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Adler - Symbol für den Nationalsozialismus

Täter, Opfer, Widerstand

Nazideutschland hatte drei Nachfolgestaaten, deren Umgang mit der Geschichte unterschiedlicher nicht ausfallen hätte können. "Westdeutschen Tätern" standen "österreichische Opfer" und "ostdeutsche Widerstandskämpfer" gegenüber. Das sind zumindest die öffentlichen Geschichtsbilder der Nachkriegszeit, deren Umrisse spätestens in den 1980er Jahren zu verschwimmen begannen.

Zeitgeschichte 04.04.2010

Trotz zahlloser Literatur zur NS-Zeit gibt es bisher erstaunlich wenig Vergleiche von Gedächtniskulturen und Identitätskonstruktionen dieser drei Länder. Die Historikerin Katrin Hammerstein von der Universität Heidelberg versucht in ihrer Dissertation genau diese Lücke zu schließen.

Bei ihren Recherchen hat sie einige überraschende Erkenntnisse gewonnen: Die DDR unterstützte etwa die Position, wonach Österreich "das erste Opfer Hitlers" war, und erwähnte die Waldheim-Affäre nicht. Generell ist Westdeutschland ein Vorbild in Sachen Geschichtsaufarbeitung gewesen - sowohl für die DDR als auch für Österreich, meint Hammerstein in einem science.ORF.at-Interview.

science.ORF.at: Über die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich und der BRD ist vieles bekannt: Wie hat die DDR aufgearbeitet?

Katrin Hammerstein: So wie in Österreich hat es auch in der DDR einen Gründungsmythos gegeben. Fühlte sich Österreich als "erstes Opfer von Hitler", so baute die DDR auf einem antifaschistischen Gründungsmythos auf, demzufolge die gesamte DDR-Bevölkerung im Widerstand gegen die Nazis gestanden ist. Dieses Bild hat sich im Grunde bis zum Ende der DDR gehalten. Erst im Laufe der 1980er Jahre kamen andere Elemente dazu: jüdische Opfer etwa, die bis dahin hinter den "antifaschistischen Widerstandskämpfern " sozusagen Opfer zweiter Klasse waren.

Wie ist dieser Übergang vor sich gegangen?

Katrin Hammerstein: Schleichend. Interessant ist die rhetorische Akrobatik, die die DDR dabei vollzogen hat. Zum einen tauchen jüdische Opfer auf als "jüdische Antifaschisten" und Widerstandskämpfer, es dauert eine Weile bis explizit von "ermordeten Juden" die Rede ist ohne Hinweis auf eine "widerständige Tätigkeit". Das Gedenken an die jüdischen Opfer schleicht sich langsam in das DDR-Narrativ ein, aber man merkt, dass das nicht ganz zur ostdeutschen Widerstandserzählung passt. So wird es einfach zum Geschichtsbild dazu addiert und nicht organisch eingepasst. Insofern wurde auch der 9. November 1988 als "Tag des Gedenkens an die sechs Millionen jüdischen wie alle Opfer des Faschismus" bezeichnet.

Wie ist das Selbstbild der DDR als Land des Nazi-Widerstands entstanden?

Katrin Hammerstein: Es wurde "von oben" entworfen. Dabei konnte sich die SED-Führung auch darauf stützen, dass es schon in der Sowjetischen Besatzungszone relativ viele Prozesse gegen Nationalsozialisten mit Aburteilungen gab, 1950 dann die umstrittenen Waldheimer Prozesse mit ihrem Radikalumschlag. Es gab Todesurteile, lebenslange Haftstrafen. Gleichzeitig hat die DDR das aber auch genutzt, um unliebsame Gegner, keineswegs nur Nationalsozialisten, auszuschalten.

Danach wurde konstatiert: "Wir haben alle Nazis erwischt; bei uns ist der Faschismus ausgerottet, zumal wir ja eine neue Gesellschaft gegründet haben, die antifaschistisch ist." Vieles war aber reine Rhetorik. Natürlich gab es auch in der DDR Altnazis. Auch in den 1980er Jahren finden sich sogar in der ostdeutschen Zeitung "Neues Deutschland" Berichte über welche, die sich über Jahrzehnte versteckt hatten. Es wurde aber immer betont, wie gut die DDR diese Zeit aufgearbeitet habe und dass die Bundesrepublik viel größeren Nachholbedarf hätte.

