Standort: science.ORF.at / Meldung: "Auschwitz und Menschenrechte "

Auf einer Gedenkplatte im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar liegt zum Holocaust-Gedenktag eine Rose.

Auschwitz und Menschenrechte

Der 27. Jänner ist internationaler Holocaust-Gedenktag. Zu diesem Anlass wurde die erste Studie veröffentlicht, die EU-weit die Rolle von Gedenkstätten für die Bildung von Schülern untersuchte. Dabei zeigte sich, dass das Thema Menschenrechte im Unterricht nur sehr selten mit dem Holocaust verknüpft wird.

Holocaust-Gedenktag 26.01.2010

Das wäre aber sinnvoll, meint die Grundrechteagentur der Europäischen Union (FRA), die die Studie in Auftrag gegeben und beim Holocaust-Gedenktag in Auschwitz präsentiert hat.

Denn durch die Verknüpfung werde ein anschaulicher Bezug zur Gegenwart der Schüler hergestellt, meint FRA-Forschungskoordinator Alexander Pollak im science.ORF.at-Interview.

Die Studie "Discover the Past for the Future: A study on the role of historical sites and museums in Holocaust education and human rights education in the EU" ist auf der Website der EU-Grundrechteagentur erschienen. Sie wurde vom Living History Forum in Schweden erstellt und umfasst Umfragen in den zuständigen Ministerien aller EU-Länder, an 22 Holocaust-Gedenkstätten und historischen Museen - darunter auch Mauthausen und Hartheim in Österreich - sowie Gruppendiskussionen mit Lehrern und Schülern.

science.ORF.at: Historiker und Opferverbände betonen zu Recht die Einzigartigkeit des Holocaust. Nun sollen seine Gedenkstätten auch Menschenrechte lehren, was notwendigerweise mit der Gegenwart zu tun hat und zu Vergleichen geradezu einlädt. Warum die Themensetzung dieser Studie?

Alexander Pollak: Lebendige Geschichte ist per Definition immer untrennbar mit der Gegenwart verbunden. Bei all den Debatten in Österreich rund um den Umgang mit der NS-Vergangenheit, Holocaust-Verleugnung, Antisemitismus und über Personen, die Teil des NS-Regimes waren, ging es nie nur um die Vergangenheit, sondern immer auch um einen kritischen Blick auf die Gegenwart. Und diesen kritischen Blick gilt es zu erhalten, zu schärfen und für junge Menschen in Österreich und anderen Ländern Europas greifbar zu machen.

Denn junge Menschen wollen wissen und darüber diskutieren, warum das historische Ereignis Holocaust auch heute noch von höchster Aktualität ist. Der alleinige Verweis auf die Monstrosität des Verbrechens ist dafür keine ausreichende Antwort. Ich würde sogar sagen, dass es die falsche Antwort ist, weil der von den Nazis durchgeführte industrialisierte Massenmord mit der heutigen Lebensrealität der Menschen in Europa zum Glück nichts mehr zu tun hat.

Porträtfoto von Alexander Pollak

Alexander Pollak, Forschungskoordinator der Grundrechteagentur der Europäischen Union.

Was hingegen sehr wohl damit zu tun hat, sind die Herabwürdigungen, Vorurteile und politischen Agitationen, die zu Diskriminierung und Verfolgung geführt haben. Das sind interessante und wichtige Anknüpfungspunkte für junge Menschen.

Sollte man Menschenrechte und Schoah auch im Schulunterricht miteinander verknüpfen?

Ich denke schon, weil die Geschichte des Holocaust eine Geschichte der systematischen und zielgerichteten Verletzung von Menschenrechten ist. Es ist eine Geschichte, die zeigt, welche fatalen Auswirkungen das Überhandnehmen rassistischer Ideologien und Überlegenheitswünsche hat. Sie zeigt die Konsequenzen von abwertender und entmenschlichender Rhetorik und der Suche nach Sündenböcken. Und sie zeigt, wie der Weg zu Vertreibung, Verfolgung und Genozid geebnet wurde.

