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Der Mond neben der Erde

Nukleare Mondgeburt?

Zwei niederländische Forscher legen Berechnungen vor, die eine alte Theorie in neuer Variante beleben: Ihr zufolge ist der Mond durch eine gewaltige nukleare Explosion im Erdmantel entstanden.

Astronomie 03.02.2010

Der große Einschlag

Als Topos der Lyrik und der Musik ist der Mond ohne Zweifel ein Klassiker. Das romantische Bild der Künste steht allerdings in Gegensatz zu jenem, das Astronomen von dem Trabanten zeichnen. Die Entstehung des Mondes war nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine äußerst gewaltsame Angelegenheit, egal welche Hypothese zu deren Hergang nun stimmen mag.

Die meisten Forscher erklären die Existenz des Mondes mit der sogenannten Kollisionstheorie. Sie besagt, dass vor rund 4,5 Milliarden Jahren ein Planet von der Größe des Mars, Theia genannt, mit der Erde zusammengestoßen und infolge dieser Großkollision ein beträchtlicher Teil der Erdmaterie ins All geschleudert worden sei. Diese Materie habe sich mit den zunächst flüssigen Überresten von Theia vereinigt und sei in eine stabile Umlaufbahn um die Erde eingeschwenkt.

Die Kollisionstheorie hat viele Vorteile, sie kann etwa die hohe Masse des Mondes, die Neigung seiner Bahnebene sowie den hohen Drehimpuls von Erde und Mond erklären und wird außerdem durch Computersimulationen gestützt. Dennoch gibt es auch für diese Theorie ein ungelöstes Problem.

Isotopische Widersprüche

Das Mondgestein weist Analysen zufolge sehr ähnliche Isotopenverhältnisse wie der Erdmantel bzw. die Erdkruste auf. Nachdem Modellen zufolge bis zu 80 Prozent des Mondgesteins von Theia stammen könnten, ruft diese auffallende Übereinstimmung nach einer gesonderten Erklärung. Die lautet üblicherweise, es habe direkt nach dem "big impact" einen regen Austausch an Materie zwischen Erde und dem Protomond gegeben. Soweit, so gut.

Der Mechanismus dürfte zwar bei leichteren Elementen funktioniert haben, bei schwereren Elementen indes – Chrom, Samarium, Neodym, Hafnium und Wolfram – haben Geologen so ihre Zweifel. Dennoch ist der Isotopen-Fingerabdruck auch bei diesen Elementen recht erdähnlich.

Ein Reaktor am Äquator

Die Studie „An alternative hypothesis for the origin of the Moon“ wurde auf dem Preprintsever „arXiv“ veröffentlicht und soll im Fachblatt „Earth, Moon and Planets“ erscheinen.

Der niederländische Physiker Rob de Meijer und sein Landsmann, der Petrologe Wim van Westrenen schlagen nun eine andere Erklärung dafür vor: Sie meinen, der Mond sei gar kein Fusionsprodukt infolge einer Kollision, sondern schlicht eine planetare Knospe der Erde. Die Grundidee ist nicht neu. Schon früher wurde spekuliert, die Erde habe vor Milliarden von Jahren eine deutlich höhere Rotationsgeschwindigkeit besessen und immer wieder Materie ins All geschleudert.

Der Schönheitsfehler der sogenannten Abspaltungstheorie war jedoch bislang: Selbst wenn die Zentrifugalkräfte einer schnell rotierenden Erde deutlich größer waren - es hätte eine Menge Energie gebraucht, um 10 hoch 22 Kilogramm Materie (so die gegenwärtige Masse des Mondes) in die Höhe zu wuchten.

Kritik am Modell
Der US-Astronom Richard Gott hat kürzlich im "New Scientist" darauf hingewiesen, das man die geologische Ähnlichkeit von Erde und Mond auch viel einfacher erklären könne. Nämlich durch die Annahme, dass sich Theia und Erde "in der gleichen Distanz von der Sonne gebildet haben und daher die gleiche Zusammensetzung aufweisen." Sein Urteil: Die Abspaltungstheorie mache die Dinge komplizierter als notwendig und sei daher unnötig.

