Standort: science.ORF.at / Meldung: "Anteil an Nanoteilchen in der Luft erhöht"

Ein Flugzeug im Landeanflug stößt durch Wolken, dahinter die Sonne

Anteil an Nanoteilchen in der Luft erhöht

Eine deutliche Erhöhung von Nanopartikeln in der Wiener Luft melden Physiker der Gruppe Aerosol- und Umweltphysik der Uni Wien. Das Phänomen fiel im Rahmen von Routineuntersuchungen auf und deckte sich mit der Bewegung der Staubwolke des isländischen Vulkans am Wochenende über Österreich.

Vulkanasche 20.04.2010

Bereits am Freitag hatten die Wissenschaftler um Wladyslaw Szymanski eine ungewöhnliche Verringerung der Sichtweite in der Bundeshauptstadt festgestellt.

Dreifaches des Normalwertes

Steht größerer Ausbruch noch bevor?

Nach fünftägigem Stillstand im Flugverkehr sind bis Dienstagmittag wieder rund 75 Prozent des Luftraums über Europa freigegeben worden. Eurocontrol befürchtet derzeit auch keine Gefahr einer neuen Aschewolke. Dennoch warnt der isländische Präsident Europa: Das Flugchaos sei nur eine "kleine Probe" im Vergleich zu den Auswirkungen, die der Ausbruch des dem Eyjafjalla benachbarten, wesentlich gefährlicheren Vulkans Katla für Europa und den internationalen Flugverkehr hätte.
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Feinstaub ist nicht Feinstaub. Als besonders bedenklich beim Einatmen gelten sogenannte Nanoteilchen mit einer Größe von unter 100 Nanometern (ein Nanometer ist der Millionste Teil eines Millimeters). Sie werden nach Modellrechnungen bis in die feinsten Lungenbläschen abgelagert. "Genau dieser Anteil war von Samstagabend bis Sonntag früh bis zum Dreifachen des Normalwertes erhöht", erklärte die Physikerin Nayla Sabbagh.

Allerdings sind die Partikel so klein, dass sich diese Erhöhung auf die Gesamtmasse des Feinstaubes - definitionsgemäß kleiner als zehn Mikrometer (ein Mikrometer ist der tausendste Teil eines Millimeters) - nicht ausgewirkt hat. Dadurch sei die Erhöhung auch von vielen Routinemessstellen für Feinstaub nicht registriert worden.

Folge der Aschewolke?

Mittlerweile hat sich die Sache wieder beruhigt. "Ob es sich wirklich um eine Auswirkung des Vulkanausbruchs handelt, können wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen, aber unsere Messungen decken sich zeitlich mit den Satellitenbildern der Wolke", so die Wissenschaftlerin.

Die Messungen, bei denen Staub angesaugt und mittels statischer Aufladung untersucht wird, sollen jedenfalls weiterlaufen.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • Die Welt steht ...

    paquito, vor 663 Tagen, 19 Minuten

    ... auf kan Fall mehr lang.

    • genau:

      kritikastra, vor 661 Tagen, 9 Stunden, 58 Minuten

      nur mehr bis 21.12.2012!

  • Recht zeitig nach Ende des Wien-Marathon werden die bemerkenswerten Messwerte veröffentlicht.

    kosmonaut, vor 663 Tagen, 1 Stunde, 32 Minuten

    • solidstate, vor 662 Tagen, 11 Stunden, 46 Minuten

      Schon während des Marathons habe ich mir überlegt ob die für die Reinigung der wiener Luft etwas bezahlt bekommen, oder ob sie nur nicht wissen was sie tun.
      Jedenfalls gibt es nichts Schöneres als eine autofreie Ringstrasse!

  • jetzt kommt die vulkansicherheitszulage

    dersteinderweisen, vor 663 Tagen, 3 Stunden, 59 Minuten

    eur 28.99 pro flug

  • muschelknautz, vor 663 Tagen, 5 Stunden, 6 Minuten

    Die "Gesamtmasse" des Feinstaubs ist ja auch ziemlich irrelevant, ganz im Gegensatz zur Anzahl der Partikel. Ein Gramm bleibt ein Gramm, es ist aber ausschlaggebend in wieviele Einzelteile dieses Gramm zerteilt ist.