Eine Verbindung zwischen den Themen Holocaust und Menschenrechte ist auch in einem weiteren Punkt hilfreich: Sie schafft einen gemeinsamen Bezugspunkt für alle Menschen, unabhängig von deren Herkunft und Lebensbiografie. Denn jede und jeder von uns hat ein Interesse daran, dass die eigenen Menschenrechte unangetastet bleiben. Und der Holocaust ist ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, was passiert, wenn einem Rechte genommen werden, wenn man plötzlich schutzlos ist und wenn einem schlussendlich sogar das Recht auf Leben abgesprochen wird.

Das macht den Holocaust zu einem weltweit bedeutungsvollen Ereignis, wobei es in Österreich noch eine zusätzliche Bedeutungsdimension gibt, nämlich dass der Holocaust von Österreicherinnen und Österreichern aktiv betrieben wurde.

Im April 2009 war eine Gedenkfahrt von Schülern des Wiener Gymnasiums Albertgasse nach Auschwitz vom Veranstalter abgebrochen worden, nachdem einige Jugendliche im KZ neonazistische Aussagen getätigt hatten. Ein Schüler wurde in Folge von der Schule entlassen.

Apropos Österreich: Im vergangenen Mai kam es an einem Wiener Gymnasium zu Schwierigkeiten bei einer Gedenkfahrt nach Auschwitz. Was ist da schiefgelaufen? Was ist am wichtigsten, wenn man mit einer Klasse in eine Gedenkstätte fährt?

Wichtig ist, dass die Schüler so früh wie möglich aktiv in die Planung und Vorbereitung des Gedenkstättenbesuchs eingebunden sind. Die Lehrer und Mitschüler sollen auch vorzeitig erkennen, wenn es Schüler gibt, die sich gegen so einen Besuch sträuben oder diesen für Provokationen nutzen wollen.

Wie sieht eine sinnvolle Beschäftigung mit dem Holocaust an der Schule aus?

Es gibt unzählige sinnvolle Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit dem Holocaust. Die Beschäftigung mit den Erlebnissen von Menschen, die während dieser Zeit gelebt haben, verfolgt wurden, gemordet oder Menschenleben gerettet haben, kann viel erhellen und viele interessante Fragen aufwerfen. Aber sie muss begleitet werden von einem Blick, der auch die größeren Zusammenhänge einschließt. Denn nur mit dem Wissen um die sozialen, politischen und ideologischen Zusammenhänge lässt sich erkennen, wie das Zusammenspiel von Alltag und politischem System ausgesehen hat.

Der Besuch eines KZ ist für viele Schüler ein sehr emotionales Erlebnis. Wie kann man damit sinnvoll umgehen?

Eine eingehende Vor- und auch Nachbereitung sind für einen Gedenkstättenbesuch unabdingbar. Lehrerinnen und Lehrer sollen sich Zeit nehmen, vorher mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren, was es bedeutet, eine Gedenkstätte zu besuchen. Und sie sollten diskutieren, welches Verhalten die Schüler selbst für angemessen oder nicht angemessen halten und warum.

In der FRA-Studie wird kritisiert, dass die Gedenkstätten ihre eigenen Ziele oft mit denen der Schüler verwechseln. Was ist damit gemeint?

Für die meisten Holocaust-Gedenkstätten steht ihre eigene Geschichte im Zentrum, und das ist auch legitim. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass junge Menschen, wenn sie versuchen, einem Gedenkstättenbesuch einen Sinn für sich zu geben, nach Bezügen zu ihrer Gegenwart und Lebensrealität Ausschau halten. Darauf müssen sich die Bildungsprogramme in Gedenkstätten vorbereiten, damit die Gedanken und Fragen von Schülern nicht ins Leere gehen.

Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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Forum

 
  • in dem

    lena47, vor 747 Tagen, 22 Minuten

    Buch, The Forgotten Holocaust von Richard.C.Lukas....

    Hitlers Gier nach Lebensraum für das deutsche Volk und der Wahn der Überlegenheit der arischen Rasse...

    Die NS Theorie der Kolonialherrschaft über Polen basierte darauf, daß den POLEN (auch den nichtjüdischen), die Hitler nach den Juden am meisten haßte, ABGESPROCHEN WURDE, MENSCHEN ZU SEIN.