De Meijer und van Westrenen zufolge könnte die Energie für den großen Kick von der Erde selbst produziert worden sein. Und zwar unter der Voraussetzung, dass die Rotation der jungen Erde schwere Elemente im Äquatorbereich angereichert hat, darunter auch radioaktive Substanzen wie Uran und Thorium. Laut den Berechnungen der beiden Planetologen könnte dieser Vorgang durchaus so hohe Konzentrationen erreicht haben, dass eine nukleare Kettenreaktion die Folge gewesen wäre.

Dieser natürliche Georeaktor habe dann das zukünftige Mondgestein in einer gigantischen Explosion in seine Umlaufbahn befördert. Das mag zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein spekulatives Szenario sein, aber es widerspricht zumindest nicht den Gesetzen der Physik, wie de Meijer und van Westrenen nachweisen.

Naturforschungsprominenz

Messungen sollen nun zeigen, ob die chemische Zusammensetzung des Mondgesteins auf eine nukleare Explosion hindeutet. Ein positives Resultat gibt es sogar schon: Natürliche Nebenprodukte eines solchen Georeaktors wären Helium-3 und Xenon-136 - beide Isotope wurden bereits in entsprechenden Mengen in lunaren Proben nachgewiesen.

Sollten zukünftige Tests der Abspaltungstheorie ebenso erfolgreich verlaufen, käme übrigens der britische Astronom George Darwin zu Ehren, auf den die Urform dieser Theorie zurückgeht. Der Name seines Vaters dürfte vielen geläufiger sein. Er hat einige erfolgreiche Bücher zu biologischen Themen geschrieben - unter anderem eines über den Ursprung der Arten.

Robert Czepel, science.ORF.at

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Forum

 
  • Die Differenzen zwischen Erde und Mond

    cyana, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 2 Minuten

    sind vielmehr in der Tiefe zu suchen als an der Oberfläche. Selbst wenn der Mond zu 80% aus Theia-Überresten bestehen sollte, so wären die restlichen 20% überwiegend an der Oberfläche der Erde, und nicht in der Tiefe, vom Theia-Kern einmal abgesehen.

    Zum Zweiten ist davon auszugehen, dass viele 'Isotopenuhren' bei einem kosmischen Ereignis dieser Grössenordnung neu synchronisiert werden.

    Gegen eine nukleare Genese des Mondes spricht vorallem die Seltenheit von Uran und Thorium, zudem würde gerade die Erdrotation die Entmischung vorantreiben.

  • Ich rieche kreationistische Umtriebe *ggg*

    cyana, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 14 Minuten

    wusste gar nicht, dass die Bibel jetzt sogar schon Auskünfte über die Herkunft des Mondes gibt *lol*

  • Krampfhafte Ursprungsforschung

    benaja, vor 739 Tagen, 14 Stunden, 55 Minuten

    Wieder der gleiche Fehler wie in der Biologie, nämlich: aus Ähnlichkeiten auf gemeinsamen Ursprung und Abstammung zu schließen und dann zu behaupten, dass ein "Beweis" vorliege.

    Von "Theorie" kann man natürlich sprechen, von "Spekulation" (siehe oben) sowieso. Aber in dem Augenblick, als man eine Theorie wie ein historisches Faktum handhabt, hat man den Boden der Naturwissenschaft verlassen und argumentiert pseudowissenschaftlich.
    Genau dieser Etikettenschwindel hat auch das ganze "Darwin-Jahr 2009" durchzogen.
    Um es nochmals zu unterstreichen: Ähnlichkeiten beweisen keine gemeinsame Herkunft!
    Daher gibt es für den Darwinismus keinen Beweis, und es wird auch niemals einen Beweis geben können. So ist das bei einer Religion und bei einem solchen Religionsersatz!

    • Phantomglaube

      benaja, vor 739 Tagen, 14 Stunden, 53 Minuten

      Apropos "Spekulation": Laut Enzyklopädie ist "Theia der inoffizielle Name eines hypothetischen Protoplaneten" - man beachte den "Erklärungsfindungs"-Prozess der Naturalisten:
      Zuerst postuliert man ein Phantom, für das es nicht die Spur einer Evidenz gibt, und darauf baut man ein Erklärungsmodell auf, das man (wenn man es nur oft genug wiederholt) als "So war es"-Faktum etikettiert, bis die Leute glauben (!), dass es so und nicht anders war.