    • solidstate, vor 662 Tagen, 11 Stunden, 48 Minuten

      Stimmt, bildlich gesprochen ist es ein grosser Unterschied ob man es mit 1,293 kg/m3 in Form von Luft die einen mit 50km/h ins Gesicht bläst zu tun hat, oder mit 1,293 kg/m3 in Form einer Eisenkugel die einen mit 50km/h ins Gesicht trifft.

  • Eyjafjallajokull volcano 21th of April 2010,...

    neutrino, vor 663 Tagen, 8 Stunden, 18 Minuten

    der scheint sich jetzt zu beruhigen, nun müssen wir nach anderen (viel ergiebigeren) Feinstaubquellen suchen,...;-)
    http://tinyurl.com/y7rsqv7
    .:.

  • Es macht ja wohl einen Unterschied...

    confuser, vor 663 Tagen, 15 Stunden, 44 Minuten

    ... ob man ein paar Tage mit einer erhöhten Feinstaubkonzentration leben muss oder ein ganzes Leben lang. Jeder, der an einem windstillen Wintertag schon einmal in Graz oder Innsbruck war, weiß, dass Feinstaub (ehem.: "Smog") keine Erfindung von Politikern ist.

  • benjaminwipfler, vor 663 Tagen, 17 Stunden, 4 Minuten

    die nanoteilchen sind halt immer noch zu groß.

  • Uii, dreimal so hoch

    hosenbeisser, vor 664 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten

    Und es ist keine pöse Industrie, kein pöser Strassenverkehr, kein Hausbrand oder gar die arroganten Zigrettenraucher in den Bierlokalen daran schuld?

    Wie kann's das geben, dass da niemand schuld ist? Sowas darf es doch gar nicht geben.

    Wenn wir schon niemanden verklagen können und keiner Schuld ist, dann schaffen wir zumindest Nanoteilchen-Zertifikate. Damit tun wir dann um viel Geld auf den Börsen herumzocken. Wir wissen zwar nicht wozu, aber die Wirtschaft freut sich doch so.

    • Der erhöhte Feinstaubwert ist jedenfalls nicht ...

      wilf123, vor 664 Tagen, 4 Stunden, 25 Minuten

      durch deine Gedankenleistung verursacht. Ganz sicher nicht!

    • paradeiser, vor 663 Tagen, 16 Stunden, 37 Minuten

      Mit dem Feinstaubtrick wurde die Grundlage für eine weitere Abzockmethode geschaffen und nun kommt der Vulkan daher.
      Jetzt müssen die sogenannten Experten statements,welche die Harmlosigkeit dieser Teilchen beweisen,liefern.
      Ein Dilemma.
      Ich schlage vor,dem dummen Stimmvieh "gute",also natürliche,also rein "bio"-Vulkanteilchen und "böse"also Bierlokal-Teilchen,aufzuschwatzen.

    • "böse" sind vermutlich auch die Wahllokal-Teilchen,

      luaginsland, vor 662 Tagen, 11 Stunden, 6 Minuten

      also kommenden Sonntag diesen Lokalen tunlichst großräumig ausweichen . . .

    • pöse

      kritikastra, vor 661 Tagen, 10 Stunden,

      an alle diejenigen die verzweifelt versuchen einen schuldigen zu finden: rush limbaugh und ahmadinejads kleriker haben bereits eine wissenschaftlich fundierte, unwiderlegbare beweiskette aufgestellt:

      http://derstandard.at/1271374615196/Kommentar-der-anderen-Die-Rache-des-Vulkans-an-der-Verkehrspolitik
      (im zweiten teil des artikels)

      http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1267262/Iranian-cleric-Women-wear-revealing-clothing-cause-earthquakes.html

      also: PENITENTIAGITE!!!

      weiters an diejenigen, die „pöse industrie, pösen straßenverkehr, hausbrand oder gar die arroganten zigarettenraucher“ aus jeglicher verantwortung entlassen wollen: es ist schon schlimm genug, unaufhaltbare „bio“-vulkan-nanopartikel einatmen zu müssen – gegen die hausgemachten „bierlokal-teilchen“ können wir im unterschied dazu etwas tun. wie die (relative) besserung bei den feinstaubwerten in der grazer winterluft beweist…