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Magentfeldlinien der Erde, künstlerische Darstellung

Lagen die Magnetpole einst am Äquator?

Zwei Geologen vermuten, dass sich die magnetischen Pole der Erde vor Millionen Jahren nahe dem Äquator befunden haben könnten. Das würde die Magnetisierung uralter Gesteinsformationen erklären.

Geophysik 13.04.2010

Geologen verwenden die Magnetisierung von Gesteinen, um deren Herkunft zu bestimmen. Das funktioniert in der Regel recht gut, bisweilen führt diese Methode jedoch zu Widersprüchen. Gesteine aus Laurentia, dem alten Nordamerikanischen Kontinentalschild, sowie aus dem Baltikum weisen nämlich magnetische Muster auf, die auf eine Lage in Pol- und in Äquatornähe hinweisen. Traditionellerweise wird das durch die Wanderung der Kontinente erklärt - die dafür notwendige Geschwindigkeit betrüge 45 Zentimeter pro Jahr.

Drehung um 90 Grad

Die Studie "Incompatible Ediacaran paleomagnetic directions suggest an equatorial geomagnetic dipole hypothesis" ist auf der Website der "Earth and Planetary Science Letters" erschienen.

Dieser Wert ist aber äußerst unrealistisch, schreiben nun Alexandra Abrajevitch und Rob van der Voo in einer Studie. Weder die Kontinentaldrift noch eine natürliche Verschiebung der geografischen Pole ("True polar wander") könnten ein solches Tempo erreichen. Die beiden Geologen schlagen stattdessen ein recht ungewöhliches Szenario vor: Die magnetischen Pole hätten im Lauf der letzten 600 Millionen Jahre eine 90-Grad-Drehung vollzogen und seien vom Äquator in die (geografische) Polregion gewandert.

Das Magnetfeld wird durch die Ströme flüssigen Eisens im äußeren Erdkern erzeugt. Wanderungen der magnetischen Pole könnten durch Änderungen der Dicke, Zähigkeit und Leitfähigkeit des äußeren Erdkerns verursacht worden sein.

science.ORF.at

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Forum

 
  • STANFORD VLF GROUP

    neutrino, vor 668 Tagen, 23 Stunden, 7 Minuten

    Very Low Frequency Magnetospheric and Ionospheric Research
    http://www-star.stanford.edu/~vlf/

    Haarp Data
    http://www.haarp.alaska.edu/haarp/data.html

    ...deren Daten sind ebenfalls sehr interessant,...;-)
    .:.

  • Bewegung der Kontinentalplatten berücksichtigt?

    tpatm, vor 670 Tagen, 15 Stunden, 57 Minuten

    Da es auf dem afrikanischen Kontinent Zeichen früherer Vergletscherungen gibt und somit anzunehmen ist, dass diese Gegenden einst in wesentlich höheren Breitengraden lagen ist es natürlich nicht verwunderlich wenn dort auch mal einer der Pole nicht weit war ... das weiß man allerdings schon seit einigen Jahrzehnten ...

  • für eine 360° Drehung des gesamten Magnetfeldes

    dino49, vor 670 Tagen, 18 Stunden, 14 Minuten

    bedarf es nach einigen Theorien nur 25000Jahre!

    • dino49, vor 670 Tagen, 18 Stunden, 13 Minuten

      "zur Zeit" bewegen sich die magn.Pole mit gut 80km pro Jahr!!!

    • naja nicht ganz...

      dino49, vor 670 Tagen, 18 Stunden, 11 Minuten

      Arktischer Magnetpol:

      2001 81,3° N, 110,8° W81.3-110.8
      2002 81,6° N, 111,6° W81.6-111.6
      2003 82° N, 112,4° W82-112.4
      2004 82,3° N, 113,4° W82.3-113.4
      2005 82,7° N, 114,4° W

  • Was die wenigsten wissen

    jim99, vor 671 Tagen, 4 Stunden, 58 Minuten

    Der magnetische Nordpol liegt am Südpol.

  • ich hätt sowiso lieber

    neuezeit, vor 671 Tagen, 5 Stunden, 11 Minuten

    ein quadrupolfeld so wie neptun und uranus. da wird die kompassnutzung dann lustig

    • Deswegen verwenden die Heinis auf Neptun

      hosenbeisser, vor 671 Tagen, 4 Stunden, 49 Minuten

      schon lange sowas GPS. Ganz ohne Multipolentwicklungen.