    • darum wird auch..

      smrtnig, vor 739 Tagen, 14 Stunden, 18 Minuten

      ... die momentan am wenigsten falsche Theorie als "Standardfolklore" bezeichnet. ;)

    • hitcher, vor 739 Tagen, 14 Stunden, 12 Minuten

      man könnte auch vermuten Theia war einfach der Mars, auf einer zuvor etwas anderen, elliptischen Umlaufbahn.

    • Die Wissenschaft hat sich

      lena47, vor 739 Tagen, 13 Stunden, 43 Minuten

      zur Aufgabe gemacht, Naturphänomene zu beschreiben und zur Beantwortung der Frage beizutragen, wie es zu diesen Phänomenen kam.

      Die Wissenschaft verschafft uns Einblicke in das materiellen Universum, das heißt in alles Beobachtbare.

      Doch wie gründlich die Wissenschaft auch forscht, sie wird uns niemanls sagen können, welchen Sinn das alles hat und warum das Universum überhaupt existiert.

      Es kann schon sein, daß es einen Urknall gegeben hat, aber warum gab es ihn?

      Wie kamen die Teilchen dorthin?

      Was war vorher da?

      Was war die Ursache?

      Es scheint.....klarer den je, dass die Wissenschaft den menschlichen Hunger nach Antworten nie stillen wird. Weil neue Erkenntnise dazu kommen und ältere oft revidiert werden müssen.

      Die wissenschaftl. Erkenntnisse, die der Mensch in seiener Wissbegier gewonnen hat, bestätigen uns nur, in was für einer unglaublich komplexen, komplizierten und ehrfurchtseinflößenden Welt wir leben.

      Viele vernünftig denkende Menschen halten es daher für plausibel, dass die physikalischen Gesetze und die chem. Reaktionen im Universum nicht durch ungesteuert, blinde Kräfte, zustandegekommen sind.

    • hitcher, vor 739 Tagen, 12 Stunden, 22 Minuten

      etwas Materie war wohl immer schon da,
      aus was soll auch Gott bestehen, wenn nicht auch aus Materie?

    • mynona, vor 739 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

      @hitcher
      So muss es wohl sein. Es handle sich um einen unsichtbaren Geist, habe ich mir von Lena sagen lassen müssen. Dann wäre dieser Geist ein Energiephänomen, E=mc2mäßig. Und neurotisch ist der auch noch, eifersüchtig und inkonsequent, wenn ich die Bibel so durchlese. Wie der mit der "Schöpfung" so umgeht ... und schuld sind immer die Anderen.

    • hitcher, vor 739 Tagen, 10 Stunden, 17 Minuten

      diese Nur-Energie-Wesen waren in Raumschiff-Enterprise auch schon immer besonders große Herausforderungen. Irgendwie hat es Captain-Kirk mit List und Tücke es aber immer wieder geschafft, sie in ihrer Flasche inzusperren. ;-)

    • So erstaunlich...

      bravenewone, vor 739 Tagen, 10 Stunden, 9 Minuten

      es erstaunt mich immer wieder wie es möglich ist, dass die Wissenschaft zwar Leute auf den Mond schicken, Daten ohne Zwitverlust um die halbe Welt schicken, Atome und Kernteile spalten, Satelitenbahnen berechnen, Sonnenfisternissen voraussagen, Tunnel unter ganze Gebirge graben, Krankheiten heilen und Tiere klonen kann, jedoch total falsch liegt in allen Bereichen die Gott den Allmächtigen betreffen. Wie die Wissenschaft partout die einzigen wahren, ewigen Fakten ignoriert, die Gott einem Volk von Ziegenhierten aus dem vorderen Orient schon vor tausenden Jahren mitgeteilt hat. Zum Glück gibt es noch mutige Ziegenhiertensagenkundige die uns unermüdlich die offensichtlichen Fehler der Wissenschaft vor Augen führen....

      http://www.youtube.com/user/EdwardCurrent#p/search/2/HM1pHYiIOT0

      http://www.youtube.com/watch?v=swlsqkAyxqY

      ;-)

    • hitcher, vor 739 Tagen, 10 Stunden, 1 Minute

      ohje, wie fies.
      Zerstöre doch den aufrechten und braven Gläubigen ihr Weltbild doch nicht restlos, denn sie bewirken sehr wohl gutes.