  • Gedanklich ist es eine enorme Herausforderung

    wienerwasserwerke, vor 747 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

    Vor allem - wie konnte es geschehen - oder wie konnte geglaubt werden, dass es eine tolle Idee sei.

    • solala, vor 747 Tagen, 27 Minuten

      Wenn'st Hunger hast nimmst auch vom Teufel ein scheiben Brot, Problem, der Hunger hatte auch seine Geschichte.

      Holocaust ist nicht das Produkt eines Einzelereignisses sondern die Summe vieler sehr ungünstiger Parameter die zur Katastrophe führten.

      Etwas leichter begreiflich wird es wenn du sich mit Super-Gau beschäftigst in Kernkraftwerken, es ist nie der Ausfall eines Systems, sondern der Ausfall einer ganzen Systemgruppe die dann die Katastrophe heruafbeschwört.

      Und was da so alles versagt hat reicht aus eine Bibliothek zu füllen.

    • lena47, vor 747 Tagen, 18 Minuten

      Hitler brachte den Antisemitismus zum Aufflackern, als er die Niederlage der Deutschen im 1. Weltkrieg den Juden zur Last legte.
      An die Quellenangabe kann ich mich leider nicht mehr erinnern, ist schon zu lange her.

    • Und - die Argumente überzeugen euch???

      wienerwasserwerke, vor 746 Tagen, 23 Stunden, 35 Minuten

      eher pfeifen in dunklem Tann...

    • @wienerwasserwerke

      lena47, vor 746 Tagen, 23 Stunden, 9 Minuten

      bezügl. Deiner obigen Frage, wie konnte es geschehen (diese wahnsinnigen Greueltaten)...

      meine pers. Meinung dazu ist, daß sowas nur passieren konnte, wenn der Sinn manipuliert (fehlgeleitet) und der Verstand ausgeschaltet und das Gewissen unterdrückt wird, anders kann ich es mir nicht erklären.

      Natürlich spielte es eine wesetliche Rolle, welchen Stellenwert "das Leben eines Menschen" für den Einzelnen hatte, ob man davon überzeugt war, das "jedes menschl. Leben heilig, d.h. unantastbar" ODER eine "menschenverachtende Ideologie".

    • lena47, vor 746 Tagen, 22 Stunden, 55 Minuten

      oder "menschenverachtende NS-Ideologie".

      .

    • Hmmm... ist mir alles nicht plausibel genug...

      wienerwasserwerke, vor 746 Tagen, 22 Stunden, 31 Minuten

      Intuitiv ist mir klar, dass die Nazis der ersten Generation vom WKI schwer traumatisiert waren und im Kopf einfach kaputt waren ohne therapeutische Hilfe zu bekommen.
      Da finde ich immer noch Krieg dem Kriege von Ernst Friedrich am überzeugendsten, vor allem die Kapitel über den Umgang mit den schwer Verwundeten. http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_dem_Kriege

      Am eigen Leib kann man die These von Barbara Ehrenreich ausprobieren: Blood Rites: Origins and History of the Passions of War - Über die Angst des Menschen selbst Beute zu werden.

      ,

    • wienerwasserwerke....

      lena47, vor 746 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

      kurzer Auszug aus dem Buch (Das Gesioht des Dritten Reiches von Joachim C. Fest)
      Der ehem. Kommandant von Ausschwitz, Rudolf Höß klagte: "Sie können mir glauben, es war nicht immer ein Vergnügen, diese Berge von Leichen zu sehen und das fortwährende Verbrennen zu riechen."

      In seiner Autobiographie schrieb Höß: "ich war unbewußt ein Rad in der großen Vernichtsunsmaschine des Dritten Reiches geworden. Der RFSS schickte verschiedentlich höhre Partei- und SS-Führer nach Ausschwitz, damit sie sich die Vernichtung der Juden ansähen. Alle waren davon tief beindruckt."

