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Eine niesende Frau

Verbreitung wird nun genauer untersucht

Wie viele Menschen in den vergangenen Monaten an der sogenannten Schweinegrippe erkrankt sind, weiß niemand so genau. Schätzungen gehen in Österreich von 300.000 Krankheitsfällen aus. Einige Staaten wollen nun durch Bluttests auf H1N1-Antikörper in der Bevölkerung genauer feststellen, wie groß die Erkrankungswelle war.

Schweinegrippe 13.01.2010

"Ich bin irgendwie erschüttert, dass wir nicht einmal eine Idee davon haben, wie stark die Infektionsraten waren. Epidemiologen wissen nicht, ob fünf, zehn oder 20 Prozent angesteckt wurden", erklärte vor kurzem der Virologe Xavier de Lamballerie von der Universität in Marseille gegenüber "Nature".

Wellen gehen mehrmals um die Welt

Dabei wären genau diese Daten wichtig: A(H1N1) wird nämlich - das weiß man aus Erfahrungen mit anderen Influenza-Pandemien - wahrscheinlich in mehreren Wellen rund um den Erdball kreisen. Und da könnte man auf der Basis von genauen bisherigen Infektionsdaten das Ausmaß zukünftiger Belastungen für Gesundheitswesen, Gesellschaft und Wirtschaft genauer vorhersagen.

Nur bräuchte man dazu die Informationen über den bisherigen Verbreitungsgrad, die Verteilung der Schwere der Erkrankungen und genau auch über die Mortalität. Weil A(H1N1)-Infektionen in den meisten Fällen mild und teilweise sogar ohne Symptome verlaufen, sind Krankenstands- oder Patientenstatistiken bei Ärzten wahrscheinlich nur wenig aussagekräftig.

Ein Gutteil der Sterblichkeit infolge von Influenza-Infektionen wird in meisten Ländern traditionsgemäß nicht der Infektion, sondern Begleitkomplikationen wie Herz-Kreislauf-Versagen, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und andere Leiden. Damit fällt die Influenza als Todesursache oft einfach "unter den Tisch".

Projekte in Großbritannien und Frankreich

In Großbritannien wurde deshalb vom Medical Research Council und vom Wellcome Trust ein Projekt aus der Taufe gehoben: Statt wie normalerweise jährlich 650 bis 850 Personen zu beobachten sollen es jetzt rund 10.000 sein.

Eine Gruppe von 2.500 Menschen sollen auf Antikörper im Blut gegen A(H1N1) untersucht werden. Ein zweites britisches Projekt besteht darin, dass man Blutproben von 1.403 Spitalspatienten vor dem Ankommen der Pandemie in Großbritannien mit jenen von 1.954 Hospitalisierten nach Auftauchen der Influenza vergleicht.

In Frankreich sollen die routinemäßig gesammelten Blutproben von 30.000 Schwangeren nun auch auf A(H1N1)-Antikörper untersucht werden. Die Daten von jeweils 800 Frauen als wöchentliche Untergruppe sollen sehr schnell veröffentlicht werden. De Lamballiere: "Wir haben einen Basiswert, der auf etwa fünf Prozent Infizierte lautet."

In Österreich nichts geplant

Unklar ist, warum man nicht derartige Untersuchungen von allem Anfang der ersten A(H1N1)-Krankheitswelle an durchführte. Die Wiener Virologin Therese Popow-Kraupp erklärte vor Jahreswechsel: "Es ist wie eine etwas schwerer verlaufende Influenza (nach Erkrankungszahlen, Anm.) mit saisonalen Stämmen." In Österreich sei aber derzeit keine serologische Studie geplant.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • Pharmakonoptimierung

    ultimathule, vor 858 Tagen, 21 Stunden, 44 Minuten

    .. wenigstens auf diesen Unsinn, fällt das Gros der Bevölkerung nicht mehr rein.
    Dumm gelaufen, mit der geplanten Gewinnsteigerung.

  • wann wird endlich was gegen die wirklich

    cabriofahrer, vor 858 Tagen, 21 Stunden, 53 Minuten

    gefährlichen Grippevarianten getan die jährlich Hunderttausenden das Leben kostet und nicht gegen Varianten die ein paar Hundert tötet?

    x00.000 gegem xx

  • tja, lieber propagandafunk

    sowas11, vor 858 Tagen, 23 Stunden, 5 Minuten

    war wol eine fette ENTE, die pandemie.

    • Eigentlich ist Stöger reif

      alabere, vor 858 Tagen, 22 Stunden, 19 Minuten

      für den Rücktritt. Wer sich so über den Tisch ziehen lässt verdient unser Vertrauen nicht mehr.

    • himerus, vor 858 Tagen, 16 Stunden, 42 Minuten

      wieso über den tisch ziehen lassen? er hat doch icher nicht schlecht abgeschnitten. zumindest einflussreiche freunde wird es ihm beschert haben.

  • nawusch, vor 858 Tagen, 23 Stunden, 9 Minuten

    soso...scheinbar würden baxter und co die verbreitung der viren gerne optimieren...

    • solala, vor 858 Tagen, 22 Stunden, 18 Minuten

      Es genügt ja vollkommen neue Krankenheiten zu erfinden die sich nur mit teuren patentgesschützen Medikamenten heilen lassen.

      Einizges Kriterium, das vorkommen dieser Krankheit sollte sich ausschlißelich auf die zahlungskräftigen Länder beschränken, in Afrika und Co. funktioniert das mit der Gewinnmaximierung nicht ganz so Optimal.

    • nicht ganz so Optimal.

      fenris79, vor 858 Tagen, 20 Stunden, 4 Minuten

    • fenris79, vor 858 Tagen, 20 Stunden, 3 Minuten

      kommt nur auf das Verkaufskonzept an. Nestle>Babymilch in Afghanistan.