In Ihrer Dissertation gehen Sie von drei Identitäten aus, die die drei Nachfolgestaaten Nazideutschlands charakterisieren: die BRD als Täter, die DDR als Widerständler, Österreich als Opfer.

Katrin Hammerstein: Das sind zumindest die Erzählungen, auf denen DDR und Österreich ihre Gründungsmythen in der Nachkriegszeit aufbauen. Bei der Bundesrepublik muss man differenzieren: Offiziell sieht man sich als Nachfolgestaat NS-Deutschlands, sozusagen als Täter, aber auch hier gab es Relativierungsversuche, etwa in der Externalisierung der Verantwortung: "Der Verführer Hitler war es mit seiner Führungsclique, aber nicht die breite Bevölkerung" etc. Für meine Forschung zu den offiziellen Geschichtsbildern vom Nationalsozialismus bringt das Dreieck Täter-Opfer-Widerstand die Ausgangssituation nach 1945 zugespitzt, aber gut auf den Punkt.

Wie hat sich dieses Dreieck in den Jahrzehnten nach Kriegsende verändert?

Katrin Hammerstein: In Österreich und der DDR blieben die Geschichtsbilder lange konstant. In den 80er Jahren dann bricht in Österreich im Zuge der Waldheim-Affäre der Opfermythos auf; das ist bekannt. Aber auch in der DDR fängt man allmählich an, auch andere Opfergruppen und nicht nur "den Widerstand" wahrzunehmen. Ein Höhepunkt dabei ist 1988: Zum 50. Jahrestag der sogenannten Reichskristallnacht gibt es sehr viele Veranstaltungen, der 9. November wird zum Großgedenktag. In der Form war das neu, 1978 gab es zwar leichte Anklänge, aber dass der Staat sich so aktiv einschaltet, war neu. Dass man eigene Schuld und Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen reflektiert, das geschieht allerdings erst 1990, in der allerletzten, demokratischen Phase der DDR.

Warum ist es zur Aufweichung des Antifaschismus-Mythos in der DDR gekommen?

Katrin Hammerstein: Neben außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Motiven – die DDR versuchte in den 1980er Jahren, ihre Beziehungen zu den USA zu verbessern – ist ein wesentlicher Faktor, dass die DDR-Führung sich unter Druck fühlte. Zum einen durch oppositionelle Gruppen, die das Thema zunehmend aufgegriffen haben. Zum anderen haben die westlichen Medien viel über die westdeutsche Geschichtsaufarbeitung berichtet. Die DDR wollte nicht schlechter dastehen als die Bundesrepublik und musste reagieren.

Wie haben sich die drei Erzählungen beeinflusst?

Katrin Hammerstein: Österreich und die DDR haben oft nach Westdeutschland geblickt. Je mehr man sich dort mit der Frage nach der eigenen Verantwortung beschäftigte, desto stärker sind Elemente des westdeutschen Umgangs mit der NS-Vergangenheit aufgenommen worden. Auch wenn die Bundesrepublik sicher nicht alles "wunderbar aufgearbeitet" hat – auch hier gab es natürlich Defizite –, war sie doch ein Vorbild für die beiden anderen Staaten.

Und das Verhältnis der Geschichtsbilder von DDR und Österreich?

