Standort: science.ORF.at / Meldung: "Ökosysteme wandern pro Jahr halben Kilometer"

Bucht von San Francisco, Grafik zur Geschwindigkeit der Ökosystem-Wanderung

Ökosysteme wandern pro Jahr halben Kilometer

Mit der weltweiten Klimaerwärmung wandern auch die Ökosysteme. US-Forscher haben errechnet, mit welcher Geschwindigkeit: Sie gehen davon aus, dass sich Fauna und Flora pro Jahr rund einen halben Kilometer verschieben werden.

Klimawandel 23.12.2009

Die Wissenschaftler um Scott Loarie von der Carnegie Institution in Stanford (US-Bundesstaat Kalifornien) haben auch mehrere Karten zum Tempo der Änderung angefertigt.

Die entsprechende Studie "The velocity of climate change" ist am 24.12. in "Nature" erschienen.

Nach Norden und nach oben

Organismen sind mehr oder weniger an bestimmte Temperaturen und andere Klimaverhältnisse gebunden. Besonders Pflanzen und Tiere mit einem engen Toleranzspektrum zwingt der Klimawandel zu einem wahren Rennen. Wird es global wärmer, so verschieben sich so ganze Ökosysteme beispielsweise in Richtung der Pole oder auch in höher gelegene Regionen.

Laut den Berechnungen, ausgehend von derzeitigen Messungen und Prognosen, prognostizieren die Forscher eine durchschnittliche Geschwindigkeit der Verschiebung der Systeme um 0,42 Kilometer pro Jahr für das 21. Jahrhundert.

Dabei ist diese Geschwindigkeit in der Ebene höher - teilweise über einen Kilometer pro Jahr - und in Gebirgsregionen entsprechend geringer.

Grafik der Bucht von San Francisco in Kalifornien

Die Forscher haben eine Weltkarte für die zu erwartenden Wanderungsbewegungen der Ökosysteme erstellt. Oben zu sehen ein Beispiel: der Blick auf die Bucht von San Francisco in Kalifornien Richtung Süden. Blaue Farben markieren geringere Geschwindigkeiten, rote höhere.

Pflanzen sind nicht so schnell

Insgesamt wird ein Drittel der Ökosysteme sich derart rasch verschieben, dass vor allem viele Pflanzen nicht mitkommen werden, ihre Migrationsgeschwindigkeiten sind geringer, so die Wissenschaftler. Dazu kommt, dass der Mensch durch seine Eingriffe gleichsam Barrieren errichtet hat.

Viele natürliche Systeme sind nur noch in abgegrenzten Reservaten erhalten, Verschiebungen sind so gut wie ausgeschlossen. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass nur ein Zehntel dieser geschützten Areale in den nächsten 100 Jahren den Klimawandel in ihren Grenzen überstehen wird.

science.ORF.at/APA/dpa

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Forum

 
  • Oh großer ORF!

    tabernakelwanze, vor 780 Tagen, 11 Stunden, 1 Minute

    Auch heute danken wir Dir wieder demütigst für diese tägliche Klimalüge!

    • mantispa, vor 780 Tagen, 9 Stunden, 35 Minuten

      uije, totale themenverfehlung. keine spur von "klima"-lüge! die "wanderungen" müsstest halt dann irgendwie erklären ohne kl.

    • mantispa, vor 780 Tagen, 9 Stunden, 26 Minuten

      ah, jetzt seh ich erst, was du meinst. die us-forscher "errechneb, wie schnell sich die ökosysteme verschieben werden". das ist natürlich us-schlafmützigkeit - da gibts nichts zu berechnen, diese wanderungen sind seit vielen jahren aktenkundig, zb. botan. inst. univ. innsbruck.
      so genau hab ich das gar nicht mehr gelesen - die ami bringen meist was auf, was andere schon wissen.

    • rainerz, vor 780 Tagen, 5 Stunden, 56 Minuten

      Doch, Galilei hat gefordert "berechnen"!

    • Die alternative Perspektive ist auch nicht schlecht,...

      neutrino, vor 780 Tagen, 4 Stunden, 22 Minuten

      http://www.secret.tv/artikel5051537/Die_Klimaluege
      .:.

    • ah danke, neutrino,

      mantispa, vor 780 Tagen, 3 Stunden, 54 Minuten

      das ist ja offenbar die quelle, woraus die klimalügner, -leugner, -sünder, -abwiegler und -verharmloser ihre weisheiten beziehen oder abkupfern bis zum wörtlichen zitat. na gut zu wissen.

    • ...noch eins drauf,...;-)

      neutrino, vor 780 Tagen, 3 Stunden, 6 Minuten

      http://weibel.blog.de/2009/12/18/sekte-weltregierung-entsteht-7597283/
      .:.

    • http://www.globalclimatescam.com/

      neutrino, vor 780 Tagen, 16 Minuten

      .:.

    • Die Zeichen der Zeit,...

      neutrino, vor 779 Tagen, 21 Stunden, 7 Minuten

      Video: http://tinyurl.com/yfphwqm
      .:.

