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Üppige, tropische Vegetation.

"Ein bisschen Schlamperei täte der Natur gut"

Gefährdeten Tieren und Pflanzen fehlt oft vor allem eines: Lebensraum. Die meisten Arten sterben durch die Landwirtschaft aus. Der Münchner Zoologe Josef Reichholf erklärt im Interview die Ursachen des Artensterbens, dass Schüler zu wenig über die Natur lernen und warum Konrad Lorenz heute vielleicht nicht mehr zur Verhaltensforschung gefunden hätte.

Biodiversität 18.01.2010

science.ORF.at: Welche sind derzeit die größten Ursachen des Artensterbens?

Josef Reichholf: Global ist das zweifellos die Vernichtung tropischer Regenwälder und anderer tropischer und subtropischer Regionen zum Anbau von Futtermitteln und zur Erzeugung von Biomasse für Biokraftstoffe. Die Tropen sind mit Abstand die artenreichsten Regionen. Was dort an Fläche verschwindet, bedeutet den Verlust an Arten, die wir noch gar nicht kennen.

Porträt Josef Reichholf.

Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe Josef Reichholf war Professor für Naturschutz an der Technischen Universität München und leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München.

In Mitteleuropa haben wir die moderne Landwirtschaft, die Gülle ausbringt. Dadurch wird ein Großteil Mittel- und Westeuropas seit Jahrzehnten katastrophal überdüngt. Dies drängt die Artenvielfalt massiv zurück. Übrig bleiben Restbestände, die sich oft nicht mehr erhalten können, weil sie zu klein geworden sind.

Die Landwirtschaft ist also der Hauptverursacher?

Bei weitem. Alles andere – Siedlungstätigkeit, Baumaßnahmen, Verkehr, Industrie, Straßen – liegt da weit dahinter.

Welche Rolle für das Artensterben spielen der Handel mit seltenen Tier- und Pflanzenarten und die Jagd nach manchen Tieren?

Das ist sehr unterschiedlich. In einigen Bereichen hat sich der internationale Artenschutz positiv ausgewirkt. Der Leopard ist in Afrika wieder häufiger, seit man nicht mehr im Leopardenfellmantel herumläuft. Aber bei der weitaus größten Zahl der geschützten Arten ist der gegenteilige Effekt zustande gekommen: Alles, was begehrt war, hat weiterhin Begehrlichkeiten erweckt und wurde in den Schwarzmarkt abgedrängt. Gerade für hochgradig gefährdete Tierarten wird von entsprechenden „Liebhabern“ sehr viel mehr Geld bezahlt, als das in früheren Zeiten der Fall war.

Bei uns in Mitteleuropa sind viele Tier- und Pflanzenarten geschützt und damit gleichsam tabuisiert. Kinder- und Jugendliche haben viel seltener und oft überhaupt keinen Kontakt mehr mit freilebenden Tieren und Pflanzen, weil sie in der Schule nicht darauf hingewiesen werden. Lehrer brauchen für die Beschäftigung mit der Natur eine Ausnahmegenehmigung. Das ist absurd.

Wofür zum Beispiel?

Cover des Buches "Ende der Artenvielfalt?".

Josef Reichholfs Buch „Ende der Artenvielfalt? Gefährdung und Vernichtung von Biodiversität“ ist in einer Reihe von Büchern zu Nachhaltigkeitsthemen erschienen.

Mehrere der Bücher wurden dieses Semester bei der Vortragsreihe „Mut zur Nachhaltigkeit“ in Wien präsentiert, zu der auf science.ORF.at begleitend Interviews erscheinen. Reichholf referiert am 21. Jänner um 18 Uhr.

Weitere Interviews mit den Autorinnen und Autoren der Buchreihe:

Dafür, dass sie geschützte Arten im Unterricht zeigen dürfen. Alle Amphibien sind geschützt. Was früher im Schulaquarium bequem dargestellt werden konnte – die Entwicklung vom Froschlaich zur Kaulquappe und zum Frosch – bedarf heute einer Sondergenehmigung. Die Verwandlung einer Raupe über die Puppe zum Schmetterling ebenso – von wenigen Arten abgesehen, die die Lehrer aber dann nicht kennen. Das gilt auch für das Halten von Eidechsen in einem Terrarium.

Das sind Auswüchse, die dem Artenschutz sehr geschadet haben. Jugendliche und junge Erwachsene haben dadurch für heimische Arten keine Wertschätzung mehr. Man darf die Arten nicht sammeln; man darf nicht mal Federn sammeln, damit man eine Freude hat und was lernt. Das ist völlig in die falsche Richtung gegangen. Da wären Korrekturen zum Artenschutz notwendig.