Katrin Hammerstein: Die Beziehung der beiden Länder ist prinzipiell wenig erforscht. Bei meinen Recherchen ist mir die Berichterstattung über die Waldheim-Affäre in der DDR aufgefallen: Die gab es nämlich so gut wie gar nicht. Es wurde nur über die Wahl an sich berichtet, nicht über die Affäre. Das "Neue Deutschland" hat anlässlich von Waldheims Wahl eine Biografie abgedruckt, in der die Jahre des "Dritten Reiches" sehr unterbelichtet sind. Der Skandal um Waldheim wird nicht ausgeschlachtet, was ja auch hätte sein können, vor allem wenn man daran denkt, wie die DDR entsprechende Gelegenheiten nutzte, gegen die Bundesrepublik zu agitieren. In Artikeln über Österreich wird aber gerne vom "ersten Opfer Hitlers" geschrieben, man hat den Eindruck, dass die DDR Österreich in diesem Sinne sozusagen den Rücken stärken wollte. Für die DDR war Österreich wegen seiner offiziellen Neutralität und auch als Handelspartner wichtig. Sie hat wohl daher den Opfermythos nicht kritisiert, sondern sogar unterstützt.

In Ihrer Dissertation beschäftigen Sie sich zwar hauptsächlich mit den 1980er Jahren. Dennoch: Wie ist die Geschichtsaufarbeitung in den drei Ländern danach weitergegangen?

Katrin Hammerstein: Beispielsweise ist eine Synchronisierung der Erinnerungslandschaften eingetreten. Wenn Sie an das Holocaust-Mahnmal und das jüdische Museum in Berlin denken: Auch Wien hat beides. Gewisse Elemente muss es scheinbar geben, wenn man "richtig aufgearbeitet" hat oder haben möchte. Hier sind z.B. auch die großen Erklärungen und Schuldeingeständnisse von Politikern zu nennen. wie z.B. Franz Vranitzky 1991 - die DDR war mit dem Schuldbekenntnis der Volkskammer vom April 1990 übrigens ein Jahr früher dran als Österreich. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass es die DDR danach nicht mehr gegeben hat. In Deutschland war man nun mit einer "Opferkonkurrenz" konfrontiert, zu den Opfern des Nationalsozialismus kamen die Opfer des Kommunismus, was in Österreich keine Entsprechung hat.

Interview: Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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Forum

 
  • Der Hammer Thors oder das Swastika - Symbol,...

    neutrino, vor 678 Tagen, 13 Stunden, 52 Minuten

    eine allgemeine Aufklärung darüber liegt eigentlich auch längst an, immerhin ist es ein uraltes vedisches Symbol für Wissen, Glück, Wohlstand und Erfolg das aber leider seit den 2. WK völlig entwertet und verteufelt wurde,...
    http://www.bhagavad.de/syindex.shtml
    http://www.swastika-info.com/

    auch physische Machtsymbole hatte Hitler damals in Besitz genommen, wie z.B. die Longinuslanze, als "der Speer Gottes",...die gesamten weiteren Bestände die anscheinend in seinem Safe (od. Geheimkammer) verschlossen waren weiss wohl nur mehr der US - Geheimdienst,...;-)
    http://www.weltbildung.com/longinus-lanze-jesus.htm

    ein anderer Aspekt ist die damalige Verbindung zur Thule- und zur Vril - Gesellschaft und ihre (mystischen?) Ziele,...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Thule-Gesellschaft
    http://tinyurl.com/ydfvxz9

    in der Flugpraxis ist aber leider nicht´s zu sehen,...;-)
    http://polarflug.de/index.php?p=&changelang=d

    Hinweis: allerdings scheint die Erde stetig zu wachsen,...
    http://www.nuoviso.tv/forschung/wachsende-erde.html

    ...immer noch aktuell die Suche nach der Vril - Energie,...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vril-Gesellschaft
    http://principality-of-sealand.eu/vril/vril_d.html

    ...übrigends wirken diese Mächte die im 2. WK anscheinend in einer Gestalt personifiziert war auch heute noch im Hintergrund weiter, nur halt viel subtiler und daher kaum mehr erkennbar, (offensichtlich bereits weltweit agierend) daher man darf gespannt sein was so alles noch auf uns zukommt,...also sollten wir sehr wachsam sein,...;-)
    .:.

  • Die Frage ist

    jim99, vor 679 Tagen, 15 Stunden, 53 Minuten

    ob wir uns nicht eines Tages fragen lassen müssen, warum wir ständig die Vergangenheit bewältigt haben und nicht die Gegenwart und die Zukunft. Und ich fürchte, die Antwort wird sein, wie anno dazumal: Weg des geringsten Widerstandes. Billig Punkte sammeln.

