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Menschen im digitalen Datenstrom.

Denken vernetzte Hirne anders?

Auch 2010 hat der New Yorker Literaturagent John Brockman mehr als hundert Künstler und Intellektuelle um sich versammelt und sie um Antworten auf die Frage des Jahres gebeten: Verändert das Internet die Art unseres Denkens?

Zukunftsfrage 08.01.2010

Das Medium, die Botschaft

Treffen einander ein paar Höhlenmenschen. Sagt der eine: "Wisst ihr was? Wir sprechen." Stille. Die anderen betrachten ihn argwöhnisch. "Was ist sprechen?", fragt ein zweiter. "Das ist das, was wir alle genau jetzt tun. Wir sprechen!" "Du bist verrückt", sagt ein dritter. "Von so etwas habe ich noch nie gehört." Sagt der erste: "Ich bin nicht verrückt! Du bist verrückt. Wir sprechen."

Bereits zum 13. Mal hat John Brockman namhaften Wissenschaftlern, Künstlern und Autoren zum Jahreswechsel knifflige Fragen gestellt. Anfang 2010 wollte er im Online-Forum "Edge" wissen:

Der Dialog stammt aus Brockmans Einführungsbeitrag zur jährlichen visionären Leistungsschau auf der Website "Edge" - und natürlich hat der umtriebige Autor und Netzwerker mehr damit im Sinn als steinzeitlichen Slapstick. Nämlich die Variation einer Idee, die auf den US-Philosophen Ned Hall zurückgeht. Hall meint, dass die großen Erfindungen der Geschichte sich von Anfang an besonders natürlich anfühlen, weil sie sofort von der Lebenswirklichkeit aufgesogen würden. So schnell, dass wir mitunter gar nicht bemerken würden, dass sich etwas fundamental Neues ereignet habe.

Die Entdeckung des Feuers, der Buchdruck, die Elektrizität wären naheliegende Kandidaten für diese Kategorie, Hall indes favorisiert die Erfindung des Sprechens als die größte aller historischen Errungenschaften. Brockman fügt hinzu: Das Internet könnte ihm diesen Rang streitig machen, weil es den Kern des menschlichen Denkens nachhaltig verändere: "Das Internet ist die unendliche Oszillation unseres kollektiven Bewusstseins, das mit sich selbst interagiert."

Generation Dummies?

Wie vorherzusehen steht Brockmans Eingangsdiagnose durchaus im Widerspruch zur Auffassung anderer Autoren. Andrian Kreye von der "Süddeutschen Zeitung" etwa attestiert dem Internet, "inhärent langweilig" zu sein. Es habe als technologischer Katalysator unser Leben zwar einfacher, schneller, zweckmäßiger gemacht. Mehr aber auch nicht. So gesehen sei von Revolution keine Rede.

Sein Branchenkollege Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der "FAZ", sieht das noch ein wenig pessimistischer. Er hat für "Edge" zwar keinen Originalbeitrag verfasst, ist aber per Verweis auf sein Buch "Payback" vertreten, worin er das Internet als Syndrom globalen Kulturverlustes und intellektueller Verflachung kritisiert.

Die These wurde - mit veränderten Schwerpunkten - auch von anderen ventiliert. Etwa von Nicholas Carr, der unter anderem im US-Magazin "The Atlantic" die Frage stellte: "Macht uns Google dumm?" Oder, etwas konkreter formuliert: Macht uns das Überangebot an Information zu ziel- und ankerlosen Wesen, die den geistigen Fokus verloren haben?

"Als ich Carrs Essay las", schreibt Larry Sanger, "dachte ich augenblicklich: 'Sprich doch über dich selbst!'" Sanger, als Mitbegründer von Wikipedia und Citizendium, ein ausgewiesener Kenner der Netzkultur, kann mit derlei kulturpessimistischen Thesen relativ wenig anfangen. Erstens, weil es ihm verdächtig erscheint, wenn sich einzelne zu Diagnostikern der Gesellschaft aufschwingen und anderen erklären, in welchem (beklagenswerten) Zustand sie sich befinden. Und zweitens, weil die These vom Kulturverlust impliziert, dass im Web globale Kräfte am Werk seien, denen sich keiner entziehen könne.

Ankerlos im Strom der Information?

Sanger, der stattdessen das Netzkollektiv mit "libertär-individualistischem" Blick betrachtet, ruft seinen Lesern in Erinnerung: Niemand zwingt uns, die Zeit stundenlang im Netz totzuschlagen, Trashsites zu konsultieren und Hoaxes für bare Münze zu nehmen. Den Abschaltknopf am PC zu drücken, sei immer noch unsere Entscheidung. Und wer das nicht schaffe, sei eben selbst schuld, nicht das Internet. "Wenn du das Gefühl hast, du wirst immer mehr wie ein Schaf - dann blöke dich selbst!"

