich bestehen sie vor allem aus Wasserstoffgas und Dunkler Materie, eine hypothetische Form der Materie, die selbst nicht ganz unumstritten ist.

Das Objekt hält noch mehr Überraschungen bereit: Laut einer neuen Studie, die auf dem Preprintserver arXiv.org veröffentlicht wurde, ist es massereich genug, um selbst eine Galaxie zu bilden. Die Berechnungen der zwei australischen Astronomen M. Nichols und J. Bland-Hawthorn von der School of Physics der University of Sydney ergaben, dass ihre Masse vermutlich hundertmal so groß ist, wie ursprünglich angenommen. Laut den Autoren sollte man die Wolke daher als Zwerggalaxie klassifizieren.

Wäre die Wolke nicht so massereich, müsste sie schon auseinandergebröckelt sein, so die Forscher. Dabei sei sie schon einmal mit unserer Galaxie kollidiert, nämlich vor etwa 70 Millionen Jahren. Um einen derartigen Zusammenstoß zu überleben, müsse sie einfach viel mehr Masse haben. Denn nur so könne sie ausreichend Gravitationskräfte produzieren.

Die Forscher nehmen an, dass die Wolke von einem Ring aus dunkler Materie umgeben ist, dessen Masse das System sozusagen von "unsichtbarer Hand" zusammenhält. Daraus folgern sie, dass es sich bei der "Smith-Wolke" sogar um einen der raren konkreten Kandidaten für eine Dunkle Galaxie handeln könnte.

Eva Obermüller, science.ORF.at

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Forum

 
  • Der Schwarm

    karl273, vor 806 Tagen, 18 Stunden, 11 Minuten

    Der Schwarm:

    http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Schwarm

    • Die Schwarmgötzen

      karl273, vor 806 Tagen, 17 Stunden, 30 Minuten

      Die Schwarmgötzen:

      http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Schwarmg%C3%B6tzen

  • Interstellarer Wasserstoff

    karl273, vor 806 Tagen, 18 Stunden, 25 Minuten

    Vielleicht stellt es sich nun heraus, daß die fehlende Masse des Universums einfach nur kalter interstellarer Wasserstoff ist.

    Dann können wir die WIMPs, MACHOS, die supersymmetrischen Teilchen, Tachyonen, Tau-Neutrinos, und die Bednarik-Onen einfach vergessen (vor allem die Bednarik-Onen).

    • Läuft in der Zeit zurück

      karl273, vor 806 Tagen, 18 Stunden, 21 Minuten

      Das Bednarik-On läuft in der Zeit zurück:

      Bild:

      http://members.chello.at/karl.bednarik/MOHAWK-2.jpg

      Text:

      http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?23786

  • Eine völlig andere Art der Kollision,...

    neutrino, vor 808 Tagen, 8 Stunden, 13 Minuten

    könnte uns ebenso bevorstehen, allerdings keine auf die man etliche Millionen Jahre warten müsste, aber eine recht erfreuliche eher geistige Kollision die jetzt von wissenschaftlicher Seite bereits bestätigt wurde,...;-)
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/146627

    ...wohin die Menschheit dies wohl führen mag?,...
    .:.

    • uije, schon wieder ostblock

      mantispa, vor 806 Tagen, 12 Stunden, 9 Minuten

      die armen wissenschaftler dorten haben einen ungeheuren nachholbedarf an phantastik - oder sie wollen bloß mit wenig geld bekannt werden - durch esoterische sensationen. aber angeblicher kontakt ist eben bloß angeblich, der mühe des anclickens nicht wert - zumal bei neise.

  • Keine Sorge

    lena47, vor 808 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

    Das Weltall ist zwar lebensfeindlich, dennoch ist unser schöner blauer Planet bis jetzt relativ unbeschadet durch den "galaktischen Schießstand" geflogen.

    Geschützt durch ein starkes Magnetfeld und eine maßgeschneiderte Atmosphäre!

    • Jede Lebensform

      karl273, vor 806 Tagen, 18 Stunden, 34 Minuten

      Jede Lebensform im Universum hat den subjektiven Eindruck, daß ihre Umwelt maßgeschneidert ist.

      Das liegt daran, daß jede Lebensform im Universum an ihre Umwelt angepaßt ist, denn ansonsten wäre sie höchstens eine Sterbensform.

      -----

      Sehr gemütlich, bei einem Wasserdruck von 298 bar und mit bis zu 464 Grad Celsius heißem Wasser, das sicherheitshalber noch mit Schwefelwasserstoff vergiftet ist:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Raucher

    • lena47, vor 806 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

      im konkreten Fall hat es nciht nur den Anschein, sondern es ist auch so.....

      die Erde ist als Wohnstätte für die Menschen wie geschaffen!

      Position der Erde in der Milchstraße und im Sonnensytem sowie ihre Umlaufbahn, die Neigung der Erdachse, die Rotationsgeschwindigkeit der Erde und ihr Mond.

      wie schon erwähnt, das Magnetfeld und die Atmosphäre, die einen doppelten Schutzschild bilden.

      Wasser ein flüssiger Stoff zum Leben im Überfluß...

      Es System natürlicher Kreisläufe, die die Biosphäre reinigen und konstant ergänzen.
      Wasserkreislauf, Kohlenstoff und Sauerstoffkreislauf, Stickstoffkreislauf, perfektes Recycling.

      Man sieht die Natur ist eigentlich zu perfekt gestaltet.

