China: Forscher finden Urspinne
Die Überreste stammen aus dem Erdzeitalter des mittleren Jura und begründen eine ganz neue Spinnengattung, wie Paul Selden von der Universität von Kansas (USA) und Diying Huang von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften berichten.
Nachfahren leben in Mexiko
Die Studie “The oldest haplogyne spider from the Middle Jurassic of China“ ist im Fachblatt „Naturwissenschaften“ erschienen.
Die Nachfahren des urzeitlichen Krabbeltiers kämen heute nur noch in einem eng begrenzten Gebiet im Südwesten der USA, in Mexiko und in der angrenzenden Karibik vor. Sie ähnelten dem Fossil stark, was auf nur geringe Veränderungen im Lauf der Evolution hinweise. Der Fund in vulkanischem Tuffstein aus der Inneren Mongolei sei mindestens 120 Millionen Jahre älter als die bisher frühesten Fossilien aus der Spinnenfamilie namens Plectreuridae. Er lege außerdem nahe, dass diese Familie früher sehr viel weiter verbreitet war und im Laufe der Jahrmillionen im größten Teil ihres ehemaligen Verbreitungsgebiets ausgestorben sei.
Die Spinne „Gertschi“
Die bisher unbekannte Spinne bekam den wissenschaftlichen Namen Eoplectreurys gertschi. Der Gattungsname verweist mit dem griechischen Wort „Eos“ (Dämmerung) auf die Verwandtschaft mit der heute lebenden, sehr ähnlichen Gattung Plectreurys . Im zweiten, die Art spezifizierenden Teil des Namens wurde der US-Biologe Willis J. Gertsch verewigt – ein Spinnenexperte.
sciene.ORF.at/dpa


