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Obst und Gemüse im Korb

Neue österreichische Ernährungstabelle

Die Österreicher sind übergewichtig, essen zu fett, zu salzig und nehmen zu wenige Ballaststoffe zu sich. Als Gegenmaßnahme stellte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) eine neue, leicht verständliche Ernährungspyramide vor.

Gesundheit 05.03.2010

Bisherige Empfehlungen von Organisationen und Firmen hätten durch unterschiedliche Angaben Unsicherheit und Verwirrung gestiftet, erklärte Stöger. Die Tipps seien letztlich von vielen Menschen nicht mehr ernst genommen worden.

Leicht verständlich auch für die Kleinsten

Die neue Ernährungspyramide des Gesundheitsministeriums besteht aus 25 Bausteinen. Die Basis bilden alkoholfreie, kalorienarme Getränke, von denen man pro Tag 1,5 Liter trinken sollte. Ebenfalls täglich zu sich nehmen darf man: Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sowie Reis, Kartoffeln und Getreideprodukte. Drei Milchprodukte wie etwa Joghurt oder Käse sowie ein bis zwei Esslöffel hochwertige Pflanzenöle ergänzen den täglichen Speiseplan. Fisch sollte zweimal, Fleisch oder Wurst nicht mehr als dreimal pro Woche auf den Tisch kommen - innerhalb von sieben Tagen darf man bis zu drei Eier verzehren. Mit fetten Milchprodukten wie Butter und Schlagobers sollte man sparsam umgehen. An der Spitze der Pyramide sind Speiseeis, Pommes frites sowie ein Tortenstück abgebildet: Diese sollte man sich nur selten gönnen.

Geschaffen habe man daher nun eine einheitliche und leicht verständliche Grafik mit selbst erklärenden Symbolbildern, so Stöger. Zusätzlich gebe es zum Nachlesen genaue Mengenangaben für alle Nahrungsmittelgruppen. Erarbeitet wurde die Ernährungspyramide vom Obersten Sanitätsrat, der alle maßgeblichen Organisation mit einbezog.

"Die Nahrungsmittel, die hier beschrieben sind, sind nicht teuer", betonte Stöger. "Das Ziel meiner Politik ist, dass die gesündere Wahl die leichtere sein muss." Durch die leichte Verständlichkeit der Bilder wolle man schon die Kleinsten - Kindergartenkinder - erreichen. Verbesserungspotenzial ortete der Minister jedoch vor allem in Schulen: Zumindest ab 300 Schülern müsse eine gemeinschaftliche Verpflegung mit Mahlzeiten zur Verfügung stehen, forderte er.

Getreu dem Motto "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!" müsse man bereits ab dem Kindergartenalter einen gesunden Lebensstil fördern, bekräftigte Siegfried Meryn von der Medizinischen Universität Wien Stögers Argumente. "Was ich trinke, was ich esse, wie ich mich bewege, entscheidet über mein Ich." Insofern sei es wichtig, dass jeder seine Verantwortung wahrnehme, diese nicht abschiebe und zum Beispiel Übergewichtsprobleme mit Tabletten zu lösen versuche.

Volkswirtschaftliche Kosten sparen

Welche enorme Auswirkung kleine Dinge hätten, zeige sich alleine beim Salzkonsum, betonte Meryn. Empfohlen sind laut der neuen Ernährungspyramide fünf bis sechs Gramm täglich. In den USA nehme jeder durchschnittlich zehn Gramm davon zu sich. Würde man diese Menge um drei Gramm reduzieren, gebe es pro Jahr laut einer Studie je 100.000 Tote und Herzinfarkte weniger. Gleichzeitig würde man volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe von 15 bis 23 Milliarden Euro einsparen, erklärte der Mediziner. Die Österreicher konsumieren mit einem Schnitt von acht Gramm pro Tag ebenfalls zu viel Salz.

Der Nationale Aktionsplan Ernährung (NAP.e), zu dem die neue Ernährungspyramide gehört, befindet sich noch bis 30. April in Begutachtung. Als wichtige Zukunftsmaßnahme betonte Stöger die Schaffung eines Gütezeichen-Gesetzes zum Beispiel für Kantinen.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • Die Pyramide kann in Bezug auf den Genuß von Süßigkeiten...

    fuchsrob, vor 707 Tagen, 22 Stunden, 17 Minuten

    ...und Naschereien sehr leicht falsch interpretiert werden. Es steht da man soll maximal einmal pro Tag Süßigkeiten oder Snacks konsumieren: Viele werden das so interpretieren, dass sie JEDEN Tag die ganze Woche lang einmal Süßigkeiten essen.

