
Wassertropfen als Brandursache?
Diese Erkenntnis könnte auch für Wald- und Sonnenbrände bedeutsam sein.
Tropfen als Vergrößerungsglas
Die Studie "Optics of sunlit water drops on leaves: conditions under which sunburn is possible" von Ádám Egri et al. ist im "New Phytologist" erschienen.
Das Team rund um Gábor Horváth von der ungarischen Eötvös Universität hat für ihre Studie sowohl rechnerische als auch experimentelle Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, unter welchen Bedingungen Wassertropfen auf einem Blatt zu Verbrennungen führen können.
Diese ergaben, dass Tropfen bei Sonneneinstrahlung auf einer glatten Oberfläche, wie auf Ahorn- oder Gingkoblättern, keinen Schaden anrichten. Bei Pflanzen mit beharrten Blättern, wie etwa Schwingfarngewächsen, kam es aber sehr wohl zu Branddefekten. Die Haare halten den Wassertropfen oberhalb des Blattes und wirken dabei wie ein Vergrößerungsglas, so die Forscher.
Sonnenbrand auf haariger Haut
Dies bestätige zumindest teilweise die gärtnerischen Ratschläge. Auch für menschliche Sonnenbrände beim Baden könnte dieses Phänomen laut den Forschern verantwortlich sein, immerhin sei unsere Haut auch behaart.
Dass einzelne Wassertropfen in ausgetrockneten Regionen für Waldbrände verantwortlich sind, halten die Wissenschaftler allerdings für unwahrscheinlich. Bei entsprechender Hitze würden diese nämlich verdampfen, bevor sie einen Schaden verursachen können.
science.ORF.at


