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Klimamessungen im ewigen Eis.

"Da hat sich ein Kartell gebildet"

Hinter den Kulissen der Klimaforschung tobt ein Kampf um die Deutungshoheit dieser Disziplin. Der deutsche Meteorologe Hans von Storch berichtet von Ränkeschmieden, hintertriebenen Studien und unter Verschluss gehaltenen Messdaten.

Klimadebatte 18.12.2009

Vorgeschichte: Der CRU-Hack

Kurz vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen drangen Hacker in das Netzwerk des renommierten Climate Research Unit an der University of East Anglia ein, stahlen tausende E-Mails und andere Dokumente und stellten sie kurz darauf ins Internet. Einige E-Mails wurden daraufhin auf klimaskeptischen Websites als „Beweis“ dafür zitiert, dass der Klimawandel eine Erfindung sinistrer Mächte sei. Mittlerweile befasst sich die Polizei mit dem Vorfall, hinter dem britische Medien gar den russischen Geheimdienst vermuten. Für die Dauer der Untersuchung ist der Direktor des CRU, Phil Jones, zurückgetreten.

Ringen um Bedeutungen

Die Bezeichnungen des Datenklaus zeigen, wie verschiedene Interessensgruppen um mediale Konnotationen kämpfen. Unter Klimaskeptikern hat sich der Begriff „Climategate“ eingebürgert - damit suggerierend, die Veröffentlichung habe Fälschungen und Verschwörungen ans Licht gebracht.

Die Zeitschrift „New Scientist“ bezeichnete den CRU-Hack jüngst als „Deniergate“ und hatte damit das Gegenteil im Sinn, nämlich die Affäre als gescheiterten Desavouierungsversuch durch Lobbyisten und „climate change deniers“ darzustellen. Was den eigentlichen Kern der Sache – den anthropogenen Klimawandel – betrifft, hat der CRU-Hack wohl zu keinem Meinungsumschwung, aber zu einer Kontrastverschärfung geführt.

Jene, die am menschlichen Einfluss auf das Klima gezweifelt haben, sehen sich in ihrer Haltung nun bestärkt. Jene, die den Einfluss als Faktum ansehen, darunter die große Mehrheit der Wissenschaftler, verweisen weiterhin auf die deutliche Sprache aller Studien zum Thema.

"Wir müssen die Schotten aufmachen"

Anlass zur wissenschaftsinternen Kritik gibt der Vorfall dennoch: Die Klimatologin Judith Curry vom California Institute of Technology äußerte nach Lektüre der E-Mails ihre Besorgnis wegen wissenschaftlicher Seilschaften und deren offensiver Methoden, um kritische Stimmen verstummen zu lassen. Eine ähnliche Position bezieht Hans von Storch – siehe folgendes Interview.

Zu Teil eins deses Interviews:
"Spekulationen, nicht Gewissheiten"

Sie waren im Autorenteam des dritten IPCC-Berichts, haben aber die Mitarbeit an Bericht Nummer vier abgelehnt. Warum?

Hans von Storch: Beim dritten Sachstandbericht war ich für regionales Klima zuständig, beim vierten wurde ich nur eingeladen, als Review-Autor mitzuarbeiten. Also als jemand, der nachsieht, ob Einwände ordnungsgemäß bearbeitet worden sind. Dazu hatte ich keine Lust. Außerdem dachte ich: Wenn ich nicht dabei bin, kann ich mich unabhängig dazu äußern.

Stichwort CRU-Hack: Wie beurteilen Sie diesen Vorfall?

Klimaforscher Hans von Storch

Hans von Storch ist Professor für Meteorologie an der Universität Hamburg und leitet das Institut für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht.
Gemeinsam mit vier weiteren Kollegen betreibt er das Weblog "Die Klimazwiebel".

Die E-Mails zeigen, dass sich unter einflussreichen IPCC-Autoren ein Kartell gebildet hat. Thematisch betrifft das vor allem den „Hockeystick“, also die historische Rekonstruktion der Temperaturen aus Baumringen und anderen Daten.

