Standort: science.ORF.at / Meldung: "Freier Markt führte in Afrika zu Hunger"

Bauer auf einem Stück kargen Land

Freier Markt führte in Afrika zu Hunger

Die Liberalisierung des Handels hat trotz bester Absichten in einigen afrikanischen Staaten mehr Schaden als Nutzen gebracht. Laut einer neuen Studie führte der freie Markt zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion sowie zu mehr Armut und Hunger.

Welternährung 16.02.2010

Arme und abhängige Staaten

Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel sind zu Beginn dieses Jahrzehnts rasant gestiegen. 2008 gipfelte dieser Anstieg in einer Welternährungskrise. Weltweit kam es in Regionen, in denen Menschen den größten Teil ihres Einkommens für Essen ausgeben müssen, zu Unruhen, besonders betroffen waren unter anderem einige Staaten Westafrikas.

Viele davon waren in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend abhängig von Importen geworden. Billiger Reis aus Südostasien, wo die Produktion in den 1970er Jahren stark industrialisiert wurde, sowie subventionierte Produkte aus Amerika und Europa hatten den Weltmarkt überschwemmt. Der Preis war daher bis zur Jahrtausendwende relativ niedrig und stabil.

Erst als im Jahr 2008 die Preise explodierten - der Reispreis war innerhalb eines Jahres um ganze 100 Prozent gestiegen - wurde sichtbar, welch fatalen Abhängigkeiten hier entstanden waren. Viele auf Import angewiesene Staaten sahen sich plötzlich mit Lebensmittelknappheit, Hunger und in der Folge politischen Krisen konfrontiert.

Marktreformen für ein besseres Leben

Wie es soweit kommen konnte, dass einzelne Staaten derartig bedürftig und abhängig geworden sind, haben die US-Forscher rund um William G. Moseley vom Macalester College in ihrer Studie nun näher untersucht.

Die Studie in den "Proceedings of the National Academy of Sciences": "Neoliberal policy, rural livelihood, and urban food security in West Africa: A comparative study of the Gambia, Côte 'Ivoire, and Mali" (sobald online) von William G. Moseley et al.

Exemplarisch haben sie dafür die wirtschaftliche und politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte in Gambia, der Elfenbeinküste und von Mali analysiert. In allen Ländern gab es Mitte der 1980er Jahre größere Marktreformen. Die Märkte sollten liberaler und offener werden, die Staaten sollten ein modernes marktorientiertes Wirtschaftsmodell nach westlichem Vorbild erhalten.

Neue Ernährungsgewohnheiten

Die Ernährungsgewohnheiten haben sich in diesen Teilen Westafrikas im Lauf der letzten vier Jahrzehnten ziemlich verschoben. Der Bedarf nach Reis ist deutlich gestiegen, mehr und mehr hat er andere grobkörnige Getreidesorten wie Hirse oder Mais verdrängt. Vor allem Städter, die seine zeitsparende und einfache Zubereitung bevorzugen, haben diese Entwicklung beschleunigt.

In Gambia wie in der Elfenbeinküste ist es laut den Studienautoren zunehmend unmöglich geworden, den wachsenden Bedarf aus eigenem Anbau zu decken. Bemühungen zum Ausbau scheiterten an technologischen, aber auch an kulturellen Rahmenbedingungen.

Erzwungen Strukturreformen

Dazu kamen die wirtschaftlichen Reformen in den 1980er Jahren. Der Internationale Währungsfonds hatte damals Strukturanpassungsprogramme an die Vergabe von Krediten geknüpft.

In Gambia wurden daraufhin staatliche Unterstützungen für den heimischen Reisanbau und Düngemittel gestrichen, die halbstaatliche Dachorganisation für den Handel mit Reis aufgelassen und schützende Zollbarrieren abgeschafft. Importe wurden dadurch billiger und verdoppelten sich innerhalb von zehn Jahren. Der wenige Reis, der heute noch im Land produziert wird, bleibt laut den Forschern in der Region, in der er wächst.

"Plötzlich mussten die Menschen mit den effizientesten landwirtschaftlichen Systemen der Welt in Konkurrenz treten", so der Koautor Laurence Becker von der University of Oregon. "Viele gaben die Landwirtschaft einfach auf." Die Arbeitslosigkeit stieg, die Produktion eigener Nahrungsmittel ging hingegen stark zurück.

Abwanderung in die Städte

So sei ein zweigeteiltes Gambia entstanden: auf der einen Seite die wachsende Stadtbevölkerung, die auf den billigen Importreis angewiesen ist; auf der anderen Seite die ländlichen Regionen in Landesinneren, die maximal ihren eigenen Bedarf decken können.

Ein recht ähnliches Bild zeichnen die Forscher von der Lage in der Elfenbeinküste, obwohl der Staat in den 1970er Jahren wirtschaftlich fast unabhängig gewesen war. Auch hier ging die Liberalisierung demnach im Großen und Ganzen nach hinten los.

Selbstversorgung als Ausweg?