  • Wenn ich mir die Pyramide so anschau...

    geologic, vor 708 Tagen, 20 Stunden, 8 Minuten

    Der Mensch hat den weitaus größten Teil seiner Entwicklungsgeschicht als Jäger und Sammler zugebracht, also sollte der menschliche Körper auch auf diese Art der Ernährung optimal eingerichtet sein.
    D.h. Stufe 1 Wasser, no na.
    Stufe 2 Wildobst und -gemüse gabs saisonal auch, aber nicht in der Menge.
    Stufe 3 Getreideprodukte, Reis, Kartoffeln gabs gar nicht.
    Stufe 4 Milch und Co. gabs nicht, manchmal ein paar Nüsse.
    Stufe 5 Fisch, Eier, Fleisch trug damals die Hauptlast der Ernährung. Aber das soll man nur dreimal in der Woche essen? Schwachsinn!

    • damals gab es aber

      iggi, vor 708 Tagen, 18 Stunden, 24 Minuten

      auch noch keinen "Obersten Sanitätsrat" um der Entwicklungsgeschichte kaiserlichen Verwaltungsbeistand zu leisten.

    • freiwelt, vor 707 Tagen, 18 Stunden, 2 Minuten

      "damals" war die lebenserwartung auch nur etwa halb so gross wie heute. insofern hatten diverse zivilisationskrankheiten (altersdiabetes, herz-kreislauf, krebs) gar nicht die zeit zum ausbruch zu kommen. ein wesentliches problem bei dem vergleich duerfte auch sein, dass jaeger und sammler das assen, was sie eben fanden und hungerten (vermutlich des oefteren), wenns nichts gab. sie verzichteten nicht freiwillig - wie uns das heute gesundheitswegen angeraten waere.

    • freiwelt, vor 707 Tagen, 18 Stunden, 1 Minute

      ausserdem irren sie sich bei der zusammensetzung. pflanzliche nahrung tatsaechlich in grossem ausmass. heisst ja auch jaeger und sammler (sic)

  • und das soll helfen?

    dino49, vor 709 Tagen, 20 Stunden, 59 Minuten

    Man wird nicht fett, weil man nicht aufpasst was man isst, SONDER WIEVIEL MAN FRISST!

    • Richtig, aber nicht politisch korrekt formuliert

      hosenbeisser, vor 709 Tagen, 19 Stunden, 7 Minuten

  • solala, vor 710 Tagen, 10 Stunden, 59 Minuten

    Und wann wird das zum Zwangsernährungsgesetz jetzt?

    Mit einem Moantsgehalt das Familien selten in einem Jahr frei zur Verfügung haben läßt sich leicht so deppert daher reden wie hier!

    Es stimmt schon das diese billig sein mögen, aber das ist nur eine Seite der Medailie, um sich derartig Ernähren zu können braucht man auch ein passendes wohlfühl Umfeld, und spätestens dann spielt Geld ein sehr großer Rolle!

    Schönes Beispiel, und damit auch definitiv klar, wie supergescheit diese Herrn sind, Energisparlampen, Zwangsverordnet, das man sich in dem Umfeld wohl fühlt wird wohl kaum wehr behaupten, und was macht man wenn man sichnicht wohl fühlt, genau jene Dinge die gar nicht gesund sind.

    Und der nächste Geniestreich dieser Supergscheit daherredenen Herrn sind dann die Wassersparduschköpfe zwangsverordnet, die zwar Eergie sparren können aber gleichzeitig eines nicht mehr haben, den Wohlfühleffekt, und damit noch mehr ungesunder Ernährung!

    *Kopfschüttel über derartig Weltfremdes!

    • misterbean, vor 709 Tagen, 21 Stunden, 25 Minuten

      Sorry, aber ungesunde ernährung auf duschköpfe und andere angebliche widrigkeiten des lebens schieben zu wollen ist dermaßen lächerlich daß das als reaktion darauf erfolgende heftige kopfschütteln dazu angetan ist heftige schmerzen zu verursachen.

      Was hindert denn jemanden daran, unter der prämisse die bösen zwangsverordneten duschköpfe stören das wohlgefühl tatsächlich, sich z.b. durch gesunde ernährung und dem damit verbundenen körperhochgefühl erst recht einen kontrapunkt zu setzen ?

    • solala, vor 709 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten

      Sorry, zu meinen das alles vollkommen Zusammenhanglos funktioniert ist ebenso Weltfremd.

      Red mal mit deinem Hausarzt, so als Tipp, vorausgesetzt es ist kein Pillendoktor, wird er dir auch nix anders sagen können!

    • misterbean, vor 709 Tagen, 19 Stunden, 10 Minuten

      Weder schrieb noch meinte ich daß alles vollkommen zusammenhanglos funktioniert, man kann's mit dem konstruieren von scheinzusammenhängen aber auch heftig übertreiben.

    • solala, vor 709 Tagen, 18 Stunden, 59 Minuten

      Ich hab zwei Zusammenhänge genommen, deren Problem Verordnet sind oder werden.