Man hat versucht, missliebige Publikationen zu hintertreiben oder bereits erfolgte Publikationen aus dem IPCC-Prozess herauszuhalten - das war sicher nicht der Arbeitsauftrag der IPCC-Leitautoren. Man hat auch die Bildung von Konkurrenz verhindert: Ich bin selbst Opfer davon. Eine E-Mail beschreibt, wie ein Akteur den Gutachter einer meiner Studien negativ beeinflussen wollte. Und zweitens hat man systematisch verhindert, dass die eigenen Daten an unabhängige Prüfer gehen.

Ihr Institutskollege Eduardo Zorita hat auf seiner Website gefordert, Phil Jones, Michael Mann und Stefan Rahmstorf sollten aus dem IPCC-Prozess ausgeschlossen werden.

Auch ich habe Mike Mann und Phil Jones empfohlen, von sich aus nicht mehr mitzuwirken, weil der Imageschaden für die Klimaforschung beträchtlich ist. Unabhängig davon, ob nun alle Vorwürfe zutreffen oder nicht.

Und Rahmstorf?

Ich nehme an, dass Eduardo Zorita das aufgrund von Vorfällen gesagt hat, die nicht unmittelbar mit den E-Mails des CRU zu tun haben.

Sie kritisieren die Zurückhaltung von Daten. Wie lange sollte man abwarten dürfen, bis man die eigenen Daten herausgibt?

Man muss den Knochen natürlich zunächst selbst abnagen dürfen. Und in Ruhe publizieren sollte man auch können. Aber nach einiger Zeit, insbesondere wenn es so wichtige Daten sind, muss man eben eine Überprüfung durch Dritte erlauben. Es gibt keine Regel, wie lange das dauern darf.

Wie lange wurden die Daten unter Verschluss gehalten?

Seit den 80ern. Es sind zwar bearbeitete Daten zugänglich, aber wir brauchen die Rohdaten. Man muss das ja überprüfen können.

Welche Art von Daten betrifft das?

Thermometermessungen. Der vorhin erwähnte Vorwurf der Meinungsdominanz bezieht sich übrigens auf andere, nämlich auf Proxy-Daten (wie etwa Baumringe, die Temperaturen nur indirekt anzeigen, Anm.).

I've just completed Mike's Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years (ie, from 1981 onwards) and from 1961 for Keith's to hide the decline.

E-Mail von Phil Jones an Michael Mann, Raymond Bradley und Malcolm Hughes, 16.11.1999

Die Diskrepanz zwischen Baum- und Thermometerdaten seit den 60ern wurde von Klimaforschern allerdings nie verschwiegen. Unter dem Begriff „divergence problem“ wird das Phänomen schon länger diskutiert (z.B. in dieser Studie).

Im Zusammenhang mit Baumringen war in einer E-Mail von einem „Trick“ die Rede. Worum geht es da?

Es geht darum, dass man Baumringe an Thermometerdaten gewissermaßen eicht, um dann in früheren Perioden, für die nur Baumdaten vorhanden sind, auf die Temperaturen schließen zu können. Das Problem ist aber: Seit den 60er Jahren passen die Baum- und Thermometerdaten nicht mehr zusammen. Erstere weisen sogar auf eine Abnahme der Temperatur hin. Das ist der „decline“ in der entsprechenden E-Mail.

Setzt sich die Diskrepanz bis heute fort?

Soweit ich weiß, ja. Das macht einen schon ein bisschen nervös. Es gibt zwar ein paar Erklärungen dafür. Beispielsweise geht man davon aus, dass der höhere CO2-Gehalt in der Atmosphäre das Baumwachstum verändert hat und daher der Zusammenhang nicht mehr gilt.
Aber man könnte natürlich fragen: Ist das vielleicht schon einmal früher passiert? Der „Trick“ spielt eine Unsicherheit herunter. Das hat den Ruf der Klimaforschung beschädigt.

Andererseits muss man zugeben, dass so eine Beschädigung auch gewissen Interessen dient.

