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Schattenbild einer Frau. die einen Kübel und einen Wischmop als Silhouette in den Händen hält.

Putzkräfte sind wertvoller als Banker

Kann man den gesellschaftlichen Wert von Berufsgruppen ermitteln? Britische Ökonomen haben es versucht. Ihr Resultat: Während Putzkräfte in einem Spital für jeden Euro Lohn, den sie erhalten, einen sozialen Wert von elf Euro schaffen, vernichten Banker acht Euro.

Wirtschaft 14.12.2009

Dies haben Ökonomen der New Economic Foundation berechnet.

Der Think-Tank New Economic Foundation hat soeben die Studie "A Bit Rich: Calculating the real value to society of different professions" veröffentlicht.

Sie verwenden für ihre Analysen das Prinzip des Social Return on Investment. Im Gegensatz zu herkömmlichen betriebswirtschaftlichen Ansätzen quantifiziert die "soziale Investitionsrechnung" neben dem wirtschaftlichen auch den gesellschaftlichen und ökologischen Wert, der durch eine bestimmte Arbeit geschaffen oder zerstört wird.

Gehalt reflektiert sozialen Wert nicht

"Das Gehalt reflektiert oft nicht den wahren Wert, der geschaffen wird. Als Gesellschaft brauchen wir eine Lohnstruktur, die Arbeitsstellen auszeichnet, die den meisten sozialen Nutzen bringen, und nicht Profite auf Kosten von Umwelt und Gesellschaft machen", erklärt Eilis Lawlor, eine Sprecherin des Think-Tanks gegenüber BBC Online.

Ziel ihrer Studie sei es nicht, Berufsgruppen mit hohem Gehalt zu diskreditieren oder mehr Lohn für schlechtbezahlte Jobs zu fordern. "Es geht um etwas noch Grundsätzlicheres: Es sollte einen Zusammenhang geben zwischen dem, was wir für eine Arbeit bezahlt bekommen, und dem Wert, den sie für die Gesellschaft schafft", so Lawlor.

Am schlimmsten sind die Steuerberater

Insgesamt haben die Ökonomen sechs Berufsgruppen analysiert. Hier eine Auswahl: Topmanager in Banken verdienen in Großbritannien zwischen 550.000 und 88 Millionen Euro pro Jahr - und vernichten im gleichen Zeitraum den siebenfachen Wert.

Kinderbetreuer oder Reinigungskräfte im Spital schaffen mit jedem eingenommenen Euro hingegen rund zehn Euro sozialen Mehrwert.

Das negativste Resultat haben die Forscher allerdings für Steuerberater errechnet: Dank ihrer Kenntnisse gehen für jeden Euro, den sie verdienen, rund 50 Euro für die Gesellschaft verloren.

science.ORF.at

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Forum

 
  • Das war immer schon so

    tantemaria, vor 799 Tagen, 6 Stunden, 10 Minuten

    und ist kein Zeichen irgendeiner Krise.

  • Reale Werte

    karl273, vor 799 Tagen, 7 Stunden, 41 Minuten

    Wer nützliche Produkte herstellt, und wer nützliche Arbeiten erledigt, der erzeugt reale Werte.

    Das Anhäufen von Geld erzeugt keine realen Werte, denn Geld kann man nicht essen, anziehen, oder bewohnen.

    Dazu braucht man weder die Theorie vom Marxismus, noch die vom Kapitalismus zu kennen.

    • hm

      fenris79, vor 799 Tagen, 7 Stunden, 20 Minuten

      welchen Realen Wert den man essen, anziehen, oder bewohnen kann erzeugt die Putzfrau?

    • Sauberkeit

      karl273, vor 799 Tagen, 6 Stunden, 21 Minuten

      .

    • ist doch

      dieskeptikerin, vor 799 Tagen, 2 Stunden, 55 Minuten

      logisch, dass jemand der hauptsächlich Verwaltungsarbeit macht, nicht produktiv ist. Ohne Verwaltung geht es aber auch nicht - da wäre Chaos pur. Zuviel Verwaltung geht aber von anderer Seite aus. Es wäre nämlich interessant gewesen wenn man auch die Berufsgruppe Beamte und in Behörden Angestellte in die Studie miteinbezogen hätte. Die produzieren nämlich auch nichts, bestimmen aber neben dem eigenen Ausmaß an Verwaltung auch den der Privatwirtschaft, die dann zum Steuerberater, Anwalt gehen muss und verschärfen den Verwaltungsaufwand der Banken.

      Um produktiver zu werden muss man wo anders ansetzen, die Studie ist lächerlich da sie nichts aussagt, was man mit Hausverstand eh schon gewußt hat. Interessant ist auch dass die Banker (von den Medien) so in den Vordergrund gekehrt werden, da sie zur Zeit die "Buh-Männer" sind.