    • Wir haben die Vergangenheit nie bewältigt,

      david2, vor 679 Tagen, 13 Stunden, 53 Minuten

      im Gegensatz zu Deutschland, denn während Deutschland sich selbst als "Täter" ansah und von den Alliierten entnazifiziert wurde (z.B. Entfernung von Nazis aus öffentlichen Ämtern, Reform des Schul- und Universitätswesens), sah sich Österreich als "Opfer" an, weshalb keine Entnazifizierung stattfand und die Nazis bis zur Pension im Amt blieben und keine Schuld-Bewußtseinsbildung in Schulwesen etc stattfand.

      Dazu noch eine kleiner Hinweis für die "Opfer":
      Ein österreichischer Bundeskanzler wurde im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und hingerichtet.
      Soviel zur "Opferrolle"...

    • wir habn garnix. wie auch?

      talvisota, vor 679 Tagen, 9 Stunden, 9 Minuten

      wir sind zu jung, obwohl wir in der pensi sind und teilweise jünger.
      unser staat ist zu jung für deine anschuldigungen. und unser staat ist "opfer", siehe weiter unten. deine persönlichen anschaungen haben mit den tatsächlichen vorkommnissen nichts zu tun. ausser du bestimmst, dass stalin, roosevelt, churchill und der lustige franzose nazis waren und sich in der opferolle österreichs bei der moskauer deklaration 1943 geirrt haben. in dem fall nimm deine medikamente.

    • Deutschland entnazifiziert?

      manfredvogl, vor 678 Tagen, 16 Stunden, 58 Minuten

      Z.B. wie es am TIME-Cover (?) zu sehen war:
      Eine Weltkarte mit Hakenkreuz-Buttons auf Städten, in die ehemalige NSDAPler als Botschafter entsandt wurden.

      Aber es stimmt schon: Dabei waren die Deutschen gründlicher!
      Beim Entjudifizieren warens aber wir Ösis!
      Irgendwo hab ich mal gelesen, daß alleine in Aachen mehr Juden versteckt wurden als in ganz Österreich.

      Was auf uns zukommt ist aber um nix weniger übel.

  • Solche Diss sind ein Luxus.

    allgeier, vor 679 Tagen, 20 Stunden, 11 Minuten

    Den leistet sich eine Generation, die in Frieden, Rechtsstaat, Sicherheit aufgewachsen ist.
    Es ist an sich ein gutes Zeichen, dass so geschrieben und publiziert werden darf. Aber es ist nicht "Aufarbeitung", es profitiert nur von Aufarbeitung, die nur von im Gefühl Betroffenen geleistet werden kann.

    • Oder:

      allgeier, vor 679 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten

      Wenn es nicht Luxus ist, sondern selbstverständlich, dann sind wir eine ethisch hochentwickelte, offene, nicht ressentimentblockierte Gesellschaft. Manche Menschen sagen, wir sind das.

    • Drittens,

      allgeier, vor 679 Tagen, 20 Stunden, 1 Minute

      ich weiß nicht, ob das überhaupt "geht". Jedenfalls muss jede Generation bei sich von vorn anfangen. An dieser Stelle kommt die Routinefrage, ob man aus der Vergangenheit lernen kann.
      Man kann es, wenn einem klar ist, dass die Früheren genauso Menschen waren wie man selbst. Deren Abgründe lassen sich nur erforschen, wenn man die eigenen kennen lernt. So steht's nämlich.