Ja, natürlich. Das ganze Geschäft ist postnormal, es dient in allen Ausfertigungen Interessen. Aber es ist nicht so, dass es nur das Interesse von Exxon gäbe. Auch Greenpeace und Versicherungsgesellschaften verfolgen Interessen.

Würden sie einer Studie vertrauen, die den Zusammenhang von Rauchen und Krebs untersucht - und von einem Tabakkonzern gesponsert wurde?

Ich hätte durchaus meine Vorbehalte. Aber ich hätte auch meine Vorbehalte bei Institutionen, die das Rauchen von vornherein einschränken wollen.

Nur an der Front der Klimawandelleugner passieren schon sehr schrille Dinge.

Durchaus. Auch auf der anderen Seite, die Klima-Alarmisten sind von ähnlicher Sorte. Ein Beispiel dafür in Österreich ist Helga Kromp-Kolb.

Ist das nicht ungerecht? Denn was sie sagen, setzt voraus, dass es eine Symmetrie zwischen „alarmistischer“ Wissenschaft und der Leugnung des Klimawandels gibt. Da besteht doch ein methodischer Unterschied.

Da gibt es schon eine gewisse Symmetrie in der Art der Auswahl von Thesen, in der zweckbezogenen und summarsichen Darstellung. Für mich sind Alarmisten und Skeptiker schon weitgehend Geschwister, wenngleich feindliche.

In ihrem Weblog schreibt auch der Sozialwissenschaftler Reiner Grundmann, der in einem Beitrag die „climate change denial industry“ verteidigt hat. Ich fand das, bei aller kritischen Distanz zum Mainstream, etwas befremdlich. Muss man nicht aufpassen, mit wem man sich argumentativ ins Bett legt?

Da haben sie schon recht, das muss man. Wir betreiben das Weblog erst seit kurzem und betrachten das zunächst als Diskussionsforum, in dem wir jede Meinung zulassen. Wir wollen in der Anfangsphase nicht zu restriktiv sein, sonst käme die Debatte womöglich nicht in Gang. Ich möchte aber das, was Reiner Grundmann schreibt, inhaltlich nicht kommentieren.

Was sollte passieren, um das beschädigte Image der Klimaforschung zu restaurieren?

Die Forscher müssen zunächst begreifen, dass es so ist. Es sollte sich keine Wagenburgmentalität bilden. Ich fahre im Januar zu einer Tagung in die USA. Im Vorfeld wurde vorgeschlagen, mich wegen Nestbeschmutzung auszuschließen. Es ist natürlich nicht passiert - aber immerhin.

Auch in praktischer Hinsicht kann man einiges machen. Das neue deutsche Climate Service Center könnte die vorhandenen Thermometerdaten neu bewerten. Etwa, indem man ein Komitee bildet, in dem auch Klimaskeptiker sitzen. Das Komitee soll zwar die Bewertung nicht selbst machen, aber ein Protokoll festsetzen, wie das zu geschehen habe. Wir müssen die Schotten aufmachen.

Interview: Robert Czepel

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Forum

 
  • "Jahrhundert Kälte"

    co2goodforlife, vor 1248 Tagen, 4 Stunden, 23 Minuten

    Es ist so kalt wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Rekordverdächtige Tiefstwerte lassen vor allem Kärnten und die Steiermark frieren. In insgesamt 14 Orten österreichweit wurden weniger als minus 20 Grad gemessen. Spitzenreiter war Sankt Jakob im Defereggental in Osttirol mit minus 24,4 Grad. Glatteis und die kalten Temperaturen lösten Verspätungen im Bahnverkehr aus und führten zu zahlreichen Unfällen.
    orf.at 21.12.2009

    nur, um Wetterereignisse mal anders zu missbrauchen...