    • bravenewone, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 55 Minuten

      wieso? Selbst der Vatikan erkennt die Evolutionstheorie an...

      Und Wissenschaft kann niemals Antworten fragen Fragen wie den Sinn des Lebens geben. Und "gute" Menschen tun gutes auch ohne religiöse motive.

    • hitcher, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

      also die Religion als Schwindel enttarnen, und auflösen?

    • bravenewone, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 18 Minuten

      Nein, aber aufhören sie als Handlungsgrundlage zu verwenden

    • naja

      cyana, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 12 Minuten

      nach der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik bist du der Schöpfer des Universums. Wenn das kein Sinn ist, was dann ?

    • @lena47

      smrtnig, vor 739 Tagen, 9 Stunden, 11 Minuten

      "Doch wie gründlich die Wissenschaft auch forscht, sie wird uns niemanls sagen können, welchen Sinn das alles hat und warum das Universum überhaupt existiert."

      Diese Frage wird wo anders ausführlich diskutiert.

    • @ liebe bravenewone

      lena47, vor 739 Tagen, 6 Stunden, 37 Minuten

      etwas weniger Emotion würde Dir nicht schaden....

      habe keineswegs die Wissenschaft in Frage gestellt oder unterbewertet, ich weiß schon deren Bemühungen zu schätzen...

      und aufzuzeigen, daß sie eben gewisse berechtigte Fragen, sie sich denkende Menschen in diesem Zusammenhang schon stellen, wird ja wohl noch erlaubt sein?

    • @smrtnig

      lena47, vor 739 Tagen, 6 Stunden, 36 Minuten

      Dort wo diese Frage ausfühlich diskutiert wird, bekommts Du auch keine befriedigende Antwort.

    • @hitcher

      lena47, vor 739 Tagen, 6 Stunden, 34 Minuten

      Bibel und Religion sind nicht ein und dasselbe!

    • bravenewone, vor 739 Tagen, 4 Stunden, 30 Minuten

      lena- das war nicht für dich gedacht - sondern für benaja.

      und bitte es heißt liebeRR

    • benaja

      solidstate, vor 738 Tagen, 16 Stunden, 26 Minuten

      Natürlich wird es nie einen Beweis geben den Du anerkennen würdest. Denn Dein Ausgangspunkt ist die Religion, also Glaube. Gegen Glauben kann man aber nicht logisch argumentieren oder darüber diskutieren.
      Mit anderen Worten: Bei Dir sind Hopfen und Malz verloren.

    • @solidstate, Du kennst aber hoffentlich

      lena47, vor 738 Tagen, 15 Stunden, 40 Minuten

      schon den eklatanten Unterschied zwischen "genauer biblischer Erkenntnis, also Bibelwissen" und was allgemein als Religion und Glaube bezeichnet wird.

      Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen lt. 1. Kor.1:25;

  • vielleicht hat ja die Erde bald einen zweiten Mond,

    hitcher, vor 739 Tagen, 16 Stunden, 17 Minuten

    nämlich dann, wenn in der Schweiz beim Teilchenbeschleuniger unerwartete Nebeneffekte der Experimente auftreten und eine größere nukleare Fusions-Explosion verursachen ;-)

  • Nukular....

    bagrat, vor 739 Tagen, 19 Stunden, 24 Minuten

    Das Wort heißt Nukular!
    -H. Simpson

    • 100demons, vor 739 Tagen, 17 Stunden, 57 Minuten

      lol, einfach geil! *thumbsup*

  • daher die farbe

    zentralsender, vor 739 Tagen, 23 Stunden, 23 Minuten

    immerhin würde das erklären warum der mond gelb leuchtet.

  • Vielleicht blamiere ich mich jetzt.

    dieuetmondroit, vor 740 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten

    Egal. Gibt es da nicht so einen wissenschaftlichen Grundsatz, wonach man, wenn z. B. zwei mögliche Erklärungen für ein wissenschaftliches Problem zur Verfügung stehen, den wahrscheinlicheren Lösungsvorschlag nehmen soll? (Ja, das habe ich aus dem Film "Contact".)
    Und die Kollisionstheorie erscheint mir einfach wahrscheinlicher.