  • wenn ein staat am 12. März 1938 aufhört, aufgrund militärischer gewalt

    talvisota, vor 679 Tagen, 21 Stunden,

    offiziell zu existieren, wie kann er an ereignissen danach schuld sein?

    wenn ein staat 1943 von den aliierten in der moskauer deklaration als

    "...Österreich, das erste freie Land, das der typischen Angriffspolitik Hitlers zum Opfer fallen sollte..." bezeichnet wird, wieso passt das einigen "historikern" nicht?

    auch wenn weiter unten in der deklaration bezug genommen wird, dass österreich verantwortung trägt und dass man sich anschaut, was selbst zur befreiung getan wird, ist, war und bleibt österreich das erste opfer. FAKT

    die zweite republik ist nicht der rechtsnachfolger des deutschen reiches. mir gehen die sowas von auf die nerven. wenn österreich beiträge leistet - wogegen ich nix habe, solange es im rahmen bleibt - gehört der zusatz:

    "freiwillige leistung österreichs zur wiedergutmachung der untaten ehemaliger österreichischer, zum tatzeitpunkt DEUTSCHER verbrecher des naziregimes"

    eingefügt.

    das wär doch was :-)

    • Staatsbürgerschaft als ethisches Kriterium.

      allgeier, vor 679 Tagen, 20 Stunden, 23 Minuten

      Das ist ein interessanter Aspekt! Ethnisches Kriterium funktioniert wahrscheinlich auch.
      ((Aber warum sollte zahlen, wer es nicht war, freiwillig hin oder her? Wenn es doch keine Staaten gäbe, dann könnte kein Staat Rechtsnachfolger eines anderen sein. Für was sind Staaten überhaupt gut? Zocken ab bei mir und geben es an Typen, die ich nicht leiden kann!))

    • was heißt hier

      mantispa, vor 678 Tagen, 20 Stunden, 58 Minuten

      "militärische gewalt"? der hitler ist am 12. 3. ja nicht als okkupator einmarschiert, sondern um der welt zu zeigen, dass die ostmark per sofort durch die dt. wehrmacht geschützt ist. als "okkupation" haben das nur recht wenige (linke) empfunden. das als okk. aufzufassen haben sich dann die alliierten (augenzwinkernd) ausgedacht, um im "armen kleinen ö" große sympathien zu ernten.

    • Da kuckst Du:

      manfredvogl, vor 678 Tagen, 15 Stunden, 36 Minuten

      http://www-classic.uni-graz.at/ubwww/mediathek/cgi-bin/ubvideoplay.cgi?i617769+I_617.769+-#

      "... aufgrund militärischer Gewalt ..." schon bled, daß nicht ein Schuß gefallen ist. Vermutlich haben die Bundesheersoldaten keinen Unterschied zwischen den Uniformen des Illegalen und des einmarschierenden Kanonenfutters ausmachen können.
      Im Zweifelsfall: Nicht schießen sondern "Heil!" rufen, weil es gilt ja die Unschuldsvermutung.

      Und scheene blaue Augen hat er g'habt, der Führer (Zitat von Porkschy? im o.a. Film) und wir haben seine weiße Weste übernommen.

  • solala, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 26 Minuten

    Meine Kritik ist die alte, eine Arbeit aus einem Teilaspekt nach dem Ereignis in dem der wichtigst Teil wieder fehlt, jener Teil warum diese Witzfigur samt seinen Helfern überhaupt zu dem größten Verbrecher der Menschheit werden konnte.

    Was war notwendig das zumindest indirekt ganz Völker zu Massenmördern wurde? Und da bleibt die Frage warum genau dieser Bereich so jenseits dessen ist worüber Publiziert wird.

    Die Aussage nie wieder ist eine andere als jene zu sagen nie wieder die Basis für diese Verbrechen zu schaffen, und da sieht's sehr mager aus, ja sogar ein Negative Tedenz leider:

    http://www.heise.de/tp/blogs/2/145480
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/
    32272/1.html

    Auch mit den Feindbildern ist das so eine Sache für sich wie die EU zeigt, der Äußere Feind der Böse Terrorirst, der Innenfeind (selbst ausfüllen)...

    Derartiges ist primär nicht faschistisch für sich, sekundär in Summe kann das aber sehr wohl wieder genau dorthin führen!