  • Jeder ist wertvoller

    dave66, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 55 Minuten

    als Banker, Wirtschaftskriminelle und die mit ihnen in Komplizenschaft stehenden Politikern. Hier bedarf es keiner "Studie". Diese zielt aufgrund des reißerischen Aufmachers eher auf die Slebstvermarktung der Autoren ab.

    Wer sich für jene interessiert, die maßgeblich die Zeche dafür zu zahlen haben, sei empfohlen, auf dieser Seite (Magazin & Texte) mal reinzuschauen. Hier sieht man, dass in Österreich die mit den Großparteien in Komplizenschaft stehenden Non-ProfitOrganisationen noch von den Opfern profitieren.

    http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/download/index.html

  • dazu fällt mir folgende parabel ein (kurzfassung)

    oder, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 1 Minute

    ein löwe bricht aus einem zoo aus und versteckt sich in einem investment-haus. er frisst jeden tag einen manager - und keinem fällt was auf. einmal erwischt er eine putzfrau und die hölle bricht los. er wird gesucht, gejagt und erlegt.

    • jim99, vor 799 Tagen, 23 Stunden, 15 Minuten

      Ein Brüller.

  • marxistischer Schwachsinn hoch drei

    chartart, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 5 Minuten

    Den "gesellschaftlichen Wert" zu bestimmen ist genau das, woran alle Planwirtschaften hochkantig gescheitert sind - weil es einen solchen Wert ganz einfach nicht gibt. Es gibt nur Marktwerte, sprich Werte, die sich daraus ergeben, wieviel ein Marktteilnehmer für ein Gut bereit ist, zu zahlen. Nach der marxistischen Theorie ist eine Ladung Äpfel, die längst mit Schimmel überzogen ist, wesentlich mehr wert, als eine gleiche Ladung frischer Äpfel, weil erstere mehr Lagerkosten "in sich birgt". Genau solch ein Schwachsinn ist die Behauptung, ein Banker oder Steuerberater würde "Geld vernichten" (was an sich schon völliger Schwachsinn ist). Tatsächlich kann jeder sauber machen und Putzfrau spielen; hochspezialisierte Bankgeschäfte kann hingegen kaum jemand tätigen. Demnach ist es keine Frage, was davon mehr wert ist. Wenn die Menschen irgendwann jedoch auf solche Bankgeschäfte verzichten und kein Bedarf mehr besteht, dann wird auch die Leistung der Banker wertlos...

    • zu solchen Schlussfolgerungen gelangt man...

      wienerwasserwerke, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

      ... wenn man blind gegenüber feudalen Prozessen ist...

      welchen Marktwert hatte ein feudaler Fürst???

      es ist auch nicht der "Banker" der Geld vernichtet... es sind Menschen mit einem entsprechenden Set an Persönlichkeitsmerkmalen... und die häufen sich dann in den einschlägigen Berufen und Positionen... that's the problem...

    • Offensichtlich haben Sie in den letzten 1 1/2 Jahren abgeschieden

      lydia89, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 53 Minuten

      von der Zivilisation gelebt und keine Nachrichten gelesen, sonst wüssten Sie, dass Banken (und damit Banker) sehr wohl Geld in unvorstellbarem Ausmaß vernichtet haben und daher entgegen Ihrer Behauptung von Schwachsinn "an sich" keine Rede sein kann. Dass es ausser wirtschaftlichen auch andere wie u.a. gesellschaftliche Werte gibt steht ausserhalb Ihres Privat-Universums ausser Streit und ist ebensowenig eine Erfindung des Marxismus wie die einer Religion oder einer aus einem aufgeklärten Weltbild hervorgegangenen Ethik.
      Spätestens nach der restlosen Vernichtung wirtschaftlicher Werte wie z.B. durch die HGAA in Kntn. ist klar, dass auch nach wirtschaftlichem Maßstäben die Arbeit der Verantwortlichen wertlos war, selbst wenn Sie dafür hohe Gehälter bezogen bzw. ergaunert haben.

    • @lydia

      wienerwasserwerke, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 48 Minuten

      guter Post

    • um Missverständnissen vorzubeugen...

      chartart, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 21 Minuten

      ... natürlich gibt es auch andere Werte als Geldwerte, und letztere sind auch nicht das Maß aller Dinge. Aber: Geld kann man nicht "vernichten" (es wechselt nur den Besitzer!), nur Werte können (ins Bodenlose) fallen oder (ins Unermessliche) steigen. Im nachhinein betrachtet ist man übrigens immer schlauer, denn hätte man gewusst, hätte man nicht usw. Das ist also kein Argument. Und zurückn zum Marxismus: Genau jener versucht ständig, alles zu "verwirtschaftlichen". Das Problem ist nicht, zu erkennen, dass Sauberkeit auch der Allgemeinheit nützt, sondern diesen Wert in "Euro für die Gesellschaft" festzulegen. Das ist der erwähnte Schachsinn hoch drei!

