Standort: science.ORF.at / Meldung: "Brave Hunde leben länger"

Ein Labrador-Welpe trägt Blumen im Maul

Brave Hunde leben länger

Wer sich oft aufregt, lebt tendenziell kürzer. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde. Laut kanadischen Zoologen haben brave Rassen eine höhere Lebenserwartung als aggressive.

Verhaltensforschung 19.04.2010

Aufgebrachte Hunde verbrauchen ihre Energien schneller, während ruhigere Artgenossen einen ebensolchen Stoffwechsel haben, berichten Vincent Careau von der Universität Sherbrooke in Kanada und Kollegen in einer Studie.

"Die Unterschiede der Züchtungen sind Ausdruck eines Experiments künstlicher Auswahl", sagt Careau gegenüber dem Online-Dienst von "Science". Nicht die natürliche Selektion hat Hunde zu dem gemacht, was sie heute sind, sondern die bewusste Züchtung gewisser für den Menschen wichtiger Merkmale - wie z.B. die Fähigkeiten, Füchse jagen oder bequem auf dem Sofa sitzen zu können.

Schäferhund lebt länger als Beagle

Die Forscher haben zahlreiche frühere Studien hinsichtlich der Energieverausgabung und der Lebensdauer von Hunden ausgewertet. Unter Herausrechnung anderer Faktoren wie z.B. der Körpergröße haben sie dann den Zusammenhang mit Aggressivität, Gehorsam und Aktivität untersucht.

Gehorsamere Hunde wie Schäferhund und Bichon Frisé leben relativ zu ihrer Körpergröße länger als andere. "Schwererziehbare" Rassen wie Beagles oder Zwergspitze hingegen sterben früher als gleich große andere. Friedliche Hunde wie Neufundländer und Labrador verbrennen pro Kilogramm weniger Energie als aggressive wie Foxterrier und Dänische Dogge.

Offensichtlich, so Careau, ist es den Züchtern nicht unbedingt um die Lebensdauer der Tiere gegangen, sondern um ihre Eigenschaften. Die Persönlichkeit der Tiere und ihr Stoffwechsel hängen den Forschern zufolge genetisch zusammen.

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Forum

 
  • Nein.

    allgeier, vor 762 Tagen, 17 Stunden, 12 Minuten

    Großwüchsige Rassen leben kürzer. Deutsche Dogge ist Musterbeispiel, eine friedliche Rasse (wenn nicht bös gemacht, das kann man mit fast allen Hunden). Deutscher Schäferhund, viele melden sich besonders früh ab wegen des schadhaften Hüftgelenks (Zuchtfehler). Das Sprichwort sagt "1 Jahr Menschenalter entspr. 7 Jahre Hundealter", aber bei Rassen wie dem "Hovawart" sagen die Züchter von vornherein "10 Jahre". Steinalt werden Dackel (wenn gut gehalten), gerade die agilen "Wadlbeißer". Alt werden auch diverse Terrier etc. Die kleinen Hunde sind weniger von Verschleiß betroffen und können daher gute Lebensbedingungen zeitlich voll ausreizen. Warum der Zwergspitz nicht in dem Maß? Ursache Zucht oder Haltung? Beagles sind eine Spezialzüchtung, an sich nicht als Haushund oder für kooperative Aufgaben gedacht.
    Und so weiter.

  • Aha.

    allthegoodnamesaregone, vor 762 Tagen, 21 Stunden, 37 Minuten

    Wenn Schäfer so brav und folgsam sind, warum führen sie dann (nicht nur absolut sondern auch relativ) die Bissstatistiken an?

    Und wenn Beagles so schwer zu handhaben sind, warum sind sie dann die Lieblingshunde für Tierversuche?

    Sturheit geht nicht immer mit Aggressivität einher. Und das leichte Erlernen von Befehlen nicht immer mit wenig Aggressionspotenzial.

    • das mit den Schäferhunden ist ganz einfach

      wiso15, vor 762 Tagen, 19 Stunden, 24 Minuten

      von denen gibts einfach viel mehr...

    • @wiso15

      allthegoodnamesaregone, vor 762 Tagen, 18 Stunden, 20 Minuten

      Wäre der Schäfer nur bei den absoluten Zahlen führend, hättest Du recht.

      Ist er aber nicht - er ist auch bei relativer Betrachtung (bei der auch die Zahl der Hunde pro Rasse berücksichtigt wird) immer noch im Spitzenfeld.

      Steht eigentlich auch schon oben, aber anscheinend nicht deutlich genug zu erkennen.