Nur in Mali stellt sich die Situation laut den Autoren etwas anders dar. Ein Grund sind die anderen Essgewohnheiten; die Bevölkerung ernährt sich hier noch immer zu 85 Prozent von Hirse und Mais. Der auch hier vor allem von der Stadtbevölkerung bevorzugte Reis macht nur 15 Prozent aus, 80 Prozent davon werden noch heute im Land produziert. Die Welternährungskrise 2008 habe Mali zwar auch getroffen, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie andere Staaten.

Die Forscher haben dafür verschiedene Erklärungen: eine robustere inländische Produktion von Getreide, eine - dank ausreichender Regenfälle - Rekordernte im Jahr 2008, und eine wachsende Produktion von grobkörnigem Getreide auf Anbauflächen, die aufgrund des Exportrückgangs von Baumwolle frei geworden sind. Dazu kommt eine vergleichsweise gute Infrastruktur mit einem ausgebauten Transportsystem. Auch hätten es seine Binnenlage und politische Entscheidungen unabhängiger von Importen gemacht.

Unterstützung der Bauern

Eine vor allem privatwirtschaftliche Struktur hat laut den Studienautoren in vielen Ländern Afrikas nur funktioniert, solange Nahrungsmittel - vor allem Reis - billig waren. Aus heutiger Sicht seien die Reformen aber zum Teil kontraproduktiv gewesen. Sie hätten zu hoher Arbeitslosigkeit und einer Auflösung der eigenen Nahrungsmittelproduktion geführt. Staatliche Maßnahmen hätten zudem den ländlichen Bereich völlig vernachlässigt.

Es gebe aber auch mögliche Auswege aus der misslichen Lage: Der Anbau und die Vielfalt lokaler Getreidesorten sollten vermehrt gefördert werden. Zollschranken, staatliche Unterstützungen und günstige Kredite würden den einheimischen Bauern realistischere Konkurrenzchancen eröffnen, und durch ein ausgebautes Verkehrsnetz könnten sie mit ihren Waren heimische Märkte beliefern.

Eva Obermüller, science.ORF.at

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Forum

 
  • "... die Liberalisierung des Handels hat trotz bester Absichten ..."

    manfredvogl, vor 726 Tagen, 4 Stunden, 26 Minuten

    Scheiß Propaganda!

    • einfach lächerlich und geschmacklos,

      mantispa, vor 725 Tagen, 5 Stunden, 59 Minuten

      diesen philanthropen der us-ökonomie böse absichten (gewinnmaximierung, ausbeuterei) zu unterstellen - oder?? na ja, allerdings, dass sie so dumm und (aus der geschichte) nicht lernfähig sind, kann ich mir auch nicht vorstellen. was sollen sie denn machen, wenn "das geld auf der straße liegt" (weil andere es "verlieren", weltweit)? zum fundamt laufen?

  • Von Äpfel und Brinen

    bravenewone, vor 726 Tagen, 6 Stunden, 1 Minute

    Von Südostasien und Afrika. Nein man kann beide Regionen nicht vergleichen. In der einen Region wurden viel fortschrittlichere Gesellschaften "kolonisiert" - in der anderen Jäger, Sammler und Kleinbauern. Soviel dazu.

    Generell scheint es hier für viele schwer zu fassen zu sein, dass um überhaupt einmal einen Staat auf die Beine zu stellen eine halbwegs fuktionierende Gesellschaft nötig ist. Daran scheitert es in den relevanten Regionen bereits. Und ja 400-500 Jahre Zwangsunterdrückung hat den Ländern die Chance einer Gesellschaftsentwicklung genommen. Danach scheiterts an der völlig fehlenden Infrastruktur - ohne Bildung, Krankenversorgung, Exekutive, Justiz, Inrfastruktur wird jede Inititive im Keim erstickt.
    Adam Smith hat bereits festgehalten, dass unter solchen Umständen keine Marktwirtschaft ent- oder bestehen kann.

    Aber dafür muss man ein wenig nachdenken. Zu sagen der Afrikaner ist faul/unfähig ist da doch viel einfacher und das was man bei uns eh immer hört

    • bravenewone, vor 726 Tagen, 5 Stunden, 58 Minuten

      aber einige selbsternannte Verteidiger der "Marktwirstchaft" werden sich schon durch die Überschrift auf den Schlips getreten fühlen und müssen wohl wieder einmal ihr übliches Sätchen "Wer Nachteile durch den Markt hat ist selbst schuld ablassen ohne das Prinzip einer Marktwirtschaft überhaupt zu verstehen.

    • bravenewone, vor 726 Tagen, 5 Stunden, 44 Minuten

      Ach und bevors wieder kommt: Natürlich könnten "die" in Afrika sich einfach mal zusammensetzen und sich was überlegen, hätten sie ähnliche gesellschaftliche Verhältnisse wie wir. Haben sie aber nicht.

      Und man kann wohl kaum erwarten, dass die sich mal eben hinsetzen, und eine gesellschaftliche Entwicklung hinlegen für die wir rund 500 Jahre gebraucht.

    • bravenewone, vor 726 Tagen, 5 Stunden, 44 Minuten

      haben

  • entferner, vor 726 Tagen, 13 Stunden, 55 Minuten

    achso?????????

