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Der Mond

Eis auch am Nordpol des Mondes

In der ewigen Finsternis am Nordpol des Mondes gibt es tonnenweise Wassereis. Das haben Astronomen mit einem Radarinstrument an Bord der indischen Mondsonde "Chandrayaan-1" beobachtet.

Astronomie 02.03.2010

In mehr als 40 kleinen Kratern, deren Boden das Sonnenlicht nie erreicht, stießen die Forscher auf Wassereis. Schätzungen zufolge gebe es dort mindestens 600 Millionen Tonnen Eis, berichtete die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern in Washington. Zuvor hatte die NASA-Sonde "LCROSS" bereits Wassereis am Südpol des Mondes entdeckt. Und eine "Wasserkarte" von "Chandrayaan-1" hatte Spuren von Wasser überall auf dem Mond gezeigt.

Wasser entsteht am Mond

Wassereiskrater am NOrdpol des Mondes
Die Wassereiskrater am Nordpol des Mondes

Mit dem Radarinstrument Mini-SAR stießen die Forscher auf dicke Schichten am Grund der Krater, die die Eigenschaften von Wassereis haben. Die zahlreichen Messungen der verschiedenen Mondmissionen zeigten, dass Wasser offensichtlich auf dem Mond entstehe, sich ausbreite, und abgelagert werde, erläuterte der Chefwissenschaftler für das Radarinstrument Mini-SAR, Paul Spudis vom Mond- und Planeteninstitut in Houston.

Das Wasser auf dem Mond entsteht - so vermuten Forscher - mit Hilfe des Sonnenwindes, der auf die Mondoberfläche trifft. Seine Wasserstoffteilchen (Protonen) treffen demnach mit rasender Geschwindigkeit auf den Sauerstoff, der in Felsen und Steinen des Mondes steckt, und beide verbinden sich dann zu Wasser.

"Die neuen Entdeckungen zeigen den Mond als interessanteres und attraktiveres Ziel für Wissenschaft und Raumfahrt als bislang gedacht", ergänzte Spudis. Wasservorkommen wären etwa für bemannte Missionen oder Stationen auf dem Erdtrabanten von großer Bedeutung.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • Irritierende Informationen,...

    neutrino, vor 713 Tagen, 13 Stunden, 36 Minuten

    zunächst mal ist mit den modernsten Hochleistungscomputern der Polar umlaufenden Mondsatelliten anscheinend keine lückenlose Darstellung der Pole möglich wo doch die Aufzeichnungsdichte jeweils an den Polen am höchsten ist,...es müsste sogar eine 3D - Rekonstruktion aus den vorhandenen Daten möglich sein vorausgesetzt die Kartographen haben ihr Handwerk ordentlich gelernt,...und da wäre noch die Sache mit den Vakuum auf der Mondoberfläche, müsste da nicht jegliches Wassereis sich sofort in ihre atomaren Grundbausteine sich auflösen oder gibt es gar eine Minimalatmosphäre in den Mondkratern, etwa vergleichbar mit der Atmosphäre auf den Mount Everest,...ja und wer weiss vielleicht gibt´s dort in den tiefen Mondkratern auch einen Yeti!?,...;-)
    .:.

    • denke ich ja auch

      mantispa, vor 713 Tagen, 9 Stunden, 23 Minuten

      - aber weil ja so viel schon von schmutzigen schneebällen durchs mediale all geisterte, muss doch was dran sein - an hörbigers welteis-lehre. die oortsche wolke inbegriffen.

    • Erklärungen!?

      nachtgruen, vor 712 Tagen, 16 Stunden, 10 Minuten

      Hallo!

      Auf Satelliten sind keine Hochleistungscomputer unterwegs. Die Rechner dort draußen sind erschreckend langsam, dafür aber sparsam und v.a. sehr robust gegenüber Strahlung aller Art.

      Die Satelliten befinden sich nicht (!) auf einer polaren Umlaufbahn. Das sieht man ja schon an dem Bild, wo die Bildstreifen am Pol vorbeilaufen. Sinn und Zweck davon ist, dass eben gerade nicht eine Fläche 100e Male sinnlos beobachtet wird, sondern sich die wertvolle Beobachtbachtungszeit auf ansonsten nicht kartographierbare Gebiete erstreckt.

      3D-Karten vom Mond gibt's in Hülle und Fülle. Braucht's hier aber nicht.

      Neben dem Wassereis in diversen Objekten im Vakuum (Halley'scher Komet usw.) ist das Wasser am Mond laut Vorabergebnissen in der Regel nicht frei, sondern im Molekülgitter der Gesteine eingeschlossen (wie auch laut einigen Studien im festen Erdinneren). Damit gibt's zwar Wasser, das kann aber nur durch komplettes Zerreiben der Felsen runter auf Molekülebene freigesetzt werden (Einschläge von Meteoriten, Testsonden usw.).

      Beste Gryße,
      Gryn

    • nein nein,

      mantispa, vor 712 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

      laut diesen erkenntnissen handelt es sich um massives eis, nicht nur um ("kristallwasser"-)eis. ich war aber noch nicht dort.

    • 600 Millionen Tonnen Wassereis am Nordpol des Mondes,...

      neutrino, vor 711 Tagen, 4 Stunden, 24 Minuten

      am schattigen Boden der ca. 40 Mondkrater, (steht ja oben!) nun vmtl. sublimiert das Wassereis im Vakuum bei -200° C an den Mondpolen doch langsamer als es sich bildet,...;-)

      Scientific Objectives:
      http://www.isro.org/Chandrayaan/htmls/objective_scientific.htm

      Visualisation of Polar image of TMC on 20 May 2009
      http://www.isro.org/Chandrayaan/images/visu_polar.jpg

      Lunar Laser Ranging Instrument (LLRI) Results:

      Lunar North Pole Coverage by LLRI (April, 2009)
      http://www.isro.org/Chandrayaan/images/lunar_pole_01.jpg

      Lunar South Pole Coverage by LLRI (April, 2009)
      http://www.isro.org/Chandrayaan/images/lunar_pole_02.jpg

      Auch auf der Erde gibt es bei einer polaren Umlaufbahn eines Satelliten geringfügige beabsichtigte Abweichungen bezogen auf den exakten geographischen Pol, dennoch handelt es sich hier um einen polar umlaufenden Satelliten,...
      http://www.fe-lexikon.info/lexikon-p.htm#polare-umlaufbahn

      hier einige (annähernd) polarumlaufende Satelliten,...unter "A - Train - Projekt",...
      http://tinyurl.com/ycuxuwk

      ...die wirklich exakte polar umlaufende Bahn heisst dann eher,

      "Pol - zu - Pol - Umlaufbahn",...;-)
      .:.

  • Wiss ma schon längst

    dunkelbunt, vor 713 Tagen, 13 Stunden, 44 Minuten

    Oder woher hat da Mateschitz sein Mondwasserl her?