
So wird Blickdichtes durchsichtig
Laut den Forschern City of Paris Industrial Physics and Chemistry Higher Educational Institution (ESPCI) würde das so gut funktionieren, dass man sogar dahinter versteckte Gegenstände sichtbar machen kann.
Numerisches Modell zur Streuung
Die Studie in den "Physical Review Letters" : "Measuring the Transmission Matrix in Optics: An Approach to the Study and Control of Light Propagation in Disordered Media" von S. M. Popoff et al.
Für ihr Experiment schickten die Wissenschaftler zuerst Licht durch eine Schicht Zinkoxid, eine üblicher Bestandteil von weißer Farbe. Dabei analysierten sie genau, wie sich der Strahl veränderte, als er auf das Material traf. Diese Beobachtungsdaten war die Basis eines numerischen Modells, einer sogenannten Transmissionsmatrix. Diese enthielt 65.000 Werte, die genau beschreiben, wie das Zinkoxid das Licht ablenkt.

Danach verwendeten die Forscher dieselbe Matrix, um einen Lichtstrahl dergestalt maßzuschneidern, dass er das Material durchdrang und sich dahinter fokussierte. Außerdem gelang es ihnen umgekehrt Licht, das das undurchsichtige Material durchließ, zu messen und anhand der Matrix das Bild eines Objekts, das sich dahinter verbarg, zu rekonstruieren.
Alles kann durchsichtig werden
Das Experiment zeigt laut den Forschern, dass undurchsichtige Materialien als hochqualitative optische Elemente fungieren könnten - ähnlich wie herkömmliche Linsen, es müsste nur eine ausreichend detaillierte Matrix konstruiert werden.
Man könnte damit nicht nur durch Papier oder Farbe durchsehen, sondern unter Umständen auch in Zellen von Lebewesen. Außerdem könnten derartige Materialien gut für die Entwicklung optischer Elemente auf Nanoebene verwendet werden.
science.ORF.at