Wie könnten die aussehen?

Da wo Schutz nachweislich zur Verbesserung der Lage der betreffenden Art geführt hat, ist er gerechtfertigt. Wo das aber nicht der Fall ist, wo zum Beispiel der Rückgang nicht mit dem Sammeln zu tun hatte, sondern etwa die Landwirtschaft Schuld war, sollten diese einschränkenden Bestimmungen aufgegeben werden. Denn nur das, was man schätzt, wird man schützen wollen. Was man nicht mehr kennen lernen darf, wird man aber nicht schätzen lernen.

Man wagt ja nicht mal mehr einen Blumenstrauß zu pflücken, während die Landwirtschaft von den Bestimmungen des speziellen Artenschutzes ausgenommen ist. Konrad Lorenz wäre in der gegenwärtigen Situation nicht mehr möglich. Er hätte als junger Mann keine Genehmigung bekommen, Dohlen oder all die anderen Tiere zu halten, und mit diesen Erkenntnissen zur Verhaltensforschung zu kommen.

Welche Tier- und Pflanzenarten sind derzeit am stärksten gefährdet?

Das sind in erster Linie Arten, die trockenwarme, magere Lebensräume besiedeln. Die ziehen sich zurück, weil durch die Überdüngung des Landes die bodennahen Verhältnisse durch die Verdichtung der Vegetation kühler und feuchter werden.

Was wären solche Lebensräume?

Das sind Hänge, Triften, früher auch Ackerraine, die Puszta im Seewinkel oder die Hainburger Berge. Diese Gebiete werden zum Teil weniger genutzt, wachsen dann zu und werden dichter, kälter und ungeeigneter für die bedrohten Arten. Das übrige Land, wird hingegen massiv gedüngt und zeigt im Bodenbereich ebenfalls diese kühlfeuchten Verhältnisse, die die meisten wärmeliebenden Arten nicht vertragen.

Obwohl durch das Düngen mehr Nährstoffe vorhanden sind, nimmt die Artenvielfalt also ab?

Das gilt an Land wie im Meer: Der Mangel ist die Mutter der Vielfalt. Da wo Mangel herrscht, sind die Arten gezwungen, sich anzupassen und mit wenigem auszukommen. Wo die Wiesen mager sind, sind sie voller Blüten unterschiedlicher Blumenarten. Wo sie durch Gülle oder Mineraldünger fett geworden sind, entsteht ein Einheitsgrün, das im Frühjahr einmal kräftig Farbe anlegt, wenn der Löwenzahn in Massen blüht, aber die bunte und duftende Vielfalt verschwindet.

Ähnlich ist es im Meer. Wo Nährstoffe in großem Umfang verfügbar sind, gibt es einige wenige Fischarten. Das Ökosystem ist hochproduktiv und nutzbar. Wo das Meer mager ist, wie im tropischen Korallenriff, haben wir die bunte Artenvielfalt. Doch die ganze Welt wird seit Jahrzehnten permanent überdüngt. Durch diese Eutrophierung verschieben sich die Artenspektren und einige wenige Arten gewinnen die Oberhand.

Der Wunsch, die Artenvielfalt zu erhalten, ist andererseits aber auch ein rein menschlicher. Aus ökologischer Sicht könnte man ja sagen, dass Arten immer schon ausgestorben sind.

Diese Frage ist in der Tat schwierig zu behandeln. Für viele Arten können wir gegenwärtig wirklich nicht sagen, wofür sie gut sind, aber das schließt nicht aus, dass später bedeutende Eigenschaften gefunden werden. Wer hätte vor der Entdeckung des Penicillins jemals die Idee gehabt, dass Schimmelpilze nutzbringend für Menschen sein könnten? Pflanzenzucht- und Pharmafirmen sind weltweit auf der Suche nach genetischem Material, nach Eigenschaften, die irgendwo in Tieren und Pflanzen versteckt sind und sich nutzen lassen.

Wie viel Erfolg versprechen Schutzmaßnahmen derzeit?

Radio Österreich 1 und science.ORF.at begleiten das Jahr der Biodiversität mit Schwerpunkten.

Webseite der UN zum internationalen Jahr der Biodiversität

Die Ausformulierung von Zielen lässt sehr zu wünschen übrig. Wir haben am Erdgipfel von Rio die Erhaltung der Biodiversität als Ziel beschlossen. In den letzten zwei Jahrzehnten ist aber weder im Hinblick darauf noch auf die Umsetzung von Nachhaltigkeit in wirtschaftliche oder gesellschaftspolitische Entwicklung Nennenswertes geschehen. Insofern muss man mit großer Skepsis in das Jahr 2010, das Jahr der Biodiversität, hinein blicken, ob es vielleicht nur ein Jahr der Worte bleibt und keine nennenswerten Taten folgen.