    Aber eine ersthafte Frage an die AGW Heuchler. Wenn nun diese kontinentale Arktisluft in weiten Teilen Mittel und Südeuropas zu Rekordtieftswerten führt, kann sie ja nicht wärmer sein, als die Dekaden davor. Diese Wetterlagen haben sich schon hunderte male wiederholt, oft sogar identisch von der Lage und dem Datum her. Wenn nun die Ursprungsluft, wegen der ach so schnellen Erwärmung im hohen Norden wärmer sein sollte, als früher und bei uns zusätzlich der angeblich erhöte CO2 Effekt vor zu starker IR Abstrahlung schützt, wie kann es dann so kalt werden, hmmm? Ich sags euch, bevor euch noch vor Weihnachten der Schädel platzt: CO2 kann das Klima nur minimal beeinflussen und die nächtliche Abbühlung gar nicht messbar. Aber freut euch, es kommen auch bald wieder ein paar...

    • co2goodforlife, vor 1248 Tagen, 4 Stunden, 22 Minuten

      zu warme Tage auf uns zu. Die wärmsten Weihnachten im 20. Jh. gabs übrigens 1967 (siehe ZAMG, +16°C in weiten Teilen Ösireichs)und jetzt schauts, dass ihr euch über die Feiertage etwas bildet, damit ihr ab 2010 ohne "Erziehungsberechtigte" diskutieren könnt.

  • rainer - seh ich auch so: wir sind die begünstigten

    oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 35 Minuten

    und genau daher lass ich mir das leben nicht von den suderanten vermiesen. 1. weil ich die schreckensszenarien nicht glaube ung 2. weil - sollten sie doch kommen, dann hab ich bis dahin wenigstens noch gelebt während sich die miesmacher bis dahin schon längst zu tode gefürchtet haben. da aber bisher keiner der prophezeiten weltuntergänge stattgefunden hat glaub ich auch an die aktuelle vorschau nicht.

    • gehört als antwort zum kommentar

      oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 32 Minuten

      von rainerz - weiter unten.

    • übrigens meint auch der hamburger meterologe

      oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 20 Minuten

      von storch dass wir uns da von spekulationen verunsichern lassen. weil es keine gewissheiten gibt. und insofern erinnert das szenarion hier frappant an die themen waldsterben, vogelgrippe, schweinegrippe, bienensterben etc etc.

    • rainerz, vor 1248 Tagen, 4 Stunden, 31 Minuten

      ich wollte schon weg sein, entschuldigung ;-)
      Es ist ziemlich überflüssig, was du da schreibst, und genaugenommen überflüssig, dass ich das anmerke. Aber was mich interessieren würde, was treibt dich, hier deine Arie zu schmettern, musst du dir doch Mut zutrinken? (Falls welche kommen sollten!! *rofl*)
      Nenne mich ruhig Suderanten, das bin ich gewohnt. Von jemandem, der Vogelgrippe und Klimawandel durcheinander bringt, ist nichts anderes zu erwarten.
      Gewiss ist, dass es auch uns früher oder später wieder einmal erwischen wird. Wie, wann, und wegen was, ist in der Tat ungewiss.
      Manche meinen, man könne Verantwortung übernehmen, manche meinen, man könne das sowieso nicht. Ich glaube, "Verantwortung" ist ein zu großes Wort, dafür ist der Mensch meistens viel zu dumm.

  • die welt ist in den letzten 30 jahren schon so...

    oder, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 4 Minuten

    ...oft untergegangen

    dass schön langsam die glaubwürdigkeit der propheten angezweifelt werden darf. dank der medien die ja nur bad news als good news brauchen wurde schon so oft 5 vor 12 attestiert dass ich deren glaubwürdigkeit noch hinter jener der rating agenture stufe. wir sind schon im atomstreit zwischen usa und russland gestorben, dann ist der wald gestorben, dann die bienen und das hat zur nahrungskatastrophe gefürt, dann haben uns die gentechnisch veränderten pflanzen umgebracht, dann die vogelgrippe, zuletzt noch die schweinegrippe und jetzt das klima. und ich hab sicher noch ein paar der bisherigen schreckensszenarien vergessen. unlängst hat die dr. kolb, klimaexpertin der BOKU gemeint dass wir noch ca 10 jahre zeit hätten und bis dahin müssten wir was ändern. und der glaub ich weil die hat auch gute gründe für ihre einschätzung genannt und nicht wie die experten in den medien und auch hier immer nur den weltuntergang prophezeit bzw. das schiff am eisberg zerschellen lassen. daher werd ich für mich weiterleben wie bisher, das leben geniessen und die suderanten keppeln lassen bis sie schwarz oder was auch immer werden. nur glauben werd ich nur das was auch nachvollziehbar...

