
Brave Hunde leben länger
Aufgebrachte Hunde verbrauchen ihre Energien schneller, während ruhigere Artgenossen einen ebensolchen Stoffwechsel haben, berichten Vincent Careau von der Universität Sherbrooke in Kanada und Kollegen in einer Studie.
Die Studie "The Pace of Life under Artificial Selection: Personality, Energy Expenditure, and Longevity Are Correlated in Domestic Dogs" ist im Fachmagazin "The American Naturalist" erschienen.
"Die Unterschiede der Züchtungen sind Ausdruck eines Experiments künstlicher Auswahl", sagt Careau gegenüber dem Online-Dienst von "Science". Nicht die natürliche Selektion hat Hunde zu dem gemacht, was sie heute sind, sondern die bewusste Züchtung gewisser für den Menschen wichtiger Merkmale - wie z.B. die Fähigkeiten, Füchse jagen oder bequem auf dem Sofa sitzen zu können.
Schäferhund lebt länger als Beagle
Die Forscher haben zahlreiche frühere Studien hinsichtlich der Energieverausgabung und der Lebensdauer von Hunden ausgewertet. Unter Herausrechnung anderer Faktoren wie z.B. der Körpergröße haben sie dann den Zusammenhang mit Aggressivität, Gehorsam und Aktivität untersucht.
Gehorsamere Hunde wie Schäferhund und Bichon Frisé leben relativ zu ihrer Körpergröße länger als andere. "Schwererziehbare" Rassen wie Beagles oder Zwergspitze hingegen sterben früher als gleich große andere. Friedliche Hunde wie Neufundländer und Labrador verbrennen pro Kilogramm weniger Energie als aggressive wie Foxterrier und Dänische Dogge.
Offensichtlich, so Careau, ist es den Züchtern nicht unbedingt um die Lebensdauer der Tiere gegangen, sondern um ihre Eigenschaften. Die Persönlichkeit der Tiere und ihr Stoffwechsel hängen den Forschern zufolge genetisch zusammen.
science.ORF.at
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