
Eiszeitgewächs überlebte 13.000 Jahre
Ein Forscherteam um Jeffrey Ross-Ibarra an der Universität von Kalifornien in Davis entdeckte das hölzerne Gewächs in den Jurupa Hills von Riverside County.
Die Studie "A Pleistocene Clone of Palmer's Oak Persisting in Southern California" ist im Open-Access-Journal "PLoS ONE" erschienen.
Die Jurupa-Eiche, wie die Wissenschaftler den Busch nannten, gehört zur Spezies Quercus palmeri oder Palmers Oak. In einer Studie stellen sie ihren Fund als "eines der ältesten Gewächse" der Erde vor.
Selbst geklont
Den Klimawandel von der letzten Eiszeit bis ins 21. Jahrhundert bewältigte die Jurupa-Eiche offensichtlich mit Hilfe eines Tricks: Sie klonte sich selbst. Das folgern Ross-Ibarra und Kollegen sowohl aus ihrer Form als auch der fehlenden Eichel-Produktion.
Statt sich über Samen (Eicheln) fortzupflanzen, nutzt die Juruba-Eiche die in Kalifornien häufig vorkommenden Buschfeuer zum Klonen, schreibt das Team. Aus ihren verkohlten Stämmen sprießen nach einem solchen Brand neue Triebe, die extrem langsam wachsen und eine Länge von über 20 Meter erreichen können. Aus den Ringen dieser Ableger errechneten die Experten jetzt das Alter der Eiszeit-Eichen.

Sollten weitere Studien die Zahl von 13.000 Jahren erhärten, wäre die Jurupa-Eiche unter anderem 10.000 Jahre älter als der älteste kalifornische Redwood-Baum.
science.ORF.at/dpa


