Forscher gegen Ilisu-Staudamm
Die wertvolle Natur im Tigristal und historische Stätten von Weltrang entlang des Ufers dürften nicht von einem Stausee überflutet werden, mahnten insgesamt 111 Forscher in einem Brief, über den die Tageszeitung "Radikal" am Freitag berichtete.
Die türkische Regierung hält am Bau des Ilisu-Damms fest, obwohl Deutschland, Österreich und die Schweiz Bürgschaften für das Projekt gekündigt haben. Ankara hat erklärt, neue Geldgeber gefunden zu haben. Deutschland, Österreich und die Schweiz hatten Kreditbürgschaften im Juli 2009 gestoppt, weil Umweltauflagen verletzt und Kulturgüter am Ufer des Tigris in Gefahr seien.
Gegen das Bauprojekt, das auch die archäologisch bedeutende Stadt Hasankeyf bedroht, hat es im In- und Ausland Proteste gegeben. Die türkische Regierung möchte mit dem Staudamm nicht nur Energie gewinnen, sondern verspricht auch bessere Bewässerungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft.
science.ORF.at/dpa
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