Standort: science.ORF.at / Meldung: "Elternschaft ist gut für den Blutdruck"

Elternschaft ist gut für den Blutdruck

Eltern haben einen niedrigeren Blutdruck als kinderlose Paare, wie eine US-Studie zeigt. Insbesondere bei Müttern wirkt sich Nachwuchs offenbar positiv auf den Kreislauf aus.

Medizin 15.01.2010

Werte messbar niedriger

Im Verlauf der Untersuchung maßen Psychologen bei knapp 200 gesunden, verheirateten Personen den Blutdruck über den Verlauf von 24 Stunden. Ergebnis: Kinderlose Personen hatten im Schnitt Werte von 121 zu 74, Eltern dagegen von 116 zu 71. Wesentlich deutlicher sei der Unterschied bei Frauen, berichten die Forscher in der Zeitschrift "Annals of Behavioral Medicine".

Bei den Müttern lag der systolische, obere Wert im Mittel um zwölf, der diastolische, untere um sieben Punkte niedriger als bei den kinderlosen Teilnehmerinnen. Andere Einflüsse wie Gewicht, Alter oder Tabakgebrauch zogen die Forscher bei ihrer Analyse in Betracht.

Gesunder Lebenssinn

"Die Erziehung von Kindern mag viele Sorgen bringen", sagt Studienleiterin Julianne Holt-Lunstad von der Brigham Young Universität im US-Bundesstaat Utah. "Aber aus dem Stress einen Sinn zu ziehen, geht mit besseren gesundheitlichen Folgen einher." Gleichwohl warnt die Psychologin davor, ihr Resultat bei der Familienplanung überzubewerten: "Die Resultate beziehen sich allein auf Elternschaft. Das heißt nicht, dass der Blutdruck umso besser wird, je mehr Kinder man hat."

science.ORF.at/APA/apn

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  • US Forscher haben herausgefunden....

    bravenewone, vor 755 Tagen, 21 Stunden, 58 Minuten

    Mich beschleicht lieder der Verdacht, dass diese Studie in dieses Klischee einzuordnen ist.
    1. Ob 100 Paare eine ausreichend große Grundgesamtheit ist(vor allem angesichts der ziemlich geringen Unterschiede in den Ergebnissen)?

    2. Kann es nicht sehr gut sein, dass eben dieser Unterschied bei den Frauen durch Berufstätigkeit zu erklären ist?

  • solala, vor 757 Tagen,

    Zwangsfleischbeschau, Zwangsimpfung, Zwangskindergarten, etc. bei sovielen Zwängen wird sich der Blutdruck sicher freuen, aber wahrscheinlich anders als hier gmeint?