  • Das Magnetfeld wird durch die Ströme flüssigen Eisens im äußeren...

    hosenbeisser, vor 671 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten

    ...Erdkern erzeugt

    So so. Curietemperatur ist wohl ein Fremdwort.

    Defakto ist nicht (restlos) klar, woher das magnetische Feld der Erde kommt. Bitte also nicht irgendwas wie flüssiges Eisen was Erdmagnetfelder erzeugen soll daher erfinden.

    • jim99, vor 671 Tagen, 4 Stunden, 31 Minuten

      Curietemperatur scheint mir hier kein passender Einwand, geht es doch um *strömendes* und nicht um stationäres Eisen und dessen allfällige ferromagnetische Eigenschaften.

  • Dynamo?

    allamerican, vor 671 Tagen, 8 Stunden,

    Wenn die magnetischen Pole am Äquator liegen, müsste man doch am Mond einen Dynamo installieren können, oder?

    • hitcher, vor 671 Tagen, 5 Stunden, 38 Minuten

      der Mond ist schon etwas zu weit entfernt,
      den müsste man zuvor etwas näher rücken/ abstürzen lassen.

      Und eine Luftspule müsste auch reichen, da braucht man keinen Dynamo mit extra Magneten und eigener Rotationsachse.

  • müssen denn die magnetpole nicht

    mantispa, vor 671 Tagen, 9 Stunden, 5 Minuten

    in der nähe der rotationspole liegen?

  • vonabisz, vor 671 Tagen, 12 Stunden, 3 Minuten

    Ich habe noch nie verstanden, warum wir (geografisch) nur von einem Nord- und einem Südpol reden und nicht auch von einem Ost- und Westpol. Ich fühle mich jedenfalls durch diese Forschungen bestätigt.
    LG vom Ostpol

    • ???

      xoralundra, vor 671 Tagen, 11 Stunden, 39 Minuten

      vielleicht auch noch ein West-Süd-West-Pol...???

      bei einer rotierenden kugel gibt es halt nur zwei ruhende punkte - und die nennt man eben "pole"...

    • lollibast, vor 671 Tagen, 11 Stunden, 16 Minuten

      die festlegung der meridiane ist rein willkürlich. nord und südpol hingegen sind eigentlich nur jene (1 dimensionalen) punkte die sich von außen betrachtet nicht bewegen. außerdem sind die geografischen und magnetischen pole nicht dasselbe und dass sich die krustenplatten bewegen macht die sache in geologischen zeiträumen noch komplizierter

    • omg, wie das ganze

      fnord, vor 671 Tagen, 9 Stunden, 29 Minuten

      dann wohl in einer stunde aussieht?^^

    • Für mich gibt es ...

      urtypmitzipfer, vor 671 Tagen, 8 Stunden, 56 Minuten

      ... nur ca. 50 Mio. Polen. Da kann herumgepolt werden was will. Das sind auch nur Menschen.

  • der nächste Polsprung ist sowieso überfällig

    hitcher, vor 671 Tagen, 12 Stunden, 44 Minuten

    http://de.wikipedia.org/wiki/Polsprung#Polsprung

    Und während der Umpolung kann es schon sein, dass ein paar hundert Jahre lange, der Nordpol mal am Äquator ist. Wenn dann dort ein Vulkan ausbricht, könnte das erstarrte Magma also entsprechend magnetisiert werden.

    • lollibast, vor 671 Tagen, 12 Stunden, 18 Minuten

      alleine im messfehler der altersbestimmung dieser gesteine liegen mehrere polsprünge

      kaum anzunehmen dass diese gesteine alle innerhalb mehrere hundert jahre genau während einer umpolung entstanden

    • antispam, vor 671 Tagen, 7 Stunden, 19 Minuten

      Unter Umpolung versteht man aber doch wohl 180° und nicht 90°?
      Polwanderung, auch so extreme, dürfte anders begründet werden, oder?

    • hitcher, vor 671 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten

      also angeblich nicht; da würde der Pol nicht plötzlich nach Süden springen, sondern Zick-Zack, quer über den Globus nach Süden wandern. Womöglich würde der auch mal eine Zeit lange, zB. über Washington stehen bleiben können.
      Dann bekämen dort alle Krebs wegen der höheren kosmischen Strahlung, die nicht mehr abgeschirmt würde. Aus diesem Grund gibt es auch verstärkt Mutationen in Zeiten während dem Polsprung.