Eine nette Persiflage auf den gedrängten Duktus der E-Mail- und Blog-Sprache hat Bioinformatiker George Church abgeliefert. Sein Beitrag "Sorry, John, keine Zeit, die Edge-Frage zu beantworten", ein fahriges Assoziationsgewitter mit rekordverdächtiger Linkdichte, kommt zu dem Schluss: "Die Antwort, mein Freund, weiß ganz allein der WWWind".

Die Realität schlägt zurück

Eine Reihe von Autoren haben Brockmans Frage ernst und wörtlich genommen und die menschliche Psyche in den Mittelpunkt ihrer Erörterungen gestellt.

Die beiden "Visual Artists" Eric Fischl und April Gornik etwa sehen eine Tendenz, die bereits mit der Verbreitung von Film und Fotografie eingesetzt habe. Schon diese hätten das Visuelle in einheitliche Formate gepresst, das Internet verstärke diesen Normierungsfluss - mit dem Resultat, dass echte "Erfahrungen durch Faksimiles ersetzt" würden.

Zu einer ähnlichen Diagnose, aber einem anderen Schluss kommt Brian Eno, Musiker, Komponist und Produzent. Er meint, dass gerade die permanente Verfügbarkeit digitaler Schattenerfahrungen zu einer Aufwertung des Authentischen geführt habe. "Ich stelle fest, dass die Leute den nichtreproduzierbaren Aspekten künstlerischer Arbeit mehr Aufmerksamkeit widmen." Das gelte im Übrigen auch für andere Berufe: "Buch- und Plattenläden, in denen die Verkäufer wirklich etwas von Büchern und Platten verstehen, werden häufiger."

Wir Kulturneuronen

Nicht fehlen bei der Suche nach Transformationen des Denkens darf freilich die biologisch inspirierte Theorie. William Tecumseh Fitch, ein an der Universität Wien forschender US-Biologe, sieht gewisse Ähnlichkeiten zwischen Internet und Nervensystem. Letzteres sei deswegen so bedeutsam, weil es Reizleitungen von Zelle zu Zelle möglich gemacht habe. Sie habe das Hormonsystem teilweise ersetzt, das nicht nur notorisch unscharf wirkt, sondern auch eine recht starre Befehlshierarchie aufweist.

Neuronen indes "sind Teamarbeiter, die Information aufbereiten und zu Gruppenentscheidungen kommen", meint Fitch - und betrachtet uns Menschen quasi als Kultur-Neuronen, als Teil eines "organisierten Kollektivs", das in ein "globales Gehirn" münden wird.

Alter Tanz für neue Hirne

"Vorwärts in die Steinzeit" wäre ein passender Titel für Helen Fishers Beitrag gewesen. Die Anthropologin von der Rutgers University findet, dass uns die sozialen Netzwerke des Internet an jenes Leben in Kleingesellschaften annähern, das unsere Vorfahren als Jäger und Sammler geführt haben.

"Wir glauben, es sei natürlich, eine völlig unbekannte Person in einer Bar zu treffen. Aber es ist viel natürlicher, davor schon ein paar Dinge über sie oder ihn zu wissen. Dating-Sites, Chatrooms und soziale Netzwerke stellen uns diese Details zur Verfügung. Sie ermöglichen es dem modernen menschlichen Gehirn, den Paarungstanz unserer Vorfahren fortzuführen."

"Gelallte Einfalt"

Ein recht ambivalentes Verhältnis zur modernen Informationstechnologie offenbart sich in den Beiträgen von Richard Dawkins und Aubrey de Grey. Dawkins ist bekennender Wikipedianer, hat aber etwas gegen die "LOL-interpunktierten Unterhaltungen" im Internet. Dabei handle es sich um "gelallte Einfalt, welche die sie übermittelnde Technik beleidigt." Positiv sieht der gestrenge Brite hingegen den Einfluss auf die Wissenschaft, ebenso habe die Demokratie von der globalen Vernetzung profitiert.

"Man sagt, Twitter spielt bei den Protesten im Iran eine tragende Rolle", schreibt der Autor des Bestsellers "Der Gotteswahn". Zwei Sätze später assoziert er sich zu "Ayathollas, Muhllahs, Päpsten und Televangelisten", die das Internet zu Fall bringen werde. Fazit: "Vielleicht gewinnt Tim Berners-Lee einmal den Friedensnobelpreis."