    • bravenewone, vor 740 Tagen, 2 Stunden, 33 Minuten

      du meinst Ockhams razor
      nette überlegung, aber falsifizierbarkeit sollte das einzige kriterium bleiben

    • djfamc, vor 739 Tagen, 18 Stunden, 29 Minuten

      Ockhams razor bedeutet so viel, dass diejenige Theorie wohl die richtige ist, die ein Geschehen am einfachsten, also mit den wenigsten Annahmen und mit geringter Komplexität, erklärt. Das stimmt zwar oft, weil einfache Erklärungsansätze einfach wahrscheinlicher stimmen als komplexe, aber es ist kein Gesetz, das immer gilt.

      Beim Mond-Problem kommt aber noch etwas wichtigeres hinzu: Eine Theorie sollte auch möglichst viele Phänomene erklären (also warum der Mond so schwer ist, warum das Erde-Mond-System sich genau so bewegt, warum die Zusammensetzung genau so ist usw.). Wenn nun eine Theorie, die komplexer ist, deutlich mehr Phänomene erklären kann, sie also mächtiger ist, spricht das für sie.

    • Nein.

      tomtiger, vor 739 Tagen, 17 Stunden, 15 Minuten

      Erstmal ist es eine Frage, in welchem Bereich der Wissenschaften man sich bewegt. Eine These wird erst dann zur Theorie, wenn sie zumindest durch die Widerlegung der Antithesen verifiziert wird.

      Mehrere Thesen, die jeweils andere Fehler haben können gleichwertig nebeneinander stehen. Auch die Kollisionsthese hat Fehler.

      Da entscheidet dann jeder Wissenschafter, welche These er eher plausibel erachtet.

      Ebenso ist es möglich, dass mehrere Theorien ein Phänomen erklären. Auch hier entscheiden die Wissenschafter.

      In solchen Fällen arbeiten Wissenschafter daran, weitere Antithesen zu widerlegen oder aufzustellen, um ihre These zu unterstützen oder andere Thesen zu widerlegen.

  • Woher hat die Erde ihr Wasser?

    kleeklee, vor 740 Tagen, 3 Stunden, 19 Minuten

    Eine Theorie besagt ein riesiger Meteorit aus Eis habe bei seinem Einschlag in die Erde den Mond aus der Erde herausgeschlagen, das Leben war im Eisklumpen Blinder Passagier,

    Blinder Passagier oder
    Steuermann

    • bravenewone, vor 740 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten

      *lol* nein keine Theorie.

      Eine krude Kreationistgeschichte falls das die sein soll durch die die Polkappen ebenfalls entstanden seien

  • An solala und solidstate (von weiter unten):

    tomtiger, vor 740 Tagen, 3 Stunden, 46 Minuten

    Guckt mal:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo

    Das Vorhandensein dieser Naturreaktoren widerspricht Euren aufgestellten Behauptungen. In diesen Naturreaktoren hätte eine Umweltkatastrophe wie ein massiver Wassereinbruch kurzfristig eine nukleare Explosion verursachen können. Sogar eine FFF Reaktion wäre möglich.

    Es wäre aber auch denkbar, dass diese Naturreaktoren unmittelbar am Äquator durchaus die Überreste der eventuellen mondverursachenden Explosion sind?

    Vor 4,5 Milliarden Jahren war die Erde großteils flüssig, und einem intensiven Bombardement von Asteroiden ausgesetzt. Ein etwas größerer Meteorit (mit spaltbarem Material?) hätte nicht nur ein plötzliches überschreiten der kritischen Masse verursachen können, er hätte in dem großteils flüssigen Erdmantel einen oder mehrere quasi Tsunamis auslösen können.

    Schon ein simpler Einschlag am Äquator hätte eine Welle im flüssigen Erdmantel verursachen können, die am dem Einschlag gegenüberliegenden Punkt am Äquator zu einer extremen Verdichtung der Materie hätte führen müssen. In der flüssigen Erdkruste wäre die Welle/die Wellen nicht wie heute im Meer an Kontinenten verpufft, sondern wäre kreisförmig um den ganzen Planeten gewandert.