      Schon allein vom Lesen wirds einem schlecht, ich habe mir daher auch oft die Frage gestellt, warum waren solche Menschen zu solchen Taten überhaupt fähig?
      Die Antwort kann nur lauten, sie wurden total geistig manipuliert, sie habe durch die ständige Propaganda zugelassen, daß ihr Sinn völlig vergiftet wurde. Dabei mußten sie jegliche Funken Vernunft ausgeschaltet haben, denn ansonsten hätten sie nicht diesem wahnsinnigen Hilter "blinden Gehorsam" geleistet.

    • wienerwasserwerke

      lena47, vor 746 Tagen, 1 Stunde, 45 Minuten

      Krieg ist das Gegenteil von Frieden, und so lange Menschen "aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt" haben, konkret, daß Krieg noch nie die Lösung eines Problems war, und auch nie sein wird, sondern in Wirklichkeit noch mehr Probleme (Leid und Elend)schafft, wird es leider immer Kriege und Terror und gewaltsame Konflikte geben, leider.

      Aber es gab und gibt auch "Gott sei Dank" immer noch Menschen, die sich daran nicht aktiv beteiligten bzw. beteiligen, weil sie die Hoffnung haben und wissen, daß Gott durch seinen Sohn Jesus Chritus bald für dauernden Frieden hier auf der Erde sorgen wird.
      (Psalm 46:8,9 und Jesaja 9:6,7 und Matth. 6:10);

    • lena47, vor 746 Tagen, 1 Stunde, 18 Minuten

      hatt ich fast vergessen und noch Micha 4:3;

  • es ist schon gut zu gedenken,

    paqua, vor 747 Tagen, 8 Stunden, 36 Minuten

    aber ohne eine bewußtseinsentwicklung bringt das ganze gedenken nichts... dann schaut die ganze welt weiterhin tatenlos zu, bei den vielen menschenrechtsverletzungen... in tibet, palästina, bei den indios....

    • ergänzung

      paqua, vor 747 Tagen, 8 Stunden, 29 Minuten

      eine verletzung der menschenrechte ist doch etwas recht alltägliches... auch bei uns!
      bei völkermord wie eben in tibet, palästina, burma usw,
      bedürfte es integere politiker, die nicht nur dort eingreifen wo es rohstoffe zu plündern gibt.

  • ....anschaulicher Bezug zur Gegenwart

    buckminster, vor 747 Tagen, 10 Stunden, 6 Minuten

    Einen anschaulichen Bezug zur Gegenwart herzustellen ist im weitesten Sinn angebracht. Die Tatsache, dass Menschenrechte in Österreich praktisch nicht durchsetzbar ist den meisten Bürgerinnen und Bürgern unbekannt. Das Problem: Ein Beschwerdefüher kann sich - nach Ausschöpfen des innerstaatlichen Rechtswegs - zB an den UN Menschenrechtssausschuss (UN MRA) wenden. Die Entscheidungen des UN MRA werden in Österreich aber nicht anerkannt, weil seit einunddreissig Jahren keine Ausführungsgesetze zum " Internationalen Pakt für bürgerliche und politische Rechte - CCPR " beschlossen worden sind.
    Näheres unter http://so-for-humanity.com2000.at Rubrik: 210 Vereinte Nationen

  • Wie begeht man diesen Gedenktag?

    chrilly, vor 747 Tagen, 16 Stunden, 57 Minuten

    Zündet man eine Kerze an, hisst man eine Fahne und wenn ja welche? Oder hält der Bundespräsident eine Rede? Oder genügt es schon, wenn orf.at darüber berichtet?
    Es gibt in letzter Zeit ein Inflation von "Tag X". Wenn man das Ernst nehmen würde, würde man vor lauter Gedenken und Feiern zu nix mehr kommen. Umkehrt wird die Idee des Gedenktages entwertet, wenn jeden Tag schon irgendwas los ist. Bin neugierig, wann auch am 29ten Febr. ein Gedenktag ist. Die anderen Tage des Jahres dürften schon ziemlich belegt sein.
    Abgesehen davon ist der 27te Jänner für Österreich irrelevant. Da war Mauthausen noch voll im Betrieb. Der für uns relevante Tag ist der 5te Mai.