  • @eudiktator (weiter unten)

    montaigne, vor 726 Tagen, 19 Stunden, 5 Minuten

    "Für den Reichtum der westlichen Länder...eudiktator, vor 7 Stunden, 17 Minuten

    ...muss es irgendwo auf diesem Planeten jemanden geben, der diesen erarbeitet. Wir brüskieren uns über die Armut in vielen Ländern, können aber für die Produkte, die wir von dort importieren, gar nicht wenig genug bezahlen. Kaffee ist so billig, dass man ihn bei uns so selbstverständlich wie Leitungswasser trinkt. Die Bedingungen, unter denen dieser ...."

    Es gibt (z.B.) eine OPEC, die versucht, die Ölpreise so hoch wie marktmöglich zu halten.

    Das würde für Kaffe Kakao etc. genauso gehen.

    Es fehlt scheint's an der Organisation.

    • nicht alles was hinkt ist ein vergleich

      jedi, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 40 Minuten

      mag ja sein, dass horden von büroarbeitern müde und mit koffeeinentzug in der arbeit sitzen wenn sich der kaffee-preis ver-10-facht. Ohne Öl läuft in der westlichen welt aber gar nix mehr, da gibts hier weder sprit fürs auto noch düngemittel für die felder, nichtmal fliessend wasser gibts ohne entsprechende energieversorgung, deren grundlage in europa die fossile energie ist. Für kaffee gibts kein lokales geografisches quasimonopol bei beim öl im mittleren osten. Geht es um die wirkung von kaffee gibts eine reihe von alternativen, in punkto geschmack ist man auch nicht zwangsweise auf die bohne angewiesen - insofern der vergleich OPEC...naja

      Und trotzdem hat die opec in den letzten jahren die kontrolle über den ölpreis verloren. Vor der wirtschaftskrise versuchten sie über mehrere jahre erfolglos den ölpreis zu drücken, jetzt in der krise konnten sie nicht verhindern dass er unter 70$ sinkt.

  • @brave

    zlozale, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten

    na dann schau dir mal afrika an und südostasien: alles ehemalige kolonnien, also derw esten hat sich ggue beiden sicher nicht unterchiedlich verhalten - und wenn man um 1960 egal wen gefragt hätte, wer 2010 an ders chwelle zum wohlstand steht, die asiaten oder die afrikaner, hätte JEDER auf die afrikaner getippt. nur sinds halt die asiaten geworden - hat alos wohl was mit mentalität zu tun, nicht mit dem westen, der sich sicher beiden ggue gleich verhalten hat.

    • ehrm...

      bazino, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 31 Minuten

      bitte die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

      Die Chinesen haben eine Zentralregierung die im Alleingang alles entscheiden kann und INTELLIGENT entscheidet. Wenn unsere Politiker solche Macht hätten, dann wäre in einer Generation Europa am Boden. Die Chinesen planen in Generationen und führen damit alle anderen Länder vor!

      Die sind auch der WTO erst beigetreten, als sie VORBEREITET waren, sprich als sie schon 100% der westlichen Industriegüter perfekt kopieren und zu lächerlichen Preisen produzieren konnten, erst da sind sie dem entsprechenden WTO-Abkommen beigetreten UND haben sofort die Abschaffung der westlichen Subventionen gefordert, weil die Chinesen haben genau begriffen wie die WTO in ihrem Sinne funktioniert.

      Einem Teilabkommen nach dem anderen sind sie beigetreten. Durch westliche Investitionen (alle wollen auf diesen riesigen Markt - checken nicht, dass sie da chancenlos sind gegen die Inlandskonkurrenz!) können die jetzt Afrika aufkaufen und tun es auch.

    • grundsätzlich stimme ich dir zu,

      zwentibald, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 26 Minuten

      nur glaube ich, dass es weniger die mentalität der bevölkerung ist, die die unterentwicklung fördert, sondern die nicht exixtenten politischen strukturen, die korupten oberschichten, falsche hilfe von außen und instabilen rahmenbedingungen - politisch, wie wirtschaftlich.

      deshalb setzt moderne entwicklungshilfe auch nichtmehr auf die verteilung von nahrungsmitteln oder geld, sondern auf die schaffung von strukturen.

    • ui, da war jemand schneller... :)

      zwentibald, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 24 Minuten

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 20 Minuten

      "In meinen Kreisen" (Verwandte, Bekannte) hatte niemand auf Afrika getippt, alle auf Asien, das weiß ich noch gut. Wir dachten reichlich undifferenziert, was solls. Ein Element war, dass "Afrika" uns zerstört und belastet vorkam, von "Asien" hatten wir ein ganz anderes Bild.

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 18 Minuten

      uns kam damals Afrika so vor, wie zwentibald hier schreibt. Wir waren nicht dort - wir lasen Berichte.