    • Das ist eine interessante Frage!

      außerirdischer, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 5 Minuten

      Das haben sich zum Beispiel auch kluge Leute in Andorra, an der Grenze zu Spanien, gefragt, nach dem Ende der Diktatur: wie konnte so ein durchschnittlicher Mann wie Enver Hodscha , den viele in dem kleinen Land persönlich kannten, überhaupt und so lange eine Diktatur errichten (bis 1985)?

      Eine mögliche Antwort wäre, dass die Methoden, mit denen wir Menschen seit jeher unterdrückt und ausgebeutet werden, realativ einfach sind: steht angeblich alles schon bei Shakespeare (u.a. Werken der Weltliteratur)

    • Enver Hodscha

      pagglbombapilot, vor 679 Tagen, 19 Stunden, 7 Minuten

      enver hodscha (en'ver hodxha) war albaniens diktator, und nicht in andorra, welches bekanntlich immer noch ein fürstentim ist) am werken.

  • täter-opfer-widerständler

    pagglbombapilot, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 50 Minuten

    ich denke, man versucht immer mit der vergangenheitskeule auf mitteleuropäer einzuschlagen, jedesmal wenn die tages- und/oder wirtschaftspolitik nicht mehr weiter kann, oder sich vor lauter taktieren selbst ins patt gestellt hat, bzw. auch immer dann, wenn israel wieder einmal gegen alle grundrechte bei nichtjuden verstößt. da ist die alte nazikammelle immer willkommen. da hilft nichts, dass die mehrzahl der zu "belehrenden" aus der nachkriegsgeneration stammt.
    aber auch politisch anders denkende, welche nicht aus dem linken lager stammten, wurden auch vernichtet, doch die haben eben nicht die lobby, um mit der sozialistischen vergangenheitskeule auf sich aufmerksam zu machen. doch auf der anderen seite stellt sich die frage, ob man damals wirklich dagegenhalten konnte, ohne gefahr für die familie (sippenhaft war das stärkste druckmittel des dritten reiches).
    selbst heute tun wir uns schon schwer mit dem dagegenhalten - am beispiel eu.
    so gesehen war jeder täter und opfer zugleich.
    1975 - 1981 wurden in einem marxistischen regime 2,5 mio menschen ermordet, weil sie lesen und schreiben konnten, also im besitz der produktionsmittel waren, und diese sich nicht vergesellschaften ließen.
    Zitat:
    "Das Privateigentum an Produktionsmitteln führt zwangsläufig zum Zwang der Profitmaximierung und damit auch zur Überproduktion von Waren...

    • ff

      pagglbombapilot, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 46 Minuten

      da hat wohl einer seinen marx zu genau genommen, und in den blauen bänden nach einer lösung gesucht, die kam aber wohl eher von bakunin, berija und trotzki.
      um der ns-keule wieder etwas glaubwürdigkeit zu verleihen, sollte die SI oder deren nachfolgeorganisation ihren hof einmal säubern.

  • hehe1, vor 679 Tagen, 22 Stunden, 11 Minuten

    ist ja wieder einmal typisch für unseren rotfunk: da wird eine dissertation (wobei ich die qualität eher im unteren bereich ansiedeln würde) herangezogen, um wieder einmal österreich als täter anzupatzen. und das vor der bp-wahl.
    als ob fischer als "strammer sozialist" da punkten könnte.
    noch dazu, wo es seit jahren bekannt ist, dass österreich täter und opfer zugleich war (natürlich überwog bei vielen der täter) - aber die heutige generation der 20-70jährigen hat diese zeit bestenfalls aus der geschichte kennengelernt.
    aber österreich ist halt ein hort der alten, kranken und verblendeten. da passt eine solche mär ganz gut ins bild des orf.

    • Bei uns braucht man nichts "anzupatzen" ...

      cudax, vor 679 Tagen, 22 Stunden, 6 Minuten

      ... manche Leute sollten einfach damit aufhören ihre Nasen zuzuhalten ... peace&bottoms_up :)

    • uranium, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 52 Minuten

      die linke empörtheitsindustrie ist ein zusammenschluss von partein (rot, grün) sowie einer medienclique, die sich als grundsätzlich moralisch überlegen sieht.

      sollten abweichende nicht passende meinungen vertreten weren, wird die empörtheitswelle losgelöst durch eine unzahl von medienberichten, wissenschaftlichen "studien" (meist ideologische geisteswissenschaftliche studien, m.E. nach sind jedoch fast alle geisteswissenschaften seit 1968 links), "künstler"gruppen und "aktivisten". siehe z.b. fall serazin oder eva hermann.

      ob obige studie auch dazu gehört kann ich nicht sagen. das wäre auf den ersten blick zu schnell geschossen.