  • Etwas konstruierter Zusammenhang

    chrilly, vor 747 Tagen, 17 Stunden, 9 Minuten

    Ich kann keinen direkten Zusammenhang zwischen Menschenrechten und Holocaust sehen. Man muss wohl niemanden umbringen, um Menschenrechte zu verletzen. Wenn man den Holocaust als Latte hernimmt, dann gibts im Moment zumindest in Europa keine Menschenrechtsverletzungen.
    Wenn man über Menschenrechte reden will, dann soll man über Menschenrechte reden, wenn man über den Holocaust reden will, dann soll man darüber reden.

    • schlimm ist halt

      derspringendeflip, vor 747 Tagen, 17 Stunden, 3 Minuten

      dass es immer unseriöser zugeht, wenn es um diese Thema geht.

      Seit meiner Schulzeit haben sich in der Gschichtsschreibung die Opferzahlen verdreifacht.

      Auch kommt es immer wieder vor, dass dieses Thema für skrupellose Betrügereien mißbraucht wird.

    • djfamc, vor 747 Tagen, 17 Stunden,

      @flip: Lass deinen sekundären Antisemitsmus stecken, der ist ekelig.

      @chrilly: Der Zusammenhang wurde ja im Artikel direkt angesprochen: Der Holocaust ist die schrecklichste Form, Menschen ihre Menschenrechte zu verweigern. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 war u. A. eine Reaktion auf den Holocaust.

    • @ difranc

      derspringendeflip, vor 747 Tagen, 16 Stunden, 57 Minuten

      ich selber bin Semit, also nehme ich dein Posting als pauschale Vorverurteilung hin (wie wir es von den ewiggstrigen nachkriegsgeborenen Rächer gewohnt sind)

    • vor allem

      derspringendeflip, vor 747 Tagen, 16 Stunden, 56 Minuten

      soll man auch heute an der Realität nicht vorbeigehen und den Anfängen wehren - auch bei den Betrügern

    • @derspringendeflip

      chrilly, vor 747 Tagen, 16 Stunden, 53 Minuten

      Das ist schon richtig. Nur entschärft man die Problematik Menschenrechte vollkommen, wenn man gleich mit dem worst-case daherkommt. Da können wir uns sehr bequem zurücklehnen und sagen: Eigentlich ist eh alles Paletti. Was es m.E. aber nicht ist.
      Es gibt viele sensible Bereiche wie z.B. Überwachung im Namen der Terrorbekämpfung. Das finde ich viel aktuelle und brennender.

    • Fehler, die Antwort ging an @djfranc

      chrilly, vor 747 Tagen, 16 Stunden, 52 Minuten

  • Ausflüchte

    contact, vor 747 Tagen, 22 Stunden, 34 Minuten

    Ich denke es gibt genug methodisch und didaktisch gut entwickelte Projekte, die ja auch jetzt schon im Unterricht angewendet werden. Aber Ausflüchte um sich vor Engagement und Anstrengung zu drücken sind halt schnell bei der Hand!

  • solala, vor 748 Tagen, 2 Stunden, 54 Minuten

    Ein Problem ist, das Übersehen wird das auch der Holocaust eine Geshichte hatte die dorthin führte und sicher nicht das Produkt eines Blitzschlags aus heiterem Himmel darstellt.

    Persönlich bin ich daher aus drei gründen dagegen, der Zeitrahmen des Schulunterrichts erlaubt nicht den ganzen Themenkomplex zu behandeln, und zweitens die Schüler sind auf Grund der Dimension und des Ausmaßes der Verbrechen hoffnungslos überfordert und drittens müßten die Verbrechen trocken ohne konkrette Beispiele unterrichtet werden, weil hier auch das Thema Jugendschutz sehr schnell zu tragen kommt, was den Unterricht unddie Darstellung der Materie auch nicht gerade Erleichtert.

    Weiters wie will man psyhcologische Probleme aus der Jetzzeit trennen zu den Verbrechen aus der Vergangenheit, zum Beispiel Mobbing, wo es dann schnell passieren kann das Begriffe aus der Vergangenheit fallen, aus übereifer und Unwissenheit im Eifer des jugendlichen und kindlichen "Übereifers".