    • @zwenti

      zlozale, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 10 Minuten

      "nicht exixtenten politischen strukturen, die korupten oberschichten, falsche hilfe von außen und instabilen rahmenbedingungen - politisch, wie wirtschaftlich."

      diese rahmenbedingungen waren die gleichen in den ehemaligen kolonnien in südostasien und in afrika - und trotzdem habens die asiatischen "tigerstaaten" geschafft, während afrika noch immer im chaos herumwurschtelt - ich frage dich, warum? imo gibts hypothetisch nur 2 antwortmöglichkeiten: rasse und kultur - aber anhand westlich sozialisierter schwarzer, die ich kennen lernte, und die in jeder hinsicht genau so leistungsfähig sind wie weiße, bin ich mir 100% sicher, dass es an der rasse nicht liegt. also bleibt die kultur: afrikanische kulturen/gesellschaften sind offensichtlich nicht in der lage, sich so zu strukturieren, dass was gscheites dabei raus kommt.

    • Naja man muss auch bedenken...

      bazino, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 4 Minuten

      ...das Afrika zuerst von den USA versklavt wurden. "Kaum" war das vorbei, nahmen ihnen die Europäer alle Rohstoffe weg.

      In Asien war das so nie der Fall. Dort waren die Engländer relativ (!) zivilisiert zugange. Dort waren immer auch lokale Regierende "gut eingebunden".

      Dort wo die Franzosen unterwegs waren und sich aufgeführt haben wie in Afrika wurden sie ordentlich herplaniert (Vietnam, etc.).

      Afrika hatte gar keine Chance die Europäer herzuplanieren weil sie durch die Amerikaner schon so zugerichtet waren...

      Auch in Indien mit dem Kastensystem war es (so sarkastisch das klingt) einfacher viele Veränderungen durchzusetzen.

    • @bazino

      zlozale, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 3 Minuten

      und wer redet von den chinesen? ich red von den ehemaligen kolonnien in südostasien!

    • freiwelt, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 2 Minuten

      voellig an den haaren herbeigezogen. kein mensch haette afrika die besseren entwicklungschancen eingeraeumt als asien (teilen lateinamerikas higegen sehr wohl - ein irrtum, wei sich spaetestens in den 70ern zeigte) joseph conrad portraetierte afrika schon ende des 19 jahrhunderts als schockierend unterentwickelt. zur gleichen zeot aber machte japan seinen aufstieg zur grossmacht durch - in 40 jahren von der mittelalterlichen gesellschaft zur weltmacht (nach dem japanisch russischen krieg)

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 1 Minute

      "Mentalität" ist ein Jokerwort. Es dient schön zur Benennung, aber nicht zur Erklärung!

    • @bazino

      zlozale, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 58 Minuten

      du vergisst oder verdrängst folgende fakten:
      1. sklaverei war in afrika schon seit jahrhunderten, wenn nicht jahrtausenden gang und gäbe, bevor der erste schwarze den kontinent als sklave richtung westen verließ.
      2. ohne die rohstoffe, die ihnen die europäer angeblich wegnahmen, waren sie immer noch nicht schlechter gestellt als die asiaten, die von vorne herein kaum rohstoffe hatten.
      3. erklär mir bitte, warum sich frankreich udn england als kolonnialmächte in afrika anders benommen haben sollen als in asien!

      fazit: alles leicht zu durchschauende märchen mit dem alleinigen zweck, die afrikaner aus der alleinigen eigenverantwortung seit ihrer unabhängigkeit zu entlassen!

    • Die Engländer haben sich auch in Afrika besser benommen...

      bazino, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 50 Minuten

      ...schau dir an wo die waren und wie die Länder jetzt dastehen.

      Dann vergleich das mit Frankreich oder auch Spanien.

      Der Prozentsatz der Länder unter englischer Fuchtel die jetzt im Vergleich zu ihrem Kontinentalschnitt besser dastehen, ist bei den Engländern deutlich besser.

      Auch China war teilweise kolonialisiert, gehört also berücksichtigt.

    • freiwelt, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 41 Minuten

      weil vorher das raetsel der asiatischen tigerstaaten erwaehnt wurde: die erklaerung oder ein wesentlicher teil davon sind die chinesischen minderheiten (wobei ja mehrheiten i taiwan und singapur), die zumindest in den 60ern-80ern ausserhalb chinas ihr oekonomisches potential besser entfalten konnten als in china. mittlerweile aendert sich diese situation und china selbst hat die hoechsten wachstumsraten

    • @freiwelt

      zlozale, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 29 Minuten

      so gesehen kann man den afrikanern das hereindrängen der chinesen nur wünschen, oder?
      ...wenn die selbst ausserhalb chinas, also ohne protektion durch ihr kommunistisches, also kleinunternehmerfeindliches system und fern der eigenen kultur, sich ökonomisch behaupteten und zu wirtschaftlichen zugpferden wurden.