    • rainerz, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      Manche meinen, man habe irgendeine Verantwortung für Veränderungen, andere sind der festen Überzeugung, man könne sowieso nie etwas tun, wieder andere meinen irgendwas dazwischen. Das ist immer so, nicht nur im sogenannten "Umweltschutz". Wir gehören bisher, und vielleicht auch noch auf weiteres, zu einer Gruppe von Begünstigten.

  • diefackel, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

    Die "Diskussion" zwischen Befürwortern und Gegnern der durch wissenschaftliche Fakten doch ziemlich gut untermauerten Theorie vom durch Treibhausgase induzierten Klimawandel mutet an wie eine Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob man mit einem Schiff einen anderen Kurs steuern soll, wenn man augenscheinlich auf einen Eisberg zufährt: Vernünftiges und verantwortungsbewusstes Handeln gebietet es nämlich in einem solche Fall, kein Risiko einzugehen und Rechthaberein hintanzustellen.

    • na dann fang mal an

      oder, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 2 Minuten

      am besten bei dir. weil ich kann solchen scheiß schon nicht mehr hören. diese arrogante rechthaberei nervt und mindert schon allein durch die art des forderns die glaubwürdigkeit. so argumentiert nur einer der keine vernünftigen argumente hat.

    • diefackel, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 1 Minute

      Konkret worin siehst du die mangelnde Vernunft meiner Argumentation?

    • rainerz, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 55 Minuten

      soweit ich "oder" und die Anderen verstanden habe: Ihr findet, dass es den Treibhauseffekt nicht gibt, ist es das?

    • rainerz - ich zweifle nicht an den treibhauseffekt

      oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 26 Minuten

      aber ich bezweifle die dramatik der vorhergesagten auswirkungen. bisher ist noch kein problem so gekommen wie es medial angekündigt wurde. oder die probleme wurden vorher gelöst. und ich glaub auch hier dass die auswirkungen für uns bei weitem nicht so schlimm sein werden wie medienwirksam angekündigt.

    • >oder

      diefackel, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

      Damit betreibst du aber lediglich Medienkritik, ohne dich mit den eigentlichen Fakten auseinanderzusetzen - und in Wahrheit befindet sich d in Glaube, dass es nicht so schlimm kommen wird, wie medial kommuniziert, auf genau der gleichen Ebene wie der kritiklose Glaube an Medienmeldungen ...

  • diefackel, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 14 Minuten

    Die "Diskussion" zwischen Befürwortern und Gegnern der durch wissenschaftliche Fakten doch ziemlich gut untermauerten Theorie vom durch Treibhausgase induzierten Klimawandel mutet an wie eine Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob man mit einem Schiff einen anderen Kurs steuern soll, wenn man augenscheinlich auf einen Eisberg zufährt: Vernünftiges und verantwortungsbewusstes Handeln gebietet es nämlich in einem solche Fall, kein Risiko einzugehen und Rechthaberein hintanzustellen.

  • Vom Treibhauseffekt

    rainerz, vor 1248 Tagen, 8 Stunden, 48 Minuten

    ist unser gewohntes Leben auf der Erde abhängig. Nicht nur, dass es ihn einfach gibt, "höheres" Leben in der Art des unseren konnte sich nur wegen ihm entwickeln. CO2 ist eines der Treibhausgase.

    • "Kinder erzählen..."

      co2goodforlife, vor 1248 Tagen, 8 Stunden, 19 Minuten

    • rainerz, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 59 Minuten

      CO2 ist eines der Treibhausgase, der Anstieg der CO2 - Konzentration in der Atmosphäre wegen des Verbrauchs fossilen Kohlenstoffes ist ein völlig natürlicher Prozess. Was genau passieren wird, wissen wir nicht. Es wird Gewinner und Verlierer geben. Verlierer haben es sehr ungemütlich. Wie werden sie reagieren? So oder so, mit denen werden wir fertig.