  • Klimawandel

    weihnachtsgans, vor 781 Tagen, 6 Stunden, 14 Minuten

    ... scheint als habe die Industrie/Wirtschaft vorrang vor der Natur. Und viele Leute (und Firmen/Aktionäre) meinen immer noch, dass ja eh nichts mit dem Klima passieren wird.
    Also produzieren die USA und die Chinesen weiterhin um die Wette und pfeifen auf den Umweltschutz.

    • aasgeier, vor 781 Tagen, 3 Stunden, 48 Minuten

      Arnies Kalifornien ist aber in Sachen Umweltschutz nicht mit dem Rest der USA vergleichbar. Nur hat er halt wenig davon, weil in Kalifornien wie bei uns der Wind meist von Westen, also vom Meer kommt.

    • aasgeier, vor 781 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

      Die Ausnahme, die Santa-Ana-Winde (http://de.wikipedia.org/wiki/Santa-Ana-Winde) gab es übrigens schon sehr lange vor der Industriellen Revolution.

    • Weihnachtsgans,

      tabernakelwanze, vor 780 Tagen, 11 Stunden, 2 Minuten

      husch, husch ins Backrohr!

  • Der Titel sollte eigentlich z.B. lauten

    cudax, vor 781 Tagen, 10 Stunden, 49 Minuten

    "Manche Öskosysteme (oder nur Teilaspekte davon) könnten sich pro Jahr bis zu 500m verschieben ...."
    aber die (oft verfälschende, weil auch falsche Erwartungen hervorrufende) Vereinfachung ist ja das Brot des Journalismus und der Politik ... Hier noch ein sehr interessanter Vortrag zum Thema Klimawandel ... nur für Menschen empfohlen deren Tellerrand flexibel ist oder die ihren Horizont über das Maß der allg. Meinung zu erweitern bereit sind .... http://tinyurl.com/ye32sag
    peace&bottoms_up :)

    • der Weise ist ohne ein Wissen

      selbsteinwitz, vor 781 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

      der Lebenskünstler lebt das Leben,
      und so wünsche ich allen
      eine fröhliche und lebendige Zeit,
      ohne groß nachzudenken.

    • naja -

      mantispa, vor 780 Tagen, 11 Stunden, 42 Minuten

      "der weise ist ohne ein wissen" konnten vielleicht die veden, laotse oder (mit ironie noch) sokrates sagen, aber wir im abendland doch nicht.

  • weil oft gefragt wird:

    mantispa, vor 781 Tagen, 12 Stunden, 12 Minuten

    warum passen sich die lebewesen nicht an die neuen temp.-verhältnisse an? bzw.
    wieso bleiben organismen jahrmillionen ihrer vorzugstemperatur treu, so dass man von ihnen auf diese schließen kann?
    die antwort: die würden sich eh anpassen, haben aber meist die zeit nicht, weil sie ja von "unten" bzw. süden durch nachdrängende arten vorher verdrängt werden.

  • "Nach Norden und nach oben"

    slartibartfast, vor 781 Tagen, 22 Stunden, 34 Minuten

    wieso nur nach norden? das muesste doch auch nach sueden, naemlich richtung antarktis heissen. das phaenomen beschraenkt sich doch sicher nicht nur auf die nordhalbkugel?

    • Eurozentristischer Tellerrand-Journalismus ;-)

      iggi, vor 781 Tagen, 22 Stunden, 20 Minuten

      Mittlerweile sollten wir zumindest ein wenig froh sein dass es nicht kaelter wird.

      Tundra=*Hunger*
      Tropen= *MangoBanana*

      Wenn der Mensch wirklich einen 2 Grad Temperaturstieg verursachen kann, sollten wir hinsichtlich zu erwartender Eiszeit darueber jubeln.

    • jupiterxx, vor 781 Tagen, 17 Stunden, 59 Minuten

      Schon einmal den Globus angesehen und bemerkt wieviel mehr Wasser auf der Südhalbkugel anzutreffen ist, das sich weit weniger erwärmen wird und damit weit weniger Probleme haben wird als die Ökosysteme auf dem Festland? Die Wanderung der Ökosysteme wird nur dort geschehen, wo die grundsätzlich gleichen Bedingungen vorhanden sind (Einen Gebirgswald wird es auch nach Jahrhunderten ökologischer Wanderungen nicht auf dem Meeresboden geben).

      Schon einmal eine Tabelle angesehen, aus der abzulesen ist, wieviel Wasser eine um 2° erwärmte Luft mehr speichern kann und sich vorgestellt, daß diese Mehrmenge durch stärkere Regenfälle auf die Erde niederprasselt, wo sie höhere Hochwasser verurscht,.....?

      Also kein eurozentristischer Tellerrand- Journalismus (eurozentrisch hätte übrigens wohl auch genügt), sondern globalistisches Mitlesergeschreibsel (oder so ähnlich)

    • alpinzentrische

      iggi, vor 781 Tagen, 17 Stunden, 3 Minuten

      wirrniss.