      Kinder und Jugentliche da gibts richtiger weise noch ganz andere Dinge die alles andere als Gesund sind, und sicher nicht dazu betragen gesund zu leben, es sind leider geselschaftliche Probleme die sich nur schwer lösen lassen.

      Mein Beispiel diente auch dazu aufzuzeigen das dieses Gesundheitsministerium zwar kein Problem hat mit den mehr als ungesunden Enegisparlamen, kein Problem hat mit den Duschköpfen, und im gleichen Atemzug gesunde Ernährung fordert, das ist Weltfremd und Schizophren.

    • misterbean, vor 709 Tagen, 17 Stunden, 49 Minuten

      Bitte, "mehr als ungesunde energiesparlampen" ist absolut lächerlich.

      Die zeiten, wo es nur die einheits-ESL mit unangenehmem (was weit von ungesund entfernt ist) licht gab, die sind lange vorbei, jeder hat die wahl den ihm (an)genehmen lichtton zu wählen, das gesuder ist also nicht mehr als eine ausrede.

    • solala, vor 709 Tagen, 16 Stunden, 34 Minuten

      ESL sind, Farbton hin, Farbton her, von der Physik her schädlich, da kann man noch soviel Technik hineinbuttern, es wird nicht gesünder.

      Das betrifft im übrigen auch die LED obwohl technsich nöglich wäre wird der Gleichrichter hier aus Kostengründen eingeparrt.

      Du kannst das sehr gut Probieren mit einer Digitalkammera und Serienaufnahme.

    • misterbean, vor 709 Tagen, 15 Stunden, 37 Minuten

      "von der physik her schädlich" WEIL ... ?

    • @solala

      tauceti, vor 708 Tagen, 6 Stunden, 27 Minuten

      Bei dem Test mit der Serienaufnahme spielst du offenbar auf das Flimmern an. Das kannst du auch leicht testen, indem du das Objekt schnell hin- und herbewegst (ein Handy mit leuchtendem Display beispielsweise) - oder indem du bei größeren oder stationären Objekten einen Finger vor einer damit angeleuchteten Fläche schnell hin- und herbewegst.

      Wenn es flimmert, dann siehst du es mehr als deutlich durch Lücken anstelle einer kontinuierlichen Darstellung. Dazu brauchst du keine Kamera.

      OLED Handydisplays flimmern beispielsweise - und zwar unnötigerweise.

    • tauceti, vor 708 Tagen, 4 Stunden,

      Allerdings muss ich dich enttäuschen:

      Heutige Energiesparlampen flimmern längst nicht mehr. Das war mal, dass die ganz ordentlich flimmerten - das war so ca. noch vor 15 bis 20 Jahren.

      Heutzutage ist um die Leuchtröhren herum eine Leuchtschicht, die noch relativ lange nachleuchtet, sodass der Flimmereffekt völlig wegfällt.

      Bei klassischen Leuchtstoffröhren so im Meterformat, wo man sich den Aufwand nicht antut, da kannst du das Flimmern eher noch sehen - oder früher bei den ersten Energiesparlampen in der "Gurkenglas-Bauform" oder "Rexglas-Bauform" (ich nenne sie zumindest so - das waren extrem plumpe und große Dinger, sie ja sogar deutlich hörbar summten...)

    • tauceti, vor 708 Tagen, 3 Stunden, 55 Minuten

      (Für die iTüpfelreiter: Um jede Leuchtstoffröhre ist eine Leuchtschicht, nur gibt's da große Unterschiede und die ersten Bauformen hatten keine Nachleuchtdauer und somit wurde das Flimmern 1:1 weitergegeben)

      -----------------

      Wenn du allerdings einen Wecker mit Leuchtziffern hast (LED oder OLED, nicht LCD), dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die flimmern. Einfach mit dem Wackeltest (siehe oben) ausprobieren - oder mit schnellen Serienaufnahmen und auf ein paar Zufallstreffer hoffen.

      Auch die LED Bremsleuchten bei einigen Autos flimmern - und zwar dürfte die Frequenz relativ gering sein - ca. 10 oder 20 Hz. Das ist gelinde gesagt eine Frechheit. (Nein, ich kann zwischen dem Betätigen des Bremspedales und dem Flimmern der LEDs unterscheiden. So schnell kann keiner mit dem Fuß am Pedal zittern ;-)

    • tauceti, vor 708 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      Warum die LEDs auch bei batteriebetriebenen Geräten flimmern kann ich mir nur so erklären, dass man lieber mit Digitaltechnik als mit Analogtechnik arbeitet. Man arbeitet daher lieber mit Impulsbreitenvariation als mit der jeweiligen analogen Stromstärke. Schade. Sehr schade, denn das Flimmern stört tatsächlich.

    • tauceti, vor 708 Tagen, 3 Stunden, 40 Minuten

      man könnte es allerdings glätten wenn man wollte. Nur will man die 10 Cent zusätzlich nicht aufwenden...