    • freiwelt, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 20 Minuten

      die praesenz chinas in afrika ist derzeit eine ganz andere als jene, die in suedostasien in der kolonialzeit mit ihren transnationalen migrationsstroemen ihren anfang nahm (gibt zB in singapur und malaysien ja auch indische minderheiten aus der zeit der britischen herrschaft)

      china hat keinerlei interesse an der entwicklung afrikas, es gibt auch keine chinesischen migrationsstroeme dorthin. vielmehr kauft man 1. oel und 2. land (als lebens. vermutlich futtermittel und energielieferant) beides kommt der afrikanischen bevoelkerung nicht nur nicht zugute sondern zwingt sie nur in weitere internationale abhaengigkeiten. aber eines stimmt: zumindest die afrikanischen machthabenden und besitzenden klassen beteiligen sich an diesem spiel, und das mit grossem gewinn.

      nein, die internationale politik muss afrika zu mehr selbststaendigkeit verhelfen, statt es in immer neue koloniale abhaengigkeiten zu manoevrieren

    • @frei

      zlozale, vor 726 Tagen, 21 Stunden, 49 Minuten

      das war mir schon klar, drum hab ichs auch so als provokante frage formuliert.
      was ich aber anders sehe: nicht die anderen, sondern afrika muss sich sich selbst zu mehr selbständigkeit verhelfen, sonst wird das nie was.

    • freiwelt, vor 726 Tagen, 21 Stunden, 41 Minuten

      ich denke auch, hab das weiter unten auch gesagt, dass viele probleme afrikas hausgemacht sind (eine mentalitaetserklaerung lehne ich indes ab - nicht weils politisch inkorrekt waere sondern weil man das gleiche ueber die in den 50ern hungernden chinesen gesagt hat) aber der internationale handelspolitische kontext hat ebenfalls einen wesentlichen anteil an der misere.

      und genau das ist fuer eine politische debatte hierzulande relevant.

      denn auch hier machen wir uns gedanken ueber eine einschraenkung der liberalen markt orthodoxie, das abruecken produktivismus in der landwirtschaft und ernaehrungssouveraenitaet.

      aber was auch stimmt: sowas wie internationale politik gibts in oesterreich ja ohnehin nicht, insofern ist das eine theoretische debatte

    • freiwelt, vor 726 Tagen, 21 Stunden, 38 Minuten

      naja kleiner nachtrag, modelle wie fair trade haben den konsumenten im norden ja auch mittel an die hand gegeben hier einen gewissen einfluss zu nehmen, minimal, aber immerhin,..

    • zlozale, vor 726 Tagen, 21 Stunden, 19 Minuten

      wie gesagt: WENN man schon zeit darauf verschwendet, die schuldfrage zu stellen, anstatt gleich nach lösungsmöglichkeiten zu suchen, dann bin ich ein grosser fan davon, die schuld erst mal beim betroffenen zu suchen - und die lösung sowieso. vorteil: der betroffene kann so sein problem selbst lösen, braucht keine andren dazu.

    • @zozale

      jedi, vor 726 Tagen, 18 Stunden, 23 Minuten

      Deine argumentation ist ziemlich alt und bewährt. Es waren schon immer die "herrschenden", "wohlhabenden" die erklärten, diese unterrasse sei ja ohne ihre "herren" nicht überlebensfähig und selber schuld an ihrer misere und die sollen doch froh sein, dass sich jemand um sie kümmert, auch wenn man sie halt manchmal "hart" anfassen müsse. Das war im mittelalter so in europa, das war in der usa zur zeit der schwarzen sklaven so, in indien während der kolonialzeit, in südafrika & apartheit, bolivien & grossgrundbesitzer...

      wann war das eigentlich KEINE rechtfertigung für ungerechtigkeiten???

      Afrika hat das pech auf vielen bodenschätzen zu sitzen und fast immer sind es zufällig genau die "anrainer" die zwar den dreck vom abbau haben, aber nichts von den gewinnen. Und zur korruption, bildung und aufbau von "modernen" politischen systemen: Nicht jeder kontinent hat das glück einen marshallplan zwangsverordnet zu bekommen und demokratie so schnell eingeprügelt zu bekommen, dass manche das 2 generationen später noch nicht verdaut haben!

    • @jedi

      zlozale, vor 726 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten

      deine herrenmenschenphantastereien, die du mir unterstellst, zeigen eher, dass du am ende deier argumente bist, als irgend was andres.
      und bezüglich marshallplan: du vergisst, dass der lebensstandard in europa - auch in österreich, das nie kolonnien hatte! - bereits vor dem 1. weltkrieg so groß war, wie er erst mitte der 50er wieder wurde, marshallplan hin oder her, udn dass sich die meisten afrikanischen länder alle zehne abschlecken könnten, wenn sie den lebensstandard von österreich nicht nur von vor dem 1. weltkrieg, sondern sogar jenen der zwischenkriegszeit hätten!

    • jedi, vor 726 Tagen, 17 Stunden, 31 Minuten

      na europa in den 100 jahren vor dem 1.wk, da gabs revolutionen, umsturzversuche, bespitzelung der bevölkerung, hungersnöte einhergehend mit teilweise enormer überbevölkerung, ...
      von demokratie spreche ich gar nicht, die hielt ja selbst nach dem 1.wk hierzulande nichtmal 20 jahre...

      Ich unterstelle dir keine herrenmenschenphantastereien aber schwarz-weiss-malerei und da halte ich halt mal die andere farbe entgegen - und die argumentation "die sind eh alle selber schuld" ist ja wohl genauso billig und unreflektiert wie die "och, die armen unschuldigen hascherl" - argumentation!