Gute E-Mail, böses Handy

Aubrey de Grey wurde der breiten Öffentlichkeit durch seine These bekannt, der Mensch werde dereinst mit Hilfe der Biotechnologie 500, ja sogar 1.000 Jahre alt. Er outet sich in seinem Text als ausgesprochener Freund der E-Mail-Kommunikation sowie als ausgesprochener Feind der Mobiltelefonie. Und das Internet habe Schuld daran, dass er seine Meinung auch nicht mehr ändern werde.

Zum Schluss noch ein paar Reaktionen im Schnelldurchlauf. Verändert das Internet die Art unseres Denkens? Steven Pinker: "Nein"; Terence Koh: "Ich weiß nicht, ob meine Antwort eine Antwort ist"; Steve Quarz: "Können wir noch nicht beantworten"; Andy Clark: "Was ist denn das für eine blöde Frage?"

Robert Czepel, science.ORF.at

Die "Edge"-Fragen der vergangenen Jahre:

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Forum

 
  • Die kollektive Realität,...

    neutrino, vor 860 Tagen, 11 Stunden, 46 Minuten

    bildet den Wissensstand des Internet denn der einzelne Suchende muss anhand seines eigenen Bewusstseins die bestmögliche Information daraus extrahieren, während der Durchschnitt sich meist nur am Oberflächlichen ergötzt, der Inspirierte hingegen fügt dem Netz stets neue Informationen hinzu,...also ist jeder selbst zuständig für seine intelligenten Handlungen im weitsichtigen Umgang mit solchen Medien sowie für seinen individuellen Denkprozess,...die allgemeine Tendenz geht ohnehin in Richtung holistische Wahrnehmung welches eines Tages auch das Kollektiv erreicht,...;-)
    .:.

  • Vernetzte Gehirne

    regow, vor 860 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

    - das klingt so nach Kabel im Kopf oder Funkchip.
    Wenn ich am Wirtshaustisch sitz und Kreis der Biertrinker Gedanken ausgetauscht und Sachverhalte hitzig diskutiert werden, bin ich (mein Gehirn) mehr vernetzt als wenn ich meine Email durchschau und im Internet was suche.
    Gut Twitter und das ganze Zeugs mag ein wenig interaktiver sein, aber an die persönliche Vernetzung von Angesicht zu Angesicht, kommt das nicht heran.

    • allgeier, vor 860 Tagen, 22 Stunden, 6 Minuten

      es sollte wohl trendige Wortwahl sein (die Leser verstehens schon recht ...)
      Stimmt, wie du es sagst.

  • Alles verändert die Art des Denkens,

    allgeier, vor 862 Tagen, 18 Stunden, 54 Minuten

    und diese ist in vieler Hinsicht kulturspezifisch. So gesehen ist das Internet nur ein Faktor von vielen.
    Gerade eben fallen mir die "Bibelwebseiten" ein (wo man sich z. B. über die Zeitgenossenschaft von Dinos und Menschen informieren kann ...),
    an denen sieht man schön die völlig unreflektierte Konsum-Mentalität gegenüber allem, Altem und Neuem, das dadurch nichts Neues sein kann.
    Erleichtert das Internet, Denken zu lernen? Nur, wenn man Glück mit dem Umfeld hat, und bei diesem Glück würde man ohne www lernen.
    Verblödet man per Internet? Unter Bedingungen, die sonst auch verblödend wirken, natürlich ja.
    Andererseits ist das Internet für solche wie mich etwas Besonderes, wenn man überlegt, seit wie kurzer Zeit erst unsereins das nutzt. Es ist keine Hirnwichserei, darüber zu reden.

    • gangart ! sagte das zirkuspferd ...

      eminence, vor 862 Tagen, 15 Stunden, 50 Minuten

  • Existenzrechtfertigungen

    brauser, vor 862 Tagen, 19 Stunden, 18 Minuten

    von ein paar oberlehrerhaften, geistigen Onanierern. Diese Herren gibts doch nur weil andere etwas sinnvoles oder nutzliches erfinden, dass sie zerreden und kritisieren können.

    • bilderrätsel

      eminence, vor 862 Tagen, 15 Stunden, 51 Minuten

      wo ist der fehler in diesem posting ??

    • agentbluescreen, vor 860 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten

      wo ist das posting in diesem fehler?

  • ja sie werden

    dino49, vor 862 Tagen, 20 Stunden, 57 Minuten

    dümmer und asozialer!

    • wäre zu ergänzen...

      selbsteinwitz, vor 862 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten

      die Masse wird mehr, auch das Wissen,
      und die Dummheit nimmt im gleichen
      Maße zu; ein Paradox?