    • funzerl

      oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 58 Minuten

      seit der CO2 anteil steigt geht es uns wirtschaflich auch besser. also schlussfolgerung: je mehr Co2 desto besser geht es uns. so in etwa zieht ihr miesmacher eure schlüsse. einfach saublöd. und wers nicht glaubt ist ein böder klimaschädling und die regierung ist überhaupt an allem schuld. wen wunderts dass diese argumente keiner mehr ernst nimmt.

    • rainerz, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 46 Minuten

      hihi

    • sonderbar, "oder" -

      mantispa, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 44 Minuten

      in sechs minuten so ein totaler schwenk? den hätte ich dir nicht zugetraut.

    • martin

      oder, vor 1248 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

      ich wundere mich wo du da einen schwenk herauslesen kannst. oder solltest du nicht mitbekommen haben daß das argument von wegen je merh CO2 desto besser leben wir etwas sarkastisch gemeint war. ich zweifle nach wie vor an den aussagen wonach es 5 vor 12 wäre. das halt ich für eine von zig übertreibungen mit denen medien ihre auflagezahlen gepuscht haben. diese halbgebildeten journalisten sind die schlimmsten klugscheißer auf gottes erde.

  • Erfroren sind schon viele!

    tabernakelwanze, vor 1248 Tagen, 8 Stunden, 55 Minuten

    Aber "erschwitzt" ist noch niemand!

    • diefackel, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

      Genau - an Hitze ist bekanntlich noch nie jemand gestorben, auch ertrunken ist noch nie ein Mensch. *lol*

    • Ja!

      pepperbird, vor 1248 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

      Wir haben auch noch nie was davon gehört, dass jemand verdurstet wäre. Sonnenbrand und Sonnenstich sind auch so eine Erfindung der Klimamafia!

  • Was uns diese unselige Debatte bringen wird

    cyana, vor 1248 Tagen, 17 Stunden, 16 Minuten

    vorallem Atomkraftwerke, Italien hat ja den Reigen eröffnet. Die geniale Idee der CO2-Emmissionszertifikate wird die Atomenergie wieder salonfähig und auf kurze Sicht rentabel machen.

    Um die Rolle des maritimen CO2 zu verstehen, sollten IPCC-Anhänger wenigstens die unbestrittenen Zahlen akzeptieren.

    In den Ozeanen sind etwa 38.000 Gigatonnen CO2 gelöst. In der Atmosphäre derzeit ca. 750 GT, in der Biomasse 550 GT und in der Landmasse 1.500 GT. Das ist die Verteilung des irdischen CO2 in den wesentlichsten Kompartments.

    In den 1.500 GT sind sämtliche bekannten fossilen Brennstofflager inkludiert. Würden alle Lager sofort verbrannt, würde sich der CO2 Gehalt der Atmosphäre allenfalls verdoppeln, also etwa auf 700-800 ppm. Das ist hoch, aber reicht bei weitem nicht an die üblichen Werte der Erdgeschichte heran - der Durchschnitt der vergangenen 600 Mio. Jahre liegt etwa bei 2.500 ppm, wir leben also derzeit in einem CO2 Minimum. Ähnlich niedrige CO2 Werte gab es zuletzt im Perm, also etwa vor 300 Mio. Jahren.

    • wenn man sich nichtmal auf die baumringmessung für daten der...

      albundyfan, vor 1248 Tagen, 10 Stunden, 55 Minuten

      ...letzten paar jahrhunderte verlassen kan

      wie kannst du dann aussagen für ablagerungen vor 300 millionen jahren ernsthaft als nachweisbar richtig ansehen?

      ich glaube da ist der unsicherheitsfaktor noch beiweitem größer.

