Standort: science.ORF.at / Meldung: "Raumsonde passiert Marsmond Phobos"

Raumsonde passiert Marsmond Phobos

Die europäische Raumsonde "Mars Express" ist am Mittwochabend auf Tuchfühlung mit dem Marsmond Phobos gegangen.

Kosmos 04.03.2010

Sie flog um kurz vor 22.00 Uhr so nah wie nie zuvor an dem Trabanten des Roten Planeten vorbei. "Ich bin sehr glücklich, dass alles so gut läuft", kommentierte ESA-Wissenschaftler Gerhard Schwehm kurz danach. Der Flug von "Mars Express" sei eine großartige Gelegenheit gewesen, mehr über die innere Struktur von Phobos herauszufinden.

Abstand: 67 Kilometer

Forscher erhoffen sich von der Mission neue Erkenntnisse über den Ursprung des Mondes. Er ist trotz etlicher Forschungsprojekte noch ein Rätsel. Den Berechnungen der Europäischen Weltraumorganisation ESA zufolge, näherte sich die Sonde dem grauen Mars-Trabanten bis auf 67 Kilometer. Dabei bestand erstmals die Möglichkeit, das Schwerefeld von Phobos zu vermessen.

Fotos sollen folgen

Weil sich der 2003 gestartete Orbiter dem Mond von der Nachtseite her näherte, konnte die hochauflösende Stereokamera der Sonde jedoch keine Fotos machen. Dies ist erst wieder bei weiteren Vorbeiflügen in einigen Tagen möglich.

Dann kommt die Sonde dem 27 x 22 x 19 Kilometer großen Mars-Trabanten allerdings nicht mehr so nahe. Die Kamera soll unter anderem Aufnahmen von den Orten machen, die für die russische Mission "Phobos-Grunt" als Landestellen vorgeschlagen sind.

Daten über Daten

Die US-Raumfahrtbehörde NASA freut sich unterdessen über eine Datenflut vom Mars: Die 2005 gestartete Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" habe schon 100 Terabit Informationen vom Roten Planeten an die Erde übermittelt, erklärte die NASA am Mittwoch.

Das entspricht etwa der Datenmenge von drei Millionen Songs im MP2-Format. Der NASA-Wissenschaftler Rich Zurek hob besonders die Qualität der Bilder hervor, die zu einem besseren Verständnis des Nachbarplaneten beigetragen hätten. Bei der Sonde, die seit 2006 den Mars umkreist, kam es im vergangenen Jahr zu Computerproblemen, die die wissenschaftlichen Arbeiten vorübergehend unterbrachen. Mittlerweile funktioniert "Mars Reconnaissance Orbiter" wieder normal.

science.ORF.at/APA/dpa/AP

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Forum

 
  • solala, vor 808 Tagen, 20 Stunden, 42 Minuten

    100 Terrabyte entspricht 67 moderne Festplatten zu 1.5 Terrabyte zum Stückpreis von 88.50 Euro.

    Bei der billigsten Variante ksotet die Speicherung von 100 Terrabyte 5700.- Euro, in der etwas besseren Variante 6200.- Euro, in der absuluten Luxusvariante als SSD HD 1.900.000.- Euro, in der Intel X25M Variante 250.000.- Euro, die auch schon recht schnell ist.

  • Gibts das Format mp2 noch?

    dunkelbunt, vor 808 Tagen, 23 Stunden, 46 Minuten

    • geoid, vor 808 Tagen, 23 Stunden, 9 Minuten

      Ja - digitaler Rundfunk