Auch wenn es schwer zu schätzen ist: Wie viele Arten gibt es auf der Erde und wie viele könnten aussterben?

Circa 1,8 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bis jetzt wissenschaftlich beschrieben. Ob es global zehn oder hundert Millionen Arten gibt, darüber kann man trefflich diskutieren, aber nichts Konkretes aussagen. Mit artenreichen Lebensräumen gehen erhebliche Prozentsätze an Arten verloren, die wir nicht kennen, weil wir bisher nur einen winzigen Ausschnitt des Artenspektrums erfasst haben.

Die nachgewiesenermaßen ausgestorbenen Arten betreffen in aller Regel große Tiere und ein paar Pflanzenarten, die auch leicht erkennbar sind. Bei solchen plakativen Arten geht die Rate des Aussterbens zurück, weil man sich für ihre Erhaltung einsetzt. Die Masse des Artensterbens fand im 17., 18. und zum Teil noch im 19. Jahrhundert statt, als auf ozeanischen Inseln Vögel wie der Riesenalk oder die Dronte tot geschlagen wurden.

Was momentan passiert, wissen wir nicht, weil sich das Aussterben im unbekannten, unsichtbaren Bereich vollzieht. Eines ist aber klar: Die Neubildungsrate von Arten ist viel geringer, als die Rate, mit der wir die Welt gegenwärtig verändern.

Auch manche Ökosysteme werden ja immer seltener.

Der Verlust der Biotope ist die Hauptursache für den Rückgang der Artenvielfalt, denn die meisten Arten, die verschwinden, werden nicht aktiv bekämpft. Sie gehen verloren, weil ihnen die Lebensräume entzogen werden.

Wäre der Schutz von Ökosystemen also wichtiger als der Schutz von Arten?

Der Schutz von Einzelarten lohnt eigentlich nur, wo es sich um große Arten handelt und wo die Jagd die entscheidende Größe darstellt. Ob Bären oder Wölfe bei uns leben dürfen, hängt nicht von der Qualität des Landes ab, sondern ob von der Bevölkerung akzeptiert wird, dass diese Tiere da sind. Durch den Schutz der Greifvögel ist eine Wiederkehr der Adler im Alpenraum möglich geworden. Aber die Kleinarten hängen von den Lebensräumen ab. Deswegen sind in unserer Kulturlandschaft durch die Neuschaffung geeigneter Lebensräume durchaus Chancen gegeben, dem Artenschwund entgegen zu wirken.

Wir könnte das funktionieren?

Indem man neue Teiche anlegt – Kleingewässer in Kiesgruben und Sandgruben. Man kann auch Teile der Landschaft verwildern lassen, wie das etwa in Frankreich gemacht wird. Wir neigen dazu, viel zu sehr alles genau zu regeln, zu hegen und zu pflegen. Ein bisschen Schlamperei würde der Natur oft sehr zugutekommen.

Mark Hammer, science.ORF.at

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Forum

 
  • freiwelt, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 47 Minuten

    viel gewonnen waere schon durch eine signifikante reduktion des fleischkonsums - weltweit, versteht sich. dieser hat eine desastroese oekologische bilanz, da pflanzenfressendes vieh bekanntlich ein vielfaches an aequivalenter biomasse bzw flaeche braucht, die dann der biologischen vielfalt nicht mehr zurverfuegung steht.

    unser hoher fleischkonsum hier in europa ist einer der hauptgruende fuer die zerstoerung des amazonischen regenwaldes, da diese grossteils fuer den anbau von soja - proteinlieferant in futtermitteln - erfolgt

    an den steigenden lebensmittelpreisen 2007 und 2008 konnte man ablesen, dass dzt leider genau das gegenteil der fall ist: der fleischkonsum steigt weltweit - v.a. in immer wohlhabenderen china.

    die tatsache, dass fleisch bekanntlich in groesseren mengen ungesund ist, ist derzeit leider unsere einziger motivation, weniger davon zu essen. an die infernalischen haltungsbedingugen denken nur die spinner und ueber die oekologie redet/moralisiert man gerne, tut im allg aber nichts, was das eigenen wohlbefinden einschraenken koennte.

    uebrigens; auch die ueberhand nehmende hunde- und katzenhaltung ist aus obigen gruenden oekologischer nonsens.