    • ja, ja,

      mantispa, vor 726 Tagen, 4 Stunden, 39 Minuten

      ihr vergesst aber alle, dass afrika alleine auf dauer überlebensfähig (sustainable) ist, china und alle andren aber nicht - alle leben auf kosten ihrer zukunft auf den point of no return zu. eine wiederbesiedlung der welt könnte (abgesehen von der umweltzerstörung!) mal von afrika ausgehen - trotz der ausplünderung (jetzt durch china - das sich materialistisch total verrennt). die antifortschrittliche "mentalität" (?) ist dafür ideal.

  • Aber geh

    hosenbeisser, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 58 Minuten

    Der freie Markt ist doch laut unseren ehemaligen Superman-Finanzminister Grasser so super toll und überhaupt. Schliesslich beginnt ein guter Tag mit einem sanierten Budget. Das gilt auch in Afrika.

    • Ja weil im Gegensatz zum reichen Nordkorea

      zwentibald, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten

      gehts uns ja so schlecht hier, gell?

    • Freien Markt haben wir ja nicht...

      bazino, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 40 Minuten

      ...bei uns gibt's Zölle.

      Solange es Zoll auf nur ein einziges Teil gibt, ist es kein freier Markt.

      Solange auch die Großkonzerne ständig ihre Preise absprechen, ist es kein freier Markt.

      So gesehen hatte auch "der Westen" noch NIE einen freien Markt. Nicht einmal die USA, die ja "den freien Markt" erfunden haben.

      Der freie Markt wäre nämlich in einer Informationsgesellschaft mit super niedrigen Transportkosten ein reiner KÄUFERmarkt, sprich die Verkäufer müssten sich anstrengend wie blöd damit die Leute vor Ort kaufen und nicht bei der Konkurrenz in China.

      Aktuell spürt man davon erst die ersten kleinen Vorwehen und schon jetzt jammern die westlichen Großkonzerne weil ihre abgesprochenen Preise zu hoch sind um mit China konkurrieren zu können. Deshalb unterstützen sie auch Kleidungseinfuhrbeschränkungen gegenüber China, etc. alles Verstöße gegen die WTO übrigens, bloß das die WTO mit dem IWF immer nur die kleinen Afrikaner bestraft.

  • Bevölkerungsexplosion

    bill123, vor 727 Tagen, 41 Minuten

    Hätte eine Frage an Experten (und keine Blödler):
    Was ist Eurer Meinung nach der Hauptgrund für Bevölkerungsexplosion in Entwicklungsländern und Bevölkerungsrückgang in Europa?

    • solala, vor 727 Tagen, 17 Minuten

      Speziel für Afrika, der Einzug der modernen Medizin ohne aber gleichzeitig die Geburtenrate zu sänken. Große Mitschuld trägt auch der vatikan mit seinem strikten nein zu Verhütungsmittel!

      (Diese Ursache und zusammenhänge werden auch in den wissenschaftlichen Publkationen so genannt).

      Es gibt wahrscheinlcih keinen kausalen zusammenhang zu den Geburtenrückgängen in Europa, allerhöchsten das die Kirche noch soviel von Teufel und Hölle sprechen kann, es interessiert niemanden mehr im Westen das Geschwätz.

    • noxventa, vor 727 Tagen, 15 Minuten

      Kinder in Afrika sollen für ihre Eltern sorgen wenn sich diese nicht mehr selbst versorgen können.

      In einem Reichen Staat sind sich viele leute zu "bequem" für Kinder. Kinder sind Arbeit. Kinder verringern den Lebensstandart(im Gegensatz zu Afrika). Kinder sind für eine gesicherte Zukunft im Alter nicht nötig.

    • rainerz, vor 727 Tagen, 2 Minuten

      ob "bequem" im Wortsinn immer zutrifft, weiß ich nicht sicher. Mir ist ebenso die Version bekannt "ich kann Kindern keine Chance mehr bieten, bei uns ist alles besetzt, ich weiß nicht, was aus ihnen werden soll". Für die finanzielle Ober - Oberschicht gilt das so wohl nicht ... Für Normale lasse ich es als weiteren Aspekt gelten. Noch etwas: "Bevölkerungsexplosionen" sind bisher noch immer von Katastrophen/Kriegen/Seuchen wieder zurückgehauen worden. Das kann eine oder zwei Generationen auf sich warten lassen, wenn man nichts tut. Interessant in unseren Ländern: die Großstädte der Frühindustrialisierung waren Bevölkerungssenken, von Zuzug versorgt, die Mehrheit der Kinder starb. Liefergebiet war das Land, dort konnten Kinder aufwachsen.

    • @rainerz

      solala, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 57 Minuten

      Ein Punkt meiner Kritk mit allen Mittel Krankheiten wie Grippepandmie verhindern zu wollen, es gibt weitere Gründe, derartiges hat nicht nur Nachteile sonderen auch Vorteil wie die Grippewelle zum Ende des 1. Weltkriegs zeigte, sie beendete nicht nur den sinnlosen Krieg, sondern Nachkommen die das Überlebt haben sind heuegegen einige Krankheiten Immun.