    Mir ist es daher zu einfach, etwas zu fordern und die dabei auftrettenden Problee nicht zu nennen, das ist falsch, wenn auch gut gemeint!

    • die Probleme habens eh genannt....

      fenris79, vor 748 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

      "Die Lehrer und Mitschüler sollen auch vorzeitig erkennen, wenn es Schüler gibt, die sich gegen so einen Besuch sträuben oder diesen für Provokationen nutzen wollen."

    • solala, vor 747 Tagen, 22 Stunden, 33 Minuten

      Mir gehen die Konsequenzen zu wenig weit, die Antwort auf ein Versagen von welcher Seite auch immer kann und darf dann nicht sein, Anzeige, Polzei, Gericht und Medien.

      Das ist dann auch das nächste Problem, das gerade bei dem Thema einerseits zu recht sehr schnell die Staatsgewalt handelt, der Gesetzgeber aber angsicht der vielfältigen Varianten möglicher Verletzungen nicht auf die Sonderfälle bei Schulbesuchen eingehen kann.

      Derartiger Unterricht ist und bleibt ein sehr zweischneidige Anglegenheit bei der man nicht Vorischtig genug sein kann nicht selbst Straffällig zu werden, jedes Wort, jeder Satz muß bei dem Thema verdammt genau überlegt werden.

      Selbst bei den Gründen bin ich mehr als Vorischtig gewesen, könnte noch mehr Anfführen, die Diskussion dann aber zunehmend schwieriger bezüglich Wortwahl und Satzbau.

      Denke aber es sollte auch so ausreichen nochmals sehr genau zu überlegen wo die Grenzen sind die für Schulen und Schüler noch geeignte sind.

    • Das Leben zeigt

      duzur, vor 747 Tagen, 19 Stunden, 26 Minuten

      die besten Beispiele wie man Menschen gegen Rassismus immunisieren kann: Bekannter von mir, ein FPÖ-Anhänger wurde auf der Straße aufgrund seines Aussehens irrtümlich für einen "Untermenschen" gehalten und ziemlich übel angepöbelt. Seitdem hat er keine Lust mehr "Übermensch" zu sein...

    • @duzur

      solala, vor 747 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

      Dafür braucht's diese Art von Schulunterricht sicher nicht, dafür genügt der Physikunterricht, das es den absulten Standpunkt nicht gibt im ganzen Universium, sowie den Biologieunterricht das es detto den perfekten Menschen nicht geben kann, sowie etwas Wirtschaftsunterricht, das lieberealle lieberalle Gebiete mit einer großen "Artenvielfalt" bevorzugt.

      Aus heuger Sicht mußte das Konzept drittes Reich scheiteren und aus diesem Grund müssen zwangsweise die Opfer immer die Täter überleben und Dikaturen mit der Unterdrückung von vielfalt immer ein Auslaufmodel bleiben.

      Was aber geblieben ist eine Nachhaltige Gesellschaftspolitische Entwicklung deren Änderung aber nicht erst mit dem 2. Weltkreig sondern bereits mit dem 1. Weltkreig begonnen hat und wenn sich nichts ändert sollte mit dem planetarischen Selbstmord enden wird, wobei nicht es nicht ein Punkt ist wie die Klimerändung sondern ein vielzahl von Punkten betrifft, wie Abfischen der Weltmeere oder abholzen der grünen Lunge sondern die Summe die dann dazu führt.

    • solala

      duzur, vor 747 Tagen, 4 Stunden, 40 Minuten

      aus der geschichtlichen perspektive magst recht haben aber was nützt das den heutigen Opfern?

    • solala, vor 747 Tagen, 19 Minuten

      Wenn es überhaupt irgendeinen Nutzen für die Opfer hat dann den das dies sich niemals wiederholen kann und darf.

      Und daran haben wir ohnedies mehr als genug zu machen, von den Kriegen über Terror bis zur Umweltverschmutzung spannt sich der Bogen das das Verbrechen wieder erwacht mit sehr heiklen Themen die auch Östereich direkt und indirekt wieder betrifft, leider.