    • zlozale, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 34 Minuten

      mein kater ist kein ökologischer nonsense, er fängt sich sein fressen großteils selber, kriegt nur gelegentlich eins von den viel zu vielen eiern, die meine hendln legen. udn fleisch ist ein vernünftiger mensch ohnehin nur das, wo er die haltungsbedingungen des tieres vorher genau kannte - ich zumindest; das ist wie gesagt mein persönlicher luxus als landbewohner, wo viele bauern weidetiere halten MÜSSEN, weil sie ihren grund bewirtschaften MÜSSEN und das die einfachste weise ist - und auch noch umweltschonender als die alternative ackerbau obendrein.

    • zlozale, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 27 Minuten

      und fleisch isst ein...

    • freiwelt, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 7 Minuten

      solange katzen die population kulturfolgender nager - sprich ratten und maeuse - kontrollieren, ist das eh ok, leider gehn sie darueber hinaus ins kleinvoegelrepertoire, und das ist va an stadtraendern mittlerweile ein problem

      das mit den bauern ist ein dilemma. einserseits will man die bauerliche produktionsform nicht dem weltmarkt opfern, weshalb man sie in euopa massiv subventioniert, andererseits wehren sich die bauern ueber diese politischen steuerinstrumente in die rolle von landschaftspflegern gedraengt zu werden. das argument, man muesse weiter beweiden, ist zwar populaer (va in der nach rechtfertigung suchenden landwirtschaftspolitik) aber irgendwie find ichs ueberhaupt nicht plausibel: die (sagen wir alpen-) landschaft braucht viehweiden ungefaehr genaus wie skipisten. aber bitte, lass mich da gern eines besseren belehren

    • endlich mal erfahren:

      mantispa, vor 756 Tagen, 1 Stunde, 56 Minuten

      1 kg fleisch (ohne näh. bezeichn.) kostet zu dzt. dumpingpreisen 3 €! ein horror. billiger als gemüse - obwohl es von natur aus (mind.) zehnmal mehr kosten sollte - auch im interesse der "konsumenten". eine verkehrte, verrückte welt. hängt bekanntlich auch mit der co2- und ch4-überproduktion zusammen.

    • solala, vor 756 Tagen, 1 Stunde, 44 Minuten

      Dahinter stecken Handfeste Politische Gründe, dieses Fleisch macht körperlich träge und müde.

      Und die Fleischsorten die das nicht machen haben eh den realen Preis oder sind sogar überteuert, schnelles Felsich vom Hasen bis Reh, aber nicht so zubereitet das sie dann erst recht wiedeer träge macht wie Gulasch.

      Im übrigen mann kann ein Tiger umgringen wenn man dem Kuhfleisch gibt, nicht umsonnst bevorzugt er Antiloppen und Co.

    • funkelfels, vor 755 Tagen, 19 Stunden, 48 Minuten

      Schnelles tier macht schnell, langsames träge. Was für ein naiver Blödsinn.

      Und früchte deren Form an Geschlechtsteile erinnern machen potent/fruchtbar? Zumindest die meisten Menschen sind heute aus dieser mittelalterlichen Naivität heraus...

    • na ja, ich habe nichts

      mantispa, vor 755 Tagen, 3 Stunden, 56 Minuten

      gegen sol., aber wie man so den tiger kennt, ist der zu antilopen zu "faul", und wenn er wo eine herren- oder schutzlose "kuh" erblickt, wird er wohl seinem selbsterhaltungstrieb nachgeben und sie ein bissl anfressen.

    • 1 kg Fleisch

      c1x111, vor 755 Tagen, 3 Stunden, 22 Minuten

      der 3 Euro kostet, schmeckt auch so: nach 1 kg gar nichts.

      Selbst schuld, wer so was kauft. Lieber wenig, biologisch, gesund und schmackhaft, als viel billiger Dreck. Gilt auch für andere Lebensmittel...

      Die Lebensmittelpreise sind trotz aller Kronenzeitung-gebashten Proteste in Bezug auf die Einkommen niedriger als je zuvor. Aber das ging natürlich auf Kosten der Qualität.

      Ganz einfacher Test: Kaufen Sie mal richtiges biologische Obst (nicht beim Billa oder so). Jeder, der älter als 30 ist, wird sich beim ersten Biss an seine Kindheit erinnern. Vor 30 Jahren war diese Qualität ganz normal!

    • allgeier, vor 755 Tagen, 22 Minuten

      ... das ist bei uns noch länger her.
      Das Blede: viele der damaligen Sorten lassen sich nicht transportieren - also unter heutigen Handelsbedingungen, gilt auch für zertifiziertes Bio. Und unser Obstbauer damals kannte jeden Baum persönlich und wusste von jeder einzelnen (flachen) Kiste.