    • ich bin da auch skeptisch.

      mantispa, vor 1248 Tagen, 9 Stunden, 13 Minuten

      aber im großen mags nicht völlig falsch sein. gemessen an der erdgeschichte lebten wir bis ca. 1780 in einem relativen co2-minimum, das kann sein. seither steigt der anteil aber dank unserer (unbedachten) technik. als ich in die schule ging, lernten wir "o,003% co2", d.h. angeblich 320-330 ppm. heute sinds angeblich 387. da wird übrigens auch klar, wie cyana (oder wars geologic?)benaupten kann. der co2-anstieg folge der erwärmung. diese erwärmung ist ein positiv rückgekoppelter prozess. der beginn der co2-zunahme (jetzt durch unser c-verheizen, früher ohne uns durch eiszeiten: vulkane blasen immer co2 aus, die wälder sind aber in der eiszeit sehr zurückgedrängt!) ist fast unmerklich - der starke anstieg folgt erst durch das kippen mehrerer prozesse (zb. permafrost-auftauen, ozeanausgasen) und steht uns bevor - von uns angestoßen, aber nicht mehr aufhaltbar - es sei denn durch riesige aufforstungen kalt gemäßigter waldgebiete, wo wir jetzt getreide, erdäpfel u.ä. anbauen. ginge also nur mit gewaltiger bevölkerungsreduktion. das muss jetzt den verantwortlichen langsam bewusst werden. die "heißere" erde kann eh nicht mehr so viele nahrungsmittel produzieren wie jetzt.
      man sieht: wir stehen vor ungeheuren problemen. kein wissenschaftler hat die, ehe sie auftauchten, vorhergesehen.

    • cyana, vor 1248 Tagen, 5 Stunden, 10 Minuten

      Dass der atmosphärische CO2 Partialdruck der Erderwärmung folgt, habe ich hier eingebracht, und das ist zumindest über die vergangenen 400.000 Jahre gut belegt. Wenn wir die CO2 Verteilung in den Kompartments betrachten, ist es auch nicht verwunderlich - über 90% des irdischen CO2 ist in den Ozeanen gebunden. Werden diese auch nur geringfügig erwärmt, werden bereits grosse Mengen freigesetzt.

      Schon aufgrund dieses Übergewichts der Ozeane kann die Litho- und Biosphäre keine nennenswerte Kontributation zum atmoshpärischen CO2 Partialdruck leisten.

  • euer Interviewer ist eine eigene Figur

    frescobaldi, vor 1248 Tagen, 21 Stunden, 46 Minuten

    er bezeichnet die AGW-Kritiker einfach als "Klimawandelleugner", bei denen besonders schrille Dinge vorkommen.
    Das ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit, ohne jeden Beleg unterstellt er den Kritikern "Leugner" zu sein, also als Menschen, die wider ihre eigene Kentnis etwas anderes behaupten.
    Das kann er natürlich nicht belegen, diese Bezeichnung "Klimawandelleugner" kommt aus dem juristischen Instrumentarium der Inquisition - wobei sich dieser Herr wohl auch noch als "aufgeklärt" vorkommt.
    Tatsache ist: GESCHUMMELT (so wie es jetzt aussieht) hat nur EINE Seite, die der AGW-These. Nicht alle selbstredend, aber einige der Einflußreichsten.
    Da wäre doch etwas Zurückhaltung und Bescheidenheit angebracht.
    Natürlich gibt es auch Gegner der Klimawandeltheorie, die kaum oder wenig Ahnung haben, aber es gibt jede Menge Befürworter der AGW-These die null Ahnung haben und CO2 für ein Giftgas halen.
    Und eine wissenschaftliche taube Nuss wie Al Gore mit seinem Propagandafilmchen hat auf Kritikerseite keinen Nobelpreis bekommen.
    Also lieber ORF - immer schön die Proportionen beachten - die Zeiten werden sich auch wieder ändern.

    • Man muss Geduld haben.

      iggi, vor 1248 Tagen, 19 Stunden, 53 Minuten

      Die beden Storch-Artikel sind ein Riesenfortschritt wenn man bedenkt wie noch vor einem Jahr hier blind die Presseaussendungen von WWF und Greenpeace abgedruckt wurden. Man kann auch von der Redaktion weder Fachwissen noch couragierten Aufklaerungsjournalismus erwarten.