    • bravenewone, vor 740 Tagen, 2 Stunden, 23 Minuten

      Diese Vorstellung der Wellenausbreitung ist sagen wir mal zu vereinfacht.

      Um es mal so zu sagen: Die Wahrscheiblichkeit, dass die Bedingungen für eine deratige Explosion tatsächlich gegeben sind ist verschwindend gering.
      Dass sich derart viel unterkritische spaltbare Masse ohne abzureagieren akkumuliert ist doch sehr unwahrscheinlich

    • tomtiger

      solidstate, vor 739 Tagen, 18 Stunden, 43 Minuten

      Der Meteorit hätte ja wieder nur unterkritische Masse transportieren können, da er sonst selbst "explodiert" wäre. Für so eine gewaltige Explosion hätten sich tausende Meteoriten zur genau gleichen Zeit am gleichen Ort treffen müssen - das ist wohl doch eher unwahrscheinlich.

      Über die Naturreaktoren habe ich schon unten geschrieben. Eben weil das mit der Explosion nicht funktioniert gibt es zwar Naturreaktoren aber keine Naturatombomben.

    • An solid und brave:

      tomtiger, vor 739 Tagen, 17 Stunden, 23 Minuten

      Schon recht, aber die Forscher werden das ja wohl modelliert haben, und sind nicht so einfach auseinanderzupflücken, sonst hätten das deren Kollegen getan. ;)

    • bravenewone, vor 739 Tagen, 16 Stunden, 38 Minuten

      Nein, die haben hier nur gezeigt, dass es prinzipiell möglich wäre, mit einem entsprechenden Explosion die Entstehung des Mondes zu erklären, und das haben sie auch gut gemacht. Ob eine entsprechende Explosionj edoch möglich bzw. wahrscheinlich ist haben sie ja nicht untersucht.

      ;-)

    • bravenewone, vor 739 Tagen, 16 Stunden, 32 Minuten

      r statt m

    • solala, vor 739 Tagen, 16 Stunden, 14 Minuten

      Von einem Reaktor zur Bombe ist es einer weiter Weg, ich glaub nicht das man ein Kernkraftwerk so Übersteuern kann das daraus ein Bombe wird, das Maximimum ist ein Kernschmelze, Tschernobyl und Harrisburg...

      Innerhalb dieer Schmelze wird es dann zu maßiven Verpuffung kommen...

      Aber selbst wenn unter wiedrigsten Umständen daraus ein Bombe werden sollte, reicht das noch immer nicht aus einen Mond daraus zu Formen, dafür reicht nicht mal

      Oklo hat im übrigen einen wunderebaren Regelmechanismuß der es erlaubt mehrere Jahrtausende nuklear zu brennen, Stromm daraus zu gewinnen, bei der Leistung reichts für einen besseren Fahrraddyname...

      http://de.wikipedia.org/wiki/Zar-Bombe

      Selbst mit diesem Ding kannst nicht mal einen Hügel in die Erdumlaufbahn schießen, und das war so ziemlich das maximum dessen was mit aller Gewalt phsikalisch geht.

      Die Natur kann schon mit anderen Dingen aufwarten, Nova Explosionen wäre so etwas, was dem Prinzip der Fisions/Fusionsbombe gleich kommt, nur dann ist unser Sonnenssystem publerisiert.

      Frühest möglicher Zeitpunkt, wenn die Sonne zu einem weissen Zwerg wurde, und dann der Zufall das ein Objekt mit genügend großer Maße dort hineinstürzt...

    • solala

      solidstate, vor 739 Tagen, 11 Stunden, 2 Minuten

      Das sehe ich auch so. Reaktoren sind höchstens "schmutzige Bomben" (siehe Techernobyl) aber keine Atombomben.

  • Die Forscherberechungen

    vöcklamalus, vor 740 Tagen, 6 Stunden, 32 Minuten

    erinnern mich stark an einen Roman von Jules Verne. In "Der Schuß am Kilimanscharo" erzählt er spannend vom Plan mit einer riesigen Kanone die Erdachse zu ändern. Am Schluß stellt man dann fest, dass sich die Wissenschafter um Potenzen verrechnet hatten.