  • zlozale, vor 756 Tagen, 3 Stunden, 30 Minuten

    von meinen 4.500m2 wird auf ca 1000m2 das gras kurz gehalten als erholungsfläche (aber KEIN steriler rasen!), der rest ist sehr trocken und verwildert mit ausschließlich heimischen stauden und wird nur 2x im jahr gemäht - dort sind viele schmetterlinge, käfer und kleinviecher daheim: mein persönlicher luxus, siebenschläfer, haselmaus, schlangen und co im garten zu haben (igel sowieso).

    • zlozale, vor 756 Tagen, 3 Stunden, 17 Minuten

      was ich sagen wollte: es gibt viele, vor allem kleinbauern, denen die bearbeitung ihres grundes mehr last ist, als sie einkommen oder gar vergnügen bereitet - warum machen es nicht mehr so? es wäre allen geholfen! (natürlich müsste dann die landwirtschaftskammer auch entsprechend dies tolerieren und nicht gleich zwangsbewirtschaftung androhen, wenn jemand zb im wald den windbruch nicht entfernt: der käfer hat noch nie einen wald vernichtet, also braucht der mensch da nicht eingreifen zum "schutz" des waldes!

    • solala, vor 756 Tagen, 3 Stunden, 13 Minuten

      Luxus pur, aber auch ein schönes Hobby?

      Und was ist mit den restlichen 3500m2, hoffentlich keine Parkplätze für die Besucher die sich diese 1000m2 besichtigen ;-)))

    • zlozale, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 56 Minuten

      umgekehrt! 1000m2 sind als erholungsfläche für mich, auf 3.500m2 kann sich die natur erholen von mir. manchmal parken dort am rand aber durchaus auch ein paar autos - hat noch nie geschadet. (da setzen meine hendln dem kleingetier schon mehr zu, halten es aber nur entsprechend kurz, haben noch nie was "ausgerottet" - udn ich spar mir das hendlfutter, schmeiss ihnen jeden tag nur eine handvoll küchenabfälle, maisschrot und dgl hin, mehr um sie zahm zu halten, als um sie zu füttern)

    • der "käfer"

      mantispa, vor 756 Tagen, 1 Stunde, 44 Minuten

      kann schon "wälder" (forste) vernichten, aber nur nach jahrzehntelangem waldbaulichem sündigen wider die natur (oder ganz extremen und somit seltenen naturkatastrophen - die jetzt dank rapidem agw aber zunehmen dürften!).

    • zlozale, vor 756 Tagen, 40 Minuten

      ein forst ist kein wald sondern eine widernatürliche baumplantage: verrecken solls!

  • solala, vor 756 Tagen, 3 Stunden, 46 Minuten

    Aus Krododillen kann man Handtaschen und Schuhe machen, aus Fröschen Schuhputzmittel, aus Ameisen, Ameisensäure, alles schützenswert.

    Bei der derzeitigen Entwicklung aus Habgier und Beitzsucht die Globalsiert wurde stellt sich eigentlcih nicht die Frage ob Lebensräume erhalten werden können sondern nur mehr die, wann die Zerstörrung so weit fortgeschritten ist, das auch der Lebensraum Mensch zerstörrt wird.

    • zlozale, vor 756 Tagen, 2 Stunden, 48 Minuten

      ich dachte immer, aus der wolle von krokodilen werden die teuren t-shirts mit dem krokodil drauf gewebt...

    • solala, vor 756 Tagen, 1 Stunde, 54 Minuten

      Der Witz ist alt, aber dennoch:

      Fau auf Urlaub in Ägypten zu ihrem Mann, du da schau her, da schwimmt mein T-Shirt...

  • Das größte Problem der meisten Arten...

    fuchsrob, vor 756 Tagen, 5 Stunden, 3 Minuten

    ...ist ihre teils extreme Spezialisierung an bestimmte Lebensräume (z.B. Eisbär, Panda)und der Mensch der diese spezialisierten Lebensräume verändert, bedroht oder gar zerstört.

    Das Gegenbeispiel dazu ist der Mensch selbst: Wir fressen im Prinzip alles und können uns auch an extreme Klimabedingungen anpassen.

    • wir passen uns an?

      mantispa, vor 756 Tagen, 1 Stunde, 31 Minuten

      auch der inuit braucht ein subtrop. klima, das er halt mit seiner kleidung um sich aufbaut. der weiland-präs. g.w. bush drehte die klimaanlage auf, wenn agw seine subtrop. umgebung schon überhitzt hatte. mit anpassung im biol. sinn hat das nichts zu tun, nur mit unnachhaltigkeit und ressourcen-vergeudung - also mit schwachsinn.