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Neues vom Kampf gegen Malaria

Gleich zwei Arbeiten im aktuellen "Nature" widmen sich Ansätzen zur Bekämpfung von Malaria: Die eine konzentrierte sich auf Geruchsrezeptoren von Mücken, die andere auf den Malaria-Erreger.

Medizin 03.02.2010

Forscher der Universität Yale entdeckten bei Untersuchungen von Stechmücken im Labor mehr als zwei Dutzend kleine Rezeptoren, mit denen das Insekt Anopheles gambiae menschlichen Schweiß ausfindig macht.

Einige von ihnen könnten demnach "hervorragende Ziele" sein, um den Vorgang chemisch zu stören. "Wir suchen jetzt nach Verbindungen, die mit diesen Rezeptoren zusammenspielen", schreiben die Forscher. Dann könnte es zum Beispiel möglich sein, die Rezeptoren zu "verstopfen", so dass die Moskitos den Menschen nicht mehr finden, oder die Mücken "in die Falle zu locken".

Befall der Blutzellen

In einer zweiten Studie machten australische Wissenschaftler den Mechanismus ausfindig, mit dem der gefährlichste Malaria-Erreger, Plasmodium falciparum, die Blutzellen des Menschen befällt. Der Erreger schleust hunderte so genannte Effektorproteine in die roten Blutzellen, die diese verändern und zugleich den Erreger für das Immunsystem unsichtbar machen, wie es in "Nature" hieß.

Dieser Vorgang werde unter anderem durch ein Enzym namens Plasmepsin V ausgelöst. "Wenn wir einen Stoff fänden, um Plasmepsin V zu blockieren, würde der Malaria-Erreger sterben", erklärte der australische Forscher Alan Cowman aus Melbourne.

science.ORF.at/AFP

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