    • freiwelt, vor 862 Tagen, 20 Stunden, 20 Minuten

      ein scheinbares... beispiel USA vs europa: der durchschnittliche bildungsgrad ist dort bekanntlich geringer als bei uns, die gesamtheitliche leistung in allen wissensbereichen, "auf die's ankommt" - also naturwissenschaften, medizin, technik, wirtschaft/finanzen/management - fuer uns europaeer uneinholbar. siehe nobelpreise. aber die philosophen, literaten, humanisten, historiker, politischen vor und andersdenker, kuenstler gibts immer noch bei uns

      fazit: zu treffen ist die unterscheidung zwischen organisationalem und individueller intellektueller leistung

      ferner die unterscheidung zwischen nuetzlicher und unnuetzer ... woraus man uebrigens die empfehlung ableiten koennte, sich auf die eigenen "kernkompetenzen" - europa also das unnuetze wissen - zu konzentrieren

  • freiwelt, vor 862 Tagen, 21 Stunden, 41 Minuten

    video killed the radio star - heiss es in den spaeten 70ern ... doch - wie so oft - kam es anders

    man wuerde auch meinen, dass das lesen literarischer werke, mit dem ansturm der audiovisuellen medien ausser gebrauch kommt. andererseits wird heute so viel geschriebenes verkauft und verfasst (man denke an diverse ueberbordende buechermessen) wie noch nie in der zuvor

    dann wiederum glaube ich mittlerweile, dass jemand wie ein robert musil oder thomas mann irgendwie nicht mehr moeglich sind heute. auch in der philosophie koennte ich mir vorstellen, dass es keine karl poppers, betram russels, ludwig wittgensteins (der fast nichts geschrieben sondern nur gedacht/geredet hat), jaques derridas, michel foucealut und heideggers mehr geben wird. aehnliches koennte man wahrscheinlich auch ueber universalgelehrte eines zuschnitts von friedrich heer, norbert elias oder eric hobbsbawm meinen ... all diese herausragenden auf universeller bildung und originellem, von aeusserlichkeiten scheinbar unbeeinflusstem denken beruhendem leistungen scheinen heute kaum mehr moeglich ...

    dann wieder: so what?

    vermutlich beruht unsere neigung denken als etwas individuelles, quasi heroisches zu sehen auf einem kulturellen interpretationsmuster, das - so wie alle kulturellen inhalte - von den unerbittlichen launen der geschichle durch anderes ersetzt wird....

    • die Denker von einst....

      selbsteinwitz, vor 862 Tagen, 21 Stunden, 28 Minuten

      sind die Plagiate der Neuzeit, wo es uns
      an den Visionären fehlt, dazu bedarf es keiner
      medialen Hilfe als nur des reinen Verstandes,
      mit dem Hintergrund, den wir Geist nennen,
      Nur, wo kann ein Geist sein, oder Kreativität
      wo sich der Mensch zum Homo
      oeconomicus, zum Roboter gewandelt hat.

  • "Verändert das Internet die Art unseres Denkens?"

    drmuffel, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 13 Minuten

    Bei der Majorität der Nutzer ganz offensichtlich - sie denken, sie wären durch google und Wiki's ausreichend gebildet, um im Kommunikationsbereich des Net dieses mit ihren so gewonnenen "Weisheiten" zuzumüllen.

    • :-)

      klausi025, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 1 Minute

      Bitte ... 2 Minuten Wiki und ich bin Experte! ;-)

    • solala, vor 862 Tagen, 21 Stunden, 28 Minuten

      Das findt man nicht in Google, das steht nicht in Wiki, daher gibts das auch net...

      Diese Argumentation führt dann zu einer Beschränkung auf dieses Wissen.

      Wiki ist und bleibt eines eine billige nichtsgende Bibel des Kaptialismus in dem die Autoren götlicher sind als Gott, Google die Katedrahlen des Kapitalismus, aufgebaut auf Luft, und Inhalteanbieter die Moral mit dem Löffelder Weisheit gefressen hat.

      Das das Ding in sich selbst zusammenbricht ist so sicher wie das Amen im Gebet, einizg die Frage wann, und wer räumt den Dreck hernach weg?

    • Wer solalas "Löffel der Weisheit" gefressen hat...

      antispam, vor 862 Tagen, 19 Stunden, 48 Minuten

      ...findet man glücklicherweise weder mit Google noch Wikipedia.
      Das ist so sicher wie das Amen in der KIRCHE, denn im Gebet kann man's schadlos weglassen.