    • die hier angesprochene wanderung

      mantispa, vor 781 Tagen, 12 Stunden, 24 Minuten

      von ökosystemen auf der südhemisphäre kann allenfalls in oder nach patagonien deutlich werden, zur not noch auf der südinsel neuseelands (die aufwärtswanderung in gebirgen detto + kilimandjaro und ein bisserl vielleicht auf tasmanien und in so-australien?).

    • bissi Afrika

      iggi, vor 781 Tagen, 12 Stunden, 3 Minuten

      gibts dann auch noch gell und die gesamte Meeresflora- und fauna ist kein Oekosystem, Freund der Berge ?

    • freilich

      mantispa, vor 781 Tagen, 11 Stunden, 29 Minuten

      fr.d. b.! bissl afrika hab ich eh erwähnt u. die marinem biozönosen absichtlich weggelassen (wegen der strömungen).

    • @jupiterxx, "globalistisches Mitlesergeschreibsel" ?

      slartibartfast, vor 780 Tagen, 10 Stunden, 42 Minuten

      klima, oh jupiter, das ist was globales. es beschraenkt sich nicht darauf, ob es morgen in oberuntertupfing regnet oder nicht.

      "die suedhalbkugel wird weiter weniger probleme haben, weil dort mehr wasser ist." soll das jetzt ein scherz sein? leben die suedhalbkugler denn alle auf pfahlbauten im meer? oder ist es nicht viel mehr so, dass dort, wo die suedhalbkugler auf dem festland leben, sie ebenfalls von einem klimawandel betroffen sein muessten? oder willst du zum ausdruck bringen, dass das viele wasser das festland vorm klimawandel beschuetzt?

    • mantispa, vor 780 Tagen, 8 Stunden, 39 Minuten

      auf der südhemisph. leben viel weniger leute. das viele meer wirkt ausgleichend auf viele witterungserscheinungen. zb. hört man selten was von wirbelstürmen dort. die inseln allerdings, die unterzugehn drohen, liegen mehrheitlich in der südsee. stärkere klimaveränderungen hat australien zu erwarten. auswandern müssen jedenfalls viel mehr menschen der nordhalbkugel, etwa ein stück landauf, wenns geht.

  • In den nächsten hundert Jahren 50 km.

    montaigne, vor 781 Tagen, 22 Stunden, 54 Minuten

    Das reicht noch immer nicht für den Weinbau in Skandinavien.

    • es kann sogar sein, dasss

      mantispa, vor 781 Tagen, 11 Stunden, 19 Minuten

      in europa kälter wird, wenn der golfstrom seinen geist aufgibt. der funktioniert ja angeblich nur dadurch, dass bei grönland salzreiches wasser durch kälte so schwer wird, dass es dorten absinken muss. wenns dort aber wärmer wird, hört die strömung auf.
      dann bleibt die hiez in der karibik, dem ami trifft der schlag und m-eu bleibt wintersportgebiet. ist aber durchs ipcc noch nicht gesichert.

    • Weinbau..

      broadarrow, vor 781 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      im Waldviertel würde schon reichen! Selbst wenn es nur ein rescher "Pragerstrassler" wird.

      Für Manti: die Temeraturen nördlich Grönlands sind ca -40°C, das reicht zum Absinken von Salzwasser, selbst wenn es dort mit nur -30°C kuschelig warm werden sollte.

    • ausserdem

      iggi, vor 781 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten

      verlangsamte der golfstrom besonders drastisch in der kaltsaison 1972/73 ('kommt die neue eiszeit ?') durch die bildung massiver suesswasserlinsen gespeist aus aufgestauter wintereisschmelze. das gleichgewicht aus salzgehalt, temperatur und spezifischem gewicht des meerwassers ist sehr labil, sodass es schwer ist, deterministische interpretationen/prognosen abzugeben. einige 'wissen' es natuerlich trotzdem immer sehr genau ;-)

    • @mantispa

      wilf123, vor 779 Tagen, 20 Stunden,

      Genau, und zwar empfindlich kälter.

      @iggi:
      Das Golfstromszenario sollte jeder kennen der sich mit Klimawandel beschäftigt. Wie auch ganz allgemein bei Klimamodellen gilt auch hier, dass ein eventuelles Kippen zwischen 2 stabilen Zuständen nicht genau vorhergesagt werden kann. Rein rechnerisch kann man die Folgen aber unter Umständen recht genau errechnen. Die beiden Dinge sollte man nicht verwechseln. Mein keineswegs aktueller Wissensstand ist, dass das Golfstromszenario in der Wahrscheinlichkeit etwas heruntergestuft wurde was die nähere Zukunft betrifft. Was mich keineswegs beruhigt.

    • rollingmill, vor 779 Tagen, 11 Stunden, 17 Minuten

      montaigne ist nicht informiert...

      http://www.sweden.se/eng/Home/Lifestyle/Food-drink/Reading/Swedish-winemakers-uphill-harvest/