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 50 Minuten

      schon gut solala. Ich habe nur ein paar Gedanken niedergeschrieben. Ein weiterer Gedanke: ich möcht selbst nicht Opfer einer Seuche sein, ich wünsche dir das nicht, und auch sonst niemandem.
      Wenn ich etwas nicht vertragen kann, dann Evolutionsgelaber (hurra, die Nachkommen der Überlebenden sind fitter), das im Zusammenhang mit menschlichem Zusammenleben als Rezept ("Vorteil") verkauft wird.

    • @rainerz

      solala, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 43 Minuten

      Zu meinen etwa hat nur Vorteile ohne Nachteile, ist ein schwerer Fehler, der kurzsichtige Denkweise könnte sehr teuer zu stehen kommen.

      Aber egal, hinter mir die Sinflut, hauptsache mir geht's gut, und was danach kommt interessiert mich nimmer...

      (Das diese Mentalität nicht ewig währt, das ist kein Staatsgeheimnis mehr!)

    • Medizin - Altersversorgung

      bill123, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 40 Minuten

      Interessante Antworten.
      Die Medizin ist für die Bevölkerungsexplosion in Afrika denke ich wohl kaum verantwortlich, denn die medizinisch Versorgung ist gerade dort mehr als mangelhaft.
      Altersversorgung ist schon eher ein Grund denke ich.

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 32 Minuten

      Menschenschicksale als Vorteil - Nachteil zu kalkulieren ist Kennzeichen totalitärer Systeme, ist Unrecht.
      Aus Denkfaulheit und eigener unreflektierter Angst wird das hierzulande zu wenig berücksichtigt.
      Was "man in Afrika tun soll", weiß ich auch nicht. Da werden noch viele sterben. Doch egal, was man glaubt, dass irgendwie geschehen "sollte": Immer ist der Mensch, sein Menschenschicksal, der Zweck, und nie, nie, zum Donnerwetter, ist ein Mitmensch, ein Menschenschicksal das Mittel. Geht das in dein Spatzenhirn?

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 31 Minuten

      (war @solala)

    • Und was ist mit Energieversorgung?

      bill123, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 31 Minuten

      Es gibt Gegenden in unterentwickelten Regionen, wo vor allem Frauen den Großteil der aktiven Zeit damit verbringen Brennholz zu sammeln.
      Diese Arbeit wird sehr erleichtert, wenn es viele Kinder gibt, die mithelfen.
      Das ist nur ein Beispiel für "energiemotivierte" Familienplanung, da will dann auch niemand was von Verhütungsmittel wissen.
      Je mehr Familienmitglider, umso leichter fällt die Energieaufbringung für das Überleben.
      Früher waren auch in Österreich Großfamilien mit 7, 10 oder mehr Kinder Gang und Gäbe. Warum heute nicht mehr?
      Ganz klar, weil wir unseren Energiebedarf großteils aus fossilen Quellen decken.
      Diese Energien sind aber auch nur billig, weil wir sie den Entwicklungsländern stehlen.
      Was sagt ihr zu dieser Theorie?

    • Das es keine Theorie ist...

      bazino, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 12 Minuten

      ...sondern Fakt.

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 7 Minuten

      von diesen 7, 10 Kindern wurden in vielen Fällen die meisten fortgegeben. Man bekam sowieso noch viel mehr, die Säuglingssterblichkeit war hoch, man war das gewohnt ... Das Überleben erleichterte das gar nicht! Es setzt sich in allen Kulturen Familienplanung durch, und wenn es mit Mitteln ist, die menschlich eigentlich nicht vertretbar sind, wie Aussetzen.

    • rainerz, vor 726 Tagen, 23 Stunden, 3 Minuten

      Handel mit "Entwicklungsländern" ist ein dickes Buch, in früheren Postings zu diesem Artikel kommt einiges zur Sprache. Ich kenne den Aspekt "die sollen billigen Rohstoff liefern ...", das ist einer von vielen.

    • Die Familienplanung setzt sich erst...

      bazino, vor 726 Tagen, 22 Stunden, 42 Minuten

      ...bei entsprechendem Fortschritt durch.

      In Europa war bis zum ersten Weltkrieg ein ordentliches Bevölkerungswachstum vorhanden. Es kamen im Schnitt 4 Söhne auf die Familie... genug "Material" für einen ordentlichen Krieg.

      Erst ab 1900 wuchs die Bevölerkung in Afrika stärker als in Europa und immer schneller.

      Aber in Südamerika wächst die Bevölkerung z.B. noch viel schneller!

  • subventionierte Produkte - wie im Artikel nachzulesen -

    bitteichweißwas, vor 727 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

    sind mE das Hauptübel. "Die sind ja so arm, die muss man unterstützen" und schon ist die einheimische Wirtschaft ruiniert.

    Oft genug gibt es dort auch keine vernünftige Regierung, sondern Diktatoren. Nachdem dort ja auch Millionen von Menschen wohnen, müssten die ja auch Bedürfnisse haben.