  • die viel interessantere frage ist:

    xx13, vor 862 Tagen, 23 Stunden, 52 Minuten

    "Denken vernetzt Hirne anders!"

    Nat Neurosci. 2009 Nov;12(11):1370-1

    Training induces changes in
    white-matter architecture

    Jan Scholz, Miriam C Klein, Timothy E J Behrens & Heidi Johansen-Berg

    Although experience-dependent structural changes have been found in adult gray matter, there is little evidence for such
    changes in white matter. Using diffusion imaging, we detected a localized increase in fractional anisotropy, a measure of microstructure, in white matter underlying the intraparietal sulcus following training of a complex visuo-motor skill. This provides, to the best of our knowledge, the first evidence for training-related changes in white-matter structure in the healthy human adult brain.

    • ändert aber nichts am Imponiergehabe...

      selbsteinwitz, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

      wie man hier lesen kann, und da sind
      wir raus aus dem Netz, beim Affen!
      Kannst das übersetzen?

    • freiwelt, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 1 Minute

      aehm wie soll sich "white matter" vernetzen. dabei handelts sich doch um myelin - also neuronen bzw dendriten umgebendes gewebe, das lediglich der schnellen reizuebertragung dient - wenn ich das recht in erinnerung hab

    • @freiwelt

      xx13, vor 862 Tagen, 20 Stunden, 42 Minuten

      1. könnten sich natürlich auch neue axone gebildet haben oder die alten sich neu vernetzt haben
      2. "Denken vernetzt Hirne anders!" kann man auch mit betonung auf anders lesen, d.h. die axone verändern (offensichtlich) ihre struktur (wohl ihre myelinschicht)

  • smith, vor 863 Tagen, 1 Stunde, 40 Minuten

    ich glaube das internet wird da massiv überschätzt, und internet bedeutet in keiner weise vernetztes denken.
    vermutlich wurden vom telefon auch die schaffung eines neuen menschen erwartet :-)

    • suus, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 34 Minuten

      [... Hall meint, dass die großen Erfindungen der Geschichte sich von Anfang an besonders natürlich anfühlen, weil sie sofort von der Lebenswirklichkeit aufgesogen würden. So schnell, dass wir mitunter gar nicht bemerken würden, dass sich etwas fundamental Neues ereignet habe ...]
      Wir sind auch neue Menschen! Nur fällts kaum noch jemanden auf.

  • Was versteht man unter "Denken"?

    hämorrhoide, vor 863 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

    Was ist denn "Denken"? Denken Menschen z.B. in Entwicklungsländern anders als in Wohlstandsländern? Über das unterschiedliche Denken von Frauen und Männern gibt es endlos viel Literatur, und nachdem die dort gestellten Fragen unbeantwortet bleiben, ist diese Frage hier viel zu weit gegriffen, um eine ernsthafte Antwort geben zu können. (Wir leben ja schließlich doch bloß in einer Matrix!)

    • der Geist....

      selbsteinwitz, vor 862 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

      nimmt uns alle auf, auch das Denken, und dass
      wir dazu ein Gehirn brauchen,beweist wiederum
      seine Existenz.
      Andere (Einstein, Heisenberg u.a.) ziehen den
      Rückschluss, und verweisen auf die Elektronen,
      die elektromagnetischen Felder, die Quante etc.
      So wir uns noch mehr zurücklehnen in
      Gedanken, geraten wir raus, aus dem Verstand,
      und dort finden wir das, was sich nicht denken
      aber erfahren lässt - das Nichts.

    • das ist entscheidend -

      derbruckner, vor 862 Tagen, 21 Stunden, 47 Minuten

      mensch kann nicht nicht-denken. allerdings nicht nachdenken. zwei grundsätzlich zu unterscheidende dinge. und das netz ist ein vehikel zur unterstützung beim nachdenken, nix anderes. strukturell, seh ich da nicht viel veränderung - allerdings prozessual. es ist einfacher, weil quasi immer zur verfügung und auch quasi überall. so einfach ist das, denkt sich der bruckner.

    • er kann ....

      selbsteinwitz, vor 862 Tagen, 20 Stunden, 39 Minuten

      wo alles möglich ist, nur musst du
      dabei deine Person, das Analoge, die
      Ratio, die Materie so du sie wahrnimmst,
      beiseite lassen, und das geht wenn
      du in der Lage bist auf das Denken
      auch nur mal kurz zu verzichten,
      aber wer verzichtet, oder kann, was zu
      einer Sucht geworden ist.
      Die Genies haben es gekonnt, die
      Weisen und andere, und sie waren
      es weil sie die Gabe der Intuition,
      besessen, oder sich erarbeitet haben.