    • uranium, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 51 Minuten

      in diesem fall z.b. höchst interessant ist der hintergrund von heinz fischer, dessen schriften nachwievor von einer klassenlosen gesellschaft träumen bzw. marxistische ideale als ein optimum preisen. hier wird aber nicht aufgearbeitet.

    • uranium, vor 679 Tagen, 21 Stunden, 34 Minuten

      http://www.wno.org/newpages/com37b.html

    • sehr passend ! Uranium verlinkt wno

      dermeisterdesarchives, vor 679 Tagen, 19 Stunden, 18 Minuten

      - wo auch andauernd "Freiheit für Honsik" gefordert wird

      einen besseren Themenbezug zum Artikel hätte er sich garnicht aussuchen können ....

    • slartibartfast, vor 679 Tagen, 18 Stunden, 8 Minuten

      oweh oweh, uranium vs. archivmeister. haben wir jetzt ein links/rechts hickhack zu erwarten?

  • Aufarbeiten ist nicht möglich!

    louiswu, vor 679 Tagen, 22 Stunden, 39 Minuten

    Um irgendeine Sache aufzuarbeiten müsste man sich objektiv und neutral damit beschäftigen und daraus seine Schlüsse ziehen. Solange jedoch Quellen und Aussagen schon von vorne herein beschränkt und gesetzlich festgelegt sind, ist das unmöglich und jede Beschäftigung mit dem Thema sinnlos. Das wäre bei einer Diskussion im Mittelalter über die Kirche genauso nutzlos gewesen als heute über die Hitlerzeit.

  • WOW!

    david2, vor 680 Tagen, 3 Stunden, 41 Minuten

    Die Menge an rechtsradikalen Postern hier ist ja sehr aufschlußreich. Irgendwo muß ja schließlich die BP Kandidatur der Kellernazi Rosenkranz von einer Basis getragen werden.

    Und hier sehen wir sie: die Basis der Rechtsradikalen, die es in Österreich angeblich zu keiner Zeit gab...

    • :-)

      klausi025, vor 679 Tagen, 23 Stunden, 54 Minuten

      Naja ... besser rechts als links sage ich immer! ;-) Die einen haben wenigstens irgendwie aufgearbeitet und sei es noch so langsam, verzerrt und/oder bigott. Der Linke meint, es reiche links zu sein, um alle Taten zu rechtfertigen. *ggg* Daher geht eben HEUTE viel mehr Leid und Hass und Ungerechtigkeit in Österreich von den Linken aus und darum leben sie so gerne in der Vergangenheit und beschäftigen sich mit dem Thema, weil sie schon jemanden wir die Nazis brauchen, um moralisch nicht abzustinken! ;-)

  • Links was?

    beastybo, vor 680 Tagen, 4 Stunden, 36 Minuten

    Smile. Ich find ja einige der Komentare da echt supa - der volle Beleg dass manche in dem Land mit der Täterrolle nicht so ganz zurecht kommen ... da hab ma aufeinmal an Linksextremen Präsidenten, und Stalin war ja auch viel schlimmer und überhaupt is des voll langweilig weil de 55 Millionen de da gstorben sind .. pft faaaad. Oder doch nit?
    Also i bin ganz froh dass es Leute gibt die sich mit so was beschäftigen, denn wenn sich jemand die Hand am Herd verbrennt merkt er sich des. Aber is nit weiter schlimm. Aber was is wenn 6 Millionen im Ofen verbrennen, da braucht es leute die wie unsere Erinnerung arbeiten und immer aufs neue sagen: Nie wieder und traut keinen Menschen wie ... .