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Ein Gruppe Menschen beim Wandern im Allgäu

Der "Wochenend-Effekt"

Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag sind Menschen besser gelaunt, sie fühlen sich fitter und haben weniger Beschwerden als an allen anderen Tagen der Woche - gleichgültig, ob sie als Arzt, Anwalt, Sekretär oder Hilfsarbeiter beschäftigt sind.

Lebenszufriedenheit 12.01.2010

Das ergab eine Studie der University of Rochester zur täglichen Befindlichkeit von arbeitenden Erwachsenen, die im "Journal of Social and Clinical Psychology" erschienen ist.

Glücklich am Wochenende

Für ihre Studie haben die Psychologen rund um Richard Ryan den Gemütszustand von 74 Erwachsenen zwischen 18 und 62 Jahren untersucht, die mindestens 30 Stunden pro Woche arbeiten.

Drei Wochen lang wurden die Teilnehmer drei Mal pro Tag - nämlich morgens, mittags und abends befragt. Dabei mussten sie Angaben zu ihrer momentanen Beschäftigung machen und ihre Gefühle wie Glück, Angst, Ärger, etc. auf einer siebenteiligen Skala beurteilen. Auch physische Symptome wie Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Erschöpfung wurden erfasst.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich Männer wie Frauen an Wochenenden durchwegs besser fühlen, physisch und psychisch. Dabei war es völlig gleichgültig, was und wie lange sie arbeiteten, ob sie viel oder wenig verdienten. Singles, Verheiratete sowie Getrennte aller Altersgruppen waren an ihren freien Tagen einfach zufriedener.

Alles ist besser

Um herauszufinden, welches Geheimnis hinter diesem positiven "Wochenend-Effekt" steckt, mussten die Studienteilnehmer einige Zusatzfragen beantworten. Sie mussten angeben, wie selbstbestimmt, wie kompetent und wie nahe sie sich umgebenden Personen im Moment der Befragung fühlten.

Die Forscher stellten fest, dass Wochenenden generell mit ausgeprägteren Gefühlen der Freiheit und der Nähe einhergingen. Erstaunlicherweise hielten sich die Teilnehmer in diesen Zeiträumen auch für kompetenter.

Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit

Laut den Autoren stützen die Ergebnisse die Grundannahmen der Selbstbestimmungstheorie. Diese besagt, dass Wohlbefinden in erster Linie von der Erfüllung bestimmter persönlicher Bedürfnisse abhängig ist, und zwar jenen nach Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit. Während der Arbeitswoche stehen die meisten jedoch unter äußeren Zwängen und Beschränkungen.

Die Studie wirft laut den Forschern die Frage auf, ob nicht die Arbeitsumgebung besser strukturiert werden könnte - nämlich so, dass sie Menschen mehr Gefühle der Autonomie, der Kompetenz und der Verbundenheit vermittelt.

science.ORF.at

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Forum

 
  • na das ist ja wohl logisch

    albundyfan, vor 858 Tagen, 16 Stunden, 49 Minuten

    unter der woche müssen die meisten:
    - früh aufstehen
    - die befehle von anderen menschen befolgen
    - oft dinge tun, die ihnen nicht gefallen und die sie ohne bezahlung niemals tun würden.

    der schluß, daß es einem an einem solchen tag schlechter geht als am WE wo der durchschnittsmensch genau das gegenteil tut ist doch eindeutig und braucht nicht geklärt werden.

  • Wenn es ausgerechnet die Selbstbestimmung ist, die...

    eudiktator, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 41 Minuten

    ...die Menschen glücklich macht, schaut es düster aus für unsere Zukunft. Leider müssen wir jeden Tag ein großes Stück mehr davon opfern um der Diktatur der Wirtschaft besser folgen zu können. Dabei ist nicht das Geld, dass uns nach Abdeckung unserer Grundbedürfnisse übrig bleibt, als Luxus zu betrachten sondern einzig und alleine die Freizeit die uns bleibt nach dem wir unser tägliches Brot verdient haben. Manche Menschen leben so vorsichtig, dass sie fast wie neu sterben. Anderen bleibt durch ihr umfangreiches Arbeitsleben keine Zeit mehr um ihr Geld auch auszugeben. Sie schaffen einzig und alleine die Grundlage für das unbeschwerte Leben ihrer Erben.

