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Erdbebengeschichte von Chile

Beben hat seismische Lücke fast geschlossen

Das extrem starke Erdbeben von Chile am 27. Februar war deutschen Geoforschern zufolge ein komplizierter Bruchvorgang - und der vorletzte in einer Reihe, die vor 150 Jahren begann und vermutlich zum kompletten Bruch der Erdkruste vor der Westküste Südamerikas führen wird.

Geologie 08.03.2010

Bei einer genaueren Untersuchung der von diesem Erdbeben abgestrahlten seismischen Wellen während der ersten 134 Sekunden nach Bruchbeginn kamen die Forscher zu dem Schluss, dass in der ersten Minute nur die Region um das eigentliche Epizentrum aktiv war.

Erdbebenhistorie in Chile

Erdbebenhistorie in Chile

In der zweiten Minute bewegte sich die aktive Zone Richtung Norden bis Santiago. Danach wurde die Region südlich Concepción für kurze Zeit aktiv. Dieser Bruchverlauf stimmt gut mit der Verteilung der Nachbeben in den folgenden drei Tagen überein, berichten Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) in einer Aussendung.

Passt in Bruchlinie

Das mit einer Magnitude von M = 9,5 stärkste bisher gemessene Erdbeben überhaupt nahm 1960 bei Valdivia, südlich der jetzt betroffenen Region seinen Ausgangspunkt. "Das Beben vom 27. Februar schließt direkt an den Bruchprozess von Valdivia an," erklärt Jochen Zschau, Leiter der Sektion "Erdbebenrisiko und Frühwarnung" am GFZ.

"Damit könnte eine der letzten beiden seismischen Lücken an der Westküste Südamerikas jetzt geschlossen sein. Mit Ausnahme eines letzten Abschnitts, der sich im Norden Chiles befindet, ist innerhalb der letzten 150 Jahre die gesamte Erdkruste vor der Westküste Südamerikas durchgebrochen."

Schon Darwin hat davon berichtet

Der zugrunde liegende plattentektonische Vorgang ist, dass sich die Nazca-Platte als Teil des pazifischen Ozeanbodens mit etwa siebzig Millimetern pro Jahr nach Osten bewegt, mit Südamerika kollidiert und sich dabei unter den Kontinent schiebt. Die dadurch entstehenden Erdbeben gehören zu den weltweit stärksten.

Im Laufe etwa eines Jahrhunderts bricht dabei von Patagonien im Süden bis nach Panama im Norden die Erdkruste in einer Reihe von Starkbeben vollständig durch.

Schon Darwin berichtete in seinem Tagebuch von dem starken Beben in Concepción vom 20. Februar 1835 und dem Tsunami, der dabei entstand.

science.ORF.at

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Forum

 
  • ohne, vor 706 Tagen, 17 Stunden, 57 Minuten

    Du meinst aber nicht Maya?

    • ohne, vor 706 Tagen, 17 Stunden, 57 Minuten

      gehört um eines runter

  • Der Vorletzte

    karl273, vor 707 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten

    Das extrem starke Erdbeben von Chile am 27. Februar war der Vorletzte in einer Reihe von Bruchvorgängen.

    Wo finden die nächsten Erdbeben statt?

    • kampfemanze, vor 707 Tagen, 5 Stunden, 56 Minuten

      Mit Ausnahme eines letzten Abschnitts, der sich im Norden Chiles befindet, ist innerhalb der letzten 150 Jahre die gesamte Erdkruste vor der Westküste Südamerikas durchgebrochen."

    • alasdairc, vor 707 Tagen, 5 Stunden, 30 Minuten

      2012 kommt immer näher.....

    • 2012 kommt immer näher.....

      jauerling, vor 707 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

      Stimmt - mit jedem Tag einen Tag näher. (Wenn ich mich nicht verrechnet habe : heutiger Stand noch 1 Jahr, 9 Monate und 23 Tage)

      Es kommen übrigens auch 2013, 2014, 2015 ... 3432 ... 4122 etc. täglich einen Tag näher ... (übrigens völlig unabhängig von Erdbeben.)

    • das nächste beben wäre also am ehesten dort

      mantispa, vor 706 Tagen, 18 Stunden,

      zu erwarten, wo im plan die orange zahl 1877 steht. conception wanderte neulich 28 cm nach westen (laut orf, 9.3.), und die nazca-platte wird weiter subduziert. also gehen die erdbeben in bisheriger "wahrscheinlichkeit" weiter. dass jetzt die westküste s-amerikas bald "ganz" zerbrochen ist, hat nichts zu sagen.

    • loki, vor 706 Tagen, 15 Stunden, 34 Minuten

      ah zwischen 1970 und 1940 is noch massig platz für beben!

    • corr.

      mantispa, vor 706 Tagen, 10 Stunden, 54 Minuten

      valparaiso verschob sich 28 cm, conception aber gar um 340 cm westwärts.