    • lena47, vor 806 Tagen, 11 Stunden, 31 Minuten

      korr. Ein System...

  • wenn die smith wolke

    merlinbrando, vor 808 Tagen, 13 Stunden, 11 Minuten

    vor 70 millionen jahren unsere milchstrasse schon einmal "getroffen" hat und die dinos so um die 65 millionen jahre vor uns ausgestorben sind...war das der auslöser für den vermuteten asteroidentreffer, der die dinos aussterben lies?

    • ottonormalversager, vor 808 Tagen, 10 Stunden, 31 Minuten

      ich vermute mal, das ist auf der anderen seite der milchstrasse passiert... evtl. dass ein Bröckerl davon 5 mio jahre unterwegs war und dann unsere dinos geschlachtet hat... oder irgendwie so...

    • bravenewone, vor 808 Tagen, 11 Minuten

      Nja ein Impact allein dürfte es wohl doch nicht gewesen sein.

      Btw die Erde wurde viel länger und viel heftiger in früherer Zeit bombadiert. Von der evtl. Planetenkollision (oder zumindest Riesenmeteor beinahe so groß wie der Mars), welche uns den Mond beschert hat und nebenbei die gesamt Erdoberfläche aufgeschmolzen hat, mal abgesehen.

  • Ja die Strafe für unsere Missetaten

    seeigel, vor 808 Tagen, 14 Stunden, 34 Minuten

    wird uns umgehend in ein paar Millionen Jahren ereilen.

  • na bravo.

    mantispa, vor 808 Tagen, 14 Stunden, 44 Minuten

    da sind wa also womöglich von x auf uns zu rasenden galaxien umgeben und merken es nicht. na schön - wers glaubt, wird seelig.

  • und des bei uns...?

    trommlerkind, vor 808 Tagen, 15 Stunden, 29 Minuten

    Des hätt i ma echt von Österreich net erwartet!

  • fred23, vor 808 Tagen, 15 Stunden, 54 Minuten

    Ich geh schon mal Konserven kaufen ...

    • Konserven - Gute Idee!

      kiwi73, vor 807 Tagen, 7 Stunden, 20 Minuten

      Auf's Ableufdatum schaun!

  • ohnegewehr, vor 808 Tagen, 22 Stunden, 34 Minuten

    wird zeit das einmal so ein brocken dunkler materie bei uns landet.
    aber warscheinlich ist es ohnehin schon passiert nur sieht man diese materie nicht.
    und drübergestolpert ist auch noch niemand.

    • Ein Brocken?

      saurod, vor 808 Tagen, 16 Stunden, 29 Minuten

      Du verwechselst da etwas. Dunkle Materie kann IMHO keinen Brocken bilden. Dunkle Materie sind nichts weiter, als invertierte Elementarteilchen. Diese werden sichtbar bei einer Kernspaltung oder bei Schwarzlicht in der Disco. Wenn so ein invertiertes Tachyon auf eine weiße Fläche trifft, dann kann man von einer Karvitation auf Quarksebene sprechen, bei der sich die wenigen inversen Elemente mit den, in größerer Zahl vorkommenden, für uns sichtbaren Elementen teilweise aufheben. Mit Teilweise wird das Verhältnis analog zur kosmischen Konstante gemeint, die allerdings laut neuesten Diskussionen doch variabel zu sein scheint. Dabei wird wiederum der Einfluss von Rydberg-Konstante und Co. zu einem Konstantenkonglomerat führen, das natürlich überall zu jeder Zeit sich ändert. Der Effekt beruht allerdings vor allem auf dem Ungleichgewicht der Reaktion. So kann es sein, daß jeweils mehrere sichtbare Elemente mit weniger inversen Elementen reagieren oder umgekehrt. Da, wo mehr Sichtbare Elemente angeregt wurden entstehen nichtinverse Tachyonen, die wiederum zu den bekannten Lichterscheinungen führen, die wir bei Schwarzlicht auf Weiß erkennen können.
      Dunkle Materie gibt es also überall. Das Verhältnis von sichtbarer zu dunkler Materie ist noch nicht exakt festellbar, aber die Vermutungen gehen in die Richtung, daß es viel mehr...

    • ... Fortsetzung

      saurod, vor 808 Tagen, 16 Stunden, 27 Minuten

      ... aber die Vermutungen gehen in die Richtung, daß es viel mehr dunkle, als sichtbare Materie gibt. Es ist halt wie bei der Schwarzarbeit. Keiner will was davon wissen, aber man weiß einfach, daß die Dunkelziffer verdammt hoch sein muß. *lol*

    • saurod

      lutzvonlutzervomlutzerer, vor 808 Tagen, 15 Stunden, 56 Minuten

      jetzt schreib ich unter meinen anderen nick.
      danke für die aufklärung.
      irgendwo hab ich ja gewusst das etwas mit meinen vorstellungen nicht stimmt.
      jetzt sehe ich etwas heller.

    • der begriff "dunkle materie" ist einfach nur ein platzhalter

      lambert1223, vor 808 Tagen, 15 Stunden, 15 Minuten

      weil man nicht sagen kann was es ist, es strahlt ja nicht. man vermutet es ist da, weil sich sonst andere phänomene nicht erklären lassen würden. z.B. warum sich galaxien aussen schneller drehen als innen.... dies widerspricht dem rotationsprinzip.

      mal schaun was mitm LHC rausfinden.