    • Naja

      fenris79, vor 800 Tagen, 2 Stunden, 33 Minuten

      es wurde ja kein Geld vernichtet sondern es wurde behauptet Geld zu haben das sie aber nicht hatten.

      Der Zusammenbruch des Immobilienmarktes war zwar der Auslöser der Krise Ursache des ganzen war aber die Banken hatten das Geld bzw. die Werte einfach nicht die sie behaupteten zu haben.

  • Das Kernproblem ist nämlich eben...

    dersohnpiatniks, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 46 Minuten

    ...dass der soziale Mehrwert von niemandem bezahlt wird. Die Gesellschaft nimmt sich diesen einfach und gibt nichts davon zurück.

    • nene

      fenris79, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 36 Minuten

      das Problem ist das der soziale Minuswert nicht bestraft bzw. sogar honoriert wird, oder wie viel mehr willst du einer Putzkraft zahlen?

    • Es kommt ja immer drauf an, wer bezahlt.

      dersohnpiatniks, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 34 Minuten

      Wenn jemand für mich arbeitet, dann bezahle ich ihm das, was er MIR wert ist. Die Gesellschaft ist wurscht.

    • ein beliebter Fehlschluss der Soziopathen...

      wienerwasserwerke, vor 800 Tagen, 3 Stunden, 55 Minuten

      ... mit dem Ansatz muß einem natürlich die Kulturgeschichte als unergründliches Rätsel vorkommen...

  • So ein Unsinn.

    dersohnpiatniks, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 48 Minuten

    Allein das mit den Steuerberatern. Steuerberater schaffen mE einen sehr großen Mehrwert, da sie fleißigen und tüchtigen Menschen helfen, weniger dem raffgierigen Fiskus in den Rachen werfen zu müssen. Die Studienautoren hätten nämlich auch miteinberechnen müssen, wieviel Geld zB ohne jeglichen gesellschaftlichen Gegenwert an Minder- und Nichtsleister umverteilt wird!

    • würden

      fenris79, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 35 Minuten

      auch nicht mehr bekommen wenn mehr Kohle da wäre.

    • hast den inhalt nicht ganz verstanden....

      energiegeladen, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 27 Minuten

      es geht um den gesellschaftlichen mehrwert. und die gesellschaft ist nicht der einzelne, raffgierige unternehmer sonder wir alle. und da die steuereinnahmen auch wieder für uns alle aufgewendet werden (egal ob schulen, strassen oder gehälter von bundes/landes/gemeindebediensteten und vielem mehr), schadet der steuerberater der gesellschaft,weil er dem raffgierigen unternehmer hilft.....

    • na wirklich ....

      fenris79, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 24 Minuten

      aber dir scheint die Konsequenz daraus nicht bewusst zu sein das der Steuerberater (so fern du keine große Firma besitzt) DIR Geld weg nimmt und eine Putze DIR Geld bringt.

    • steuerberater

      mantispa, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 13 Minuten

      gibts aber nur deswegen, weil der "staat" (die verwalter eben) - absichtlich oder nur aus dummheit - viel zu komplizierte st.-gesetze fabriziert hat. ich habe das immer als gesslerhut betrachtet, vielleicht will man "mehr gerechtigkeit" erreichen, aber effektiv ists nur ein ungeheurer mehraufwand.- als angestellter habe ich nie einen lohnsteuerausgleich durchgeführt (df. lassen), einfach weils mir zu blöd war. das geld, das ich mir so zusätzlich ersparen hätte können, fehlt mir jetzt in der p. eh.

  • Die sollten mal die "Arbeit" der

    omen, vor 800 Tagen, 4 Stunden, 58 Minuten

    Politiker detailiert evaluieren. Sollten die allerdings an die echten Daten kommen, könnte die Studie gleich als Strafanzeige dienen.

  • @redaktion - Umrechnungsfehler!

    geoid, vor 800 Tagen, 5 Stunden, 10 Minuten

    Bänker verdienen zwischen 550000 Euro 11,1 Millionen Euro pro Jahr (8 fache Übertreibung oder habt ihr nur falsch umgerechnet?)

  • "Es sollte einen Zusammenhang geben zwischen dem...

    eudiktator, vor 800 Tagen, 6 Stunden, 20 Minuten

    ...was wir für eine Arbeit bezahlt bekommen, und dem Wert, den sie für die Gesellschaft schafft." - 100% Zustimmung. Wie schaut diese Relation eigentlich bei unseren Politikern aus? Warum leisten wir uns - gemessen an der Einwohnerzahl - 3x mehr Politiker als Deutschland und sitzen mittlerweile auf eine Staatsverschuldung von 188.720 Millionen Euro? Wir haben 693 Abgeordnete. Warum wurde mit dem EU-Beitritt, durch den wir weitere 736 EU-Abgeordnete mitfinanziehen müssen, in unserem kleinen Land kein einziger Abgeordneter eingespart sondern eine zusätzliche Ebene einfach draufgesetzt?