    • do you know the cost auf your buys???

      rayoflight, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 20 Minuten

      tja dem diktat der wirtschaft und der konsumwelt unterwerfen wir uns aber großteils selber. so gut wie jeder will immer mehr verdienen, mehr kaufen, mehr besitzen. das hat eben seinen preis - einen sehr hohen preis. das problem ist nur, dass es zumeist zu spät ist wenn die einsicht kommt............
      das problem an der sache ist halt nunmal aber, dass in armut zu leben auch nicht gerade zufrieden macht....so oder so es ist ein teufelskreis. vielleicht hilfts aber einfach mal etwas weniger haben zu wollen.

    • armut

      dasmic, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

      @rayoflight wenn man sich mit wenig zufrieden gibt, ist man auch mit weniger zufrieden ;)))

    • paradeiser, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 1 Minute

      Am Wochenende wird gepfuscht,da arbeitet man endlich für die eigene Tasche und nicht fürs Finanzamt und die Sozialversicherung.
      Das ist doch Grund zur Freude

  • Für ihre Studie

    hardliner, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 47 Minuten

    haben die Psychologen rund um Richard Ryan den Gemütszustand von 74 Erwachsenen zwischen 18 und 62 Jahren untersucht,…
    74? Na dann…

    • Genau lesen!

      berggott, vor 859 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

      In Österreich geht der Mann bzw.die Frau im Schnitt deutlich vor 60 in Pension. Wozu also Pensionisten bezüglich Wochenende befragen!!!?????

  • das einzige Problem ist

    bsoul, vor 859 Tagen, 8 Stunden, 33 Minuten

    dass montag soweit weg von freitag ist, freitag aber so nah am montag! (denkt darüber nach!)

    • inselderseligen, vor 859 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      jaja, ich denk eh schon nach !

  • ...hab i schon als Lehrling g`wusst....

    mnesn, vor 859 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

    ...hackeln is ooaa.ch !!!

  • deswegen gibts bier, bier bier, bier und der staat verdient...

    anemic, vor 859 Tagen, 10 Stunden, 40 Minuten

    ...auch noch dran.

    ist doch super!

    http://www.youtube.com/watch?v=yFEIWLJoT-4

  • saforge, vor 859 Tagen, 12 Stunden, 38 Minuten

    'Geheimnis hinter diesem positiven Wochenend-Effekt'.... pffffff.

    Mystisch, ein weißer Fleck in der Landschaft der Wissenschaft, erstaunlich und geheimnisvoll und sagenumwoben.

    Das Wochenende.

  • Jetzt wünsche ich mir...

    wikinger, vor 859 Tagen, 13 Stunden, 33 Minuten

    ...einen Lerneffekt für unsere Wirtschaft und die zivile Gesellschaft sowie Politik. Aber leider ist Weihnachten schon vorbei. Und in Zeiten "der Krise" mit tollen Sprüchen wie "Hauptsache Arbeit haben", sind wir noch viel weiter davon entfernt als vor vielleicht einem halbe Jahrzehnt. Schade, für uns alle.

    • gwuerzer2, vor 859 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      Extrem sinnvoll wäre z.B. eine "4 Tage Arbeitswoche". Viele Probleme könnten so auf einen Schlag gelöst, die Lebensqualität ganzer Generationen gleich um zig Prozent erhöht werden. Die Frage ist nur, wer das nicht will, und warum.

    • Wenn ich das beantworten darf:

      ljack, vor 859 Tagen, 12 Stunden, 33 Minuten

      Wer will das nicht:
      Die Reichen und Mächtigen.

      Warum?
      Damit sie reich und mächtig bleiben.

  • Wow!

    hosenbeisser, vor 859 Tagen, 13 Stunden, 41 Minuten

    Und wenn es regnet haben viele Leute einen Regenschirm mit. Aber sowas aber auch.

  • Diese Studie...

    16federerfan, vor 859 Tagen, 14 Stunden, 48 Minuten

    ..ist eine wissenschaftliche SENSATION !

    Endlich ist zweifelsfrei bewiesen, dass sich der Horacek Karli glücklicher fühlt, wenn er am Samstag abend mit a poar Achterl intus auf der Mutti liegen darf als wenn er am Montag morgen sich um 7:30 mit Brummschädel einen Anschiss vom Chef abholt, weil der Bericht nicht fertig ist.

    Potzderdaus !, wer hätte DAS gedacht ?