  • Für den Reichtum der westlichen Länder...

    eudiktator, vor 727 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten

    ...muss es irgendwo auf diesem Planeten jemanden geben, der diesen erarbeitet. Wir brüskieren uns über die Armut in vielen Ländern, können aber für die Produkte, die wir von dort importieren, gar nicht wenig genug bezahlen. Kaffee ist so billig, dass man ihn bei uns so selbstverständlich wie Leitungswasser trinkt. Die Bedingungen, unter denen dieser angebaut und verarbeitet wird, hinterfragen wir nicht. Bekleidung kostet heute teilweise weniger als einheimisches Gemüse. Die Bedingungen unter der diese hergestellt wird (vom Baumwollanbau bis zur Kinderarbeit) hinterfragen wir nicht. Wir regen uns auf, wenn der Spritpreis um ein paar Cent erhöht wird. Die Kriege die um Rohöl geführt werden, hinterfragen wir nicht. Artikel wie dieser hier haben in unserer Welt leider nur Unterhaltungswert. Sie ändern nichts am System oder unserer Einstellung dazu.

    • Ohne die Politik gehts halt nicht...

      bazino, vor 727 Tagen, 2 Stunden, 8 Minuten

      ...da können die Leute noch so sehr wollen.

      Hätte es nicht ein Gesetz zur Mülltrennung gegeben, dann wäre die undurchführbar. Oder glaubst die Leute würden ihre getrennten Sachen selbst zum jeweiligen Recycler führen? Das ist nicht umsetzbar.

      Solange nur noch Unfähige regieren und noch Unfähigere als Nachwuchs herangezüchtet werden, wird sich gar nix ändern.

      Wie, historisch gesehen, tiefgreifener Wandel vollzogen wird ist halt nicht lustig, aber anscheinend einfach Natur der Menschheit...

  • Ein Tipp

    bravenewone, vor 727 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten

    wers nicht begreift warum die Situtation in Afrika so ist und warum ein freier Markt dort nicht funktioniert und der Weltmarkt noch dazu extrem schädlich ist -

    nachlesen bei Adam Smith. Und wer das nicht versteht - Einfach mal nichts sagen

    • Auf den geologic darfst nicht hören...

      bazino, vor 727 Tagen, 2 Stunden, 55 Minuten

      ...der hat wahrscheinlich nur einen sehr ironischen Nickname-Bezug... war wohl als diamantenschmuggelnder Söldner in Südrhodesien, deshalb geologic ;)

      Btw. lustig das die in der Studie jetzt draufkommen... die Sozialgesellschaft berichtet schon seit Jahrzehnten, dass die Vorschriften des IWF nur dazu führen, dass Afrika immer ärmer wird und genau dieser Zusammenhang wurde schon vor ca. 20 Jahren genau erklärt...

    • So lange es viele Staaten gibt, die aus der Armut Afrikas...

      eudiktator, vor 727 Tagen, 1 Stunde, 32 Minuten

      ...bares Kapital schlagen, wird die AU (Aufrikanische Union) das Armenhaus der Welt bleiben. Für die importierten Lebensmittel, die wir aus Überfluss tonnenweise wegwerfen müssen weil bereits am nächsten Tag eine neue Schiffsladung mit frischen Produkten kommt, sterben anderswo tausende Menschen den Hungertod. Aber natürlich hinterfragen wir unsere exotischen Produkte nicht so lange nicht vor unseren Augen gestorben wird. Viele Menschen würden automatisch Vegetarier, wenn sie ihre Nahrung selbst töten müssten. Und viele Menschen würden auch keine exotischen Produkte mehr konsumieren wenn die Menschen, die sie hergestellt haben, vor ihren Augen sterben würden. Gott sei dank bleibt das Elend für den verwöhnten Konsumenten unsichtbar. Dadurch erspart er sich das schlechte Gewissen beim Kauf.

    • gorith, vor 727 Tagen, 23 Minuten

      "Viele Menschen würden automatisch Vegetarier, wenn sie ihre Nahrung selbst töten müssten."

      Das bezweifle ich sehr stark. Früher musste man seine Nahrung selber töten und keiner hatte damit ein Problem. Ich zumindest hätte damit kein Problem ein Tier zum Essen zu töten. Aus Spass mach ich es nicht und heiße es auch nicht gut, aber wir sind nun mal auch Fleischfresser. Und wir haben genug aggressionspotential und psychologische Schutzmechanismen um problemlos zu töten. Desmond Morris argumentiert in seinen Büchern übrigens sehr glaubhaft, dass der Mensch seine Intelligenz überhaupt nur so hoch entwickeln konnte, weil er sich von einer rein vegetarischen Ernährungsweise verabschiedet hat.

      "Und viele Menschen würden auch keine exotischen Produkte mehr konsumieren wenn die Menschen, die sie hergestellt haben, vor ihren Augen sterben würden."

      Auch das glaube ich nicht. Mit dem Tod von Mitmenschen haben wir eigentlich kein Problem, wenn sie uns nur fremd genug erscheinen. Nachdem da schwarze sterben, würde es die meisten Europäer nur insofern jucken, als dass sie am Stammtisch darüber reden würden, ob man nicht was dagegen tun kann, währen sie trotzdem ihre Produkte konsumieren.

      Das klingt vielleicht jetzt alles hart, aber ich glaube wirklich dass es so ist....