    • Eigentlich egal...

      wilf123, vor 1248 Tagen, 18 Stunden, 48 Minuten

      wie man sie bezeichnet. Jedenfalls sind Klimaleugner geistig verwirrte und verführte Individuen, die aber in dem Wahn leben als einzige recht zu haben. Dass ihr euch über die Storch-Artikel freut hat anscheinend mit eurer selektiven Wahrnehmung zu tun, die alles ausklammert, was eurem Wahn widerspricht:

      Interview Hans von Storch mit der "Zeit":

      http://www.zeit.de/wissen/2009-12/klimadebatte-storch?page=1

      "Und deshalb ist eine Spannbreite von zwei bis vier Grad Zunahme durchaus plausibel.
      ...
      Wir haben Restunsicherheiten, und wir müssen trotzdem handeln. Eine massive Emissionsminderung ist vernünftig, daneben sollte die Wirkung von Klimagefahren verringert werden.
      ...
      Ich bin ganz sicher, dass ein von Menschen ausgehender Klimawandel passiert, und dass wir den ernst nehmen müssen.
      ...
      Wir müssen uns aber über die ganze Breite der Maßnahmen klar werden und uns nicht nur auf die Reduktion der Emissionen beschränken. Das ist bitter nötig, Anpassung an die Gefahren aber auch."

    • @wilf123

      antonjesus, vor 1248 Tagen, 18 Stunden, 15 Minuten

      AGW war gestern!

      Such dir einen neuen Job.

      http://www.youtube.com/watch?v=ToYWrHuNFTE

    • antonjesus, vor 1248 Tagen, 17 Stunden, 35 Minuten

      wahrscheinlich arbeitest du für eine der untalentierten PR-Agenturen,die in den letzten Jahren unsere @scienceredaktion mit diversen pseudowissenschaftlichen Artikeln versorgt haben!

    • @wilf123

      iggi, vor 1248 Tagen, 16 Stunden, 10 Minuten

      "plausibel" ist viel, darunter die IPCC szenarios, welche Storch einmal so definierte:
      “plausible, moegliche, intern konsistente, aber nicht notwendigerweise wahrscheinliche zukuenfte” (aus dem englischen rueckuebersetzt).

      du solltest dir auch den von Storch hier eingebrachten link ueber POSTNORMALE wissenschaft mal ansehen, plausibilitaetskalkulus nachlesen, wirtschaftslehre u.v.a.m

      aber vermutlich ist es einfacher, andere als 'geistig verwirrt' zu bezeichenen wenn sie mit dem von dir geglaubten nicht sofort und dir offensichtlich uebereinstimmen.

      http://climatesci.org/2008/05/30/review-of-cotton-and-pielke-2nd-edition-by-hans-von-storch/

    • @wilf123

      frescobaldi, vor 1248 Tagen, 12 Stunden, 43 Minuten

      Du benützt auch diesen Begriff "Leugner" ohne dich mit den inquisitorischen Implikationen des Begriffes auseinanderzusetzen. Das ist keine wissenschaftliche (meteorologische) Frage, das ist eine geistesgeschichtliche Frage.
      Ich will nicht mit gleicher Münze heimzahlen, woher sollte ich wissen ob du vielleicht geistig verwirrt bist.
      Besonders helle beim lesen dir kritisch erscheinender Beiträge bist du nicht.
      Auch die von dir konstatierte "Freude über das Storch Interview" kann ich bei meinem Beitrag nicht entdecken. Storch ist Anänger der AGW-These, nur einer von der ernsthafteren, nicht von der Savanorolamanie befallenen Fraktion - was ich schätze.
      Aber auch diese Unterscheidung ist für dein manichäisches Weltbild sichtlich zu komplex.

  • tuts euch da nicht anflamen

    wienerwasserwerke, vor 1249 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten

    There's probably no Climate
    now stop worrying
    and enjoy your life