
Anteil an Nanoteilchen in der Luft erhöht
Bereits am Freitag hatten die Wissenschaftler um Wladyslaw Szymanski eine ungewöhnliche Verringerung der Sichtweite in der Bundeshauptstadt festgestellt.
Dreifaches des Normalwertes
Steht größerer Ausbruch noch bevor?
Nach fünftägigem Stillstand im Flugverkehr sind bis Dienstagmittag wieder rund 75 Prozent des Luftraums über Europa freigegeben worden. Eurocontrol befürchtet derzeit auch keine Gefahr einer neuen Aschewolke. Dennoch warnt der isländische Präsident Europa: Das Flugchaos sei nur eine "kleine Probe" im Vergleich zu den Auswirkungen, die der Ausbruch des dem Eyjafjalla benachbarten, wesentlich gefährlicheren Vulkans Katla für Europa und den internationalen Flugverkehr hätte.
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Feinstaub ist nicht Feinstaub. Als besonders bedenklich beim Einatmen gelten sogenannte Nanoteilchen mit einer Größe von unter 100 Nanometern (ein Nanometer ist der Millionste Teil eines Millimeters). Sie werden nach Modellrechnungen bis in die feinsten Lungenbläschen abgelagert. "Genau dieser Anteil war von Samstagabend bis Sonntag früh bis zum Dreifachen des Normalwertes erhöht", erklärte die Physikerin Nayla Sabbagh.
Allerdings sind die Partikel so klein, dass sich diese Erhöhung auf die Gesamtmasse des Feinstaubes - definitionsgemäß kleiner als zehn Mikrometer (ein Mikrometer ist der tausendste Teil eines Millimeters) - nicht ausgewirkt hat. Dadurch sei die Erhöhung auch von vielen Routinemessstellen für Feinstaub nicht registriert worden.
Folge der Aschewolke?
Mittlerweile hat sich die Sache wieder beruhigt. "Ob es sich wirklich um eine Auswirkung des Vulkanausbruchs handelt, können wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen, aber unsere Messungen decken sich zeitlich mit den Satellitenbildern der Wolke", so die Wissenschaftlerin.
Die Messungen, bei denen Staub angesaugt und mittels statischer Aufladung untersucht wird, sollen jedenfalls weiterlaufen.
science.ORF.at/APA
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